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Was ist das 'Moralische' an den Wochenschriften und wie wird es vermittelt?

Titre: Was ist das 'Moralische' an den Wochenschriften und wie wird es vermittelt?

Recension Littéraire , 2006 , 1 Pages , Note: 1.3

Autor:in: Martin Walter (Auteur)

Philologie Allemande - Histoire littéraire, Epoques
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Beide Wochenschriften, sowohl Die Matrone von Johann Georg Hamann als auch Der Biedermann von Johann Christoph Gottsched, werden von einer fiktiven Verfasserfigur geschrieben, auf die bereits der Titel der jeweiligen Zeitschrift hinweist. Die erste Ausgabe beider Wochenschriften dient dazu, dem Leser die Intention, die Funktion und die Vorgehensweise der Zeitschrift nahe zulegen, alle weiteren Aufmachungen sind sich meist sehr ähnlich: Einem kurzen Motto am Anfang folgen fortlaufende Texte zu einem bestimmten Thema, gelegentlich werden aber auch fingierte Leserbriefe oder eingefügte Gedichte abgedruckt. Die behandelten Themen sind dabei äußerst vielfältig: Ausführungen über Religion, Aberglaube, die richtige Kindererziehung- und Ausbildung, oder die galante Lebensführung stehen Exkurse über das Benehmen bei Theateraufführungen oder den Karneval gegenüber.
Das Moralische an den Wochenschriften ist dabei das Nützliche das sie vermitteln wollen, vor allem zielen die Aufsätze darauf ab, durch Einführung einer gewissen Tugend die Sitten der Menschen zu verbessern. Daher schildert auch Gottsched rückwirkend in der letzten Ausgabe des Biedermann seine Absichten darin liegend, „die Unvernunft und das Laster auszurotten, hingegen Verstand und Tugend ... zu befördern“. Hamann, bzw. sein alter ego, spricht in der ersten Ausgabe der Matrone hauptsächlich die Jugend an wenn er die Ziele seiner Wochenschrift nennt: „Ich werde ihre gewöhnlichen Fehler anmercken, sie wider Vorurtheile wappnen, und vor gewissen schädlichen Gewohnheiten warnen“.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist das „Moralische“ an den Wochenschriften und wie wird es vermittelt?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Vermittlung moralischer Inhalte in den moralischen Wochenschriften des 18. Jahrhunderts, konkret am Beispiel von Hamanns „Die Matrone“ und Gottscheds „Der Biedermann“, wobei die didaktische Absicht der Sittenverbesserung und die methodische Umsetzung untersucht werden.

  • Charakterisierung moralischer Wochenschriften
  • Die Funktion der fiktiven Verfasserfigur
  • Anwendung des Prinzips „prodesse et delectare“
  • Methoden der Glaubwürdigkeitsstärkung (Leserbriefe)
  • Einsatz der Satire zur Wertevermittlung

Auszug aus dem Buch

Was ist das „Moralische“ an den Wochenschriften und wie wird es vermittelt?

Beide Wochenschriften, sowohl Die Matrone von Johann Georg Hamann als auch Der Biedermann von Johann Christoph Gottsched, werden von einer fiktiven Verfasserfigur geschrieben, auf die bereits der Titel der jeweiligen Zeitschrift hinweist. Die erste Ausgabe beider Wochenschriften dient dazu, dem Leser die Intention, die Funktion und die Vorgehensweise der Zeitschrift nahe zulegen, alle weiteren Aufmachungen sind sich meist sehr ähnlich: Einem kurzen Motto am Anfang folgen fortlaufende Texte zu einem bestimmten Thema, gelegentlich werden aber auch fingierte Leserbriefe oder eingefügte Gedichte abgedruckt. Die behandelten Themen sind dabei äußerst vielfältig: Ausführungen über Religion, Aberglaube, die richtige Kindererziehung- und Ausbildung, oder die galante Lebensführung stehen Exkurse über das Benehmen bei Theateraufführungen oder den Karneval gegenüber.

Das Moralische an den Wochenschriften ist dabei das Nützliche das sie vermitteln wollen, vor allem zielen die Aufsätze darauf ab, durch Einführung einer gewissen Tugend die Sitten der Menschen zu verbessern. Daher schildert auch Gottsched rückwirkend in der letzten Ausgabe des Biedermann seine Absichten darin liegend, „die Unvernunft und das Laster auszurotten, hingegen Verstand und Tugend ... zu befördern“. Hamann, bzw. sein alter ego, spricht in der ersten Ausgabe der Matrone hauptsächlich die Jugend an wenn er die Ziele seiner Wochenschrift nennt: „Ich werde ihre gewöhnlichen Fehler anmercken, sie wider Vorurtheile wappnen, und vor gewissen schädlichen Gewohnheiten warnen“.

Zusammenfassung der Kapitel

Was ist das „Moralische“ an den Wochenschriften und wie wird es vermittelt?: Der Text untersucht die didaktischen Strategien und fiktiven Erzählstrukturen in den Wochenschriften von Hamann und Gottsched zur moralischen Erziehung der Leserschaft.

Schlüsselwörter

Moralische Wochenschriften, Aufklärung, Johann Christoph Gottsched, Johann Georg Hamann, Der Biedermann, Die Matrone, Sittenverbesserung, prodesse et delectare, Didaktik, Satire, fiktive Verfasserfigur, Leserbriefe, Tugend, Literaturgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie moralische Belehrung in den Wochenschriften des 18. Jahrhunderts als literarisches Mittel eingesetzt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Tugendvermittlung, die Rolle der Erziehung und die ethische Ausrichtung der Gesellschaft im frühen 18. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Identifizierung der Methoden, mit denen Hamann und Gottsched ihre Leser zur moralischen Selbstreflexion und Verhaltensänderung motivierten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse von Primärtexten durchgeführt, ergänzt durch historische Kontextualisierung und Vergleiche von Schreibstrategien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Einsatz fiktiver Verfasser, die Wirkung von Leserbriefen sowie den Einsatz von Satire als pädagogisches Instrument.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Moralische Wochenschriften, prodesse et delectare, Didaktik und Aufklärung.

Welche Funktion hat die fiktive Verfasserfigur?

Sie dient dazu, eine moralische Autorität zu schaffen und dem Leser eine Identifikationsfigur anzubieten, die Glaubwürdigkeit ausstrahlt.

Wie unterscheidet sich die satirische Methode in „Der Biedermann“?

Gottsched nutzt die Satire, um durch das Beispiel der fiktiven Insel Pamphagonien eine abschreckende Wirkung gegenüber lasterhaftem Verhalten zu erzeugen.

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Résumé des informations

Titre
Was ist das 'Moralische' an den Wochenschriften und wie wird es vermittelt?
Université
University Karlsruhe (TH)
Note
1.3
Auteur
Martin Walter (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
1
N° de catalogue
V62964
ISBN (ebook)
9783638561051
ISBN (Livre)
9783656777380
Langue
allemand
mots-clé
Moralische Wochenschriften Zeitschrift Aufklärung 18. Jahrhundert Moral
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Citation du texte
Martin Walter (Auteur), 2006, Was ist das 'Moralische' an den Wochenschriften und wie wird es vermittelt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62964
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