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Entwicklung und Trainierbarkeit von Schlüsselkompetenzen

Title: Entwicklung und Trainierbarkeit von Schlüsselkompetenzen

Presentation (Elaboration) , 2006 , 12 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom-Religionspädagoge Guido Kattwinkel (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Die Diskussion um Kompetenzen ist immer umfassender und wichtiger geworden. Formale Qualifikationen alleine reichen im Arbeitsleben nicht mehr aus, da die Arbeits- und Lebenswelt heute mehr Anforderungen an den Menschen stellt, als zu früheren Zeiten. Doppler/Lauterburg (2005, S. 21-54) benennen als Grund fünf Faktoren, warum sich unsere Welt ändert. Die Technische Revolution, die Verknappung der Ressource Zeit, die Aufwertung von interkultureller Zusammenarbeit, die Verknappung der Ressource Geld und die dramatische Steigerung der Komplexität bedingen, dass formal erworbene Qualifikationen immer mehr an Wert verlieren - ohne allerdings gänzlich überflüssig zu werden. An ihre Stelle treten Kompetenzen, die es den Menschen ermöglichen, in der Schnelllebigkeit der Welt und der Komplexität der verschiedenen Handlungssituationen entsprechend schnell zu reagieren und handlungsfähig zu bleiben, was ein hohes Maß an Selbstorganisation erfordert. Insbesondere die Schlüsselqualifikationen sollen durch ihre Transversalität dabei helfen. Die vorliegende Ausarbeitung soll einen kurzen Überblick über die Trainierbarkeit von Kompetenzen bieten, einen Schwerpunkt stellt die Trainierbarkeit von sozial-kommunikativen Kompetenzen dar. Im ersten Teil soll ein Überblick über die Definitionen von Kompetenzen in der Literatur gegeben und die Arbeitsdefinition für diese Ausarbeitung erstellt werden. Die Vorstellung des Strukturalistischen Kompetenzmodells bietet die Grundlage für die weitere Ausfaltung der Gedanken zur Trainierbarkeit. Es soll vor allem die Frage beantworten, welche Faktoren die Trainierbarkeit von Kompetenzen begünstigen. Ein kurzer Exkurs soll den Aspekt von Kompetenzen als Persönlichkeitsmerkmale nicht vernachlässigen, da sich Kompetenzen auch als solche interpretieren lassen können. Der Zweite Teil stellt die Klasse der sozial-kommunikativen Kompetenzen als Schlüsselkompetenzen vor. Die theoretischen Ansätze der Trainierbarkeit werden im dritten Teil auf die Methode der Verhaltensmodellierung übertragen und als sinnvolles Modell der Kompetenzerweiterung dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Zum Kompetenzbegriff

1.1. Das Strukturalistische Kompetenzmodell

1.2. Kompetenzen als Persönlichkeitsmerkmale

2. Sozial-kommunikative Kompetenz als Schlüsselkompetenz

2.1. Schlüsselkompetenzen auf der Spur

2.2. Kern der Schlüsselkompetenzen: Reflexivität

3. Training sozialer Kompetenzen

3.1. Ansätze der Trainierbarkeit

3.2. Die Methode der Verhaltensmodellierung

4. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Trainierbarkeit von Schlüsselkompetenzen, mit einem besonderen Fokus auf sozial-kommunikative Kompetenzen. Ziel ist es, basierend auf dem strukturalistischen Kompetenzmodell, Faktoren zu identifizieren, die eine Kompetenzentwicklung begünstigen, und die Methode der Verhaltensmodellierung als effektiven Ansatz für die Kompetenzweiterung darzustellen.

  • Theoretische Fundierung des Kompetenzbegriffs
  • Strukturalistisches Kompetenzmodell
  • Bedeutung von Reflexivität als Schlüsselkompetenz
  • Ansätze zur Trainierbarkeit sozialer Kompetenzen
  • Die Methode der Verhaltensmodellierung

Auszug aus dem Buch

3.2. Die Methode der Verhaltensmodellierung

Das Strukturalistische Kompetenzmodell lässt sich gut auf die Ausführungen von Uwe Peter Kanning übertragen, der aus psychologischer Sicht der beruflichen Kompetenzentwicklung ebenfalls zwischen zwei Ebenen - der Kompetenz und deren Entäußerung - unterscheidet (vgl. im Folgenden Kanning 2005, S. 3f.; 74ff.).

Kanning differenziert zwischen den „Kompetenzen eines Menschen und einem kompetenten Verhalten“ (ebd. S. 3). Er beschreibt die sozialen Kompetenzen als innere Potenziale eines Menschen, die sich in einer konkreten Handlungssituation ausdrücken. Er spricht davon, dass Soziale Kompetenz im Idealfall zu sozial kompetentem Verhalten führt.

„Sozial kompetentes Verhalten = Verhalten einer Person, das in einer spezifischen Situation dazu beiträgt, die eigenen Ziele zu verwirklichen, wobei gleichzeitig die soziale Akzeptanz des Verhaltens gewahrt wird.

Soziale Kompetenz = Gesamtheit des Wissens, der Fähigkeiten und Fertigkeiten einer Person, welche die Qualität eigenen Sozialverhaltens - im Sinne der Definition sozial kompetenten Verhaltens - fördert“ (ebd. S.4).

