"Die Bedeutung eines Worts erschließt sich Kindern nicht automatisch, sondern muß von ihnen herausgefunden werden, was nicht ohne Irrtümer abgeht."
In den folgenden Ausführungen soll untersucht werden, wie sich die Bedeutungsentwicklung von Wörtern beim Kind vollzieht. Bisher gibt es lediglich einzelne Theorien, die in Ansätzen das Phänomen der kindlichen Wortbedeutungsentwicklung erläutern können, jedoch nicht in der Lage sind, eine vollständige Erklärung zu liefern.
Exemplarisch wird die Theorie der "Semantischen Merkmalshypothese" von Clark dargestellt und dann auf ihre Vor- und Nachteile untersucht.
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Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- ,,Semantische Merkmalshypothese“ (Clark)
- Grundaussagen der Theorie
- Hypothesen
- Überprüfung der Hypothesen
- Ein Beispiel:,,bow-wow“
- Kritik und Probleme der Theorie
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der semantischen Entwicklung beim Kind und analysiert die „Semantische Merkmalshypothese“ von Clark als ein Beispiel für eine Theorie, die dieses Phänomen erklärt. Sie untersucht, wie Kinder Wortbedeutungen erlernen und wie sich diese im Laufe der Entwicklung verändern.
- Die Entwicklung von Wortbedeutungen bei Kindern
- Die „Semantische Merkmalshypothese“ als ein Modell zur Erklärung der Wortbedeutungsentwicklung
- Die Grundaussagen der Theorie und ihre Hypothesen
- Die Überprüfung der Hypothesen und ihre Anwendbarkeit
- Kritik und Probleme der „Semantischen Merkmalshypothese“
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt die zentrale Frage nach der Entwicklung von Wortbedeutungen bei Kindern und führt in das Thema der Arbeit ein. Sie betont, dass Kinder Wortbedeutungen nicht automatisch verstehen, sondern aktiv lernen müssen.
,,Semantische Merkmalshypothese“ (Clark)
Dieser Abschnitt stellt die „Semantische Merkmalshypothese“ von Clark vor. Die Theorie besagt, dass Wörter in kleinere Bedeutungseinheiten, sogenannte semantische Merkmale, zerlegt werden können. Kinder beginnen mit einer begrenzten Anzahl von Merkmalen, die sie mit einem neuen Wort assoziieren, und erweitern diese im Laufe der Zeit. Die Hypothese wird mit Beispielen illustriert und es werden die grundlegenden Aussagen und Hypothesen der Theorie erläutert.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: semantische Entwicklung, Wortbedeutungsentwicklung, kindlicher Spracherwerb, „Semantische Merkmalshypothese“, Clark, semantische Merkmale, Perzeption, Kategorien, Wortbedeutung, Hypothesen, Kritik, Probleme.
Häufig gestellte Fragen
Wie lernen Kinder die Bedeutung von Wörtern?
Kinder müssen Wortbedeutungen aktiv herausfinden, wobei sie oft durch Phasen von Über- oder Unterdehnung der Begriffe gehen, bis sie die korrekte Bedeutung erfassen.
Was besagt die "Semantische Merkmalshypothese" von Clark?
Clark geht davon aus, dass Kinder Wörter in semantische Merkmale (wie „rund“, „belebt“) zerlegen und anfangs nur eine begrenzte Anzahl dieser Merkmale pro Wort speichern.
Was ist ein Beispiel für die Merkmalshypothese?
Wenn ein Kind „Wau-Wau“ zu allen vierbeinigen Tieren sagt, nutzt es nur das Merkmal „vierbeinig“, statt spezifischere Merkmale wie „bellt“ oder „Hundegestalt“.
Welche Rolle spielt die Perzeption beim Spracherwerb?
Die Wahrnehmung (Perzeption) hilft dem Kind, Kategorien zu bilden und Merkmale von Objekten zu erkennen, die dann mit sprachlichen Zeichen verknüpft werden.
Gibt es Kritik an Clarks Theorie?
Ja, Kritiker merken an, dass die Theorie allein nicht ausreicht, um die gesamte Komplexität der kindlichen Wortbedeutungsentwicklung und den Einfluss des sozialen Kontexts zu erklären.
- Arbeit zitieren
- Hanna Beyer (Autor:in), 1999, Theorien der semantischen Entwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6191