Donatismus und Circumcellionentum als Abspaltung von der katholischen Kirche in Nordafrika unter besonderer Berücksichtigung der Haltung Augustins


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006
31 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Forschungsstand

1. Ursachen und Anlass des donatistischen Schismas

2. Die Fronten verhärten sich

3. Der Aufstieg des Donatismus zur bestimmenden Religion Nordafrikas
3.1 Turn of the Tides – Das Blatt wendet sich
3.2 Exkurs: Die Circumcellionen – Sozialrevolutionäre oder religiöse Fanatiker?
3.3 Der Konflikt spitzt sich zu

4. Das Eingreifen Augustins in den Donatistenstreit
4.1 Die Lehre Augustins
4.2 Augustins Kampf gegen den Donatismus
4.3 Die Entscheidung des Konflikts – Causa finita est?
4.4 Ist Augustinus am Ende gescheitert?

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis
6.1 Quellen
6.2 Sekundärliteratur

Einleitung

Das Schisma der Donatisten innerhalb der nordafrikanischen Kirche, zugleich das erste Schisma der Christenheit, ist nicht nur eines der tragischsten sondern auch eines der am meist diskutiertesten und umstrittensten Kapitel der Geschichte der Alten Kirche. Tragisch ist es, weil es trotz der Auseinandersetzungen, welche sowohl von Donatisten als auch von Katholiken mit äußerster Heftigkeit – verbal und leider auch gewaltsam – geführt wurden, am Ende keinen Sieger sondern nur Verlierer gab. Zwar konnte der Donatismus unter Zuhilfenahme der staatlichen Institutionen letztendlich unterdrückt werden, dies konnte den Niedergang der katholischen Kirche in Nordafrika, eingeleitet durch den Einfall der Vandalen, allerdings nicht verhindern.

Die Ursachen des Schismas sind bis heute nicht zufriedenstellend geklärt. Ebenso unklar ist die Rolle, welche die Circumcellionen in jenem Streit einnahmen, der die Kirche über hundert Jahre belastete, und ihr Verhältnis zu den Donatisten.

Eine Schlüsselfigur in jener Auseinandersetzung stellt die Person Augustins dar. Er ist sicherlich eine der imposantesten Persönlichkeiten der Kirchengeschichte und hat nicht nur den Ausgang des Donatistenstreits entscheidend beeinflusst sondern durch seine während diesem ausgebildete Glaubenslehre auch in besonderem Maße zur Formung der katholischen Ekklesiologie beigetragen.

Die vorliegende Arbeit versucht Ursachen für den Ausbruch des donatistischen Streites aufzuzeigen und dessen Verlauf zu skizzieren. Ferner soll die Rolle der Circumcellionen untersucht und den Fragen nachgegangen werden, ob die Auseinandersetzung zwischen Katholiken und Donatisten schismatischer oder häretischer Natur war und ob es sich dabei gar um eine nationale Erhebung gegen Rom handelte. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Person Augustins gelegt, welcher uns mit seinem reichhaltigen Werk einen tiefen Einblick in die Ereignisse jener Jahre erlaubt. Seine Ansicht und Motivation ist dabei gesondert zu betrachten.

