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Goodwill-Bilanzierung nach IFRS

Stand 2006

Title: Goodwill-Bilanzierung nach IFRS

Diploma Thesis , 2006 , 91 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christian Siepe (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die Globalisierung der Wirtschaft stellt die Unternehmen vor neue Herausforderungen und ist in vielen Fällen mit der Notwendigkeit einer Neupositionierung zahlreicher Konzerne verbunden, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Strategische Unternehmensübernahmen stellen hierbei ein häufig verwendetes Mittel dar, da sie einen schnellen Zugang zu neuen Märkten, Produkten und vor allem zu spezifischem Know-how ermöglichen. Nicht selten entstehen im Rahmen dieser Übernahmen enorme Goodwill-Beträge.

In Deutschland lag 2005 das Volumen an Fusionen, aus denen die Aktivierung eines Goodwill hervorgehen kann, bei etwa 116 Mrd. €. Für 2006 werden weitere Steigerungen prognostiziert, wobei allein der Kauf von Schering durch Bayer ein Transaktionsvolumen von fast 17 Mrd. € umfasst. Bei der Übernahme der Mannesmann AG durch Vodafone im Jahr 2000 bezifferte sich der Goodwill sogar auf 140 Mrd. €. Oftmals handelt es sich somit um einen der größten Posten auf der Aktivseite, der nicht selten das Konzerneigenkapital übersteigt. Es liegt nahe, dass der Goodwill aufgrund seiner hohen bilanziellen Bedeutung auch in das Blickfeld bilanzpolitischer Gestaltungen rückt, sofern die Rechnungslegung Möglichkeiten dazu bietet.

Kapitalmarktorientierte Mutterunternehmen unterliegen seit dem Geschäftsjahr 2005 der Pflicht zur Aufstellung ihres Konzernabschlusses nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS). Die Entwicklung der IFRS ist insbesondere in der jüngeren Vergangenheit durch eine relativ starke Dynamik gekennzeichnet. Gleichzeitig nehmen mit der Internationalisierung die Bestrebungen um eine Konvergenz internationaler Rechnungslegungsvorschriften stetig zu.

Ausgehend von der begrifflichen Abgrenzung des Goodwill und einer Reflexion der Entwicklung der Goodwill-Bilanzierung, behandelt die Arbeit die Zugangs- und Folgebilanzierung des Goodwill zum Rechtsstand August 2006.
Es folgt im Anschluss eine praxisorientierte Analyse zur Goodwill-Bilanzierung der IFRS bilanzierenden DAX-Unternehmen für die GJ 2004 und 2005. Abschließend werden die geplanten Änderungsvorschläge gemäß ED-IFRS 3 vorgestellt und einer kritischen Würdigung unterzogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

