1. Einleitung. Seite 2
2. Was sind Depressionen? Seite 3
3. Einteilung depressiver Erkrankungen. Seite 4
3.1. Somatogene Depressionen. Seite 4
3.2. Endogene Depressionen. Seite 4
3.3. Psychoegene Depressionen. Seite 5
4. Entstehung von Depressionen. Seite 5
4.1. Psychologische Faktoren. Seite 6
4.2. Biologische Faktoren. Seite 7
5. Risikofaktoren. Seite 9
6. Typologie der Depressiven? Seite 10
7. Verlauf und Dauer einer Depression. Seite 13
8. Depressionsformen. Seite 15
8.1. Die Altersdepression. Seite 15
8.2. Depressionen nach der Geburt. Seite 15
8.3. Saisonal abhängige Depressionen. Seite 16
8.4. Major Depression. Seite 17
9. Behandlungsmöglichkeiten depressiver Störungen. Seite 17
9.1. Medikamentöse Behandlungen. Seite 17
9.2. Therapien. Seite 19
9.3. Psychotherapien. Seite 20
10. Fazit. Seite 23
11. Literaturverzeichnis. Seite 24
1. Einleitung.
„Ich kann nicht schlafen. Ich kann nicht essen. Ich kann nicht lesen, keine Unterhaltung führen und mich nicht länger als ein paar Sekunden am Stück konzentrieren. Die Schwerkraft, die mich umgibt, hat sich verdreifacht. Es ist eine ungeheuere Anstrengung, nur den Arm zu heben oder einen Schritt vorwärts zu machen. Wenn ich nicht zusammengerollt auf dem Sofa liege, gehe ich langsam auf und ab. Ich schaukle in meinem Schaukelstuhl. Ich ringe die Hände... Weinend komme ich nach Hause. Wieder sinnlose Tränen. Warum lässt Gott das alles zu? Ich weine, damit endlich alles aufhört. Ich weine um Gnade...“(vgl. Hammen 1999, S.7) Schätzungen zu Folge werden eine von vier Frauen und einer von vier Männern mindestens einmal im Leben depressiv. In Deutschland kommen im Jahr etwa 10000 Selbstmorde vor, auf der ganzen Welt 1000 täglich, dagegen etwa fünf- bis zehnmal so viele Selbstmordversuche. Das Suizidrisiko bei depressiven Menschen wird auf 15% geschätzt. Selbstmordhandlungen sind ohne Depressionen nicht möglich. Depressionen, Bedrückung, Trauer. Diese Empfindungen sind schon so alt wie die Menschheit selbst und fast jeder hat es schon einmal erlebt, dieses Gefühl der Niedergeschlagenheit, der Lustlosigkeit und schlechten Laune. Aber was sind Depressionen? Wodurch entstehen sie? Kann sie jeder bekommen und vor allem: Was kann man dagegen tun? Diese und andere Fragen werde ich versuchen in der vorliegenden Hausarbeit zu beantworten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung.
2. Was sind Depressionen?
3. Einteilung depressiver Erkrankungen.
3.1. Somatogene Depressionen.
3.2. Endogene Depressionen.
3.3. Psychoegene Depressionen.
4. Entstehung von Depressionen.
4.1. Psychologische Faktoren.
4.2. Biologische Faktoren.
5. Risikofaktoren.
6. Typologie der Depressiven?
7. Verlauf und Dauer einer Depression.
8. Depressionsformen.
8.1. Die Altersdepression.
8.2. Depressionen nach der Geburt.
8.3. Saisonal abhängige Depressionen.
8.4. Major Depression.
9. Behandlungsmöglichkeiten depressiver Störungen.
9.1. Medikamentöse Behandlungen.
9.2. Therapien.
9.3. Psychotherapien.
10. Fazit.
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, ein fundiertes Verständnis über Depressionen zu vermitteln, indem sie das Krankheitsbild, seine Ursachen, unterschiedliche Verlaufsformen sowie diverse therapeutische Interventionsmöglichkeiten analysiert und kritisch hinterfragt.
