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Die Rolle der Frühaufklärung und des Issuemanagements im Rahmen des Risikomanagement

Title: Die Rolle der Frühaufklärung und des Issuemanagements im Rahmen des Risikomanagement

Seminar Paper , 2006 , 32 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Diplom Kaufmann Stephan Riedel (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Immer wieder wird uns in den Nachrichten vor Augen geführt, wie gefährlich das Haifischbecken freie Marktwirtschaft ist. Unternehmenspleiten wie zum Beispiel die der Phillipp Holzmann AG, Enron und KirchMedia zeigen, wie wichtig es ist, dass Risiko der Unternehmenstätigkeit rechtzeitig zu erkennen und richtig einzuschätzen. Die heute von den Unternehmen durchgeführten Risikoanalysen beruhen zu einem Grossteil auf Kennzahl - Systemen der Controlling Abteilung, die häufig von Finanzkennzahlen dominiert werden. Aber gerade diese sogenannten „lag Variablen“ eigenen sich aufgrund ihrer Vergangenheitsorientierung schlecht für diese Aufgabe und somit gleicht das Risikomanagement in manchen Unternehmen einem „Rückspiegelmanagement“. [...]

Das Issuemanagement und die Risikofrüherkennung sind Teile des Risikomanagements die geeignete Möglichkeiten darstellen, potentielle Quellen von Bedrohungen für das Unternehmen zu identifizieren, bevor sie zu Gefahren für das Unternehmen und deren Ziele werden. Während das Issuemanagement dem eigentlichen Risikomanagement Prozess vorgelagert ist - es soll präventiv möglichst frühzeitig problematische Themenfelder entdecken und aufklären bevor sie zu Problemen werden, ist die Risikofrüherkennung auf schwache Signale angewiesen, die, je früher sie erkannt werden, aktiv beeinflusst und gestaltet werden können und somit den Handlungsspielraum des Unternehmens vergrößern. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1. Risiko

2.2. Risikomanagement

3. Risikofrüherkennung

3.1. Wichtigkeit der Früherkennung

3.2. Grundverständnis

3.3. Unternehmensumwelt

3.4. Arten von Früherkennungssystemen

3.5. Risikofrüherkennungsprozess

3.5.1. Phase 1: Erkennen

3.5.2. Phase 2: Bewerten

3.5.3. Phase 3: Handeln

3.5.4. Phase 4: Lernen

3.6. Eigenschaften wirksamer Risikofrüherkennungssysteme

3.7. Einsatz in der Praxis

4. Issuesmanagement

4.1. Grundverständnis

4.2. Lebenszyklusmodell von Issues

4.3. Issuemanagement Prozess

4.3.1. Phase 1: Aufspüren von Issues

4.3.2. Phase 2: Analyse und Bewertung von Issues

4.3.3. Phase 3: Strategische Optionen

4.3.4. Phase 4: Umsetzen der Maßnahmen

4.3.5. Phase 5: Auswertung der Ergebnisse

4.4. Erfolgsfaktoren des Issuesmanagement

4.5. Einsatz in der Praxis

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Risikofrüherkennung und Issuesmanagement als präventive Instrumente des modernen Risikomanagements, um Unternehmenskrisen frühzeitig zu identifizieren und den Handlungsspielraum der Organisation zu sichern.

  • Grundlagen des Risikomanagements und der Risikofrüherkennung
  • Methodische Ansätze zur Früherkennung und Szenariotechnik
  • Prozessablauf und Lebenszyklusmodell im Issuesmanagement
  • Erfolgsfaktoren für eine effektive Implementierung in Unternehmen
  • Praxisstudien zur Anwendung von Frühwarnsystemen

Auszug aus dem Buch

3.5.2. Phase 2: Bewerten

In einem auf die Erkennungsphase folgenden Schritt sollen jetzt die Informationen genauer bewertet werden. Es sollen Ursachen der gefundenen Informationen bestimmt sowie eine Aussage über das Ausmaß der einzelnen Risiken und über die Eintrittswahrscheinlichkeit, getroffen werden. Hierfür eignen sich zum Beispiel die Sensitivitätsanalyse, bei der überprüft werden soll, ob sich Entscheidungen ändern, wenn sich die Informationen, auf denen sie beruhen, variabel sind. Mit der Bestimmung des Value at Risk – Wertes wird der zukünftige Verlust bei Eintreten des Risikos in Geldeinheiten quantifiziert. Häufig wird diese Art der Bewertung bei Markt- und Finanzrisiken eingesetzt. Eine Prognosetechnik, welche sich in diesem Zusammenhang besonders eignet, ist die Szenariotechnik, auf die im folgenden näher eingegangen werden soll:

