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Soziologische Theorien des Sozialisationsprozesses - Einflussreiche soziologische Sozialisationstheorien und ihre Bedeutung für die Analyse und Erklärung von Sozialisationsprozessen

Title: Soziologische Theorien des Sozialisationsprozesses - Einflussreiche soziologische Sozialisationstheorien und  ihre Bedeutung für die Analyse und Erklärung von Sozialisationsprozessen

Essay , 2004 , 12 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christian Blume (Author)

Sociology - Children and Youth
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Wie werden Individuen Mitglieder der Gesellschaft? Wie und warum wird aus einem Neugeborenen ein autonomes, gesellschaftliches Subjekt? Dieses sind die zentralen Fragestellungen der Sozialisationsforschung, welche nach den Auswirkungen sozialer Strukturen und Prozesse auf die individuelle Entwicklung fragt.


Zur Erklärung und Analyse des Sozialisationsprozesses, mit dem die Entstehung und Entwicklung der Persönlichkeit in wechselseitiger Abhängigkeit von der gesellschaftlich vermittelten sozialen und materiellen Umwelt erfasst wird1, sind neben psychologischen Konzeptionen vor allem soziologische Theorietraditionen elementar und ausschlaggebend. Vor allem die systemtheoretische Konzeption Parsons, die handlungstheoretische Konzeption von Mead und gesellschaftstheoretische Konzeptionen erwiesen sich dabei als bedeutsam, gehen jedoch bei der Erklärung von Sozialisation von unterschiedlichen Mechanismen aus.


Im Fokus dieses Essays sollen die verschiedenen soziologischen Theorien zur Erklärung des Sozialisationsprozesses dargestellt, ihre verschiedenen Akzentuierungen herausgearbeitet, sowie Leistungen und Versäumnisse dieser aufgezeigt werden. Dazu werde ich im Folgenden auf den Begriff der Sozialisation näher eingehen und diesen erklären. Daran anschließend werde ich die bedeutsamsten soziologischen Theorien aufzeigen und ihre verschiedenen Konzeptionen und Akzentuierungen darstellen. Abschließend sollen in einer kritischen Auseinandersetzung mit diesen Theorien ihre Leistungen, aber auch Versäumnisse hinsichtlich der Erklärung von Sozialisationsprozessen aufgezeigt werden.

Excerpt


Inhaltsangabe

1. Einleitung

2. Der Sozialisationsbegriff

3. Soziologische Sozialisationstheorien

3.1 Die soziologische Systemtheorie

3.2 Die soziologische Handlungstheorie

3.3 Die Gesellschaftstheorien

4. Einordnung, Kritik und Würdigung

5. Schlussteil

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel dieses Essays ist die systematische Darstellung und kritische Auseinandersetzung mit zentralen soziologischen Theorien zur Erklärung von Sozialisationsprozessen, um deren jeweilige theoretische Akzentuierungen, Leistungen und Defizite aufzuzeigen.

  • Grundlagen und Definition des Sozialisationsbegriffs in der Soziologie.
  • Analyse der systemtheoretischen Perspektive nach Talcott Parsons.
  • Untersuchung der handlungstheoretischen Konzeption von G.H. Mead.
  • Betrachtung gesellschaftstheoretischer Ansätze (u.a. Frankfurter Schule).
  • Kritische Würdigung und Vergleich der vorgestellten Theorien.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die soziologische Handlungstheorie von G.H. Mead ist die bedeutsamste Variante der Handlungstheorien zur Erklärung von Sozialisationsprozessen.

Mead geht von einer Intentionalität und Zielgerichtetheit des menschlichen Handelns aus, welche auch den Begriff des interaktiven Handelns begründet. Handlungstheorien, oder auch Interaktionstheorien, verstehen Handeln als eine durch Beziehungen zwischen verschiedenen Akteuren geregelte Abfolge von Aktionen, welche in sozialen Situationen vorkommt, dabei von normativen Bestimmungen determiniert wird und der Motivation der Akteure folgt. Ausgangspunkt der Entwicklung menschlicher Subjektivität ist nach Mead die Auseinandersetzung des menschlichen Subjekts mit der natürlichen und sozialen Umwelt. Individuum und Gesellschaft sind im Gegensatz zu Parsons Konzeption in der Konzeption von Mead sich gegenseitig determinierend entworfen und prozesshaft miteinander verbunden. Die Entstehung des menschlichen Subjekts wird erst durch das gegenseitige Zusammenspielen von Vergesellschaftung und Individuation möglich.

