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Förderung der Eigenkapitalfinanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland

Title: Förderung der Eigenkapitalfinanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland

Diploma Thesis , 2006 , 99 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Andreas Garscha (Author)

Business economics - Investment and Finance
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„Der Mittelstand jammert, auch über ihn wird gejammert – besonders über seine Eigenkapitalschwäche“, so beurteilen die Autoren der Studie „Aufbruch aus dem Jammertal“ der Ruhr Universität Bochum die Diskussion um die Situation des Mittelstands in Deutschland. Seit der Einigung auf die Bestimmungen der neuen Baseler Eigenkapitalverordnung (Basel II), der anhaltenden konjunkturellen Schwäche in Deutschland und dem Wandel auf den internationalen Finanzmärkten ist das Finanzierungsumfeld des deutschen Mittelstands verstärkt in den Fokus von Politikern und Wirtschaftsanalysten geraten. Obwohl sich die finanzielle Situation der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland im letzten Jahr tendenziell verbessert hat, scheinen weiterhin Finanzierungshemmnisse zu bestehen, die Investitions- und Finanzierungsvorhaben erschweren und teilweise sogar verhindern. Als einer der Hauptgründe für die Finanzierungsprobleme wird im „Jammertal“ der erschwerte Zugang zu Krediten aufgrund zu geringer Eigenkapitalquoten im deutschen Mittelstand genannt. Daher wurde eine stärkere staatliche Unterstützung der KMU durch Förderung der Eigenkapitalfinanzierung gefordert, worauf der Staat bereits reagiert hat: Neben der Förderung junger, innovativer KMU in Deutschland wurde im Jahr 2003 auf Betreiben der Mittelstandsbank der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Initiative „Eigenkapital für den breiten Mittelstand“ ins Leben gerufen. Sie soll dem „breiten Mittelstand“ in Deutschland verstärkt Eigenkapital zur Verfügung stellen.
Wie bei allen staatlichen Eingriffen muss jedoch auch hier nach dem Sinn einer staatlichen Eigenkapitalförderung gefragt werden.
Liegt im vorliegenden Fall ein Versagen des Marktes vor, das den Eingriff des Staates rechtfertigt?
Kann der Staat an dieser Stelle tatsächlich eine Leistung effizienter zur Verfügung stellen als der Markt?
Wenn ja, wie sollte die staatliche Förderung ausgestaltet sein?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Motivation und Problemstellung

1.2 Vorgehensweise und Aufbau der Untersuchung

2. Der Mittelstand in Deutschland

2.1 Was ist der „Mittelstand“? – Definitionen

2.1.1 Die Definition der Europäischen Union

2.1.2 Die Definition des IfM Bonn

2.2 Die wirtschaftliche Bedeutung

2.2.1 Die Bedeutung des Mittelstands in Deutschland

2.2.2 Die Stellung der KMU im europäischen Vergleich

2.3 Die Finanzstruktur des Mittelstands

2.3.1 Die Bedeutung der Finanzierungsquellen

2.3.2 Der Finanzmarkt im Wandel

3. Finanztheoretische und empirische Evidenz

3.1 Eigenkapitallücke und Eigenkapitalrationierung

3.2 Das Auftreten asymmetrischer Information

3.3 Theoretische Modelle der Kreditrationierung

3.4 Theoretische Modelle der Eigenkapitalrationierung

3.5 Empirische Untersuchung

3.5.1 Vorbemerkungen

3.5.2 Die Auswirkungen des Finanzsystems

3.5.3 Verfügbarkeit der Eigenkapitalfinanzierungsinstrumente

3.6 Zusammenfassung und Zwischenfazit

4. Staatliche Förderung der Eigenkapitalfinanzierung

4.1 Die KfW Bankengruppe

4.1.1 Auftrag und Bedeutung

4.1.2 Die Struktur der KfW Bankengruppe

4.2 Die KfW Mittelstandsbank

4.3 Die Beteiligungsfinanzierung der KfW Mittelstandsbank

4.3.1 Die Early-Stage-Förderung

4.3.2 Die Later-Stage-Förderung

4.4 „Eigenkapital für den breiten Mittelstand“

4.4.1 Die Zielgruppe

4.4.2 Die Ziele

4.4.3 Der Kerngedanke und Lösungsansatz

4.4.4 Der Private Equity-Ansatz

4.4.5 Der MBG-Ansatz

4.4.6 Die Umsetzung am Beispiel des HessenFonds

4.5 Die Mezzanine Förderung - Unternehmerkapital

5. Die Evidenz der Förderung

5.1 Die theoretische Rechtfertigung staatlicher Förderung

5.2 Die Gestaltung staatlicher Förderung

5.2.1 Breitenwirksame vs. gezielte Förderung

5.2.2 Ex ante vs. ex post Förderung

5.2.3 Direkte Finanzierung vs. Haftungsübernahme

5.3 EK für den breiten Mittelstand – Subvention oder Innovation?

5.3.1 Ist die Förderung des „breiten Mittelstands“ gerechtfertigt?

5.3.2 Die Ausgestaltung des Förderprogramms

5.3.3 Die Beurteilung der Initiative

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland eine „Eigenkapitallücke“ existiert, die einen staatlichen Eingriff rechtfertigt. Dabei wird analysiert, inwieweit veränderte Rahmenbedingungen auf dem Finanzmarkt den Zugang zu Kapital erschweren und ob die staatliche Förderung durch die KfW eine effiziente Lösung zur Stärkung der Eigenkapitalbasis darstellt.

