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Collateralized Debt Obligations - Ist das Poolen und Tranchieren von Wertpapieren vorteilhaft?

Titre: Collateralized Debt Obligations - Ist das Poolen und Tranchieren von Wertpapieren vorteilhaft?

Mémoire (de fin d'études) , 2006 , 76 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Alexander Birmili (Auteur)

Gestion d'entreprise - Investissement et Financement
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Résumé Extrait Résumé des informations

Immer mehr Unternehmen und Banken finanzieren sich direkt am Kapitalmarkt über die Verbriefung ihrer Aktiva. Sie poolen Forderungen und emittieren Wertpapiere, die durch die Zahlungsströme des Forderungspools besichert sind (ABS). Bei der Verbriefung von Krediten und Anleihen in Collateralized Debt Obligations (CDOs) wird die Transaktion standardmäßig strukturiert, wodurch Tranchen mit unterschiedlicher Seniorität entstehen. Mit Hilfe eines vollkommenen Kapitalmarkts ist diese Tatsache nicht zu erklären. Dennoch wächst der Markt für CDOs mit sehr hohen Wachstumsraten. Warum ist das Poolen und Tranchieren von Cash Flows also offensichtlich vorteilhaft? Der Autor Alexander Birmili zeigt Ansätze auf, die das Poolen von Assets und das aktive Tranchieren von Zahlungsströmen bei einer CDO-Transaktion als ökonomisch vorteilhafte Methoden begründen. Er geht auf die wesentlichen Eigenschaften von CDOs, die verschiedenen Arten von Transaktionen und Motive zu deren Durchführung ein. Anschließend stellt der Autor Modelle vor, die Poolen und Tranchieren als optimale Vertragsbestandteile induzieren. Das Buch bietet Wissenschaftlern wie Praktikern anhand der breit gefächerten Informationen und Quellen einen schnellen und umfassenden Einstieg in dieses sehr aktuelle Themengebiet. Entscheidungsträgern werden die Wirkungsweisen und Mechanismen einer CDO-Transaktion vermittelt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2 Grundlagen von Collateralized Debt Obligations (CDOs)

2.1 Eigenschaften von CDOs

2.1.1 Grundprinzip einer Verbriefung

2.1.2 CDOs: Spezielle Asset Backed Securities

2.2 Arten von CDO-Transaktionen

2.2.1 Balance Sheet vs. Arbitrage

2.2.2 Cash vs. Synthetisch

2.3 Strukturvarianten

2.3.1 Pass Through

2.3.2 Pay Through

2.4 Motivation für CDOs

2.4.1 Arbitrage

2.4.2 Regulierung

2.4.3 Refinanzierung

2.4.4 Risikomanagement

3 Poolen und Tranchieren bei asymmetrischer Informationsverteilung

3.1 Informationsökonomische Aspekte von Kreditverbriefungen

3.2 Poolen als optimaler Vertragsbestandteil – DeMarzo (2005)

3.2.1 Modellaufbau

3.2.2 Lösung für einen Originator mit privaten Informationen

3.2.3 Lösung für einen Originator ohne private Informationen

3.2.4 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse

3.3 Poolen und Tranchieren als optimale Vertragsbestandteile

3.3.1 Bei Emission – Boot und Thakor (1993)

3.3.1.1 Modellaufbau

3.3.1.2 Lösung des Modells

3.3.1.3 Zusammenfassung und Ergebnisinterpretation

3.3.2 Im Sekundärmarkt – Gorton und Pennacchi (1990)

3.3.2.1 Modellaufbau

3.3.2.2 Lösung des Modells

3.3.2.3 Zusammenfassung und Ergebnisinterpretation

3.4 Poolen und Tranchieren: Empirische Erkenntnisse

4 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit das Poolen von Vermögenswerten und deren Tranchierung in einer Collateralized Debt Obligation (CDO) ökonomisch sinnvoll sind, insbesondere unter Bedingungen asymmetrischer Informationsverteilung auf den Finanzmärkten. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, diese Finanzinnovation theoretisch zu begründen und empirisch einzuordnen.

  • Grundlagen und Struktur von CDO-Transaktionen
  • Informationsökonomische Analyse von Kreditverbriefungen
  • Analyse optimaler Vertragsdesigns (Poolen und Tranchieren) mittels wissenschaftlicher Modelle (DeMarzo, Boot/Thakor, Gorton/Pennacchi)
  • Motivationsfaktoren für Emittenten (z.B. Regulierung, Risikomanagement)
  • Empirische Evidenz zur Strukturierung von Verbriefungen

Auszug aus dem Buch

3.2 Poolen als optimaler Vertragsbestandteil – DeMarzo (2005)

Der gedankliche Ausgangspunkt des Modells von DeMarzo (2005) ist die Situation eines Finanzintermediärs, der überlegene Fähigkeiten bei der Beurteilung von Vermögenswerten besitzt. Er kann einen (zusätzlichen) Gewinn damit erzielen, unterbewertete Assets zu identifizieren, zu kaufen und bis zur Fälligkeit zu halten. Um sein vorhandenes Kapital möglichst effektiv zu nutzen, möchte er die erworbenen Vermögenswerte gerne zu ihrem fairen Preis weiterverkaufen und das freigesetzte Kapital erneut investieren.

