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Liberalisierte Faktormärkte in der Weltwirtschaft - Sind Schutzklauseln für wettbewerbsschwache deutsche Unternehmen nicht der falsche Weg?

Title: Liberalisierte Faktormärkte in der Weltwirtschaft - Sind Schutzklauseln für wettbewerbsschwache deutsche Unternehmen nicht der falsche Weg?

Seminar Paper , 2006 , 26 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Oliver Groh (Author), Igor Koscak (Author)

Business economics - Economic Policy
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Summary Excerpt Details

Zu Beginn dieser Arbeit erfolgt zunächst eine begriffliche Abgrenzung der Märkte, woran sich ein kurzer Überblick über die historische Entwicklung und die Auswirkungen der Liberalisierung auf Basis theoretischer Modelle anschließt. Im dritten Kapitel werden Möglichkeiten politischer Steuerungsinstrumente und Schutzklauseln aufgelistet. Auf Grund der überaus großen Relevanz des bauwirtschaftlichen Bereichs in Deutschland liegt der Fokus der Betrachtung auf dem Bausektor. In Kapitel vier werden kurz die Charakteristika der Bauindustrie gezeigt und im Rahmen eines Ländervergleiches die Kostenunterschiede ausgemacht. Auf Basis dieser Informationen wird schliesslich der Eingangsfrage nachgegangen und der Nutzen von Schutzklauseln für Binnenwirtschaft und Bauunternehmer diskutiert, wobei diese Arbeit keinen Anspruch auf eine eindeutige Antwort stellt. Vielmehr wird versucht, der aktuellen Diskussion eine theoretische Basis zu liefern und an Hand eines Beispiels die Auswirkungen grob abzuschätzen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Faktormärkte in der Weltwirtschaft

2.2 Liberalisierung

2.2.1 Historische Entwicklung

2.2.2 Auswirkungen der Liberalisierung

3 Politische Steuerungsinstrumente

3.1 Arten von Schutzklauseln

3.2 Schutzklauseln im Baugewerbe

4 Die deutsche Bauwirtschaft und die volkswirtschaftliche Relevanz von Schutzklauseln

4.1 Stellung der Bauwirtschaft in der deutschen Wirtschaft

4.2 Die Arbeitskosten: ein Vergleich mit Tschechien

4.3 Volkswirtschaftlicher Nutzen von Schutzklauseln

4.4 Folgen und Ausblicke

5 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen liberalisierter Faktormärkte auf die deutsche Wirtschaft, wobei der Fokus gezielt auf dem sensiblen Bausektor liegt. Es wird analysiert, ob protektionistische Schutzklauseln angesichts des internationalen Wettbewerbsdrucks eine sinnvolle Maßnahme zum Schutz wettbewerbsschwacher Unternehmen darstellen oder eine Fehlentwicklung forcieren.

  • Grundlagen der Weltwirtschaft und Theorie der Liberalisierung
  • Analyse politischer Steuerungsinstrumente und deren Wirkungsweise
  • Strukturelle Untersuchung der deutschen Bauwirtschaft
  • Vergleichende Analyse der Arbeitskosten zwischen Deutschland und Tschechien
  • Evaluierung des volkswirtschaftlichen Nutzens von Schutzklauseln

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Arbeitskosten: ein Vergleich mit Tschechien

Ein hoher Lohn, der durch hohe Lohnzusatzkosten verursacht wird, ist legitim, solange er von einer überdurchschnittlich hohen Produktivität begleitet wird. In Deutschland ist die Produktivität hoch, aber bezogen auf die Zusatzkosten zu gering, so dass Deutschland im EU-Vergleich hinter Dänemark der teuerste Standort Europas ist [Sch05]. Dies drückt sich besonders in Branchen mit geringer Produktivität wie der Baubranche aus, die schon seit Jahren kaum Produktivitätssteigerungen vorweisen kann [DIW05]. Dies liegt unter anderem daran, dass fast alle Arbeiten auf einer Baustelle ein geringes Qualifikationsniveau voraussetzen. Trotzdem werden hohe Mindestlöhne gezahlt und tragen zu hohen Arbeitskosten bei. Aus diesem Grund werden im Folgenden die Arbeitskosten einer Arbeitsstunde im Baugewerbe entschlüsselt und mit dem neuen EU-Nachbar Tschechien verglichen, um das Einkommensgefälle deutlich zu machen. Dabei ist bewusst die Tschechische Republik gewählt worden, weil sie neben Polen das einzige zu Deutschland angrenzende neue Mitgliedsland ist und es erfahrungsgemäß in nahe gelegenen Grenzgebieten zu vermehrten Migrationserscheinungen kommt. Außerdem ist einer Studie zufolge bekannt, dass tschechische Migranten in 13,5 % der Fälle zuvor im eigenen Land im Baugewerbe gearbeitet haben. Dies ist der meist genannte Wert in der Studie [Fassmann97].

