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IFRS 1 - First time Adoption of IFRS

Title: IFRS 1 - First time Adoption of IFRS

Seminar Paper , 2005 , 32 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Daniel Saak (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Am 19. Juni 2003 hat das International Accounting Standards Board (IASB) den International Financial Reporting Standard 1 (IFRS 1): First time Adoption of International Financial Reporting Standards veröffentlicht. Dieser Standard hat das Ziel Unternehmen mit ihren jeweiligen nationalen Rechnungslegungsvorschriften die erstmalige Anwendung sowie den Einstieg in die internationale IFRS – Rechnungslegung zu erleichtern und gleichzeitig den Bilanzadressaten qualitativ hochwertige Informationen bereitzustellen. Aufgrund der Verordnung der Europäischen Union sind alle kapitalmarktorientierten Unternehmen ab dem 01.01.2005 verpflichtet ihre Konzernabschlüsse nach der IFRS – Rechnungslegung zu erstellen.
Bisher war die Regelung, um einen erstmaligen Konzernabschluss nach den International Accounting Standards (IAS) zu erstellen, in den Standing Interpretations Committee kurz SIC-8 enthalten. Einige Regelungen des SIC-8 sind im IFRS 1 übernommen worden, wie z.B. der Grundsatz der retrospektiven Anwendung sowie die Regelung, dass beim Übergang auf IAS entstehende Differenzen mit den Gewinnrücklagen in der Eröffnungsbilanz verrechnet werden. Regelungen des SIC-8 ließen jedoch auch eine Vielzahl von Interpretationsspielräumen zu, z.B. ist ein Abweichen von der grundsätzlich retrospektiven Anwendung möglich, wenn der Anpassungsbetrag aus früheren Perioden nicht mit einem vertretbaren Aufwand bestimmt werden kann. Mit den neuen Vorschriften des IFRS 1 soll sichergestellt werden, dass ein erstmaliger Abschluss folgende Ziele gewährleistet:

1. Die Abschlussadressaten sollen transparente und hochwertige über alle offen gelegten Perioden vergleichbare Informationen erhalten sowie die

2. Lieferung eines angemessenen Startpunktes der Rechnungslegung auf der Grundlage der IFRS und

3. Die Kosten für einen erstmaligen IFRS Abschluss sollen den Nutzen für den Abschlussadressaten nicht übersteigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Erstanwender

3 Zeitpunkt der Erstanwendung und Übergangszeitpunkt

4 Grundregel der retrospektiven Anwendung

5 Optionale Befreiungen (exemptions)

5.1 Unternehmenszusammenschlüsse

5.2 Beizulegender Zeitwert oder Neubewertung (deemed cost)

5.3 Leistungen an Arbeitnehmer

5.4 Kumulierte Umrechnungsdifferenzen

5.5 Zusammengesetzte Finanzinstrumente

5.6 Vermögenswerte und Schulden von Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Joint Ventures

5.7 Klassifizierung von bereits im Vorabschluss angesetzten Finanzinstrumenten

5.8 Anteilsbasierte Vergütungen

5.9 Versicherungsverträge

6 Verpflichtende Befreiungen der retrospektiven Anwendung (exceptions)

6.1 Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten oder finanzieller Schulden vor dem 01.01.2004

6.2 Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (hedge accounting)

6.3 Schätzungen

6.4 Zur Veräußerung gehaltene, langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche

7 Anhangangaben

7.1 Erleichterungswahlrecht für Vergleichsangaben zu IAS 32, IAS 39 und IFRS 4

7.2 Zeitreihen

7.3 Angaben zur Klassifizierung von Finanzinstrumenten

7.4 Überleitungsrechnung

7.5 Neubewertung

7.6 Zwischenberichterstattung

8 Zeitpunkt des Inkrafttretens

9 Abschließende Bemerkung und kritische Würdigung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert den International Financial Reporting Standard 1 (IFRS 1), der den Prozess der erstmaligen Umstellung von nationalen Rechnungslegungsvorschriften auf die internationalen IFRS-Standards regelt. Ziel ist es, die Komplexität dieses Übergangs darzustellen und zu erläutern, wie Unternehmen durch optionale und verpflichtende Befreiungsregelungen den Umstellungsprozess gestalten können, um die Kosten der Erstanwendung zu begrenzen.