Gegeben ist ein risikoneutraler Originator, der eine bestimmte Anzahl von Vermögenswerten ( n ) besitzt. Er kann sich entscheiden, die Vermögenswerte entweder einzeln oder als Pool zu verkaufen. Der Cash Flow eines Assets (Yi ) sei mit Yi = X i + Zi definiert als die private Information des Originators über den Vermögenswert ( Xi ) plus dem verbleibenden Residualrisiko aus dem Asset ( Zi ), dem der Originator gegenübersteht. Der kumulative Cash Flow des Asset Pools entspricht der Summe aller einzelnen Cash Flows: Y^n = \sum_{i=1}^{n} Y_i. Analog dazu ist X^n die Summe aller privaten Informationen des Originators und Z^n die Summe aller Residualrisiken.

Der Erwartungswert (des Cash Flows) eines Assets gegeben die private Information des Originators ist definiert als E [ Yi | Xi ] = Xi . Das impliziert, dass der Erwartungswert von Zi gegeben Xi gleich null ist: E [ Zi | Xi ] = 0. Es wird also angenommen, dass Xi alle dem Originator bekannten Informationen bezüglich der erwarteten Realisation des Cash Flows eines Assets enthält.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der Entwicklung von Kreditverbriefungen und Formulierung des Ziels, die theoretische Grundlage für Poolen und Tranchieren als optimales Vertragsdesign zu schaffen.

2 Grundlagen von Collateralized Debt Obligations (CDOs): Erläuterung der technischen Merkmale von CDOs, ihrer verschiedenen Transaktionsarten, Strukturvarianten sowie der zentralen Beweggründe für Emittenten.

3 Poolen und Tranchieren bei asymmetrischer Informationsverteilung: Theoretische Untersuchung der Kreditverbriefung unter Marktunvollkommenheiten, ergänzt durch spezifische Modelle von DeMarzo, Boot/Thakor sowie Gorton/Pennacchi und einen Abgleich mit empirischen Erkenntnissen.

4 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der theoretischen Ergebnisse und der Bedeutung der Verbindung von Poolen und Tranchieren für die Marktakzeptanz von Kreditverbriefungen.

Schlüsselwörter

Collateralized Debt Obligations, Verbriefung, Asset Backed Securities, Tranchieren, Informationsasymmetrie, Adverse Selektion, Financial Engineering, Kreditrisikotransfer, Kapitalmarkt, Finanzintermediär, Poolen, Basel II, Regulatorische Arbitrage, Signalling, Diversifikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ökonomische Sinnhaftigkeit von Collateralized Debt Obligations (CDOs), insbesondere die Frage, warum Unternehmen Kredite bündeln (Poolen) und in unterschiedliche Risikoklassen aufteilen (Tranchieren).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Strukturierung von Finanzprodukten, die Auswirkungen asymmetrischer Informationen auf den Kapitalmarkt sowie die Beweggründe von Banken zur Kreditverbriefung wie Eigenkapitalentlastung und Risikomanagement.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, theoretisch zu erklären, wie und warum Poolen und Tranchieren als optimales Design für Kreditverbriefungen begründet werden können, wenn man von einem vollkommenen Kapitalmarkt abweicht.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt informationsökonomische Modelle (insbesondere von DeMarzo, Boot/Thakor und Gorton/Pennacchi), um die Anreizstrukturen bei Verbriefungstransaktionen zu analysieren, sowie empirische Auswertungen zur Untermauerung der Theorie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Grundlagen von CDOs, die ökonomischen Probleme durch Informationsasymmetrien (wie adverse Selektion) und präsentiert Modelle, die erklären, wie durch Verbriefung ein positiver Wertbeitrag für Originatoren und Investoren erzielt werden kann.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Verbriefung, CDO, Informationsasymmetrie, Tranchieren, adverse Selektion und regulatorische Eigenkapital-Arbitrage.

Welche Rolle spielt die Eigenkapital-Arbitrage bei CDOs?

Die regulatorische Eigenkapital-Arbitrage ist ein wesentlicher Motivationsfaktor für Banken, um durch die Übertragung von Kreditrisiken auf Dritte ihre regulatorische Eigenkapitalunterlegung zu reduzieren.

Warum ist das "Tranchieren" für informierte Investoren wichtig?

Wie das Modell von Boot und Thakor zeigt, kann die Schaffung einer informationssensitiven Tranche Anreize für Investoren setzen, Informationen zu produzieren, was wiederum den Verkaufserlös des emittierenden Unternehmens steigern kann.

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Résumé des informations

Titre
Collateralized Debt Obligations - Ist das Poolen und Tranchieren von Wertpapieren vorteilhaft?
Université
LMU Munich  (Kapitalmarktforschung und Finanzierung)
Note
2,0
Auteur
Alexander Birmili (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
76
N° de catalogue
V63057
ISBN (ebook)
9783638561815
ISBN (Livre)
9783656811398
Langue
allemand
mots-clé
Collateralized Debt Obligations Poolen Tranchieren Wertpapieren
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alexander Birmili (Auteur), 2006, Collateralized Debt Obligations - Ist das Poolen und Tranchieren von Wertpapieren vorteilhaft?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63057
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Extrait de  76  pages
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