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die aktuelle Umbruchphase der Europäischen Union und leitet die Forschungsfrage nach der Sinnhaftigkeit protektionistischer Maßnahmen für wettbewerbsschwache Unternehmen ab.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die ökonomische Abgrenzung von Faktormärkten sowie die theoretischen Hintergründe und Auswirkungen der Liberalisierung, basierend auf Standardmodellen der Außenhandelstheorie.

3 Politische Steuerungsinstrumente: Hier werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen und spezifischen Schutzklauseln in Deutschland sowie deren Anwendung im Baugewerbe detailliert aufgelistet und analysiert.

4 Die deutsche Bauwirtschaft und die volkswirtschaftliche Relevanz von Schutzklauseln: Das Kapitel beleuchtet die wirtschaftliche Stellung des Bausektors, vergleicht Arbeitskosten im internationalen Kontext und diskutiert den Nutzen protektionistischer Instrumente sowie zukünftige Entwicklungen.

5 Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Effizienz von Schutzklauseln als kurzfristige Anpassungshilfe bei gleichzeitiger Hemmung langfristiger wirtschaftlicher Wachstumsimpulse.

Schlüsselwörter

Liberalisierung, Faktormärkte, Schutzklauseln, Baugewerbe, EU-Osterweiterung, Arbeitskosten, Protektionismus, Wettbewerbsfähigkeit, Lohndumping, Arbeitsmigration, Binnenmarkt, Strukturwandel, Weltwirtschaft, Mindestlohn, Beschäftigungskontingente

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen durch den internationalen Wettbewerb auf den Faktormärkten und bewertet den Einsatz von Schutzklauseln für deutsche Unternehmen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Theorie der Liberalisierung, die politische Regulierung durch nationale Gesetze und eine spezifische Branchenanalyse der deutschen Bauwirtschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Schutzklauseln für wettbewerbsschwache deutsche Unternehmen im Kontext der EU-Erweiterung eine sinnvolle Schutzmaßnahme sind oder den falschen Weg darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch Außenhandelsmodelle, verknüpft mit einer empirischen Analyse von Kostenunterschieden und einer Auswertung aktueller regulatorischer Rahmenbedingungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise des EU-Binnenmarktes, die Rolle von Schutzklauseln im Baugewerbe und vergleicht die Arbeitskostenstruktur Deutschlands mit der Tschechischen Republik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Liberalisierung, Faktormärkte, Baugewerbe, Protektionismus und Arbeitsmigration.

Welche Rolle spielt die Tschechische Republik in der Analyse?

Die Tschechische Republik dient als repräsentatives Beispiel für einen direkten Nachbarn mit einem signifikanten Lohngefälle, um die Auswirkungen von Arbeitskräftemobilität auf das deutsche Baugewerbe zu verdeutlichen.

Warum wird das Baugewerbe als besonders schützenswert angesehen?

Die Baubranche weist einen hohen Anteil an Arbeitskosten bei geringem Qualifikationsniveau auf, was sie besonders anfällig für Lohnwettbewerb durch ausländische Anbieter macht.

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Details

Title
Liberalisierte Faktormärkte in der Weltwirtschaft - Sind Schutzklauseln für wettbewerbsschwache deutsche Unternehmen nicht der falsche Weg?
College
Technical University of Darmstadt  (VWL - Arbeitsstelle für Entwicklungspolitik)
Course
Seminar Weltwirtschaft
Grade
1,7
Authors
Oliver Groh (Author), Igor Koscak (Author)
Publication Year
2006
Pages
26
Catalog Number
V62258
ISBN (eBook)
9783638555302
ISBN (Book)
9783656789727
Language
German
Tags
Liberalisierte Faktormärkte Weltwirtschaft Sind Schutzklauseln Unternehmen Seminar Weltwirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Groh (Author), Igor Koscak (Author), 2006, Liberalisierte Faktormärkte in der Weltwirtschaft - Sind Schutzklauseln für wettbewerbsschwache deutsche Unternehmen nicht der falsche Weg?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62258
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