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Die bilanzielle Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste bei der Bilanzierung von Pensionsrückstellungen

Title: Die bilanzielle Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste bei der Bilanzierung von Pensionsrückstellungen

Diploma Thesis , 2006 , 93 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Levent Kuyumcu (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Auseinandersetzung mit der Problematik der Bilanzierung bzw. Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten nach IFRS. Im Rahmen einer Analyse werden die Vorschriften zur Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten nach IAS 19 daraufhin überprüft, ob sie einen Beitrag zur Erfüllung des Rechnungslegungszwecks leisten. Der Primäre Zweck jeder Regulierung sollte die Steigerung der Effizienz und/oder der Gerechtigkeit sein. Daraus läßt sich als Subzweck der Rechnungslegung „Schutz der Kapitalgeber“ ableiten. IFRS versucht einen Schutzbeitrag durch 'Gewinnermittlung zur Informati-onsvermittlung' und durch 'sonstige Informationsvermittlung' zu leisten. Vor diesem Hintergrund werden Anforderungen für Rechnungslegungsvorschriften abgeleitet, die zur Vermittlung von entscheidungsnützlichen Informationen führen können. Nach einer ausführlichen Darstellung werden einige wesentliche Unterschiede zur Bilanzierung von Pensionsrückstellungen nach deutschem Handelsrecht aufgegriffen. Bezogen auf den Gegenstand dieser Arbeit zeigt sich, dass die deutschen Regelungen den der IFRS in der Hinsicht überlegen sind, dass sie grundsätzlich von vornherein keine versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zulassen. Bei der Analyse werden auf logisch-deduktivem Wege die Auswirkungen der drei Erfassungsmöglichkeiten für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste nach IFRS auf Bilanz (-position) und Gewinn überprüft. Es werden die zur Erreichung der Zwecke abgeleitete Anforderungen als Maßstab genommen, und somit zur Beurteilung der Erfassungsmöglichkeiten herangezogen. Es stellte sich heraus, dass die Korridormethode die „schlechteste“ Alternative ist, weil sie zu keiner informativen Bilanz (-position) und zu keinem informativen Gewinn führt. Die sofortige vollständige erfolgswirksame Erfassung führt zwar zu einer informativen Bilanz, aber genauso wenig wie die Korridormethode zu einem informativen Gewinn. Einzig die neu eingeführte dritte Möglichkeit der sofortigen erfolgsneutralen Erfassung kann aus Informationsgesichtspunkten die Jahresabschlussleser bzw. Kapitalgeber befriedigen. Dieses Ergebnis zeigt sich ebenfalls bei Betrachtung einiger Unternehmen aus der Praxis. Diese Methode ist somit zweckmäßig. Eine Analyse der „sonstigen Informationsvermittlung“ zeigt, dass die von IAS 19 geforderten Anhangsangaben vorbildlich, und zur Erreichung der Zwecke geeignet sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 BEDEUTUNG DER PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

1.2 PROBLEMSTELLUNG UND AUFBAU DER ARBEIT

2 GRUNDLAGEN UND ENTWICKLUNG BEI DER BILANZIERUNG DER BETRIEBLICHEN ALTERSVERSORGUNG

2.1 BEGRIFF DER BETRIEBLICHEN ALTERSVERSORGUNG, PENSIONSRÜCKSTELLUNG UND -VERPFLICHTUNG

2.2 ARTEN VON PENSIONSZUSAGEN

2.2.1 Beitragsorientierte Pensionszusage

2.2.2 Leistungsorientierte Pensionszusage

2.3 DURCHFÜHRUNGSWEGE VON PENSIONSZUSAGEN IN DEUTSCHLAND

2.3.1 Unmittelbare Pensionszusagen

2.3.2 Mittelbare Pensionszusagen

2.3.2.1 Unterstützungskassen

2.3.2.2 Pensionskassen

2.3.2.3 Direktversicherungen

2.3.2.4 Pensionsfonds

2.4 ENTWICKLUNG UND NEUERUNGEN BEI DER BILANZIERUNG VON PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN NACH IFRS