Forschungsstand

Während der Donatistenstreit ursprünglich aus rein kirchenpolitischer Sicht betrachtet und teilweise lediglich durch persönliche Differenzen führender Kleriker begründet wurde, ist mit den Arbeiten Thümmels[1] und Martroyes[2] ein Versuch unternommen worden, die Ereignisse unter sozial-revolutionären Gesichtspunkten zu untersuchen. Besonders in den Fünfziger bis Siebziger Jahren ist zum Thema Donatismus und Circumcellionentum verstärkt geforscht worden. Dabei ist zu beobachten, dass trotz intensiver Forschungstätigkeit und der vielen Veröffentlichungen kein einheitliches Bild vom Donatismus gezeichnet werden kann. Mit der Anzahl der Autoren scheint auch die Anzahl der unterschiedlichen Meinungen zu wachsen, was die Bearbeitung dieses Themas nicht gerade erleichtert.[3] Besonders zu nennen ist in diesem Zusammenhang der Kirchenhistoriker William H.C. Frend, dessen Werk „The Donatist Church“ wohl als Standardwerk anzusehen ist.[4] Frend sieht dabei die Ursprünge des Donatismus in der afrikanischen Tradition und betrachtet diesen als Ausdruck nationalen und sozialen Protests. Seine Thesen sind allerdings nicht unumstritten geblieben. So weist Tengström in seiner 1964 erschienenen Dissertation zu Recht auf die äußeren Umstände hin. Ihm zufolge sei die Radikalisierung des Donatismus eine Gegenreaktion auf den Druck der katholischen Kirche und die staatlichen Zwangsmaßnahmen zur Wiederherstellung der unitas insbesondere auf den großen Landgütern Numidiens. Soziale und nationale Aspekte spielten eher eine untergeordnete Rolle.[5] Auch die Frage nach dem Wesen der Circumcellionen ist bis heute nicht befriedigend geklärt. Dabei werden diese überwiegend auf zwei unterschiedliche Weisen gedeutet. Die eine betont die soziale Stellung der Circumcellionen und beschreibt deren Aktivitäten in ihrer marxistischen Auslegung als spätantiken Klassenkampf[6], die andere sieht sie als religiöse Bewegung gekennzeichnet durch fanatische Märtyrerverehrung[7]. Einige sehen in ihnen gar eine Art von Mönchen.[8] Zu Augustinus selbst ist die Literaturlandschaft kaum mehr zu überblicken. Jedes Jahr erscheinen etwa hundert neue Titel. Hervorzuheben sind an dieser Stelle sicher die Arbeiten Peter Browns[9], welcher mit seinem Werk „Augustinus von Hippo – eine Biographie“ einen Standard gesetzt hat.

1. Ursachen und Anlass des donatistischen Schismas

Der Begriff Donatismus bezeichnet eine radikale christliche Bewegung in Nordafrika zwischen dem 4. und 7. Jh. n. Chr. Diese entstand durch Abspaltung von der katholischen Kirche, welche den Donatismus zuerst als schismatisch, später als häretisch verurteilte. Benannt ist die donatistische Kirche nach ihrem langjährigen Führer Bischof Donatus von Casae Nigrae, welcher die Bewegung entscheidend beeinflusste.[10]

Die Ursachen des donatistischen Streites sind vielfältig, vor allem sind sie aber religiöser und politischer Natur. Den Kernpunkt bilden dabei die unterschiedlichen religiösen Ansichten von Donatisten und Katholiken bezüglich der Gültigkeit der Sakramente. Die Donatisten vertraten die Auffassung, dass die Wirksamkeit der Sakramente von der Reinheit des Spenders abhänge und die Taufe durch Häretiker im Übrigen unzulässig sei. Dabei stützten sie sich vor allem auf die Lehren Tertullians (um 160 - nach 220) und Cyprians (um 200 – 258), welche die Kirche als eine Gemeinschaft der Sündenlosen betrachteten.[11] So sagt Tertullian: „O seliges Wasser, welches ein für allemal abwäscht, welches den Sündern nicht zum Gespötte dient, welches, nicht mehr durch beständige Verunreinigung beschmutzt, diejenigen, welche es abgewaschen hat, nicht wieder besudelt!“[12] Cyprian greift diese Ansicht auf, indem er schreibt: „Damit aber das Wasser durch seine Taufe die Sünden des Täuflings abwaschen kann, muss es zuvor von dem Priester gereinigt und geheiligt werden; [...] Wie aber kann jemand das Wasser reinigen und heiligen, der selbst unrein ist und den Heiligen Geist nicht hat?“[13] Die aus dieser Auffassung heraus von Cyprian verteidigte Wiedertaufe wurde von der Kirche in Rom scharf verurteilt. Über diesen sogenannten Ketzertaufstreit kam es bereits Mitte des 3. Jh. n.Chr. beinahe zum Bruch innerhalb der katholischen Kirche.