I. Problemstellung

II. Zielsetzung und Vorgehensweise

B. Grundlagen und Entwicklung der Goodwill-Bilanzierung

I. Merkmale und ökonomische Komponenten eines Goodwill

II. Die Rechnungslegung des Goodwill im historischen Überblick

III. Die Einheitstheorie als Leitkonzept der neuen Goodwill-Bilanzierung

C. Die Zugangsbilanzierung des Goodwill

I. Regelungsinhalt und Anwendbarkeit von IFRS 3 (2004)

1. Anwendungsbereich und Zielsetzung

2. Vorliegen eines Unternehmenszusammenschlusses

II. Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode

1. Bestimmung von Erwerber und Erwerbszeitpunkt

2. Ermittlung der Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs

3. Goodwill-Ermittlung durch Kaufpreisallokation

III. Spezielle Ansatzfragen der Goodwill-Bilanzierung

1. Sukzessiver Erwerb von Unternehmensanteilen

2. Der Goodwill im Rahmen der Quotenkonsolidierung und Equity Bilanzierung

IV. Anhangangaben

D. Die Folgebilanzierung des Goodwill

I. Der Impairment Test für den Goodwill

1. Grundkonzeption der Folgebewertung

2. Strukturierung zahlungsmittelgenerierender Einheiten und Goodwill-Allokation

3. Feststellung und bilanzielle Behandlung des Wertberichtigungsbedarfs

II. Berücksichtigung des Goodwill bei der Endkonsolidierung

III. Anhangangaben

IV. Kritische Würdigung der Folgebewertung

E. Bestandsaufnahme und kritische Analyse der Goodwill-Bilanzierung ausgewählter Unternehmen

I. Vorbemerkung und Zielsetzung

II. Ergebnisse der Datenerhebung

1. Bedeutung des Goodwill und risikoanalytische Untersuchung

2. Erfolgsanalytische Untersuchung

F. Darstellung und Diskussion geplanter Änderungen der Goodwill-Bilanzierung durch ED-IFRS 3

I. Hintergrund, Anwendungsbereich und Begriffsabgrenzungen

II. Das Konzept der Full-Goodwill-Methode

1. Einführung der Akquisitionsmethode und Goodwill-Definition

2. Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts des erworbenen Unternehmens

3. Auswirkungen auf die Kaufpreisallokation

4. Aufteilung des Goodwill auf die Gesellschafterstämme und Behandlung eines negativen Unterschiedsbetrags

5. Sukzessiver Erwerb von Unternehmensanteilen

III. Kritische Würdigung und aktueller Stand des Standardentwurfs

1. Ausgewählte Problemfelder

2. Entscheidungen und Diskussionsstand

G. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Bilanzierung eines derivativen Goodwill im Konzernabschluss umfassend zu erläutern und die geltenden sowie geplanten Regelungen kritisch vor dem Hintergrund der Entscheidungsrelevanz und Zuverlässigkeit der Rechnungslegung nach IFRS zu würdigen.

  • Methodische Analyse der Zugangsbilanzierung und Kaufpreisallokation nach IFRS 3.
  • Untersuchung der Folgebewertung mittels Impairment-Test und zahlungsmittelgenerierender Einheiten (ZGE) nach IAS 36.
  • Empirische Bestandsaufnahme der Goodwill-Bilanzierungspraxis ausgewählter DAX-Unternehmen.
  • Diskussion der geplanten Änderungen durch den Standardentwurf ED-IFRS 3.
  • Kritische Würdigung des Übergangs von planmäßigen Abschreibungen zum Impairment-Only-Ansatz.

Auszug aus dem Buch

I. Merkmale und ökonomische Komponenten eines Goodwill

Der Goodwill ist kein Vermögenswert wie jeder andere und nimmt als Residualgröße eine Sonderstellung in der Bilanzierungspraxis ein. Verschiedene Rechnungslegungsstandards enthalten Sonderregelungen hinsichtlich der Goodwill-Bilanzierung und weisen somit in gleicher Weise darauf hin, dass es sich um eine atypische Bilanzposition handelt.

Kennzeichnend für den Goodwill ist, dass er weder eine einzeln erfassbare, noch eine bewertbare Bilanzposition darstellt. Gleichzeitig fehlt es an der Erfüllung des Kriteriums der isolierten Verwertbarkeit. Trotzdem stellt er im Sinne der IFRS und auch der US-GAAP einen Vermögenswert dar, da die internationalen Rechnungslegungskonzeptionen, im Gegensatz zum HGB, die Einzelverwertbarkeit nicht als Vermögensgegenstands-Kriterium voraussetzen. Grundsätzlich ist zwischen einem nicht aktivierbaren originären und einem derivativen Goodwill zu unterscheiden. IFRS 3.52 (2004) und IAS 36.81 definieren den erworbenen Goodwill als Zahlung, die der Erwerber eines Unternehmens in der Erwartung künftigen wirtschaftlichen Nutzens aus Vermögenswerten, die nicht einzeln identifiziert oder getrennt angesetzt werden können, geleistet hat. Auch aus dem Wortlaut von IFRS 3.53 (2004) ist zu entnehmen, dass es sich bei einem Goodwill definitionsgemäß um eine Residualgröße handelt, dessen Höhe durch Erfüllung oder Nichterfüllung der Ansatzkriterien von identifizierbaren Vermögenswerten, Schulden und Eventualschulden beeinflusst wird.

Aus ökonomischer Sicht handelt es sich bei einem Goodwill um den Mehrwert eines Unternehmens über den Wert seiner Substanz hinaus. Durch die Zerlegung in seine ökonomischen Bestandteile lässt sich der Goodwill inhaltlich abgrenzen und damit greifbarer machen. Nach dem derzeit gültigen IFRS 3 (2004) ergibt sich die folgende mögliche Zusammensetzung:

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Einführung in die Problematik der Goodwill-Bilanzierung unter IFRS und Darlegung des Forschungsziels sowie der Vorgehensweise.