  • Wirtschaftliche Bedeutung des Mittelstands und seine Finanzstruktur
  • Finanztheoretische Grundlagen zu Eigenkapitallücke und Kapitalrationierung
  • Empirische Analyse der Finanzierungssituation von KMU
  • Staatliche Förderinstrumente der KfW Mittelstandsbank
  • Theoretische Rechtfertigung und Gestaltung staatlicher Förderung

Auszug aus dem Buch

3.2 Das Auftreten asymmetrischer Information

Neoklassische Standardmodelle über die Finanzierung von Unternehmen gehen in der Regel von der Annahme eines perfekten Kapitalmarkts aus. Ist ein Kapitalmarkt vollkommen und vollständig, treten keine Finanzierungslücken oder Rationierungsprobleme auf. Die Hauptannahmen eines perfekten Kapitalmarkts wurden jedoch von einem Großteil der theoretischen Arbeiten in den letzten Jahren in Frage gestellt, da es in der Realität häufig zu Marktunvollkommenheiten kommt. Ist z.B. eine Firma über ihr Investitionsvorhaben besser informiert als der potentielle Investor, kann eine externe Finanzierung teuer werden, wenn sie denn überhaupt angeboten wird. Gründe dafür können „Adverse Selection“ und „Moral Hazard“ Phänomene sein.

Diese Probleme sind besonders ausgeprägt, wenn Kapitalanlagen wenig gesichert sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Problemstellung bezüglich der Eigenkapitalschwäche im deutschen Mittelstand und der Motivation für eine staatliche Förderung.

2. Der Mittelstand in Deutschland: Definition des Begriffs Mittelstand sowie eine Analyse seiner wirtschaftlichen Bedeutung und Finanzstruktur.

3. Finanztheoretische und empirische Evidenz: Theoretische Untersuchung von Finanzierungslücken sowie eine empirische Analyse der Verfügbarkeit von Eigenkapitalinstrumenten.

4. Staatliche Förderung der Eigenkapitalfinanzierung: Vorstellung der KfW Bankengruppe und spezifischer Förderprogramme zur Stärkung der Eigenkapitalbasis.

5. Die Evidenz der Förderung: Diskussion der theoretischen Rechtfertigung und der optimalen Gestaltung staatlicher Eingriffe.

6. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse zur Frage der staatlichen Notwendigkeit und Wirksamkeit der Förderung.

Schlüsselwörter

Mittelstand, Eigenkapital, Eigenkapitallücke, KMU, KfW, Finanzierung, Beteiligungskapital, Mezzanine, Basel II, Marktversagen, Equity Gap, Unternehmensfinanzierung, Investitionen, Förderprogramm, Finanzmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die finanzielle Situation kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland, insbesondere den erschwerten Zugang zu Eigenkapital im Kontext veränderter Finanzmarktbedingungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Der Fokus liegt auf der Definition des Mittelstands, theoretischen Modellen zur Kredit- und Eigenkapitalrationierung sowie der praktischen Ausgestaltung staatlicher Förderprogramme durch die KfW.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu klären, ob ein Marktversagen bei der Eigenkapitalversorgung des „breiten Mittelstands“ vorliegt und ob ein staatlicher Eingriff hierdurch gerechtfertigt sowie effizient gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse ökonomischer Finanzierungsmodelle, ergänzt durch eine empirische Auswertung vorliegender Wirtschaftsdaten und Befragungsergebnisse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Gründe für Finanzierungsprobleme, prüft die Verfügbarkeit alternativer Instrumente wie Private Equity und Mezzanine-Kapital und bewertet die Förderinitiativen der KfW kritisch.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die zentralen Begriffe umfassen Mittelstand, Eigenkapitalfinanzierung, Eigenkapitallücke, KMU-Förderung, Marktversagen und Finanzmarktstruktur.

Warum ist das "Hausbankenprinzip" für den deutschen Mittelstand relevant?

Es hat in der Vergangenheit langfristige Finanzierungen gesichert und Informationsasymmetrien durch langjährige Beziehungen abgebaut, was eine hohe Eigenkapitalquote weniger notwendig machte.

Welche Rolle spielt der "HessenFonds" in dieser Arbeit?

Er dient als Praxisbeispiel für ein marktkonformes Förderprogramm, das gezielt Unternehmen außerhalb des Standard-Zielsegments unterstützt, um deren Mezzanine-Kapitalversorgung zu verbessern.

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Details

Title
Förderung der Eigenkapitalfinanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland
College
University of Heidelberg  (Alfred-Weber-Institut)
Course
Betriebswirtschaftslehre
Grade
1,7
Author
Andreas Garscha (Author)
Publication Year
2006
Pages
99
Catalog Number
V62185
ISBN (eBook)
9783638554763
ISBN (Book)
9783638668460
Language
German
Tags
Förderung Eigenkapitalfinanzierung Unternehmen Deutschland Betriebswirtschaftslehre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Garscha (Author), 2006, Förderung der Eigenkapitalfinanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62185
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