Ziel dieser Arbeit soll es sein die wichtigsten durchgeführten Studien zu analysieren bzw. kurz zu erläutern, sowie Erklärungsansätze für diese Underperformance zu finden und zu beschreiben. Weiters sollen die Konsequenzen aus diesen Studien für Investoren aufgezeigt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2. Kapitalerhöhung
2.1 Allgemeines
2.2 Institutionelle Rahmenbedingungen
2.2.1 Formen von Kapitalerhöhungen
2.2.2 Motive für Kapitalerhöhungen
2.2.3 Ablauf von Kapitalerhöhungen
2.3 Die optimale Kapitalstruktur
2.3.1 Traditionelle Finanzierungstheorie
2.3.2 Moderne Finanzierungstheorie
3. New Issue Puzzle
3.1 Begriffserklärung
3.2 Analyse empirischer Untersuchungen
3.2.1 Die Studie von Spiess/Affleck-Graves 1995
3.2.2 Die Studie von Ritter/Loughran 1995
3.2.3 Gegenüberstellung der Untersuchungen
4. Erklärungsansätze
4.1 Vermögensverschiebungseffekte
4.2 Signaleffekte
4.3 Informationseffekte
4.4 „window of opportunity“
5. Konsequenzen für Investoren und Unternehmen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert das Phänomen der Aktien-Underperformance nach Kapitalerhöhungen, untersucht die wichtigsten empirischen Studien dazu und leitet daraus Konsequenzen für Investoren ab, um die Forschungsfrage zu klären, ob Kapitalerhöhungen aus Sicht der Anteilseigner marktwertsteigernd sind.
- Grundlagen der Kapitalerhöhung und Motive
- Empirische Untersuchung des "New Issue Puzzle"
- Vergleich von Studien zur Underperformance
- Erklärungsansätze wie Signaleffekte und "window of opportunity"
- Implikationen für Anleger und Unternehmen
Auszug aus dem Buch
4.4 „window of opportunity“
Neben den gerade beschriebenen Hypothesen gibt es noch einen weitern Erklärungsgrund für die Underperformance in Folge von Kapitalerhöhungen.
Loughran/Ritter erklären die Tatsache dadurch, dass die Manager von Unternehmen sogenannte „windows of opportunity“, in welchen die Firmen bzw. der Markt überbewertet sind, ausnutzen um einen höheren Emissionspreis der jungen Aktien zu erzielen und damit in der Folge mehr Geld in die Firmenkassen zu bekommen.
„Our evidence is consistent with a market where firms take advantage of transitory windows of opportunity by issuing equity when, on average, they are substantially overvalued.”
Wenn sich auf diese Überbewertung hin wieder eine Normalisierung, sprich Korrektur der Aktienpreise, einstellt und eine Abwertung erfolgt, kommt es in der Folge zu einer Underperformance.
Die Börsengeschichte zeigt, dass gerade in der Endphase einer Hausse durch massive Kapitalerhöhungen noch einmal Kapital eingesammelt wird. Diese Tatsache erklärt auch warum nach der gewaltigen Kursentwicklung der letzten Jahre an der Wiener Börse so viele Kapitalerhöhungen bzw. auch IPO`s durchgeführt wurden. Seit Beginn der letzten Hausse-Phase Ende 2002 hat der ATX-Index immerhin 309 Prozent zugelegt, was in puncto Akteinperformance nur von einigen „Exoten“ übertroffen werden konnte.
Diese Tatsache der vielen Kapitalerhöhungen könnte dafür sprechen, dass eine unmittelbare Korrektur bevorsteht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Problemstellung der Underperformance nach Kapitalerhöhungen dar und definiert die Zielsetzung sowie die Vorgehensweise der Arbeit.
2. Kapitalerhöhung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen von Kapitalerhöhungen, deren Motive sowie die Bedeutung einer optimalen Kapitalstruktur.
3. New Issue Puzzle: Hier wird der Begriff des "New Issue Puzzle" definiert und bedeutende empirische Studien, wie die von Ritter/Loughran sowie Spiess/Affleck-Graves, werden analysiert.
4. Erklärungsansätze: Das Kapitel gruppiert theoretische Erklärungsmuster für die Underperformance in Vermögensverschiebungseffekte, Signaleffekte, Informationseffekte und das "window of opportunity".
5. Konsequenzen für Investoren und Unternehmen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Konsequenzen für Investoren im Hinblick auf die identifizierte Underperformance.
Schlüsselwörter
Kapitalerhöhung, Underperformance, New Issue Puzzle, Aktie, Emissionsbank, Finanzierungstheorie, Signaleffekte, window of opportunity, Rendite, Kapitalmarkt, Investor, Kursreaktion, Eigenkapital, Fremdkapital, Börse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Phänomen, dass Aktien von Unternehmen nach einer Kapitalerhöhung in der Regel eine schlechtere Performance aufweisen als vergleichbare Unternehmen, die keine Kapitalerhöhung durchgeführt haben.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen umfassen die Grundlagen der Kapitalerhöhung, die Analyse empirischer Studien zum "New Issue Puzzle" sowie die Diskussion theoretischer Erklärungsansätze für die beobachtete Underperformance.
Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Arbeit?
Das Ziel ist es, die wichtigsten Studien zu diesem Thema zu erläutern, mögliche Erklärungsansätze für die Underperformance zu systematisieren und die Konsequenzen aus diesen Erkenntnissen für Investoren aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erreichung der Ziele verwendet?
Der Autor führt eine Literaturanalyse und einen Vergleich bedeutender empirischer Untersuchungen (insbesondere von Ritter/Loughran und Spiess/Affleck-Graves) durch, um allgemeingültige Ergebnisse abzuleiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Kapitalerhöhungsformen, eine detaillierte Analyse der empirischen Studien zum "New Issue Puzzle" sowie eine Herleitung von Erklärungsansätzen für die negative Kursentwicklung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Kapitalerhöhung, Underperformance, New Issue Puzzle, Signaleffekte, window of opportunity und Kapitalstruktur.
Was besagt die Theorie des "window of opportunity" im Kontext der Arbeit?
Diese Theorie besagt, dass Manager Kapitalerhöhungen gezielt in Phasen durchführen, in denen der Markt das Unternehmen überbewertet, um so einen höheren Emissionspreis für die Aktien zu erzielen.
Warum wird im Dokument explizit auf die Wiener Börse Bezug genommen?
Die Wiener Börse dient als praxisnahes Beispiel, um zu illustrieren, wie massive Kapitalerhöhungen in der Endphase einer Hausse zu einer Überhitzung führen können, was das Risiko einer baldigen Kurskorrektur erhöht.
- Arbeit zitieren
- Florian Rohrmoser (Autor:in), 2006, Das New Issue Puzzle, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62529