Anlagezertifikate vs. Investmentfonds - Eine finanzwirtschaftliche Analyse aus Anlegersicht


Hausarbeit, 2006

28 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Investmentfonds – Eine finanzwirtschaftliche Analyse
2.1 Aufbau und Struktur von Investmentfonds
2.1.1 Einordnung nach Anlagestrategien
2.1.1.1 Aktienfonds
2.1.1.2 Rentenfonds
2.1.1.3 Dachfonds
2.1.2 Einordnung nach formalen Ausstattungsmerkmalen
2.2 Investmentfonds vor dem Hintergrund finanzwirtschaftlicher Ziele
2.2.1 Rentabilität
2.2.2 Sicherheit
2.2.3 Liquidität

3. Anlagezertifikate – Eine finanzwirtschaftliche Analyse 11
3.1 Aufbau und Struktur von Anlagezertifikaten
3.1.1 Indexzertifikate
3.1.2 Innovative Anlagezertifikate
3.1.2.1 Discount-Zertifikate
3.1.2.2 Outperformance-Zertifikate
3.1.2.3 Bonus-Zertifikate
3.2 Anlagezertifikate vor dem Hintergrund finanzwirtschaftlicher Ziele
3.2.1 Rentabilität
3.2.2 Sicherheit
3.2.3 Liquidität

4. Resümee

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb.1: Ergebnisprofil eines Discount-Zertifikats

Abb.2: Ergebnisprofil eines Outperformance-Zertifikats

Abb.3: Ergebnisprofil eines Bonus-Zertifikats

Tabellenverzeichnis

Tab.1: Strategische Unterscheidungskriterien von Investmentfonds

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Wer als Kapitalanleger heutzutage vor einer Auswahlentscheidung zwischen verschiedenen Anlageformen steht, der sieht sich einem weit reichendem Sortiment an verschiedenen Produkten ausgesetzt.

Allein im Bereich der Investmentfonds stehen dem Anleger mehr als 6.000 verschiedene Publikumsfonds zur Verfügung. Im Bereich der Anlagezertifikate wird die Auswahl von Alternativen noch schwieriger, denn hier sind mittlerweile mehr als 17.000 verschiedene Zertifikate auf dem Markt.[1]

Doch nicht nur die riesige Auswahl an unterschiedlichen Produkten macht es dem Anleger schwer, eine Investitionsentscheidung zu treffen. Die ähnliche Zielsetzung von Investmentfonds und Anlagezertifikaten, nämlich die Vermögensanlage, schafft zusätzliche Intransparenz auf den Märkten und werfen beim Anleger die Frage auf, welche der beiden Produktarten eigentlich die vorteilhaftere ist.[2]

Im Rahmen dieses Referats soll diese Frage beantwortet werden. Dazu werden zunächst die Welten der Investmentfonds (Kapitel 2.1) und Anlagezertifikate (Kapitel 3.1) strukturiert dargestellt und die populärsten Vertreter der einzelnen Anlageformen anhand von Beispielen erläutert. In den darauf folgenden Kapiteln sollen dann die Fonds (Kapitel 2.2) und Zertifikate (Kapitel 3.2) durch die Brille von drei verschiedenen finanzwirtschaftlichen Zielen, nämlich der Rentabilität, Sicherheit und Liquidität betrachtet werden und so im letzten Kapitel (Kapitel 4) die für den Anleger entscheidende Frage zu beantworten: „Was ist eigentlich besser? Anlagezertifikate oder Investmentfonds?“

2. Investmentfonds – Eine finanzwirtschaftliche Analyse

2.1 Aufbau und Struktur von Investmentfonds

Um die Funktionsweise von Investmentfonds zu verstehen, so muss man zunächst die Intention betrachten, mit welcher die Investmentfonds auf den Markt gebracht werden: „Die Grundidee des Investmentgeschäft ist es, Anlegern eine Vermögensanlage nach dem Grundsatz der Risikomischung bereits mit kleineren Beträgen zu ermöglichen“.[3]

Dazu wird von den Kapitalanlagegesellschaften, kurz als KAG bezeichnet, ein Sondervermögen[4] gebildet, welches anschließend in die unterschiedlichsten Anlageformen, wie. z.B. Aktien, Anleihen, etc., investiert wird. Der Kleinanleger profitiert dabei von der Fachkompetenz der Fondsmanager. Doch nicht nur die Kleinanleger vertrauen auf diese Fachkompetenz, auch immer mehr institutionelle Anleger, wie z.B. Pensionsfonds und Versicherungsunternehmen, nehmen die Dienstleitungen der Investmentfonds in Anspruch.[5]