- Phänomenologie und Einteilung depressiver Erkrankungen
- Multifaktorielle Entstehungsursachen (biologisch & psychologisch)
- Risikofaktoren und typologische Einordnungen
- Verlaufsmuster und Prognosekriterien
- Moderne Behandlungsansätze (Pharmakotherapie & Psychotherapie)
Auszug aus dem Buch
4.1. Psychologische Faktoren.
Depressionen entstehen häufig durch Ehe- oder Familienprobleme, Probleme im Beruf, durch Liebesenttäuschungen, chronische, tägliche Ärgernisse, den Verlust eines nahe stehenden Menschen, körperlicher Erkrankungen oder finanziellen Probleme.
Den Verlust der Elter in der Kindheit wird bei erwachsenen depressiven Menschen stark unterstrichen. Die Trennung der Eltern kann schon bei Kindern Depressionen auslösen, wobei hier das Alter des Kindes und somit die Stärke der Depression eine große Rolle spielt (vgl. Oehler 1998, S. 90).
Der amerikanische Psychologe Aaron Beck ist der Auffassung, dass die wiederholte negative Sicht des eigenen Lebens, der eigenen Person oder der Zukunft sich in automatischen Gedanken in speziellen Situationen äußert.
„ Ein depressiver Mensch wacht zum Beispiel morgens auf, und es geht ihm so durch den Kopf, >was für ein schrecklicher Tag heute. Ich werde große Schwierigkeiten haben, das zu bewältigen, fürchterlich. < „ (Vgl. Oehler 1998 S. 5) Beck beschreibt diese Form der Gedanken als „Alles-oder-Nichts-Denken“. Entweder ich bin gut, oder schlecht. Dazwischen gibt es nichts. Wenn diese Menschen feststellen, dass sie schlecht sind, zieht es deren Stimmung massiv herunter und endet in einem Teufelskreis.
Depressive Menschen wehren das positive ab und erinnern sich eher an etwas Negatives als an etwas Positives und haben Schwierigkeiten sich positive Dinge in der Zukunft vorzustellen.
Man unterscheidet in „prädisponierende“ (empfänglich machende), „auslösende“ und „aufrechterhaltende“ Ursachen.
Der Meinung des Psychologen Peter Lewinsohn zufolge, haben depressive Menschen zu wenig positive Verstärker in ihrem Leben, die Depression wird quasi durch Mangel an Schönem im Leben ausgelöst (vgl. Oehler 1998, S. 39).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung.: Führt in die Thematik ein und verdeutlicht anhand eines Fallbeispiels die Schwere der Symptomatik sowie die gesellschaftliche Relevanz durch Suizidstatistiken.
2. Was sind Depressionen?: Definiert Depressionen als häufige affektive Störung und beschreibt die damit einhergehenden psychischen und körperlichen Symptomkomplexe.
3. Einteilung depressiver Erkrankungen.: Differenziert zwischen somatogenen, endogenen und psychogenen Depressionsformen, wobei die Abgrenzung aufgrund fließender Übergänge als komplex dargestellt wird.
4. Entstehung von Depressionen.: Erörtert das Zusammenspiel verschiedener Faktoren, unterteilt in psychologische Entstehungsmodelle und biologische Funktionsstörungen.
5. Risikofaktoren.: Beleuchtet geschlechtsspezifische Unterschiede, Altersgipfel sowie sozio-ökonomische Aspekte, die zur Entstehung oder zum Schutz vor einer Depression beitragen können.
6. Typologie der Depressiven?: Untersucht historische und psychologische Versuche, depressive Menschen in Persönlichkeitstypen zu kategorisieren, etwa durch Körperbaulehre oder Temperamentseigenschaften.
7. Verlauf und Dauer einer Depression.: Analysiert den variablen Verlauf depressiver Episoden, inklusive Begrifflichkeiten wie Remission, Recovery und Wiederverankerung.
