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Impulse für das Berufsbild Physiotherapie - Wiederbelebung bewegungs- und hydrotherapeutischer Ansätze in der Epoche der Aufklärung

Title: Impulse für das Berufsbild Physiotherapie - Wiederbelebung bewegungs- und hydrotherapeutischer Ansätze in der Epoche der Aufklärung

Seminar Paper , 2006 , 32 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Uwe Schwender (Author), Claudia Müller (Author), Simone Arnold (Author)

Health - Physical Therapy / Occupational Therapy
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Summary Excerpt Details

Zusammenfassung:
Gegenstand der Forschungsarbeit war es, die Wurzeln der Physiotherapie im historischen Zeitalter der Aufklärung und ihre Auswirkungen in der unmittelbaren Folgezeit zu beleuchten. Eine Recherche sämtlicher Fachgebiete unserer heutigen Physiotherapie vorzunehmen, widerspräche dem vorgegebenen Rahmen. Aufgrund der zeitgeschichtlichen Zusammenhänge wählten wir die Bewegungstherapie und die Hydrotherapie aus.
Die Pionierleistungen für die Entstehung einer Heilgymnastik gründeten sich auf in der Medizingeschichte nur wenig bekannte Persönlichkeiten. Nachforschungen ergaben, dass der Militärchirurg Joseph Clément Tissot, bereits vor der Etablierung der Schwedischen Heilgymnastik durch Per Henrik Ling, einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der medizinischen Gymnastik leistete. In Deutschland ist die Entstehung einer systematischen Heilgymnastik mit dem Orthopäden Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861) zu personifizieren. Als Wegbereiter für das Fachgebiet der Hydrotherapie wurde zu den Personen Johann Siegmund Hahn und Vincenz Priessnitz recherchiert.

Schlüsselwörter:
Ursprünge der Krankengymnastik - Heilgymnastik - Tissot - Schreber - Priessnitz – Hahn – Physiotherapie - Hydrotherapie

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Wege zur Herausbildung einer Heilgymnastik

2.1 Der Militärchirurg Joseph Clément Tissot – ein früher Verfechter der Krankengymnastik und Bewegungstherapie

2.1.1 Zum Leben und Wirken

2.1.2 Interpretation und Diskussion zum Werk „Medicinische und Chirurgische Gymnastik“

2.1.3 Tissots Bedeutsamkeit für die Entwicklung der Heilgymnastik

2.2 Die Deutsche Heilgymnastik: Daniel Gottlob Moritz Schreber

2.2.1 Vorbemerkung

2.2.2 Der Turngedanke und Turnen im ärztlichen Heilungsplan

2.2.3 Identifikation der Heilgymnastik

2.3 Vergleich mit der Schwedischen Heilgymnastik: Per Henrik Ling

3 Etablierung der Hydrotherapie

3.1 Ausgangspunkt

3.2 Einfluss ausgewählter "Wasserdoktoren"

3.3 Kurzer Ausblick

4 Aussagen zur Recherche

4.1 Methodenkritik

4.2 Quellenkritik

5 Abschlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Wurzeln der Physiotherapie während des Zeitalters der Aufklärung, um Impulse für die Professionalisierung des heutigen Berufsbildes zu gewinnen und die Pionierleistungen früherer Akteure in der Bewegungs- und Hydrotherapie zu würdigen.

  • Historischer Kontext der Aufklärung und gesellschaftspolitischer Nährboden.
  • Wegbereiter der Heilgymnastik (Joseph Clément Tissot und Daniel Gottlob Moritz Schreber).
  • Vergleichende Analyse zwischen deutscher und schwedischer Heilgymnastik.
  • Entwicklung und Etablierung der Hydrotherapie durch historische Akteure.
  • Kritische Reflexion der Rolle der Medizin und physikalischer Heilmethoden im 18. und 19. Jahrhundert.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Interpretation und Diskussion zum Werk „Medicinische und Chirurgische Gymnastik“

Im ersten Teil seines 1782 in deutscher Sprache erschienenen Werkes diskutierte J.C. Tissot die Auswirkungen von Bewegung und Ruhe auf den menschlichen Körper. Dabei erkannte er bereits, dass zwischen physischer und psychischer Gesundheit Wechselwirkungen bestanden und durch eine wohl dosierte Bewegungstherapie eine ganzheitlich positive Beeinflussung des Menschen möglich war. Folglich kam Tissot zu der Erkenntnis, dass „die Bewegung […] bis auf die Kräfte der Seele einen Einfluß“ hat (TISSOT 1782, 27). Somit war Tissot vom Nutzen der Bewegung, als wichtige Einflussgröße zur Sicherung „aller zum Leben und zur Gesundheit nothwendigen Verrichtungen, vollkommen überzeugt“ (ebd. 1782, 19).