Hier wird bereits das erste Unterscheidungskriterium für verschiedene Fondstypen erkennbar. Während sich die Publikumsfonds in erster Linie an die „kleinen“ und nicht-institutionellen Anleger richten und sehr hohen Publizitätspflichten unterliegen, so sind die Spezialfonds ein Angebot der KAGs, welches sich ausschließlich an die institutionellen Anleger richtet und nur eingeschränkt publizitätspflichtig sind. Im Rahmen dieses Referats soll allerdings nur auf die Publikumsfonds eingegangen werden. Dazu wird in Kapitel 2.1.1 zunächst eine Einordnung von Investmentfonds nach Anlagestrategien vorgenommen und anhand von drei Beispielen verdeutlicht. Im Kapitel 2.1.2 soll dann noch auf drei formale Aspekte der Investmentfonds eingegangen werden.

2.1.1 Einordnung nach Anlagestrategien

Die Anlagestrategie, welche einem Investmentfonds zugrunde liegt, bestimmt sich im Wesentlichen aus zwei Merkmalen. Die Art der enthaltenen Wertpapieren, welche sich ihrerseits nach Typ (Aktie, festverzinsliches Wertpapier, etc.), eventuell vorhandener Restlaufzeit (insbesondere bei festverzinslichen Wertpapieren), Branche und Anlageregion unterscheiden lassen, charakterisiert den Investmentfonds. Aber vor allem auch die Risikoorientierung der Anleger spielt hier eine wichtige Rolle. Hierbei kann man grob zwei Grundtypen unterscheiden: Der konservative Sparer ist einem zu großen Risiko der Anlage eher abgeneigt und sieht in der Werterhaltung das oberste Ziel der Geldanlage. Dem gegenüber steht der chancenorientierte Anleger. Er nimmt für die Chance auf höhere Renditen auch etwas höhere Risiken in Kauf.[6]

Als Ergebnis dieser unterschiedlichen Ausrichtungen von Investmentstrategien haben die KAGs ein sehr großes und breit gefächertes Produkt-Portefeuille entwickelt, um so die Bedürfnisse der Anleger optimal bedienen zu können. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Kriterien bei der Einordnung von Investmentfonds:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 1: Strategische Unterscheidungskriterien von Investmentfonds

Zusätzlich zu den Fonds, welche sich eindeutig einem der oben genannten Kriterien zuordnen lassen, gibt es auch noch die so genannten Mischfonds, welche eine Kombination aus der konservativen und chancenorientierten Anlagestrategie darstellen. Sie beinhalten, je nach Risikogewichtung, die unterschiedlichsten Wertpapiere und werden meist anhand des Anteils der enthaltenen Aktientitel unterschieden. Je höher der Anteil der Aktientitel, desto chancenorientierter ist der Fonds.[7] Im Folgenden werden die Extrempositionen der Wertpapieranlage anhand von Beispielen für Fondsprodukten, nämlich der Aktien-, Renten- und Dachfonds vorgestellt.

[...]


[1] Vgl. Armbruster, S.: Fonds oder Zertifikate: Was verlangt der Markt, in: Kreditwesen, 05/2005, S.25.

[2] Vgl. Koss, M.: Zertifikate oder Investmentfonds, in: Kreditwesen 05/2005, S. 32.

[3] Grill, W., Perczynski, H.: Wirtschaftslehre des Kreditwesens, Hamburg / Hannover, 2002, S. 245.

[4] Vgl. §2,II InvG.

[5] Vgl. Grill, W., Perczynski, H.: Ebenda.

[6] Vgl. Cohnen, P., Müller, I.: Die beste Fondsstrategie in: Wertpaper 4/2003, S.45.

[7] Vgl. Rauschenberger, R.: Fondsführer, Wien / Frankfurt, 2000, S.47.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Anlagezertifikate vs. Investmentfonds - Eine finanzwirtschaftliche Analyse aus Anlegersicht
Hochschule
Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg
Veranstaltung
Finanzwirtschaft / -dienstleistungen
Autor
Jahr
2006
Seiten
28
Katalognummer
V62304
ISBN (eBook)
9783638555708
ISBN (Buch)
9783638709934
Dateigröße
504 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Hausarbeit wurde als Prüfungsvorleistung für das Schwerpunktfach Finanzwirtschaft / -Dienstleistungen an der Fachhochschule Bonn/Rhein-Sieg geschrieben.
Schlagworte
Anlagezertifikate, Investmentfonds, Eine, Analyse, Anlegersicht, Finanzwirtschaft
Arbeit zitieren
Marcus Theil (Autor), 2006, Anlagezertifikate vs. Investmentfonds - Eine finanzwirtschaftliche Analyse aus Anlegersicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62304

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