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Der Streit um die Auferweckung der Toten in 1. Korinther 15, 35-49: Die Frage nach dem Vorgang und der Leiblichkeit der Auferweckung

Title: Der Streit um die Auferweckung der Toten in 1. Korinther 15, 35-49: Die Frage nach dem Vorgang und der Leiblichkeit der Auferweckung

Term Paper , 1999 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Frank-Christian Raatz (Author)

Theology - Biblical Theology
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1 Einführung in das Thema

Der Apostel Paulus setzt sich in seinem 1. Brief an die christliche Gemeinde in Korinth mit einigen zentralen Fragen des christlichen Glaubens auseinander, die auch für uns in der heutigen Zeit noch Bedeutung haben sollten. In Kapitel 15 wird von Paulus ein Thema behandelt, das wahrscheinlich nicht nur Menschen, die dem christlichen Glauben nahe stehen, immer mal wieder beschäftigt, sondern wahrscheinlich die Menschen jeder Epoche und jedes Kulturkreises immer wieder berührt hat, weil es sich mit einer zentralen Frage der menschlichen Existenz auseinandersetzt: Die Auferweckung der Toten.
In dem von mir gewählten Abschnitt der Verse 35 bis 49 versucht Paulus gegenüber den Christen in Korinth zu klären, wie diese Auferweckung der Toten nach christlicher Vorstellung aussehen wird und auf welche Art und Weise sie vonstatten gehen wird. Die Christen in Korinth schienen sich nämlich über diese Fragen sowohl untereinander als auch mit dem Apostel Paulus überhaupt nicht einig zu sein.
Im folgenden werde ich nun dieses Problem der Totenauferweckung mit den mir bekannten Methoden der neutestamentlichen historisch-kritischen Forschung behandeln und dabei versuchen, einige offene Fragen zu klären.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in das Thema

2 Der Text: 1. Korinther 15, 35-49

3 Überblick über den 1. Korintherbrief

3.1 Einleitungsfragen

3.1.1 Verfasserschaft, Empfänger, Zeit

3.1.2 Integrität des 1 Kor

3.1.3 Geschichtliches Umfeld

3.1.4 Themen des 1 Kor

3.2 Exegetische Fragen

3.2.1 Das Zeugnis der Auferweckung Christi

3.2.2 Die Auferweckung der Toten

3.2.3 Kephas, als der erste Zeuge der Auferweckung Christi

3.2.4 Einheitlichkeit des Textes

3.2.5 Die Frage nach dem Vorgang der Auferweckung

3.2.5.1 Mit was für einem Leib aber kommen sie?

3.2.5.2 Viele Geschöpfe - viele Leiber

3.2.5.3 Der „Psychikos“ & der „Pneumatikos“

3.2.5.4 Der erste und der letzte Adam

3.2.5.5 Der „geistige Leib“

4 Zum Schluss...

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit setzt sich mit der paulinischen Argumentation im 1. Korintherbrief (Kapitel 15, Verse 35–49) auseinander, um die christliche Vorstellung der Auferweckung der Toten und die damit verbundene neue Leiblichkeit exegetisch zu klären.

  • Analyse des paulinischen Verständnisses der Leiblichkeit nach dem Tod.
  • Untersuchung des Konflikts zwischen der christlichen Lehre und hellenistischen Vorstellungen in Korinth.
  • Historisch-kritische Betrachtung der Argumentationsstruktur des Apostels Paulus.
  • Erarbeitung der theologischen Synthese von Schöpfungsglaube und Geistbegriff.
  • Reflexion über die Bedeutung der Auferstehungshoffnung für den Menschen der Gegenwart.

Auszug aus dem Buch

Die Frage nach dem Vorgang der Auferweckung

Das neue Thema innerhalb des Kapitels beginnt mit der Frage nach dem „Wie“ der Totenauferweckung. Es ist wohl anzunehmen, dass die Korinther nicht grundsätzlich das Leben nach dem Tode abstritten, sondern insbesondere die leibliche Auferweckung. Paulus weißt den Zweifel an der Tatsache der Auferweckung in den Versen zuvor bereits ab. In der hier behandelten Perikope geht es jetzt darum, wie man sich diese Auferweckung vorzustellen hat und wie sie vonstatten geht. Paulus nimmt diese Frage auch direkt auf: „Wie werden erweckt die Toten? Mit was für einem Leib aber kommen sie?“ Die Art und Weise in der Paulus hier argumentiert, ist im Stil der sogenannten kynisch-stoischen Diatribe gehalten. Es handelt sich dabei um eine damals populäre rhetorische Methode, welches in Form eines Dialogs von Thesen und Antithesen die Fragen des Gegners aufnimmt und beantwortet.