Beide unterscheiden zwischen einer Tiefenstruktur (Brohm: die eigentliche Kompetenz; Kanning: das Potenzial) und deren Performanz, der Oberflächenstruktur (Brohm: Performanz; Kanning: sozial kompetentes Verhalten).

Als Möglichkeit zur Veränderung des Sozialverhaltens schlägt Kanning die Methode der Verhaltensmodellierung aus der Gruppe der Verhaltenstrainings vor, die Wissensvermittlung über richtiges Verhalten und praktisches Einüben verbinden.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einleitung in die Relevanz von Kompetenzen im modernen Arbeitsleben und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit.

1. Zum Kompetenzbegriff: Analyse verschiedener Definitionen von Kompetenz in der Literatur, insbesondere unter Bezugnahme auf Chomsky, Erpenbeck, von Rosenstiel und Weinert.

1.1. Das Strukturalistische Kompetenzmodell: Erläuterung des Modells nach Brohm, welches zwischen Oberflächen- und Tiefenstruktur unterscheidet.

1.2. Kompetenzen als Persönlichkeitsmerkmale: Untersuchung der Frage, ob Kompetenzen als Teil der Persönlichkeit interpretiert werden können.

2. Sozial-kommunikative Kompetenz als Schlüsselkompetenz: Vorstellung der sozial-kommunikativen Kompetenzen als eine zentrale Klasse der Schlüsselkompetenzen.

2.1. Schlüsselkompetenzen auf der Spur: Definition und Kategorisierung von Schlüsselkompetenzen, unter anderem im Rahmen des DeSeCo-Projekts.

2.2. Kern der Schlüsselkompetenzen: Reflexivität: Bedeutung des reflexiven Denkens und Handelns als zentrales Element der Kompetenzentwicklung.

3. Training sozialer Kompetenzen: Diskussion der Möglichkeiten zur Entwicklung und Erweiterung sozialer Kompetenzen.

3.1. Ansätze der Trainierbarkeit: Identifikation von Wissen und Probehandeln als entscheidende Faktoren für die Kompetenzentwicklung.

3.2. Die Methode der Verhaltensmodellierung: Darstellung der Verhaltensmodellierung nach Kanning als effektive Trainingsmethode.

4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse zur Trainierbarkeit von Kompetenzen und zur Bedeutung der Verhaltensmodellierung.

Schlüsselwörter

Kompetenz, Schlüsselkompetenzen, Strukturalistisches Kompetenzmodell, Sozial-kommunikative Kompetenz, Trainierbarkeit, Verhaltenstraining, Verhaltensmodellierung, Kompetenzentwicklung, Tiefenstruktur, Performanz, Selbstorganisation, Reflexivität, Wissensvermittlung, Probehandeln, Handlungskompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Definition und der praktischen Trainierbarkeit von Schlüsselkompetenzen, insbesondere im sozial-kommunikativen Bereich.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind das strukturalistische Kompetenzmodell, die Unterscheidung zwischen Kompetenz als Potenzial und sichtbarer Performanz sowie Methoden des Kompetenztrainings.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Faktoren eine Kompetenzentwicklung begünstigen und wie soziale Kompetenzen durch gezielte Trainingsmethoden erweitert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Übertragung wissenschaftlicher Konzepte (wie des strukturalistischen Kompetenzmodells und der Verhaltensmodellierung nach Kanning) auf die praktische Kompetenzentwicklung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt den Kompetenzbegriff, die Rolle sozial-kommunikativer Kompetenzen als Schlüsselqualifikationen, die Bedeutung der Reflexivität sowie konkrete Ansätze und Methoden zur Trainierbarkeit von Sozialkompetenz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselwörter sind unter anderem Schlüsselkompetenzen, Verhaltensmodellierung, Sozial-kommunikative Kompetenz, Kompetenzentwicklung und Reflexivität.

Warum sind formale Qualifikationen laut der Arbeit heute oft nicht mehr ausreichend?

Aufgrund der rasanten technischen Entwicklung, der Zunahme an Komplexität und der Schnelllebigkeit der Arbeitswelt reichen formale Abschlüsse alleine nicht mehr aus, um in ständig wechselnden Situationen handlungsfähig zu bleiben.

Welche Rolle spielt das "Probehandeln" in der Methode der Verhaltensmodellierung?

Das Probehandeln ist essenziell, da es den Teilnehmern ermöglicht, das in der Theorie erworbene Wissen in einem geschützten Rahmen – etwa durch Rollenspiele – praktisch anzuwenden und durch Feedback zu festigen.

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Details

Title
Entwicklung und Trainierbarkeit von Schlüsselkompetenzen
College
University of Münster
Course
Seminar: Schlüsselkompetenzen: Analyse - Entwicklung - Evaluation
Grade
1,3
Author
Diplom-Religionspädagoge Guido Kattwinkel (Author)
Publication Year
2006
Pages
12
Catalog Number
V62035
ISBN (eBook)
9783638553599
ISBN (Book)
9783656578000
Language
German
Tags
Entwicklung Trainierbarkeit Schlüsselkompetenzen Seminar Schlüsselkompetenzen Analyse Entwicklung Evaluation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Religionspädagoge Guido Kattwinkel (Author), 2006, Entwicklung und Trainierbarkeit von Schlüsselkompetenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62035
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