Grundlegende Komponenten in Meads Konzeption sind das „Me“ und das „I“ aus denen die menschliche Persönlichkeit resultiert. Mit Me meint Mead die Erwartungen, die an das menschliche Subjekt durch andere Menschen gestellt werden und wie andere Menschen das Individuum sehen und einordnen. Das I ist eher als psychische Komponente zu betrachten, welche impulsiver ist und weniger stark vom sozialen Umfeld determiniert wird. Das Me und das I sind die beiden Komponenten aus denen sich das „Self“, die Identität des menschlichen Subjekts, bildet, die Komponente „Mind“ bezeichnet das menschliche Bewusstsein. Die Komponenten Me, I, Self und Mind sind im gegenseitigen Wechselspiel Vorraussetzung für die Entstehung der menschlichen Persönlichkeit und des menschlichen Handelns. Der Mensch wird als ein Wesen mit reflexivem Bewusstsein von sich selbst verstanden, der ein individuelles und zugleich vergesellschaftetes Subjekt darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die zentralen Fragestellungen der Sozialisationsforschung ein und umreißt die Zielsetzung des Essays, verschiedene soziologische Theorietraditionen kritisch zu beleuchten.

2. Der Sozialisationsbegriff: Hier wird die historische und begriffliche Herleitung des Sozialisationsbegriffs dargelegt, von den Anfängen bei Durkheim bis hin zum modernen Verständnis des produktiv realitätsverarbeitenden Subjekts.

3. Soziologische Sozialisationstheorien: Dieses Hauptkapitel analysiert drei maßgebliche theoretische Strömungen: die Systemtheorie nach Parsons, die Handlungstheorie von Mead sowie verschiedene Gesellschaftstheorien.

4. Einordnung, Kritik und Würdigung: Hier erfolgt eine kritische Reflexion der zuvor vorgestellten Theorien hinsichtlich ihrer Stärken, Schwächen und ihrer Reichweite bei der Erklärung von Sozialisationsprozessen.

5. Schlussteil: Das abschließende Kapitel fasst die Bedeutung der untersuchten Theorien zusammen und betont die Notwendigkeit einer interdisziplinären Sichtweise bei der Analyse komplexer Sozialisationsvorgänge.

Schlüsselwörter

Sozialisation, Sozialisationsforschung, Systemtheorie, Talcott Parsons, Handlungstheorie, G.H. Mead, Gesellschaftstheorie, Identitätsbildung, Interaktionismus, Persönlichkeitsentwicklung, Individuation, Vergesellschaftung, Habermas, Frankfurter Schule, soziale Umwelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Essay primär?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den einflussreichsten soziologischen Theorien, die versuchen, den Prozess der Sozialisation und die Entwicklung des Individuums innerhalb einer Gesellschaft zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, bei der existierende soziologische Standardwerke und Theorietraditionen in einer vergleichenden Zusammenschau kritisch diskutiert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Beziehung zwischen Individuum und Gesellschaft, die Rolle von Rollenerwartungen, interaktive Handlungsmodelle sowie der Einfluss makrosozialer Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Leistungen und Versäumnisse der Systemtheorie, Handlungstheorie und Gesellschaftstheorie für die Erklärung von Sozialisation herauszuarbeiten und ihre Anwendbarkeit zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der systemtheoretischen Konzeption Parsons, der handlungstheoretischen Ansätze Meads und der makrosoziologischen Perspektiven der Frankfurter Schule.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialisation, Persönlichkeitsentwicklung, Subjektkonstitution, Interaktion, Systemgleichgewicht und kommunikative Kompetenz.

Wie unterscheidet sich Parsons' Sicht auf Sozialisation von der von Mead?

Während Parsons Sozialisation primär als Internalisierung von gesellschaftlichen Normen und Rollen zur Erreichung eines Systemgleichgewichts sieht, betont Mead das dynamische, interaktive Wechselspiel und die aktive Auseinandersetzung des Subjekts mit seiner Umwelt.

Welchen Stellenwert nimmt die Theorie von Jürgen Habermas in der Arbeit ein?

Habermas wird als ein bedeutender Vertreter der Gesellschaftstheorie hervorgehoben, der versucht, gesellschaftstheoretische mit entwicklungs- und handlungstheoretischen Ansätzen zu verknüpfen, um die Entwicklung kommunikativer Kompetenz zu erklären.

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Details

Title
Soziologische Theorien des Sozialisationsprozesses - Einflussreiche soziologische Sozialisationstheorien und ihre Bedeutung für die Analyse und Erklärung von Sozialisationsprozessen
College
Free University of Berlin  (Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Course
GK Familie, Sozialisation, Bevölkerungsentwicklung
Grade
1,7
Author
Christian Blume (Author)
Publication Year
2004
Pages
12
Catalog Number
V62165
ISBN (eBook)
9783638554596
ISBN (Book)
9783638766944
Language
German
Tags
Soziologische Theorien Sozialisationsprozesses Einflussreiche Sozialisationstheorien Bedeutung Analyse Erklärung Sozialisationsprozessen Familie Sozialisation Bevölkerungsentwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Blume (Author), 2004, Soziologische Theorien des Sozialisationsprozesses - Einflussreiche soziologische Sozialisationstheorien und ihre Bedeutung für die Analyse und Erklärung von Sozialisationsprozessen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62165
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