Frend sieht darüber hinaus weitere Gründe in der vorchristlichen Religion der Berbervölker Nordafrikas. Ihm zufolge gab es eine gemäßigte und eine rigorose Strömung. Letztere sei aus der Begegnung des Christentums mit dem Saturnkult entstanden. Saturn (nicht zu verwechseln mit dem römischen Saturngott), der Gott des Lebens und des Todes, sei ein zorniger und grausamer Gott gewesen. Der Kult um ihn erhob das Martyrium zu einem anzustrebenden Ideal.[14] Da auch die Donatisten und insbesondere die Circumcellionen den Märtyrertod als krönenden Abschluss des christlichen Lebens ansahen, scheint es in diesem Punkt eine Berührung des Saturnkultes mit dem Christentum zu geben.[15]

Eine weitere Ursächlichkeit scheint in der Rivalität zwischen Numidien, dem Ursprungsgebiet des Donatismus, und der reicheren Nachbarprovinz Africa proconsularis zu liegen. Natürlich dürfen dabei auch politisches Kalkül und persönliche Interessen von Klerikern beider Parteien nicht vernachlässigt werden.[16]

Die zeitnahe Ursache des donatistischen Streites liegt allerdings in der Christenverfolgung durch Diokletian in Nordafrika zwischen 303 und 305 n.Chr. Diese forderte viele Opfer. In seinem ersten Edikt vom 23. Februar 303 forderte der Kaiser die Christen unter anderem zur Herausgabe der heiligen Bücher auf.[17] Um dem Martyrium zu entgehen übergab eine Vielzahl von Klerikern diese den staatlichen Beamten.[18] Diese sogenannten traditores wurden von den Rigoristen als lapsis, Abgefallene, tituliert und zugleich als Todsünder angesehen. Dabei scheint die traditio ein typisch afrikanisches Problem zu sein. Zwar wurden auch in anderen Provinzen heilige Bücher ausgeliefert, doch wurde diese Tat nur in Afrika mit einer solchen Vehemenz verachtet. Ein Grund könnte laut Kriegbaum das sprunghafte Ansteigen der Konversionen zum Christentum während des 3. Jh. n.Chr. sein, wodurch ein rigoroses Potential freigesetzt worden sei. In den übrigen westlichen Provinzen sei der Anstieg gemäßigter und gleichmäßiger erfolgt. Zumal es sich bei der überwiegenden Anzahl um Neuchristen handelte, welche ihre Hinwendung zum Christentum durch äußere Zeichen wie Taufe, und die Befolgung äußerlicher, objektiver Normen bekundeten. Des Weiteren sei die Christenverfolgung in jenen Gebieten bei weitem nicht so blutig verlaufen wie in den östlichen Provinzen, sodass viele den Beweis ihrer Standfestigkeit nicht durch das Martyrium sondern durch die Ablehnung der traditio erbringen wollten.[19] Die Auslieferung der Bücher musste in ihren Augen daher zwangsläufig als großer Frevel erscheinen.