Hier geht er gleich gegen zwei verschiedene irrtümliche Auffassungen vor: einmal gegen die Spiritualisten, die eben einen geistigen Leib erwarten und die leibliche Auferweckung ablehnen, und gegen die pharisäische Vorstellung, dass nach der Auferweckung die frühere Leiblichkeit in gleicher Art und Weise wieder hergestellt wird. Aus diesem Grund betont der Apostel Paulus die Wirklichkeit eines neuen geistigen Leibes ebenso wie die Verschiedenheit des zukünftigen Auferweckungsleibes vom irdischen Leib.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in das Thema: Hinführung zur Bedeutung der Totenauferweckung als zentrale Frage der menschlichen Existenz und Ankündigung der historisch-kritischen Untersuchung.

2 Der Text: 1. Korinther 15, 35-49: Präsentation des biblischen Quellentextes, der die paulinische Auseinandersetzung mit der Beschaffenheit des Auferstehungsleibes thematisiert.

3 Überblick über den 1. Korintherbrief: Einordnung des Briefes in den historischen Kontext der Gemeinde in Korinth und Darstellung der paulinischen Lehrmeinungen.

4 Zum Schluss...: Reflexion über die Relevanz der Auferstehungshoffnung für moderne Menschen und das persönliche Fazit des Autors zur logischen Argumentationskraft des Paulus.

Schlüsselwörter

Paulus, 1. Korintherbrief, Auferweckung, Totenauferweckung, Leiblichkeit, geistiger Leib, Exegese, historisch-kritische Forschung, Korinth, Eschatologie, Adam, Schöpfungsglaube, Neuschöpfung, Theologie, Auferstehungsleib.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die exegetische Auseinandersetzung mit der Auferweckung der Toten, wie sie der Apostel Paulus in seinem 1. Brief an die Korinther formuliert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Fragen nach der Leiblichkeit der Auferstehung, der Abgrenzung zu gnostischen Einflüssen in Korinth und der systematischen Argumentation des Paulus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch historisch-kritische Methoden zu klären, wie Paulus die Auferweckung der Toten in den Versen 35 bis 49 begründet und welche Bedeutung dabei der Leiblichkeit zukommt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die neutestamentliche historisch-kritische Forschung angewendet, um die Perikope in ihrem historischen und inhaltlichen Kontext zu erschließen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine Einführung in den 1. Korintherbrief sowie eine detaillierte exegetische Analyse der Verse 35 bis 49, inklusive Fragen zum Leibbegriff und der Typologie von Adam und Christus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Paulus, Auferweckung, Leiblichkeit, Eschatologie, Exegese und der Vergleich zwischen dem irdischen und dem geistigen Leib.

Was unterscheidet den „geistigen Leib“ bei Paulus von anderen zeitgenössischen Vorstellungen?

Der bei Paulus definierte „geistige Leib“ ist eine theologische Neuschöpfung, die weder der griechischen noch der jüdischen Tradition in dieser Form entspringt, sondern die materielle Geschöpflichkeit mit der Erlösungswirklichkeit des Geistes verbindet.

Warum wählt Paulus das Gleichnis vom Samenkorn?

Paulus nutzt das Samenkorn, um zu veranschaulichen, dass der irdische Leib zwar vergeht, aber in einer neuen, gottgegebenen Gestalt auferweckt wird, ohne dabei die Identität der Person aufzugeben.

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Details

Title
Der Streit um die Auferweckung der Toten in 1. Korinther 15, 35-49: Die Frage nach dem Vorgang und der Leiblichkeit der Auferweckung
College
University of Applied Sciences Freibug  (Soziale Arbeit, Diakonie und Religion)
Grade
2,0
Author
Frank-Christian Raatz (Author)
Publication Year
1999
Pages
16
Catalog Number
V6309
ISBN (eBook)
9783638139137
ISBN (Book)
9783638867788
Language
German
Tags
Streit Auferweckung Toten Korinther Frage Vorgang Leiblichkeit Auferweckung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank-Christian Raatz (Author), 1999, Der Streit um die Auferweckung der Toten in 1. Korinther 15, 35-49: Die Frage nach dem Vorgang und der Leiblichkeit der Auferweckung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6309
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