Wenn ein Ereignis und dessen Eintreten mit Unsicherheit behaftet ist, wie es im Fall der Risikofrüherkennung zweifelsohne der Fall ist, neigt der Mensch dazu, in Extremen zu Denken: entweder die Zukunft ist auf Grundlage der vorhandenen Informationen prognostierbar, wenn aber nicht, beschäftigen wir uns einfach nicht mit den Informationen und den sich daraus ergebenden möglichen Entwicklungen, da uns alles als reiner Zufall erscheint. Dabei lässt sich die Spanne der potentiellen Entwicklungen, wenn man die gegebenen Einflussfaktoren ins Kalkül einbezieht, mit Hilfe der Szenariotechnik sehr gut systematisieren und bewerten.

Im folgenden soll unter Szenariotechnik in Anlehnung an den amerikanischen Sprachgebrauch „das rasche Erstellen einfacher, nicht zu komplexer Zukunftsbilder (Szenarien)...“ verstanden werden, „...die sich leicht in den strategischen Führungsprozess integrieren und einsetzen lassen.“. Die dabei entstehenden Szenarien sind ein Mittel, Entscheidungen zu unterstützen und beschreiben die Entwicklungsmöglichkeiten in einem bestimmten Betrachtungsbereich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit proaktiver Risikomanagement-Ansätze durch das Scheitern klassischer, kennzahlenbasierter Frühwarnsysteme.

2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Risiko und Risikomanagement als notwendige Basis für die weitere Untersuchung.

3. Risikofrüherkennung: Das Kapitel erläutert die Bedeutung und die prozessuale Gestaltung der Risikofrüherkennung zur Identifikation schwacher Signale.

4. Issuesmanagement: Der Abschnitt widmet sich dem Issuesmanagement als strategischem Prozess zur Steuerung öffentlicher Meinungsbildung und Themenfelder.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz beider Verfahren zusammen und kritisiert die teilweise unzureichende Umsetzung in der Unternehmenspraxis.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, Risikofrüherkennung, Issuesmanagement, Frühwarnsysteme, Szenariotechnik, schwache Signale, Risikokultur, Unternehmenskrise, Stakeholder, Unternehmensumwelt, KonTraG, Unternehmenssteuerung, öffentliche Meinung, Erfolgsfaktoren, Strategische Planung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Rolle und Anwendung von Risikofrüherkennungssystemen sowie des Issuesmanagements als integrale Bestandteile eines präventiven Risikomanagements.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Früherkennung von Gefahrenquellen, der methodischen Bewertung dieser Risiken und der strategischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen (Issues).

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen durch diese Verfahren ihren Handlungsspielraum vergrößern und proaktiv auf Bedrohungen reagieren können, bevor diese zu akuten Krisen führen.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es erfolgt eine Literaturanalyse zu theoretischen Konzepten, ergänzt durch die Darstellung von Phasenmodellen (z.B. Szenariotechnik, Issues-Lebenszyklus) und empirischen Praxisstudien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Risikofrüherkennungsprozesse sowie die prozessuale Vorgehensweise des Issuesmanagements, inklusive deren jeweiliger Erfolgsfaktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Risikomanagement, Risikofrüherkennung, Issuesmanagement, Szenariotechnik, schwache Signale und proaktive Unternehmenssteuerung.

Warum ist das "Rückspiegelmanagement" problematisch?

Es basiert auf vergangenheitsorientierten Finanzkennzahlen (lag Variablen), die Veränderungen und Risiken meist erst zu spät identifizieren, wenn das Problem bereits akut ist.

Was bedeutet "induktives Issue-Monitoring"?

Es bezeichnet die fortlaufende, ungerichtete Beobachtung der Umwelt ohne vorgefasste Kategorien, um neue, aufkommende Themenfelder bereits im Stadium schwacher Signale zu erfassen.

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Details

Title
Die Rolle der Frühaufklärung und des Issuemanagements im Rahmen des Risikomanagement
College
Dresden Technical University
Grade
2,3
Author
Diplom Kaufmann Stephan Riedel (Author)
Publication Year
2006
Pages
32
Catalog Number
V62207
ISBN (eBook)
9783638554909
ISBN (Book)
9783656779926
Language
German
Tags
Rolle Frühaufklärung Issuemanagements Rahmen Risikomanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Kaufmann Stephan Riedel (Author), 2006, Die Rolle der Frühaufklärung und des Issuemanagements im Rahmen des Risikomanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62207
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