3 BEITRAG DER RECHNUNGSLEGUNG ZUM KAPITALGEBERSCHUTZ ALS BEURTEILUNGSMAßSTAB FÜR DIE ANALYSE

3.1 DAS EFFIZIENZKRITERIUM

3.2 AGENCY-THEORIE ZUR ERKLÄRUNG VON WOHLFAHRTSVERLUSTEN

3.2.1 Grundlagen der Agency-Theorie

3.2.2 Kapitalgeberrisiken im Rahmen von Agency-Beziehungen

3.3 SCHUTZFUNKTION DER RECHNUNGSLEGUNG VOR KAPITALGEBERRISIKEN

3.3.1 Kapitalgeberschutz durch Gewinnermittlung zur Ausschüttungsbemessung

3.3.2 Kapitalgeberschutz durch Gewinnermittlung zur Informationsvermittlung

3.3.2.1 Informativer Gewinn

3.3.2.2 Informative Bilanz (-positionen)

3.3.3 Kapitalgeberschutz durch sonstige Informationsvermittlung

3.4 ZIELE DER RECHNUNGSLEGUNG NACH IFRS

4 ENTSTEHUNG UND ERFASSUNG VON VERSICHERUNGSMATHEMATISCHEN GEWINNEN UND VERLUSTE

4.1 VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE GRUNDLAGEN

4.1.1 Versicherungsmathematisches Äquivalenzprinzip

4.1.2 Biometrische Annahmen

4.1.3 Ökonomische Annahmen

4.2 BILANZIERUNG VON LEISTUNGSORIENTIERTEN PENSIONSZUSAGEN NACH IAS 19

4.2.1 Bewertung der Pensionsverpflichtung

4.2.1.1 Barwert der Pensionsverpflichtung

4.2.1.2 Bewertung des Planvermögens

4.2.2 Ermittlung des Pensionsaufwandes

4.2.3 Ausweis in der Bilanz

4.2.4 Erläuterungen im Anhang

4.3 URSACHEN VERSICHERUNGSMATHEMATISCHER GEWINNE UND VERLUSTE

4.3.1 Abweichungen bei der Pensionsverpflichtung

4.3.2 Abweichungen beim Fair Value des Planvermögens

4.4 MÖGLICHKEITEN ZUR ERFASSUNG VON VERSICHERUNGSMATHEMATISCHEN GEWINNEN UND VERLUSTEN

4.4.1 Korridormethode

4.4.2 Sofortige vollständige erfolgswirksame Erfassung

4.4.3 Sofortige vollständige erfolgsneutrale Erfassung

5 WESENTLICHE UNTERSCHIEDE ZUM DEUTSCHEN HANDELSRECHT

6 KRITISCHE ANALYSE DER ERFASSUNGSMÖGLICHKEITEN FÜR VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE GEWINNE UND VERLUSTE

6.1 AUSWIRKUNGEN DER ERFASSUNGSMÖGLICHKEITEN AUF DIE INFORMATIONSTAUGLICHKEIT DER BILANZ (-POSITION) UND/ODER DES GEWINNS

6.1.1 Korridormethode und informative Bilanz (-position) bzw. informativer Gewinn

6.1.2 Sofortige vollständige erfolgswirksame Erfassung und informative Bilanz (-position) bzw. informativer Gewinn

6.1.3 Sofortige vollständige erfolgsneutrale Erfassung und informative Bilanz (-position) bzw. informativer Gewinn

6.1.4 Sonstige Informationsvermittlung

6.1.5 Zwischenfazit

6.2 AUSWIRKUNGEN DER UNTERSCHIEDLICHEN MÖGLICHKEITEN ZUR ERFASSUNG VON VERSICHERUNGSMATHEMATISCHEN GEWINNEN UND VERLUSTEN AM BEISPIEL AUSGEWÄHLTER UNTERNEHMEN

7 ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert die bilanzielle Behandlung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten bei Pensionsrückstellungen nach IFRS, mit dem Ziel, die Zweckmäßigkeit der verschiedenen Erfassungsmethoden unter dem Aspekt des Kapitalgeberschutzes zu bewerten und kritisch zu hinterfragen.

  • Grundlagen der betrieblichen Altersversorgung und der Rechnungslegung nach IFRS
  • Die Agency-Theorie als Analyseinstrument für Wohlfahrtsverluste und Kapitalgeberrisiken
  • Regelungen zur Entstehung und Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste nach IAS 19
  • Vergleich der IFRS-Regelungen mit dem deutschen Handelsrecht
  • Empirische Analyse der Auswirkungen verschiedener Erfassungsmethoden auf Bilanz und Erfolgskennzahlen

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Versicherungsmathematisches Äquivalenzprinzip

Ein Vergleich zwischen zwei Zahlungen, die zu verschiedenen Zeitpunkten fällig werden, ist nur möglich, wenn sie auf einen gemeinsamen Zeitpunkt auf- bzw. abgezinst werden. Zwei Zahlungen sind äquivalent, wenn sie auf- bzw. abgezinst denselben Wert ergeben. Das Äquivalenzprinzip besteht in der Forderung, dass die gesamte abgezinste Prämienzahlung mit der gesamten Versicherungsleistung aus dem Versorgungsverspechen übereinstimmt. Der Barwert der erwarteten Leistungen muss somit gleich dem Barwert der Ausgaben sein. Dieses Prinzip ist die Grundlage der Abbildung von Versorgungsverpflichtungen.

Eine solche Vorgehensweise erfordert insbesondere die Berechung eines versicherungsmathematischen Verpflichtungsbarwerts, aber z.B. auch die Aussonderung von Vermögensgegenständen die allein der Absicherung der Altersversorgung dienen (Fondsvermögen bzw. Plan Asset).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Darstellung der Relevanz von Pensionsrückstellungen aufgrund demographischer Entwicklungen sowie Einführung der Fragestellung nach einer zweckmäßigen Bilanzierung nach IFRS.

2 GRUNDLAGEN UND ENTWICKLUNG BEI DER BILANZIERUNG DER BETRIEBLICHEN ALTERSVERSORGUNG: Klärung grundlegender Begriffe sowie Einordnung der verschiedenen Durchführungswege in Deutschland in die Kategorien beitrags- oder leistungsorientierter Zusagen.