  • Definition und Anwendungsbereich für IFRS-Erstanwender
  • Die Grundregel der retrospektiven Anwendung und ihre Ausnahmen
  • Detaillierte Analyse optionaler Befreiungswahlrechte (exemptions)
  • Untersuchung verpflichtender Befreiungen (exceptions)
  • Anforderungen an die Anhangangaben und Überleitungsrechnungen

Auszug aus dem Buch

5.1 Unternehmenszusammenschlüsse

Der IFRS 3 „Business Combinations“ regelt das Prozedere der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen. Eine grundsätzliche retrospektive Anwendung dieses Standards nach IFRS 1 würde zu einem enorm hohen Arbeitsaufwand führen, da für alle in der Vergangenheit durchgeführten Unternehmenszusammenschlüsse die Konsolidierung neu erstellt werden müsste. Damit verbunden ist die Ermittlung der entsprechenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden sowie der daraus resultierenden Unterschiedsbeträge. Dies würde den Übergang von der alten Rechnungslegung auf die neue IFRS – Rechnungslegung erheblich erschweren. Daher gewährt IFRS 1 das Wahlrecht von der retrospektiven Grundregel abzusehen für Zusammenschlüsse, die vor dem Übergangszeitpunkt (vgl. Kapitel 3) stattgefunden haben. Dem Erstanwender stehen damit insgesamt drei Alternativen zur Auswahl. Dieses soll anhand des folgenden Sachverhaltes näher aufzeigt werden.

Die Konzernunternehmung Z-AG erstellt zum 01. Januar 2004 ihre IFRS – Eröffnungsbilanz. Zum Konsolidierungskreis der Z-AG gehören drei weitere Unternehmungen, die in den vergangenen Jahren 1990, 1994 und 1998 zu je 100% erworben worden sind. Dadurch hatte die Z-AG drei denkbare Alternativen zur Umstellung der Unternehmenszusammenschlüsse auf IFRS Rechnungslegung:

1. Die Z-AG kann IFRS 3 entsprechend retrospektiv anwenden und muss alle Unternehmen neu konsolidieren.

2. Des Weiteren hat die Z-AG die Möglichkeit die Befreiung in IFRS 1.13a wahrzunehmen und mit entsprechenden Modifizierungen die vorhandenen Buchwerte in die IFRS – Eröffnungsbilanz zu übernehmen.

3. Ferner hat die Z-AG noch die Gelegenheit IFRS 3 zu einem frei wählbaren Zeitpunkt in der Vergangenheit retrospektiv anzuwenden. Es wäre zum Beispiel möglich den Unternehmenszusammenschluss in 1994 rückwirkend umzustellen, dies würde aber gleichzeitig zur Folge haben, dass der Zusammenschluss aus 1998 auch rückwirkend umgestellt werden muss. Der frühere Unternehmenszusammenschluss aus 1990 bliebe davon unberührt und müsste nicht nach IFRS 3 überarbeitet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Einführung des IFRS 1 durch das IASB zur Erleichterung des Übergangs auf die internationale Rechnungslegung und nennt die zentralen Ziele des Standards.

2 Erstanwender: Definiert, welche Unternehmen als Erstanwender im Sinne des IFRS 1 gelten und somit in den Anwendungsbereich des Standards fallen.

3 Zeitpunkt der Erstanwendung und Übergangszeitpunkt: Legt die zeitlichen Rahmenbedingungen fest, insbesondere die Definition der Eröffnungsbilanz und der Vergleichsperioden.

4 Grundregel der retrospektiven Anwendung: Erläutert die Verpflichtung, IFRS so anzuwenden, als wäre schon immer nach diesen Standards bilanziert worden.