Als bedeutungsvolle Reaktionen des menschlichen Organismus auf regelmäßig durchgeführte Bewegungsübungen hob er die Hypertrophie der Muskulatur, die Verbesserung der Beweglichkeit sowie die gesteigerte Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten hervor (ebd. 1782, 23-26). In seinen Vorstellungen über die Prozesse im menschlichen Körper war er allerdings noch von einem mechanistischen Menschenbild geprägt, was folgendes Zitat belegt: „Der allgemeine Mechanismus unsers Körpers hängt von der Bewegung und dem Mechanismus eines jeden Theils, woraus er besteht, so sehr ab, daß, wenn eine von den besondern Maschinen des Körpers ihre Verrichtungen nicht mehr bewirkt, das Ganze, welches durch den Zusammenfluss und die Harmonie derselben bewirkt wird, einer geschwinden oder langsamen Zerstörung ausgesetzt ist“ (ebd. 1782, 18).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert den Fokus auf die Ursprünge der Physiotherapie in der Aufklärung und definiert die Schwerpunkte Bewegungstherapie und Hydrotherapie.

2 Wege zur Herausbildung einer Heilgymnastik: Dieses Kapitel analysiert die Beiträge von Tissot und Schreber zur Heilgymnastik und stellt diese der schwedischen Methode von Ling gegenüber.

3 Etablierung der Hydrotherapie: Die Entwicklung der Wasserheilkunde wird von der Antike bis zum 19. Jahrhundert nachgezeichnet, inklusive der Arbeit prägender "Wasserdoktoren".

4 Aussagen zur Recherche: Hier reflektieren die Autoren kritisch ihre Vorgehensweise bei der Literaturrecherche sowie die Qualität und Subjektivität der verwendeten historischen Quellen.

5 Abschlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die unterschätzte Bedeutung früher Pioniere und identifiziert Forschungsdefizite.

Schlüsselwörter

Physiotherapie, Aufklärung, Heilgymnastik, Hydrotherapie, Joseph Clément Tissot, Daniel Gottlob Moritz Schreber, Per Henrik Ling, Bewegungstherapie, Medizingeschichte, Orthopädie, Wasserheilkunde, Naturheilverfahren, Rehabilitationsmedizin, Kinesiatrik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und den Wurzeln der modernen Physiotherapie während der Epoche der Aufklärung und dem beginnenden 19. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung der Heilgymnastik und die Etablierung der Hydrotherapie als medizinische Behandlungsform.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den historischen Nährboden für die heutige Physiotherapie aufzuspüren und verkleinerte oder in Vergessenheit geratene Beiträge von Pionieren neu zu würdigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine historische Literaturrecherche in verschiedenen wissenschaftlichen Bibliotheken und Datenbanken durchgeführt, ergänzt durch eine kritische Quellenanalyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die heilgymnastischen Ansätze (Tissot, Schreber, Ling) sowie die Geschichte der Hydrotherapie (u.a. Hahn, Priessnitz, Kneipp).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Physiotherapie, Heilgymnastik, Hydrotherapie, Aufklärung, Medizingeschichte und Rehabilitationsmedizin.

Warum wurde Joseph Clément Tissot in der Arbeit besonders hervorgehoben?

Tissot wird als ein zu Unrecht wenig beachteter Pionier dargestellt, der bereits vor der Etablierung der schwedischen Heilgymnastik systematische Bewegungstherapie für chirurgische Patienten entwickelte.

Wie unterscheidet sich die „Deutsche“ von der „Schwedischen“ Heilgymnastik laut der Arbeit?

Während die schwedische Methode stärker durch ein staatliches Institut und technisch geschulte Assistenten geprägt war, betonte Schreber bei der deutschen Heilgymnastik stärker die häusliche Durchführbarkeit und funktionelle Ansätze.

Welches Fazit ziehen die Autoren bezüglich der Hydrotherapie?

Sie stellen fest, dass J.S. Kneipp zwar sehr bekannt ist, die Leistungen seiner Vorgänger (wie die Familie Hahn) jedoch historisch bislang unzureichend gewürdigt wurden.

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Details

Title
Impulse für das Berufsbild Physiotherapie - Wiederbelebung bewegungs- und hydrotherapeutischer Ansätze in der Epoche der Aufklärung
College
Studies at the Charité - Universitätsmedizin Berlin  (Institut für Medizin-/ Pflegepädagogik und Pflegewissenschaft)
Course
Geschichte der Gesundheitsberufe
Grade
1,0
Authors
Uwe Schwender (Author), Claudia Müller (Author), Simone Arnold (Author)
Publication Year
2006
Pages
32
Catalog Number
V62112
ISBN (eBook)
9783638554183
ISBN (Book)
9783638668415
Language
German
Tags
Impulse Berufsbild Physiotherapie Wiederbelebung Ansätze Epoche Aufklärung Geschichte Gesundheitsberufe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Uwe Schwender (Author), Claudia Müller (Author), Simone Arnold (Author), 2006, Impulse für das Berufsbild Physiotherapie - Wiederbelebung bewegungs- und hydrotherapeutischer Ansätze in der Epoche der Aufklärung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62112
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