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Freundschaftsfähigkeit - Ein Literaturüberblick zum Zusammenhang von Freundschaft und Persönlichkeit

Titel: Freundschaftsfähigkeit - Ein Literaturüberblick zum Zusammenhang von Freundschaft und Persönlichkeit

Magisterarbeit , 2001 , 83 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Petra Schima (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Freundschaft ist trotz seiner begrifflichen Schwer-Erfaßbarkeit zunehmend ein Gegenstand der sozialpsychologischen Forschung geworden. Zahlreiche Veröffentlichungen dokumentieren Theorien und Befunde insbesondere über die Entstehung zwischenmenschlicher Beziehungen, Attraktionsbedingungen und Funktionen von Freundschaft. Über den Zusammenhang von Freundschaft und Persönlichkeit gibt es bislang nur wenige Veröffentlichungen. Mit dem Begriff „Freundschaftsfähigkeit“ sollen hier diejenigen Persönlichkeitsvariablen und Verhaltensdispositionen zusammengefasst werden, die für Freundschaft relevant sind. Vorangestellt ist der Versuch, Freundschaft anhand der in der Literatur dargestellten Definitionen zu erklären. Einige theoretische Ansätze bieten hier ein Rahmengerüst zum Verständnis dieser Zusammenhänge. Ein kurzer Einblick in die differentialpsychologischen Aspekte von Freundschaft erläutert die grundlegenden Persönlichkeitseigenschaften, die in bezug auf die „Freundschaftsfähigkeit“ eines Individuums eine Rolle spielen. Zunächst einmal sollen aber die personellen Vorbedingungen, die für die Entstehung einer Freundschaft in Frage kommen, betrachtet werden. Hier ist das Selbstkonzept von besonderer Bedeutung, das einen gravierenden Einfluß auf die zwischenmenschliche Interaktion haben kann. In verschiedenen Publikationen ist die Persönlichkeitsähnlichkeit als Attraktionsbedingung hervorgehoben, wobei die Filtertheorie von Duck unter diesem Aspekt Aufschluß über den Prozeß des Kennenlernens gibt. Zahlreiche Untersuchungen beschäftigten sich mit den Variablen Alter und Geschlecht, wobei einmal die verschiedenen Phasen der Persönlichkeitsentwicklung sowie die entsprechende Auffassung von Freundschaft dargestellt werden. Die Vorstellungen vom idealen Freund sollen zeigen, welche Persönlichkeitseigenschaften von Erwachsenen diesbezüglich als wichtig empfunden werden. Abschließend werden einige aktuelle Publikationen sowie die Schwierigkeiten, die aufgrund der Differenzierteit dieses Themas auftauchen, diskutiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 ZIEL DER VORLIEGENDEN ARBEIT

