Orientalische Berichte: Rashid ad-Din


Hausarbeit, 1997
8 Seiten, Note: 2,5

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Orientalischer Bericht
2.1. Biographie
2.2. Die Jami al-Tawarikh
2.3. Quellenkritik

3. Schlußbetrachtung

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Das umfangreichste Schrifttum über die Herrschaft der Mongolen in Iran ist in persischer Sprache abgefaßt. Die Darstellungen in persischer Sprache sind meißtens von Personen geschrieben worden, die im Dienste der mongolischen Herrscher standen. Die wichtigsten orientalischen Quellen sind Juveynis Ta`rih-e gehan-gosa und Rashid ad-Dins Jami al-Tawarikh. Juveyni befaßt sich außer mit der Geschichte der Mongolen noch mit derjenigen der Uiguren und Assassinen.Rashid ad-Din geht im Gegensatz zu Juveyni, neben der allgemeinen Geschichte der Mongolen von Tschingis Khan bis Ghazan Khan, stärker auf die Geschichte des persischen Ilkhanats ein. Beide Geschichtsschreiber waren zugleich hohe Staatsmänner und standen im Dienste von mongolischen Herrschern.

In dieser Hausarbeit soll versucht werden, auf die Werke Rashid ad-Dins einzugehen und zu behandeln. Zuerst wird die Person Rashid ad-Din und dessen beachtliche Karriere vorgestellt, um danach näher auf die Jami al-Tawarikh, seine historischen Werke, eingehen zu können. Im letzten Teil werden seine Werke kritisch betrachtet und die Schwachstellen dargestellt.

2. Orientalischer Bericht

2.1. Biographie

Rashid ad-Din wurde im Jahre 1247, 21 Jahre nach Guwaini, in Hamadan als Sohn eines jüdischen Apothekers geboren. Nach seiner abgeschlossenen Ausbildung zum Arzt nahm er am mongolischen Hof des Herrscher Abaqa ( 1265-1282 ) seine Arbeit auf. Er sollte noch über ein halbes Jahrhundert lang unter den mongolischen Ilkhanen dienen. Schon während seiner Ausbildung wechselte er zum Islam über und wurde sogar unter dem Ilkhan Ghazan (1295-1304) im Jahre 1298 zum Wezir (Staatsminister) ernannt.[1] Rashid ad-Din hatte als Wezir große Macht und konnte Einfluß ausüben, wie alle Minister der Ilkhane. So kam es, daß sie in kurzer Zeit wohlhabend wurden. Er besaß in mehreren Städten Häuser und Plantagen und zählte zu den einflußreichsten und reichsten Männern des Ilkhanats. Sein Reichtum vermehrte sich besonders schnell unter dem Khan Öljeitü, der zwischen 1304 und 1316 das Ilkhanat regierte. Er wurde natürlich von vielen Menschen beneidet und hatte mehrere Rivalen. Sein schärfster Konkurrent war Taj ad-Din `Ali-Shah, der durch den Ilkhan Öljeitü zum Wezir ernannt wurde. Rashid ad-Din wurde nicht entlassen, so daß Öljeitü das Land in zwei Verwaltungseinheitenaufteilen mußte.[2]

Die Rivalität der beiden Staatsminister hielt bis zum Tode von Öljeitü im Jahre 1316 an und zwei Jahre später hatten die Intrigen des Wezir Taj ad-Din `Ali-Shah Erfolg. Er warf Rashid ad-Din vor, den Ilkhan Öljeitü vergiftet zu haben, so daß dieser mit einem seiner 14 Söhne, Ibrahim, im Jahre 1318 hingerichtet wurde. Aber in der darauffolgenden Herrschaft folgte Rashid ad-Dins Sohn Ghiyath ad-Din seinem Vater im Amt des Weziren.[3]

[...]


[1] vgl. Encyclopaedia of Islam, Leiden-Leipzig 1960, S. 443f

[2] vgl. ( Rashid ad-Din ), The Successors of Genghis Khan, übersetzt aus dem Persischen von John Andrew Boyle, New York and London 1971

[3] vgl. Encyclopaedia of Islam, a.a.O.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Orientalische Berichte: Rashid ad-Din
Hochschule
Universität zu Köln
Veranstaltung
Seminar für Osteuropäische Geschichte: Die Mongolen in Osteuropa
Note
2,5
Autor
Jahr
1997
Seiten
8
Katalognummer
V62014
ISBN (eBook)
9783638553421
Dateigröße
371 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Orientalische, Berichte, Rashid, Seminar, Osteuropäische, Geschichte, Mongolen, Osteuropa
Arbeit zitieren
MA Kamuran Kayhan (Autor), 1997, Orientalische Berichte: Rashid ad-Din, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62014

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