Den eigentlichen Auslöser des Donatistenstreits lieferte 311 n.Chr. die Weihe des Caecilianus zum Bischof von Karthago.[20] Dabei brachte die karthagische Partei die numidischen Bischöfe gegen sich auf, da jene glaubten, ihres Mitspracherechts bei der Wahl beraubt worden zu sein. Sicher hofften sie, einen Kandidaten ihrer Wahl auf dem Bischofssitz von Karthago platzieren zu können.[21] So behaupteten diese, an der Weihe des Ceacilianus seien drei Traditoren beteiligt gewesen, namentlich: Novellus von Tyzicum, Faustinus von Tuburbo und Felix von Aptunga, letzterer als kommissarischer Leiter der Kirchenprovinz africa proconsularis.[22] Die Rigoristen unter der Führung des numidischen Primas Secundus von Tigisi erkannten Ceacilianus nicht an, obwohl dieser angeboten hatte, sich erneut weihen zu lassen.[23] Sie antworteten spöttisch: „Er soll nur hier vortreten , als ob ihm die Hand aufgelegt werden solle zur Bischofsweihe, und man wird ihn kräftig auf den Kopf schlagen zur Buße!“[24] Auf einem Konzil von 70 numidischen Bischöfen wurde Caecilianus für abgesetzt erklärt und Maiorinus als Gegenbischof geweiht.[25] Das Konzil stand unter der Leitung von Donatus von Casae Nigrae, welcher sich an die Spitze der rigoristischen Bewegung setzte und dieser ihren Namen gab – Donatismus. Allerdings drängt sich die Vermutung auf, dass die Ablehnung Caecilians nicht nur aus religiöser Überzeugung sondern auch aus persönlicher Motivation heraus geschah. Schließlich hatte Felix von Aptunga als vermeintlicher Traditor schon vor der Weihe Caecilianus’ die Führung des Bischofssitzes von Karthago inne, was die numidische Fraktion nicht gestört zu haben schien, zumal Felix’ Unschuld im Nachhinein bewiesen und auch die Anschuldigung gegen die übrigen Konsekratoren als unhaltbar fallengelassen wurde.[26] Des Weiteren ist aus den Quellen zu entnehmen, dass jene, welche Felix von Aptunga später der traditio beschuldigten, auf einer Synode in Cirta 308 n.Chr. gestanden, selbst Traditoren gewesen zu sein. Sogar der tugendhafte Secundus von Tigisi geriet unter den Verdacht, heilige Bücher ausgeliefert zu haben, um sich dadurch aus der Gefangenschaft freizukaufen.[27] Diese Darstellung gilt als Zeugnis für die Doppelmoral der Donatisten und legt den Schluss nahe, der Fall Ceacilianus sei lediglich zur Durchsetzung persönlicher Interessen benutzt worden. Darüber hinaus lehnten die Donatisten eine erneute Weihe Caecilians ab, was ebenfalls eher auf eine Personalfrage, denn eine Frage der religiösen Überzeugung schließen lässt. Und letztlich scheint es Caecilians Unglück gewesen zu sein, dass er sich im Vorfeld den Zorn einer Dame namens Lucilla zugezogen hatte, nachdem er ihr wegen der Anbetung einer von der Kirche nicht autorisierten Märtyrerreliquie die Kirchenstrafe angedroht hatte, denn diese versammelte daraufhin den Widerstand um sich und erreichte schließlich die Wahl des Maiorinus – ihr früherer Hauskaplan.[28] Die damit verbundenen materiellen Vorteile dürften in ihr Kalkül sicher hineingespielt haben. Der genaue Sachverhalt wird sich wohl niemals vollständig aufklären lassen. Es wird aber deutlich, wie fragil der Kirchenfrieden in Nordafrika auch Jahre nach Beendigung der Verfolgung tatsächlich war.

2. Die Fronten verhärten sich

Politisch hatte sich in der Zwischenzeit die Situation dramatisch geändert. Am 28. Oktober des Jahres 312 schlug Konstantin, dem später der Beiname „der Große“ verliehen werden sollte, Kaiser Maxentius an der Milevischen Brücke vor den Toren Roms. Im sogenannten Mailänder Toleranzedikt verkündeten er und sein Mitkaiser Licinius die allgemeine Religionsfreiheit und somit ein Verbot der Christenverfolgungen.[29] Mehr noch, weil er glaubte, seinen Sieg dem Schutz des Christengottes zu verdanken, förderte er das Christentum aktiv. So befahl Konstantin die Rückgabe von konfisziertem Eigentum, insbesondere Gebäude und Grundstücke, an die christlichen Gemeinden. Darüber hinaus verkündete er die Befreiung der christlichen Kleriker von staatlichen Dienstleistungen und gewährte ihnen Immunität.[30] Ebenso veranlasste er die Anweisung von 3000 Folles an verdiente „Diener der anerkannten und heiligsten katholischen Religion“. Von den Vorgängen in Afrika hatte Konstantin bereits Nachricht erhalten, denn er erwähnte in seinem Schreiben, dass „einige Leute unsteten Sinnes das Volk der heiligsten und katholischen Kirche durch schlimme Täuschung irreführen wollen“.[31] Auf welche Seite sich Konstantin geschlagen hatte, scheint somit erwiesen. Obwohl der Kaiser der Ansicht war, religiöse Dispute müssten innerhalb der Kirche gelöst werden, glaubte er doch, in die Situation eingreifen zu müssen, da er auf die Einheit der Kirche als homogenen und bindenden Teil des Reiches bedacht war, die kirchliche Landschaft in Nordafrika sich zu diesem Zeitpunkt aber bereits in zwei unversöhnliche Lager gespalten hatte und beide Anspruch auf die Güter der Kirche erhoben.