2 DER ZUSAMMENHANG VON FREUNDSCHAFT UND PERSÖNLICHKEIT

2.1 ZUM BEGRIFF „FREUNDSCHAFTSFÄHIGKEIT“

2.2 VERSUCH EINER DEFINITION VON FREUNDSCHAFT

3 PERSÖNLICHKEIT IN DER FREUNDSCHAFTSFORSCHUNG

3.1 THEORETISCHE ERKLÄRUNGSANSÄTZE

3.1.1 Eysenck’s Persönlichkeitstheorie

3.1.2 Die Theorie der persönlichen Konstrukte

3.1.3 Die Austauschtheorie im Freundschaftskonzept

3.1.4 Die Freundschaftstheorie von Wright

3.2 DIFFERENTIALPSYCHOLOGISCHE ASPEKTE VON FREUNDSCHAFT

3.2.1 Eigenschaften und Attribution in der Freundschaft

4 PERSÖNLICHKEITSMERKMALE IM FREUNDSCHAFTSPROZEß

4.1 VORBEDINGUNGEN FÜR DIE ENTSTEHUNG VON FREUNDSCHAFT

4.1.2 Das Selbstkonzept

4.1.3 Ähnlichkeit als Attraktionsbedingung

4.1.3.1 Die Filtertheorie von Duck

4.1.3.2 Die Locus-of-control-Variable

4.2 FREUNDSCHAFTSRELEVANTE VARIABLEN

4.2.1 Alter

4.2.2 Geschlecht

4.2.3 Soziale Motive

4.3 DIE ENTWICKLUNG VON FREUNDSCHAFT

4.3.1 Hilfsbereitschaft und soziale Unterstützung

4.3.2 Soziale Fertigkeiten

4.3.2.1 Widerstandsfähigkeit

4.3.2.2 Kommunikationsfähigkeit

4.3.3 Das Konzept des Self-Monitoring

4.4 DIE AUFRECHTERHALTUNG VON FREUNDSCHAFT

4.4.1 Intimität und die Fähigkeit zur Selbstenthüllung

4.4.2 Vertrauen als Persönlichkeitsvariable

4.5 ISOLIERUNG UND EINSAMKEIT

4.6 STREIT IN DER FREUNDSCHAFT

4.6.1 Das Ende einer Freundschaft

5 VORSTELLUNGEN VOM IDEALEN FREUND

6 ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG DER LITERATUR

6.1 DIE SCHWIERIGKEIT EINER DEFINITION VON FREUNDSCHAFT

6.2 FREUNDSCHAFT UND PERSÖNLICHKEIT IN DER FORSCHUNGSLITERATUR

6.3 PERSÖNLICHKEITSVARIABLEN IM FREUNDSCHAFTSPROZEß

6.4 ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG

6.5 TABELLARISCHER ÜBERBLICK IN CHRONOLOGISCHER REIHENFOLGE

7 KURZZUSAMMENFASSUNG

8 LITERATUR

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und Freundschaften. Ziel ist es, den Begriff der „Freundschaftsfähigkeit“ wissenschaftlich zu beleuchten und theoretische sowie differentialpsychologische Erklärungsansätze für die Entstehung, Entwicklung und Aufrechterhaltung von Freundschaftsbeziehungen aufzuzeigen.

  • Bedeutung von Persönlichkeitseigenschaften für die Freundschaftswahl
  • Einfluss von Selbstkonzept und sozialen Fertigkeiten auf die Beziehungsgestaltung
  • Rolle von Geschlechtsunterschieden und Alter im Freundschaftsprozess
  • Umgang mit Konflikten und das Phänomen der Einsamkeit

Auszug aus dem Buch

Die Filtertheorie von Duck

Bezüglich der Annahmen über den Zusammenhang von Ähnlichkeit und Attraktion entwickelte Duck (1977) die sogenannte Filtertheorie. Danach durchläuft der Prozeß des Kennenlernens verschiedene Stadien, in denen ein Individuum selektiert, inwieweit es eine Bekanntschaft mit einer anderen Person schließen möchte.

Jemand, der das erste Filterkriterium nicht erfüllt, wird sofort abgelehnt. Erfüllt er es, wird er zum nächsten Kriterium vorgelassen. Hier spielt allerdings auch die Kontakthäufigkeit eine Rolle, denn sobald jemand glaubt, daß er den anderen oft genug treffen wird, damit sich eine Bekanntschaft überhaupt lohnt, kann er seine Aufmerksamkeit auf die relevanten Kriterien und Filter richten. Abgesehen von Persönlichkeits- und Einstellungsähnlichkeit kommen hier auch andere, physische, Aspekte zum Tragen, so etwa Größe, Haarfarbe, Körperbau, aber auch Hinweise auf den sozialen Status und andere geeignete Merkmale, die ein näheres Kennenlernen lohnend machen. Ist die Interaktion erst einmal aufgenommen, braucht die betreffende Person den externen Merkmalen zunächst einmal keine Beachtung mehr zu schenken. Die Aufmerksamkeit richtet sich dann als nächstes auf den Interaktionsstil des anderen. Hierbei kommt es zum Beispiel auf die nonverbalen und verbalen Verhaltensweisen des Gegenübers an, wodurch der Beobachter Informationen über dessen Persönlichkeit oder seine kognitiven Attribute sammeln kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der menschlichen Beziehungsfähigkeit und Definition der Zielsetzung der Magisterarbeit.

