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Zur theoretischen und praktischen Gestaltung der pflegebezogenen Patienten- und Familienedukation

Title: Zur theoretischen und praktischen Gestaltung der pflegebezogenen Patienten- und Familienedukation

Research Paper (undergraduate) , 2006 , 34 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Maike Bredehoeft (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Das Pflegewesen in Deutschland befindet sich im Umbruch: Zum einen steigen die Professionalisierungsbemühungen und zum anderen finden seit einigen Jahren Reformierungen des Gesundheitswesens statt, die allen voran mit der verbindlichen Einführung der DRG’s 2003, den damit verbundenen frühzeitigen Krankenhausentlassungen sowie der Verschiebung von stationären Leistungen in den ambulanten Sektor eine erhebliche Veränderung für den Pflegesektor bedeuten. Zudem dominieren stetig mehr chronisch degenerative Erkrankungen, die häufig komplexe Problemlagen für die Betoffenen mit sich bringen. Diese neue Situation stellen sowohl die Betroffenen selbst als auch alle anderen an der Pflege beteiligten Personen vor neuen Herausforderungen. So wird von Patienten und deren pflegenden Angehörigen zunehmend eine Entwicklung von Selbststrategien im Umgang mit körperlichen und psychischen Defiziten gefordert, während von beruflich Pflegenden langsam aber sicher eine Unterstützung bei der Bewältigung erwartet wird. Außerdem müssen sich Pflegekräfte mit der neuen Situation vertraut machen, dass die Betroffenen eine größtmögliche Unabhängigkeit erreichen wollen, eigene Entscheidungen treffen und selbst Experten bzgl. der Bewältigung ihrer Lebenssituation werden wollen (Abt-Zegelin, 1999; Kleinet al.,2001; Müller-Mundtet al.,2000; Statmeyer, 2005; Thomas & Wirnitzer, 2001).
Es ergibt sich also die Frage, wie die Pflege diesen Anforderungen gerecht werden kann. Eine diesbezügliche Methode im Rahmen der pflegerischen Beratung stellt das Konzept der pflegebezogenen Patienten- und Familienedukation dar, welches in der vorliegenden Arbeit näher erläutert werden soll. Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Bezug von allgemeinen beratungstheoretischen Überlegungen zur Patienten- und Familienedukation herzustellen, um somit die inhaltlichen Aspekte dieser noch recht unbekannten Methodik im deutschen Pflegewesen im Hinblick auf die Anwendbarkeit in der pflegerischen Praxis zu durchleuchten. Das Subziel besteht darin, aus den daraus resultierenden Kenntnissen eigene kritische Überlegungen anzustellen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorüberlegungen zur Patienten- und Familienedukation

2.1 Beratung in der Pflege- Definitionsansatz, Ziele und Problemaufriss

2.2 Beratungstheoretische Ansätze

2.3 Zur Rolle von Alltag und Lebenswelt

3. Pflegebezogene Patienten- und Familienedukation- theoretisches Gerüst

3.1 Historie und wissenschaftlicher Kontext

3.2 Definition und Zielsetzung

3.2.1 Informationen

3.2.2 Schulung

3.2.3 Beratung

3.3 Zur Qualifikation von edukativ Pflegenden

4. Pflegebezogene Patienten- und Familienedukation in der Praxis

4.1 Vom PIZ zum Netzwerk der Patienten- und Familienedukation

4.2 Das Modellprojekt des Kreiskrankenhauses München-Neuperlach

4.3. Das häusliche Setting

4.4 (Qualifikations-) Defizite und Aufgaben für das Pflegemanagement

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept der pflegebezogenen Patienten- und Familienedukation im deutschen Gesundheitswesen mit dem Ziel, dessen theoretische Grundlagen und die praktische Anwendbarkeit im pflegerischen Alltag kritisch zu beleuchten.

  • Herausforderungen der professionellen Pflege im Umbruch des Gesundheitssystems
  • Theoretische Beratungsansätze und die Bedeutung von Lebenswelt und Alltag
  • Methodische Kernelemente: Information, Schulung und Beratung
  • Praxisbeispiele wie PIZ und Modellprojekte in Kliniken
  • Qualifikationsanforderungen und Aufgaben für das Pflegemanagement

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Informationen

Anhänger der Patienten- und Familienedukation gehen der Annahme nach, Patienten bzw. Angehörige benötigen Wissen über ihre Krankheit. Abt Zegelin (2002, 2006) unterscheidet dabei drei Wissensgruppen:

Faktenwissen meint eine oberflächliche Kenntnisgewinnung sowie das Aufnehmen von definierten Informationen, Prinzipienwissen zielt auf das Verstehen der Hintergründe der zugrunde liegenden Prinzipien ab, wodurch eine leichte Abwandlung des Handelns möglich sein soll. Optionales Wissen beinhaltet die anspruchvollste und zeitintensivste Ebene und bedeutet, Prinzipienwissen soll derart zur Umsetzung kommen, dass verschiedene Wahlmöglichkeiten für den Betroffenen und/oder den Angehörigen zur Verfügung stehen:

Der Betroffene besitzt dann Optionen, auch unter veränderten Bedingungen sicher zu handeln, Komplikationen einzuordnen und Risiken zu kontrollieren, so dass der Betroffene bzw. der Angehörige selbst zum Experten seiner Lebenssituation wird.

