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ADS - Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom

Title: ADS - Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Hannah Schütte (Author)

Sociology - Children and Youth
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Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom - ADS ist ein Wort, das immer häufiger fällt, wenn über Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen geredet wird.
Kinder sind vermehrt unruhig, hypermotorisch, können sich nicht konzentrieren oder eine hinreichende Weile zuhören. Immer mehr Kinder leiden an diesen Symptomen.
Viele Eltern sind mit dieser Situation überfordert und wissen nicht, was sie tun sollen. Die Wissenschaft ist vermehrt mit der Erforschung dieser „Krankheit“ beschäftigt. Eindeutige Ergebnisse gibt es nicht.
Die wissenschaftlichen Meinungen und Ergebnisse weichen deutlich, vor allem in der Frage, ob ADS eine genetische Disposition ist oder eine Folge sozialer Einflüsse voneinander ab.
Unklar bleibt, was ADS verursacht, wo ADS anfängt und wo es aufhört und was im
Kampf gegen ADS zu tun ist. Im Folgenden werden diese Forschungen skizziert.
Der Beginn dieser Arbeit setzt sich mit der Definition und der Entwicklung des
Begriffes ADS auseinander. Anschließend wird der Begriff Aufmerksamkeit und die damit verbundenen Speicherprozesse im Gehirn erläutert. Der folgende Teil handelt von den Ursachen bei ADS, der Diagnostik und dem Umgang mit ADS. Der Schlussteil beschäftigt sich mit dem Für und Wider des Psychopharmaka Ritalin.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Definition ADS

1.1 Entwicklung des Begriffes ADS

1.2 Definition Aufmerksamkeit

1.2.1 Funktion des Abspeicherprozesses

1.2.2 Veränderte Abspeicherprozesse bei ADS-Kindern

2. Ursachen der ADS

2.1 Biologische Faktoren

2.2 Psychische Faktoren

2.3 Soziale und Umweltfaktoren

3. Untersuchungsverfahren und Diagnose

3.1 Folgeprobleme bei ADS

4. Umgang mit ADS

4.1 In der Schule

4.2 Im Elternhaus

5. Ritalin - das Medikament

5.1 Behandlung mit Ritalin

5.2 Nebenwirkungen

5.3 Sucht

5.4 Contra Ritalin

6. Bewertung und Resümee der ADS-Situation

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) bei Kindern und Jugendlichen. Das primäre Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand zur Definition, Ursachenforschung, Diagnostik und den verschiedenen Umgangsformen mit ADS kritisch zu beleuchten, wobei insbesondere die Kontroverse um den Einsatz von Ritalin als Behandlungsansatz im Zentrum steht.

  • Definition und historische Entwicklung des ADS-Begriffs
  • Neurobiologische und psychologische Grundlagen der Aufmerksamkeit
  • Methodische Ansätze zur Diagnosestellung und Folgeprobleme
  • Pädagogische und familiäre Strategien im Umgang mit betroffenen Kindern
  • Kritische Würdigung der medikamentösen Therapie mittels Ritalin

Auszug aus dem Buch

1.2.2 Veränderte Abspeicherprozesse bei ADS-Kindern

An der Aufmerksamkeitssteuerung sind viele Hirnbereiche beteiligt. Aufmerksamkeit ist also keine isolierte Funktion für sich, sondern besteht aus vielen Teilfunktionen. Viele Prozesse, die in Zusammenhang mit jener stehen, spielen sich im Bereich des Frontalhirns ab, genau dort, wo Funktionsstörungen bei manchen ADS-Kindern vermutet werden.

Bei der Aufmerksamkeitsstörung ist es dem Kind nicht möglich zwischen wichtigen und unwichtigen Reizen zu unterscheiden und sich auf die wichtigen Reize zu konzentrieren. Das ADS - Kind kann nicht selektieren, doch genau diese selektive Aufmerksamkeit ist der Schlüssel, um vor dem Kurzzeitgedächtnis zu sortieren, welche Informationen weiter vorrücken dürfen und welche wieder entfernt werden sollen.

Sowohl der verbale als auch der nicht-sprachliche Arbeitsspeicher der ADS-Kinder ist kleiner als bei normalen Kindern. Dadurch ist dieser in seiner Kapazität ständig überlastet, hinzu kommt die fehlende Selektion bei der Auswahl der wichtigen Reize, so dass der Arbeitsspeicher des Kurzzeitgedächtnisses ständig überlastet ist und viele Informationen sofort wieder hinauswirft.