8. Depressionsformen.: Beschreibt spezifische Ausprägungen wie Altersdepression, postpartale Depression, saisonale Störungen und die Major Depression.
9. Behandlungsmöglichkeiten depressiver Störungen.: Gibt einen Überblick über medikamentöse Ansätze wie Antidepressiva und Lithiumsalze sowie therapeutische Interventionen inklusive Lichttherapie und Psychotherapieverfahren.
10. Fazit.: Reflektiert die Komplexität der Thematik und die Herausforderung, bei einer Vielzahl existierender Theorien eine eindeutige Ursache-Wirkungs-Struktur zu bestimmen.
Schlüsselwörter
Depression, affektive Störung, Symptomatik, Psychologie, Biologie, Serotonin, Noradrenalin, Risikofaktoren, Persönlichkeitstyp, Verlauf, Pharmakotherapie, Antidepressiva, Kognitive Verhaltenstherapie, Interpersonelle Psychotherapie, Rückfallprävention
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Krankheitsbild der Depression, wobei sie den aktuellen Stand der Forschung hinsichtlich Definition, Ursachen, Klassifikation und Behandlungsmethoden systematisch zusammenfasst.
Welche zentralen Themenfelder werden in dem Dokument behandelt?
Das Dokument deckt die psychologische und biologische Genese, epidemiologische Risikofaktoren, typologische Zuordnungen, den klinischen Verlauf sowie eine Übersicht über pharmakologische und psychotherapeutische Behandlungsansätze ab.
Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, einen fundierten Überblick über die Vielfalt der depressiven Erkrankungen zu geben und dem Leser zu helfen, die unterschiedlichen Formen und die damit verbundenen Therapieoptionen besser zu verstehen und einzuordnen.
Welche wissenschaftlichen Methoden finden in der Untersuchung Anwendung?
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse wissenschaftlicher Publikationen, Lehrbücher und Fachinformationen, um die verschiedenen Theorien und Behandlungsansätze deskriptiv gegenüberzustellen.
Was behandelt der Hauptteil der Hausarbeit?
Der Hauptteil ist in die Bereiche Symptomatologie, Ätiologie (Entstehung), Verlaufsformen, spezifische Subtypen der Depression sowie eine detaillierte Aufarbeitung der medizinischen und psychologischen Therapiemöglichkeiten untergliedert.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich diese Arbeit am besten charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Depression, Ätiologie, Verlauf, Pharmakotherapie, Kognitive Verhaltenstherapie, Risikofaktoren und klinische Psychologie charakterisieren.
Welche Rolle spielt die Unterscheidung zwischen endogenen und psychogenen Depressionen?
Die Unterscheidung dient der klinischen Einordnung, wobei das Dokument aufzeigt, dass diese Kategorisierung in der Praxis schwierig ist, da die Übergänge fließend sind und oft multiple Ursachenbündel vorliegen.
Warum ist die Identifizierung „automatischer negativer Gedanken“ in der Kognitiven Verhaltenstherapie so wichtig?
Diese Identifizierung ist zentral, da negative Gedankenmuster laut der Theorie von Aaron Beck die Stimmung massiv verschlechtern und einen Teufelskreis aufrechterhalten, den es durch Realitätsprüfung und Alternativgedanken zu durchbrechen gilt.
Welche Bedeutung haben die beschriebenen Ansätze wie die Interpersonelle Psychotherapie (IPT)?
Die IPT ist deshalb von Bedeutung, weil sie den Fokus auf die sozialen Beziehungen des Patienten legt und davon ausgeht, dass Depressionen sowohl Folge als auch Ursache von Beziehungsschwierigkeiten sind, was eine gezielte Bearbeitung des zwischenmenschlichen Kontexts ermöglicht.
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- Nicole Burghardt (Author), 2003, Depressive Erkrankungen. Entstehung, Risikofaktoren und Behandlungsmöglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62451