2 DER ZUSAMMENHANG VON FREUNDSCHAFT UND PERSÖNLICHKEIT: Erörterung der Begrifflichkeiten und Herausforderungen bei der Definition von Freundschaft in der Psychologie.

3 PERSÖNLICHKEIT IN DER FREUNDSCHAFTSFORSCHUNG: Darstellung theoretischer Modelle zur Persönlichkeitsforschung und deren Relevanz für soziale Beziehungen.

4 PERSÖNLICHKEITSMERKMALE IM FREUNDSCHAFTSPROZEß: Analyse der Bedingungen für Entstehung, Entwicklung und Aufrechterhaltung von Freundschaften unter Berücksichtigung von Persönlichkeitsvariablen.

5 VORSTELLUNGEN VOM IDEALEN FREUND: Untersuchung der subjektiven Vorstellungen von Freunden anhand empirischer Studienergebnisse.

6 ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG DER LITERATUR: Kritische Reflexion des aktuellen Forschungsstandes zum Thema Freundschaft und Persönlichkeit.

7 KURZZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Übersicht der wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit.

8 LITERATUR: Verzeichnis der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen.

Schlüsselwörter

Freundschaftsfähigkeit, Persönlichkeit, Sozialpsychologie, Attraktion, Selbstkonzept, Interdependenz, Soziale Fertigkeiten, Intimität, Einsamkeit, Self-Monitoring, Filtertheorie, Beziehungsgestaltung, Geschlechtsunterschiede, Attribution.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Magisterarbeit untersucht aus sozialpsychologischer Perspektive, welche Rolle die Persönlichkeit bei der Entstehung und Pflege von Freundschaften spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören Definitionen von Freundschaft, der Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen wie Extraversion, das Selbstkonzept sowie entwicklungspsychologische Aspekte.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel besteht darin, den Begriff der „Freundschaftsfähigkeit“ zu operationalisieren und zu klären, wie interindividuelle Unterschiede die Qualität und Stabilität von Freundschaften beeinflussen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um einen Literaturüberblick, der verschiedene psychologische Theorien und empirische Studien (u.a. von Eysenck, Duck, Auhagen, McAdams) zusammenführt und vergleichend bewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Bedingungen der Freundschaftsbildung, die Rolle von Ähnlichkeit, die Bedeutung von sozialen Fertigkeiten (wie Kommunikation) und das Ende von Freundschaften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Freundschaftsfähigkeit, Selbstkonzept, Attraktion, Intimität, Soziale Fertigkeiten und Self-Monitoring.

Welche Rolle spielt die „Filtertheorie“ in diesem Dokument?

Die Filtertheorie von Duck erklärt, wie Menschen in verschiedenen Stadien des Kennenlernens potentielle Freunde selektieren, basierend auf Kriterien wie physischen Merkmalen und Persönlichkeitseigenschaften.

Was sagt das „Freundschaftsparadox“ nach Auhagen aus?

Es besagt, dass Freundschaften trotz ihrer hohen Bedeutung für den Menschen nur sehr wenige klare inhaltliche oder formale Vorgaben an die Beteiligten stellen.

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Details

Titel
Freundschaftsfähigkeit - Ein Literaturüberblick zum Zusammenhang von Freundschaft und Persönlichkeit
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Institut für Psychologie)
Note
1,7
Autor
Petra Schima (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
83
Katalognummer
V6315
ISBN (eBook)
9783638139168
ISBN (Buch)
9783638697033
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Freundschaftsfähigkeit Literaturüberblick Zusammenhang Freundschaft Persönlichkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Petra Schima (Autor:in), 2001, Freundschaftsfähigkeit - Ein Literaturüberblick zum Zusammenhang von Freundschaft und Persönlichkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6315
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Leseprobe aus  83  Seiten
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