Um Lernstoff zu behalten, muss dieser während des Aufenthaltes im Kurzzeitgedächtnis stets wiederholt werden, ADS-Kindern fällt das noch viel schwerer als „normalen“ Kindern. Ihr Speicher ist ständig überfordert, so dass die Informationen im Kurzzeitgedächtnis noch kürzer verweilen als normal. Das erschwert bzw. verhindert das Behalten. Die ADS-Kinder vergessen in dem Moment, indem sie sich etwas einprägen einen Teil dessen schon wieder.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definition ADS: Dieses Kapitel definiert das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom als Gruppe von Verhaltensmustern und erläutert die Schwierigkeiten bei der wissenschaftlichen Konsensfindung sowie die diagnostischen Kriterien.

2. Ursachen der ADS: Hier werden verschiedene Hypothesen zur Entstehung von ADS vorgestellt, unterteilt in biologische, psychische sowie soziale und Umweltfaktoren.

3. Untersuchungsverfahren und Diagnose: Dieses Kapitel beschreibt die mehrstufige diagnostische Vorgehensweise und thematisiert die daraus resultierenden Folgeprobleme für die betroffenen Kinder.

4. Umgang mit ADS: Es werden praxisnahe Strategien für Schule und Elternhaus dargelegt, die auf die besonderen Bedürfnisse von ADS-Kindern eingehen.

5. Ritalin - das Medikament: Dieses Kapitel informiert über die Wirkungsweise von Methylphenidat, diskutiert Nebenwirkungen sowie Suchtpotenzial und beleuchtet die kontroversen Standpunkte zur medikamentösen Behandlung.

6. Bewertung und Resümee der ADS-Situation: Das Resümee fasst die offenen Fragen der Wissenschaft zusammen und betont die Notwendigkeit, medikamentöse Interventionen kritisch und als letzte Maßnahme zu betrachten.

Schlüsselwörter

ADS, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, Aufmerksamkeit, Ritalin, Methylphenidat, Diagnostik, Lernstörung, Hyperaktivität, Impulsivität, Neurotransmitter, Arbeitsspeicher, Verhaltensstörung, Pädagogik, Therapieansätze

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) und analysiert den aktuellen Wissensstand zu Ursachen, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten bei Kindern und Jugendlichen.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf Definitionen des Syndroms, neurologische Grundlagen, diagnostische Verfahren, pädagogische Hilfestellungen im Alltag sowie die kritische Debatte um Ritalin.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis für das Krankheitsbild zu schaffen und aufzuzeigen, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit ADS-Kindern gestaltet werden kann, unter kritischer Berücksichtigung medikamentöser Therapien.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, in der aktuelle medizinische, psychologische und pädagogische Forschungsergebnisse gegenübergestellt und diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Definition und Ursachen, diagnostische Herausforderungen, Bewältigungsstrategien für das soziale Umfeld (Schule/Elternhaus) sowie die Vor- und Nachteile der medikamentösen Ritalin-Behandlung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind ADS, Aufmerksamkeit, Diagnostik, Ritalin, Lernverhalten, Neurotransmitter, Verhaltenssteuerung und multimodale Therapie.

Warum spielt das Frontalhirn bei der Entstehung von ADS eine Rolle?

Laut Literatur werden Funktionsstörungen im Frontalhirn vermutet, die eine korrekte Informationsverarbeitung und die Unterscheidung zwischen wichtigen und unwichtigen Reizen bei ADS-Kindern erschweren.

Welche Rolle spielt die Schule beim Umgang mit ADS?

Die Schule ist ein zentraler Bereich, in dem durch Strukturierung, verständnisvolle Lernbegleitung, gezielte Platzierung im Klassenraum und Reduktion des Lernstoffes ein Umfeld geschaffen werden kann, das ADS-Kindern den Schulalltag erleichtert.

Warum bewertet die Autorin den Einsatz von Ritalin kritisch?

Die Autorin hebt hervor, dass Ritalin als Psychopharmakon in die Hirnchemie eingreift und keine Heilung bewirkt. Sie sieht es lediglich als allerletzten Ausweg innerhalb einer umfassenden, multimodalen Therapie.

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Details

Title
ADS - Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom
College
University of Münster
Course
Verhaltensstörungen bei Kinder und Jugendlichen- Genetische Disposition oder Folge sozialer Einflüsse
Grade
1,0
Author
Hannah Schütte (Author)
Publication Year
2005
Pages
28
Catalog Number
V63111
ISBN (eBook)
9783638562317
ISBN (Book)
9783656803522
Language
German
Tags
Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom Verhaltensstörungen Kinder Jugendlichen- Genetische Disposition Folge Einflüsse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hannah Schütte (Author), 2005, ADS - Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63111
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