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Lebensraum Schulhof - Notwendigkeit, Voraussetzungen und Möglichkeiten der Pausenhofgestaltung anhand des Dillinger Modells

Title: Lebensraum Schulhof - Notwendigkeit, Voraussetzungen und Möglichkeiten der Pausenhofgestaltung anhand des Dillinger Modells

Examination Thesis , 2005 , 151 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Verena Stockmair (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Wenn ich an meine eigene Schulzeit zurückdenke, fällt mir eine Situation ganz zu Beginn meines ersten Schuljahres ein. Ich stand mit meiner neuen Freundin an den dicken Stamm des mehr oder weniger einzigen auf dem Pausenhof zugänglichen Baumes gelehnt. Während ansonsten der gesamte Pausenhof asphaltiert war, gab es an einem Ende ein kleines Wiesenfleckchen inmitten dessen dieser Baum stand. Im Nachhinein nehme ich an, dass ich noch ganz neu in der Schule mit dem großen, grauen leblosen Platz nichts anzufangen wusste. Später habe ich dann gelernt mich mit dem Vorhandenen zu arrangieren, den Sitzgelegenheiten, dem für die Fahrradprüfung aufgezeichneten Straßennetz, sowie den aufgemalten Hüpfspielen. Da ich mir keinen anderen Pausenhof vorstellen konnte, war ich mit dem meiner Schule durchaus zufrieden. Trotzdem wäre ich niemals auf den Gedanken gekommen, jemals meine Freizeit auf dem Schulhof zu verbringen, denn jede natürliche Umgebung, wie Wiesen, der Waldrand, unser Garten, jeder noch so einfach ausgestattete Spielplatz erschien mir attraktiver.
Als ich anfing für diese Arbeit zu recherchieren, war ich sofort begeistert von den für mich zu dieser Zeit völlig neuen Ideen, mit Hilfe derer Pausenhöfe geschaffen wurden, wie ich sie mir als Kind gewünscht hätte, die es schaffen, eine Verbindung zwischen Schulzeit und Freizeit herzustellen.
Aus der Zeitung entnahm ich, dass sich auch meine alte Grundschule entschlossen hatte, den Pausenhof umzugestalten und sofort entschloss ich mich das Vorhaben mitzuverfolgen und die ersten Reaktionen und Bewertungen der Schüler mit in meine Arbeit zu integrieren. Dass die Schüler vor der Umgestaltung denselben, mir noch sehr vertrauten Schulhof genutzt hatten, wie ich zu meiner Schulzeit, machte die Sache für mich persönlich umso spannender.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Lebensraum Schulhof. Notwendigkeit, Voraussetzungen und Möglichkeiten der Pausenhofgestaltung anhand des Dillinger Modells.

2.1. Historischer Überblick

2.1.1. Das Schulgebäude als Teil des Kirchenkomplexes

2.1.2. Die Pausen dienen der Erholung

2.1.3. Asphalt und Beton dominieren

2.1.4. Ein Umdenken setzt ein

2.2. Das Schulkind aus erziehungswissenschaftlicher Sicht

2.2.1. Bedeutung der Bewegung

2.2.2. Bedeutung des Spiels

2.2.3. Bedeutung der Kreativität

2.2.4. Bedeutung der Natur

2.2.5. Zusammenfassung

2.3. Anforderungen an einen kindgemäßen Pausenhof

2.3.1. Funktionen der Schulpause

2.3.2. Sicherheit auf dem Pausenhof

2.3.3. Nutzung des Schulhofes

2.4. Das Dillinger Modell

2.4.1. Das 100-Schulhöfe-Programm

2.4.2. Das Konzept

2.4.3. Der Projektplan

2.4.4. Zusammenfassung

2.5. Ergebnisse der Umgestaltung am Beispiel der Josef-Dosch-Grundschule Gauting

2.5.1. Die Gegebenheiten und die Vorgehensweise der Schule

2.5.2. Der Fragebogen und dessen Auswertung

2.5.3. Ergebnisse der Befragung

2.6. Zusammenfassung und Transfer

2.6.1. Inwieweit entspricht das Dillinger Modell dem derzeitigen Stand der Wissenschaft?

2.6.2. Ist das Dillinger Modell strikt durchführbar?

2.6.3. Welche Konsequenzen können andere Schulen aus den Erfahrungen in Gauting ziehen?

3. Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit, Voraussetzungen und Möglichkeiten der Pausenhofgestaltung unter besonderer Berücksichtigung des sogenannten „Dillinger Modells“. Das primäre Ziel besteht darin, die erziehungswissenschaftlichen Anforderungen an einen kindgemäßen Pausenhof zu definieren, diese am Dillinger Modell zu spiegeln und durch eine Fallstudie an der Josef-Dosch-Grundschule in Gauting auf ihre praktische Umsetzbarkeit und Wirksamkeit hin zu bewerten.