So sandte die rigoristische Partei unter ihrem Führer Donatus am 15. April 313 zwei Klageschriften an Kaiser Konstantin[32], welcher sich veranlasst sah, Ende September 313 eine Synode in Rom unter der Leitung des Bischof Miltiades einzuberufen. Somit wurde der Donatistenstreit auch eine Sache des Reiches, was einen bedeutenden Einschnitt in der antiken Rechtsauffassung bedeutete, denn bis zur Synode von Rom gab es kein Reichskonzil als oberste kirchliche Instanz. Konflikte wurden üblicherweise in den Provinzen autonom geregelt.[33] Am zweiten Oktober erging folgendes Urteil: Caecilianus Weihe sei rechtskräftig und ihm würde die volle Kirchengemeinschaft zugesagt werden. Donatus hingegen wurde wegen vollzogener Wiedertaufe und Ordination gefallener Bischöfe exkommuniziert. Konstantin selbst war verständlicherweise an einer schnellstmöglichen Beendigung des Konflikts interessiert, da eine dauerhafte Auseinandersetzung innerhalb der Kirche das Ansehen des Christentums vor allem bei den Heiden nachhaltig schädigen würde.[34]

Gegen das in Rom gefällte Urteil legten die Donatisten Beschwerde ein. Dieses wurde jedoch auf einer weiteren Synode unter Beteiligung von 43 Bischöfen aus dem gesamten von Konstantin beherrschten Gebiet am 1. August 314 in Arles bestätigt. Die Bischöfe von Arles vertraten die Auffassung, dass die Wirksamkeit der Sakramente von der Reinheit des Spenders unabhängig und die Weihen durch Traditoren somit gültig seien.[35] Ein anderes Urteil hätte überrascht, da die Weihe Caecilians außerhalb Afrikas anerkannt worden war. Somit wurde nicht nur die Lehre Cyprians offiziell zurückgewiesen, es trat zugleich die eklatante Diskrepanz zwischen der afrikanischen und der transmaritimen Kirche zutage. Während das Christentum in Italien und nördlich des Mittelmeeres heidnische Kulte assimilierte und sich an die neuen gesellschaftlichen Gegebenheiten durch die Konversion Konstantins anpasste, verblieb die afrikanische Kirche im Dogma.[36]

[...]


[1] Thümmel, Friedrich Wilhelm: Zur Beurtheilung des Donatismus. Halle 1893.

[2] Martroye, François: Une tentative de révolution sociale en Afrique. Donatistes et Circoncellions. In: RQH 76 (1904). S. 353-416.

[3] Für einen Überblick über den Stand der Forschung siehe Gottlieb und Tengström.

[4] Frend, W.H.C.: The Donatist Church. A Movement of Protest in Roman North Africa. Oxford 1985.

[5] Tengström, Emin: Donatisten und Katholiken: soziale, wirtschaftliche und politische Aspekte einer nordafrikanischen Kirchenspaltung. Stockholm 1964. S. 24 ff.

[6] Tengström, v.a. die Arbeiten des Altertumswissenschaftlers Hans-Joachim Diesners. Zur These des Klassenkampfes: Büttner, Theodora; Werner, Ernst: Circumcellionen und Adamiten - zwei Formen mittelalterlicher Häresie. Berlin 1959.

[7] Frend u.a.

[8] Calderone, Sergio. Circumcelliones. La Parola del Passato 22 (1967). S. 94-109.

[9] Brown, Peter: Religion and Society in the age of Saint Augustine. London 1972. u.a.

[10] Brennecke, Hanns: Donatus. In: Der Neue Pauly. Bd. 3. Stuttgart 1997.

[11] Tert., apol. 44;45.

[12] Tert., de bapt. 15.

[13] Cypr., ep. 70,1.