B. Grundlagen und Entwicklung der Goodwill-Bilanzierung: Erläuterung der Merkmale und ökonomischen Komponenten eines Goodwill sowie ein historischer Abriss der Goodwill-Rechnungslegung und die Abgrenzung der Einheitstheorie.

C. Die Zugangsbilanzierung des Goodwill: Detaillierte Darstellung der Regelungen zur Kapitalkonsolidierung und Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 (2004).

D. Die Folgebilanzierung des Goodwill: Erläuterung des Impairment-Tests nach IAS 36, der Strukturierung zahlungsmittelgenerierender Einheiten und der Behandlung von Wertminderungen.

E. Bestandsaufnahme und kritische Analyse der Goodwill-Bilanzierung ausgewählter Unternehmen: Empirische Untersuchung der Bedeutung und bilanzpolitischen Relevanz des Goodwill bei DAX-Konzernen.

F. Darstellung und Diskussion geplanter Änderungen der Goodwill-Bilanzierung durch ED-IFRS 3: Analyse der Full-Goodwill-Methode und der damit verbundenen kritischen Implikationen für die Konzernbilanzierung.

G. Zusammenfassung: Abschließende Synthese der wichtigsten Erkenntnisse und Bewertung der zukünftigen Entwicklungstendenzen.

Schlüsselwörter

Goodwill, IFRS 3, IAS 36, Impairment Test, Kaufpreisallokation, Full-Goodwill-Methode, Einheitstheorie, Konzernergebnis, Unternehmenszusammenschluss, Bilanzierung, Erwerbsmethode, Zahlungsmittelgenerierende Einheit, Fair-Value, Bilanzpolitik, Rechnungslegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bilanzierung von derivativen Firmenwerten (Goodwill) im Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS).

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Zugangsbilanzierung nach IFRS 3, die Folgebewertung mittels Impairment-Tests nach IAS 36 sowie eine kritische Analyse der geplanten Änderungen durch den Standardentwurf ED-IFRS 3.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die umfassende Erläuterung der aktuellen und geplanten Vorschriften zur Goodwill-Bilanzierung sowie deren kritische Würdigung vor dem Hintergrund der Entscheidungsrelevanz und Zuverlässigkeit der Rechnungslegung.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit kombiniert eine dogmatische Analyse der Rechnungslegungsstandards mit einer empirischen Auswertung der Bilanzierungspraxis von 22 DAX-Unternehmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Goodwill, die technische Umsetzung der Erst- und Folgebilanzierung, eine Analyse der Praxis von DAX-Konzernen sowie die Auswirkungen geplanter Reformen (ED-IFRS 3).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Goodwill, Impairment Test, Kaufpreisallokation, IFRS, Einheitstheorie und Fair-Value-Bilanzierung.

Welche Auswirkung hat der Impairment-Only-Approach auf die Gewinnvolatilität?

Die Arbeit weist darauf hin, dass durch das Verbot planmäßiger Abschreibungen und die Abhängigkeit von Impairment-Tests die Volatilität der Jahresüberschüsse in der Zukunft tendenziell steigen kann, falls außerplanmäßige Wertminderungen eintreten.

Warum ist die Abgrenzung von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) so kritisch?

Die Abgrenzung der ZGE ist kritisch, weil sie den Spielraum des Managements bei der Goodwill-Allokation definiert und somit maßgeblich bestimmt, wie wahrscheinlich und in welcher Höhe ein Wertberichtigungsbedarf in zukünftigen Perioden ausgewiesen wird.

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Details

Title
Goodwill-Bilanzierung nach IFRS
Subtitle
Stand 2006
College
University of Siegen
Grade
1,7
Author
Christian Siepe (Author)
Publication Year
2006
Pages
91
Catalog Number
V62903
ISBN (eBook)
9783638560573
ISBN (Book)
9783656797784
Language
German
Tags
Goodwill-Bilanzierung IFRS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Siepe (Author), 2006, Goodwill-Bilanzierung nach IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62903
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