  • Erziehungswissenschaftliche Grundlagen (Bewegung, Spiel, Kreativität, Natur).
  • Anforderungen an die Gestaltung und Sicherheit von Pausenhöfen.
  • Detaillierte Analyse des Dillinger Modells und seiner konzeptionellen Ausrichtung.
  • Empirische Untersuchung (Fragebogenaktion) zur Nutzung und Akzeptanz des umgestalteten Schulhofs.
  • Transfer der Erkenntnisse und Ableitung von Empfehlungen für andere Schulen.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Bedeutung der Bewegung

„Kinder bewegen sich, müssen und wollen sich bewegen, weil sie Kinder sind; sie greifen, sie krabbeln, sie springen und toben…So entwickeln sie sich und so lernen sie sich und ihren Körper, ihre Umwelt und ihre Mitmenschen kennen. Natur und Kultur, Lernen und Können, Gelegenes und Verbotenes, verborgene Wünsche und sichtbare Werke…, eben die ganze Welt erschließen sich Kinder durch Bewegung. Wer sich nicht bewegt, dem bleibt vieles verschlossen.“ (Ehni u.a. 1982, S. 5)

Treffender könnte man es wohl fast nicht ausdrücken, welche wichtige Rolle die Bewegung bei der Entwicklung des Kindes darstellt. Dass körperliche Aktivität auch die geistige Aktivität positiv beeinflusst, erkannten bereits namhafte Pädagogen der Vergangenheit. Rousseau rät in Emile:

„Wollt ihr also die Intelligenz eures Zöglings fördern, so fördert die Kräfte, die sie beherrschen muß (!). Trainiert ständig seinen Körper, macht ihn robust und gesund, damit er klug und vernünftig wird. Haltet ihn dauernd in Bewegung, laßt (!) ihn rennen, schreien, sich anstrengen und bestätigen, laßt (!) ihn durch Kraft ein Mensch sein, und bald wird er es durch die Vernunft sein.“ (Rousseau 1970, S. 261)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Defizite vieler traditioneller Pausenhöfe und führt in die Thematik der kindgemäßen Gestaltung als Lebensraum ein.

2. Lebensraum Schulhof. Notwendigkeit, Voraussetzungen und Möglichkeiten der Pausenhofgestaltung anhand des Dillinger Modells.: Das Kernkapitel bietet einen historischen Überblick, theoretische Grundlagen der Erziehungswissenschaft sowie eine detaillierte Vorstellung des Dillinger Modells und dessen Evaluation an einer Beispielschule.

3. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die persönliche Erfahrung der Autorin sowie die Übertragbarkeit des Modells auf andere Bildungseinrichtungen.

Schlüsselwörter

Pausenhofgestaltung, Dillinger Modell, Grundschulpädagogik, Bewegungsdrang, Spieltheorie, Kreativitätsförderung, Umwelterziehung, Benutzerbeteiligung, Schulentwicklung, Josef-Dosch-Grundschule, Schulhofsicherheit, Raumgliederung, Naturerleben, Projektmanagement, Evaluation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der pädagogischen Notwendigkeit und den praktischen Möglichkeiten, Schulhöfe von reinen, oft sterilen „Asphaltflächen“ in lebendige Lebensräume umzugestalten, die den Bedürfnissen von Grundschulkindern gerecht werden.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Arbeit fokussiert auf erziehungswissenschaftliche Aspekte wie die Bedeutung von Bewegung, Spiel, Kreativität und Naturerfahrung sowie auf die praktische Implementierung dieser Ziele durch das Dillinger Modell.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist die Bewertung der Umgestaltung des Pausenhofs an der Josef-Dosch-Grundschule in Gauting, basierend auf dem Dillinger Modell, um die praktische Umsetzbarkeit wissenschaftlicher Konzepte zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse der Umgestaltung verwendet?

Die Autorin führt eine empirische Untersuchung an der Josef-Dosch-Grundschule durch, bei der mittels Fragebögen Daten zur Nutzung, Akzeptanz und Zufriedenheit der Schüler mit den neu geschaffenen Bereichen erhoben und ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, erziehungswissenschaftliche Grundlagen, eine theoretische Anforderungsanalyse an den Pausenhof sowie die detaillierte Vorstellung des Dillinger Modells und der Projektergebnisse in Gauting.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Benutzerbeteiligung, Natur-Erlebnis-Räume, pädagogische Schulentwicklung, Schulhofsicherheit und handlungsorientierte Umwelterziehung.

Inwiefern spielt das Dillinger Modell eine Rolle für die Sicherheit?

Das Modell setzt auf Raumgliederung und natürliche Modellierung, um Konflikte zu minimieren und Laufgeschwindigkeiten durch landschaftliche Strukturen zu regulieren, wodurch das Unfallrisiko laut Arbeit signifikant gesenkt werden kann.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der praktischen Umsetzbarkeit?

Die Autorin stellt fest, dass das Dillinger Modell zwar sehr detailliert und hilfreich ist, aber im realen Schulalltag aufgrund unvorhersehbarer Hindernisse und begrenzter Ressourcen flexibel angepasst werden muss.

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Details

Title
Lebensraum Schulhof - Notwendigkeit, Voraussetzungen und Möglichkeiten der Pausenhofgestaltung anhand des Dillinger Modells
College
University of Regensburg  (Institut für Grundschulpädagogik und -didaktik )
Grade
2,0
Author
Verena Stockmair (Author)
Publication Year
2005
Pages
151
Catalog Number
V62277
ISBN (eBook)
9783638555487
ISBN (Book)
9783668342477
Language
German
Tags
Lebensraum Schulhof Pausenhofgestaltung Dillinger Modell
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Verena Stockmair (Author), 2005, Lebensraum Schulhof - Notwendigkeit, Voraussetzungen und Möglichkeiten der Pausenhofgestaltung anhand des Dillinger Modells, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62277
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