[14] Frend, W.H.C.: The Donatist Church. (wie Anm. 4). S. 78-80.

[15] Ebenda, S. 100.

[16] Frend, W.H.C.: The Rise of Christianity. Philadelphia 1984. S. 490.

[17] Eus., h.e. 8,2,4.

[18] Opt. 1,13: „ipsi apices et principes omnium, aliqui episcopi illius temporis, ut damno aeternae vitae istius incertae lucis moras brevissimas conpararent, instrumenta divina legis inpie tradiderunt.“

[19] Kriegbaum, Bernhard: Kirche der Traditoren oder Kirche der Martyrer?. Innsbruck 1986. S. 154-157.

[20] Die exakte Chronologie der Ereignisse ist nach wie vor umstritten. Während sich einige Historiker wie Seeck und Barnes mit dem Verweis auf Optatus, dessen Beschreibungen allerdings nicht eindeutig sind, für eine Datierung um 306/307 n.Chr. aussprechen, geht die vorherrschende Meinung, der sich unter anderem auch Frend anschließt, davon aus, dass die Wahl nicht vor 311/312 n.Chr. stattgefunden haben kann. Ich folge im Übrigen der Auffassung Frends.

[21] Zur Rechtslage in den afrikanischen Provinzen siehe Kriegbaum, Bernhard: Kirche der Traditoren oder Kirche der Martyrer? (wie Anm. 19). S. 98 f.

[22] Ebenda, S. 99f. vgl. Lietzmann, Hans: Geschichte der alten Kirche. Berlin 1975. S. 725.

[23] Opt. 1,19.

[24] Opt. 1,19. nach Ritter, Adolf Martin: Kirchen- und Theologiegeschichte in Quellen. Bd.1: Alte Kirche. Neukirchen-Vluyn 2002. S. 119.

[25] Opt. 1,19 vgl. Lietzmann, Hans: Geschichte der alten Kirche. (wie Anm. 22). S. 724.

[26] Opt. App I. Akten vom Prozess gegen Felix von Aptunga 314 in Karthago.

[27] Opt. App II. Diese Darstellung auf Grundlage des Berichts von Nundinarius wird allerdings von Barnes angezweifelt. So glaubt dieser an eine Verzerrung der wahren Begebenheiten durch den Autor aufgrund persönlicher Rivalitäten mit dem Bischof Silvanus von Cirta, welche in der Folge zum Bruch mit der donatistischen Partei führten.

[28] Opt. 1,16.

[29] Ísleifsdóttir, Vilborg: Der Donatistenstreit. http://www.bickel-wbn.de/Bickel/Geschichte/Donatistenstreit.htm, Stand: 23.08.2006.

[30] Eus., h.e. 10,5.

[31] Eus., h.e. 10,6.

[32] Diese sind verlorengegangen. Über den Inhalt kann nur spekuliert werden.

[33] Ísleifsdóttir, Vilborg: Der Donatistenstreit. (wie Anm. 29).

[34] Lietzmann, Hans: Geschichte der alten Kirche. S. 726-728.

[35] Frank, Karl Suso: Lehrbuch der Geschichte der Alten Kirche. Paderborn 1996. S. 268.

[36] Frend, W.H.C.: The Rise of Christianity. (wie Anm. 16). S. 652.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Donatismus und Circumcellionentum als Abspaltung von der katholischen Kirche in Nordafrika unter besonderer Berücksichtigung der Haltung Augustins
Hochschule
Universität Rostock  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Augustinus von Hippo
Note
1,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
31
Katalognummer
V62740
ISBN (eBook)
9783638559331
ISBN (Buch)
9783638680592
Dateigröße
576 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Donatismus in Nordafrika und die Rolle des Augustinus von Hippo.
Schlagworte
Donatismus, Circumcellionentum, Abspaltung, Kirche, Nordafrika, Berücksichtigung, Haltung, Augustins, Augustinus, Hippo
Arbeit zitieren
Martin Schröder (Autor), 2006, Donatismus und Circumcellionentum als Abspaltung von der katholischen Kirche in Nordafrika unter besonderer Berücksichtigung der Haltung Augustins, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62740

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