3 BEITRAG DER RECHNUNGSLEGUNG ZUM KAPITALGEBERSCHUTZ ALS BEURTEILUNGSMAßSTAB FÜR DIE ANALYSE: Herleitung des Kapitalgeberschutzes als Subzweck der Rechnungslegung unter Nutzung der Agency-Theorie, um Anforderungen an eine entscheidungsnützliche Informationsvermittlung zu definieren.

4 ENTSTEHUNG UND ERFASSUNG VON VERSICHERUNGSMATHEMATISCHEN GEWINNEN UND VERLUSTE: Darstellung der versicherungsmathematischen Grundlagen, der Bewertung nach IAS 19 und der drei existierenden Möglichkeiten zur bilanziellen Erfassung von Gewinnen und Verlusten.

5 WESENTLICHE UNTERSCHIEDE ZUM DEUTSCHEN HANDELSRECHT: Gegenüberstellung der IFRS-Regelungen mit den HGB-Vorschriften, insbesondere hinsichtlich Bewertung und Ausweis von Pensionsverpflichtungen.

6 KRITISCHE ANALYSE DER ERFASSUNGSMÖGLICHKEITEN FÜR VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE GEWINNE UND VERLUSTE: Untersuchung der gewählten Methoden auf ihre Eignung zur Vermittlung entscheidungsnützlicher Informationen anhand theoretischer Analysen und praktischer Fallbeispiele bei DAX30-Unternehmen.

7 ZUSAMMENFASSUNG: Abschließende Betrachtung der Ergebnisse der Arbeit, die die dritte Erfassungsoption (erfolgsneutrale Erfassung) als zweckmäßigste Lösung identifiziert.

Schlüsselwörter

Pensionsrückstellungen, IAS 19, Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Kapitalgeberschutz, IFRS, Agency-Theorie, Korridormethode, betriebliche Altersversorgung, DBO, Planvermögen, Informationsvermittlung, Entscheidungsnützlichkeit, Rechnungslegung, Bewertung, Performancegewinn.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der bilanziellen Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste, die bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) entstehen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Grundlagen der betrieblichen Altersversorgung, die Agency-Problematik bei Kapitalüberlassungsverhältnissen, die spezifischen Bilanzierungsregeln des IAS 19 sowie ein Vergleich der internationalen Rechnungslegung mit dem deutschen Handelsrecht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Analyse der Bilanzierungs- und Erfassungsmöglichkeiten von Pensionsverpflichtungen vor dem Hintergrund einer zweckmäßigen Informationsvermittlung an Kapitalgeber.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit nutzt einen logisch-deduktiven Ansatz zur Herleitung von Anforderungen an die Rechnungslegung aus ökonomischen Theorien (Agency-Theorie) und kombiniert dies mit einer empirischen Simulation anhand von Daten ausgewählter DAX30-Unternehmen.

Was umfasst der Hauptteil der Untersuchung?

Der Hauptteil behandelt die Entstehung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die drei Methoden ihrer Erfassung (Korridormethode, sofortige erfolgswirksame Erfassung, sofortige erfolgsneutrale Erfassung) und deren Auswirkungen auf die Bilanz und den Gewinn.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Pensionsrückstellungen, IAS 19, Kapitalgeberschutz, Informationsvermittlung und die methodische Diskussion um die "zweckmäßige" Abbildung in der Bilanz geprägt.

Warum ist die Korridormethode laut der Arbeit problematisch?

Die Korridormethode führt laut der Analyse zu keinem informativen Ausweis in der Bilanz und verhindert keinen verzerrenden Einfluss der Gewinne/Verluste auf das Ergebnis, was die Prognosefähigkeit des Gewinns für Investoren mindert.

Warum wird die dritte Option (erfolgsneutrale Erfassung) positiv bewertet?

Diese Methode wird als zweckmäßig eingestuft, da sie sowohl eine informative Darstellung in der Bilanz ermöglicht, als auch die Ergebnisvolatilität in der Gewinn- und Verlustrechnung vermeidet, was den Zwecken der Kapitalgeberschutz-Funktion entspricht.

Inwiefern beeinflusst der Nettoausweis die Transparenz?

Der in den IFRS vorgeschriebene Nettoausweis führt dazu, dass die tatsächliche Pensionsverpflichtung (DBO) und das Planvermögen für den Bilanzleser oft nicht separat und transparent ersichtlich sind, was durch umfangreiche Anhangsangaben kompensiert werden muss.

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Details

Title
Die bilanzielle Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste bei der Bilanzierung von Pensionsrückstellungen
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
2,3
Author
Levent Kuyumcu (Author)
Publication Year
2006
Pages
93
Catalog Number
V62973
ISBN (eBook)
9783638561143
ISBN (Book)
9783638709927
Language
German
Tags
Erfassung Gewinne Verluste Bilanzierung Pensionsrückstellungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Levent Kuyumcu (Author), 2006, Die bilanzielle Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste bei der Bilanzierung von Pensionsrückstellungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62973
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