5 Optionale Befreiungen (exemptions): Stellt die Wahlrechte vor, die es Unternehmen ermöglichen, in spezifischen Bereichen von der retrospektiven Anwendung abzuweichen, um Kosten zu senken.

6 Verpflichtende Befreiungen der retrospektiven Anwendung (exceptions): Behandelt die Bereiche, in denen eine prospektive Anwendung zwingend vorgeschrieben ist, um bilanzpolitische Spielräume zu begrenzen.

7 Anhangangaben: Beschreibt die umfangreichen Berichtspflichten und notwendigen Überleitungsrechnungen für den Übergang auf IFRS.

8 Zeitpunkt des Inkrafttretens: Nennt das Datum der verbindlichen Erstanwendung ab dem 01. Januar 2004.

9 Abschließende Bemerkung und kritische Würdigung: Reflektiert den Standard und diskutiert die Herausforderungen der Vergleichbarkeit sowie den Einfluss des "Conversion Projects" zwischen IASB und FASB.

Schlüsselwörter

IFRS 1, Erstmalige Anwendung, IFRS, Konzernabschluss, Erstanwender, retrospektive Anwendung, Unternehmenszusammenschlüsse, Goodwill, Übergangszeitpunkt, IFRS-Eröffnungsbilanz, Befreiungswahlrechte, Bilanzpolitik, Überleitungsrechnung, IASB, Finanzinstrumente.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem IFRS 1, der die Regeln für Unternehmen festlegt, die erstmalig ihre Rechnungslegung von nationalen Standards auf die internationalen IFRS-Rechnungslegungsvorschriften umstellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition von Erstanwendern, die Grundregel der retrospektiven Anwendung sowie die verschiedenen optionalen und verpflichtenden Befreiungsregelungen bei der Erstellung der IFRS-Eröffnungsbilanz.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, dem Leser einen strukturierten Überblick über die komplexen Übergangsvorschriften des IFRS 1 zu geben und die Balance zwischen hoher Transparenz für Adressaten und vertretbarem Kostenaufwand für die Unternehmen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf der Auswertung des IFRS 1-Standards sowie relevanter Fachliteratur und Berichten von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (wie KPMG) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Erstanwenders, die Erläuterung der Übergangszeitpunkte, die detaillierte Darstellung der Befreiungswahlrechte (exemptions) und der zwingenden Ausnahmen (exceptions) sowie die Anforderungen an die Anhangangaben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind IFRS 1, Erstanwender, retrospektive Anwendung, Befreiungswahlrechte, Unternehmenszusammenschlüsse, Goodwill, Überleitungsrechnung und Konzernabschluss.

Welche Bedeutung haben die "optionalen Befreiungen" für Unternehmen?

Sie ermöglichen Unternehmen, in genau definierten Bereichen, wie etwa bei alten Unternehmenszusammenschlüssen, von der aufwendigen retrospektiven Anwendung abzusehen, um unverhältnismäßig hohe Kosten im Verhältnis zum Nutzen zu vermeiden.

Warum ist die "Überleitungsrechnung" im Anhang so wichtig?

Sie ist notwendig, damit externe Adressaten, Analysten und Investoren den Übergang von der alten, nationalen Rechnungslegung auf IFRS nachvollziehen können, insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Welche kritische Würdigung nimmt der Autor am Ende vor?

Der Autor merkt an, dass durch die optionalen Befreiungen die Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Erstanwendern erheblich eingeschränkt wird und der IFRS 1 insgesamt sehr komplex ist, was hohe Anforderungen an die Unternehmen stellt.

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Details

Title
IFRS 1 - First time Adoption of IFRS
College
Bielefeld University
Course
Seminar zur Konzernrechnungslegung
Grade
1,7
Author
Daniel Saak (Author)
Publication Year
2005
Pages
32
Catalog Number
V62952
ISBN (eBook)
9783638560948
ISBN (Book)
9783638666312
Language
German
Tags
IFRS First Adoption IFRS Seminar Konzernrechnungslegung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Saak (Author), 2005, IFRS 1 - First time Adoption of IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62952
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