Gleichgültig, um welche Informationsart es sich handelt, unabdingbar hierbei ist, dass sich die informationsgebende Pflegekraft stets auf dem aktuellen Stand der Kenntnisse befindet und lediglich die für die Betroffenen relevanten Informationen in einer verständlichen Sprache vermittelt. Diese Informationen werden dann mit Hilfe von verschiedenen Medien, z. B. Broschüren, Internet, Bilder etc. weitergeben (Abt-Zegelin, 1999, 2000, 2002, 2003; Gossens, 2004a).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beschreibt den aktuellen Umbruch im deutschen Pflegewesen und leitet daraus die Notwendigkeit ab, die Patienten- und Familienedukation als Methode der pflegerischen Beratung zu analysieren.

2. Vorüberlegungen zur Patienten- und Familienedukation: Dieses Kapitel definiert pflegerische Beratung und grenzt sie von Therapie und Erziehung ab, während zugleich beratungstheoretische Ansätze und die Lebenswelt der Patienten diskutiert werden.

3. Pflegebezogene Patienten- und Familienedukation- theoretisches Gerüst: Hier werden die historischen Ursprünge und die inhaltliche Definition des Konzepts dargelegt, inklusive der drei Säulen Information, Schulung und Beratung sowie der Anforderungen an edukativ Pflegende.

4. Pflegebezogene Patienten- und Familienedukation in der Praxis: Der Abschnitt präsentiert konkrete Umsetzungsbeispiele wie Patienten-Informations-Zentren (PIZ) und analysiert sowohl die Anwendung im häuslichen Setting als auch die Defizite im Pflegemanagement.

5. Fazit: Die Autorin resümiert die Ergebnisse, äußert Kritik an der diffusen Definition der Materie und bewertet die Zukunftschancen der Methode im deutschen Pflegewesen.

Schlüsselwörter

Patientenedukation, Familienedukation, Pflegeberatung, Pflegemanagement, Patienten-Informations-Zentrum, Selbsthilfe, Kompetenzentwicklung, ambulante Pflege, Schulung, Lebenswelt, Gesundheitsförderung, Patientenautonomie, Pflegeprozess, Patienten- und Angehörigenschulung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept der pflegebezogenen Patienten- und Familienedukation, einer Methode, die darauf abzielt, die Selbsthilfe und Autonomie von Patienten und ihren Angehörigen durch gezielte Information, Schulung und Beratung zu stärken.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zu den Schwerpunkten gehören der theoretische Hintergrund der Beratung in der Pflege, die Abgrenzung zu anderen Disziplinen, praktische Umsetzungsmodelle sowie die notwendigen Qualifikationen und strategischen Aufgaben für das Pflegemanagement.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Bezug zwischen allgemeiner Beratungstheorie und der speziellen Patienten- und Familienedukation herzustellen und zu prüfen, wie diese Methodik effektiv in die deutsche pflegerische Praxis integriert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit bestehenden Konzepten, Projekten und gesetzlichen Rahmenbedingungen im deutschen Pflegewesen.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Edukation, die Vorstellung konkreter Praxisprojekte (z.B. PIZ) sowie eine detaillierte Analyse der Defizite und Anforderungen, die sich für das Pflegemanagement in der Praxis ergeben.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind Patientenautonomie, Pflegeberatung, Mikroschulung, SGB XI, Netzwerk-Arbeit und Empowerment.

Warum wird im Dokument explizit auf das SGB XI eingegangen?

Das SGB XI regelt die gesetzlichen Grundlagen für die ambulante Pflegeberatung, wobei die Arbeit die Umsetzung dieser Anforderungen kritisch hinterfragt und Verbesserungspotenziale aufzeigt.

Welche Bedeutung haben die Modellprojekte (z.B. PIZ oder München-Neuperlach)?

Diese Projekte dienen als praktische Fallbeispiele, um zu verdeutlichen, wie Informationszentren und strukturierte Schulungsprozesse in den klinischen oder ambulanten Alltag integriert werden können und welche Herausforderungen dabei bestehen.

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Details

Title
Zur theoretischen und praktischen Gestaltung der pflegebezogenen Patienten- und Familienedukation
College
University of Applied Sciences Bremen
Course
Beratung in der Pflege
Grade
1,0
Author
Maike Bredehoeft (Author)
Publication Year
2006
Pages
34
Catalog Number
V63099
ISBN (eBook)
9783638562218
ISBN (Book)
9783656806516
Language
German
Tags
Gestaltung Patienten- Familienedukation Beratung Pflege
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maike Bredehoeft (Author), 2006, Zur theoretischen und praktischen Gestaltung der pflegebezogenen Patienten- und Familienedukation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63099
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