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Brauchen wir eine Weltökodiktatur? Regimetheoretische Untersuchung zur Effektivität globaler Umweltpolitik am Beispiel des Biodiversitätsschutzes

Title: Brauchen wir eine Weltökodiktatur? Regimetheoretische Untersuchung zur Effektivität globaler Umweltpolitik am Beispiel des Biodiversitätsschutzes

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 49 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katja Schmitz-Dräger (Author), Heike Edam (Author)

Politics - Environmental Policy
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„Eine geheime Studie des US-Verteidigungsministeriums kommt einem Pressebericht zufolge zu dem Schluss, dass Klimaveränderungen weitaus größere Gefahren bergen als der internationale Terrorismus“ meldet die Nachrichtenagentur AFP/London unter dem Titel ‚USA warnen vor Klimawandel’1. Anarchie, weit verbreitete Kriege um Nahrungs-, Wasser- und Energiereserven sowie millionenstarke Migrationsbewegungen drohen laut der Studie durch die globale Umweltzerstörung. „Sofort“ sei dieses Problem ganz oben auf die politische Agenda zu setzen. – Nun, das Thema ist nicht völlig neu, und das plötzliche Pathos wirkt vor dem Hintergrund, dass die brisante Studie vier Monate lang durch das Pentagon geheim gehalten worden war, alles andere als glaubwürdig. Die hier Ausdruck findende Diskrepanz zwischen bedrückend akuter globaler Problematik und trotz allem immer noch dominierender nationalstaatlicher Interessen ist Grund für den Titel unserer Seminararbeit.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problematik globaler Umweltpolitik

1.2. Gang der Untersuchung

1.3. Stand der Forschung

2. Was sind internationale Regime?

2.1. Bausteine eines Regimes

2.1.1. Prinzipien

2.1.2. Normen

2.1.3. Regeln

2.1.4. Verfahren

2.1.5. Exogene Faktoren

2.2. Effektivität

2.2.1. Output

2.2.2. Outcome

2.2.3. Impact

3. Beispiel: Schutz der Biodiversität

3.1. Das Problem des Biodiversitätsverlustes

3.1.1. Begriffsbestimmung Biodiversität

3.1.2. Ausmaß des Artensterbens

3.1.3. Ursachen des Artensterbens

3.1.4. Funktionen der Biodiversität

3.2. Entwicklungsprozess des Regimes

3.3. Biodiversitätskonvention

3.3.1. Prinzipien

3.3.2. Normen

3.3.3. Regeln

3.3.4. Verfahren

3.4. Effektivität

3.4.1. Politische Effektivität (Output, Outcome)

3.4.2. Ökologische Effektivität (Impact)

4. Auswertung: Probleme globaler Umweltpolitik

4.1. Regimeimmanente Probleme

4.1.1. Wissensdefizite

4.1.2. Schwerfälligkeit von Regimen

4.1.3. Implementierung

4.2. Probleme der Einzelstaaten

4.2.1. Politische und gesellschaftliche Verhältnisse

4.2.2. Wirtschaftliche und administrative Situation

4.3. Zwischenstaatliche Probleme

4.3.1. Souveränität

4.3.2. Nord-Süd-Differenzen

4.3.3. Global Public Goods

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die Wirksamkeit internationaler Umweltregime, wobei sie sich regimetheoretisch mit dem Biodiversitätsschutz befasst, um die Möglichkeiten und Grenzen globaler Problemlösungsansätze zu bewerten.

  • Regimetheoretische Analyse internationaler Umweltpolitik
  • Untersuchung der Effektivität von Umweltregimen
  • Fallbeispiel: Schutz der Biodiversität und die Biodiversitätskonvention
  • Problemanalyse: Wissensdefizite, staatliche Interessen und globale Gemeinschaftsgüter
  • Nord-Süd-Konflikte im Bereich Umweltressourcen

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Begriffsbestimmung Biodiversität

Biologische Vielfalt bedeutet „die Variabilität unter lebenden Organismen jeglicher Herkunft, darunter unter anderem Land-, Meeres- und sonstige aquatische Ökosysteme und die ökologischen Komplexe, zu denen sie gehören; dies umfasst die Vielfalt innerhalb der Arten und zwischen den Arten und die Vielfalt der Ökosysteme“. So wird der Begriff in Artikel 2 des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt von 1992 definiert.

Zusammengesetzt aus biologischer Diversität (biological diversity), meint Biodiversität (biodiversity) ganz allgemein die „Vielfalt des Lebens“.

Die Bezeichnung „Biodiversity“ tauchte zum ersten Mal 1986 auf dem „National Forum on BioDiversity“ auf, das die National Academy of Sciences in Washington veranstaltete. Seit Ende der 1980er Jahre boomt der Begriff, was an der stark ansteigenden Zahl der diesbezüglichen Veröffentlichungen in Fachliteratur und Presse sowie der Beschäftigung verschiedenster Fachbereiche mit diesem Thema und zahlreichen politischen Erklärungen und Abkommen zu erkennen ist.

Zu beachten bleibt jedoch, dass der Begriff Biodiversität nicht durchgehend mit derselben Bedeutung gebraucht wird. Die im sozialwissenschaftlichen Kontext am häufigsten gebrauchte Klassifizierung unterteilt biologische Vielfalt in drei Ebenen: genetische Diversität, Spezies-Diversität und Ökosystem-Diversität.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung thematisiert die Diskrepanz zwischen akuten globalen Umweltproblemen und nationalstaatlichen Interessen sowie die Relevanz der "global public goods".

2. Was sind internationale Regime?: Hier werden die theoretischen Grundlagen von Regimen, deren Bausteine sowie die Kriterien zur Bewertung ihrer Effektivität (Output, Outcome, Impact) dargelegt.

3. Beispiel: Schutz der Biodiversität: Dieser Hauptteil analysiert das Biodiversitätsproblem, den Entwicklungsprozess des Regimes, die Biodiversitätskonvention und deren tatsächliche politische sowie ökologische Effektivität.

4. Auswertung: Probleme globaler Umweltpolitik: Dieses Kapitel systematisiert die bei der Bewertung identifizierten Hindernisse, wie Wissensdefizite, strukturelle Schwerfälligkeit und zwischenstaatliche Interessenkonflikte.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert kritisch die Wirksamkeit internationaler Regime sowie die Frage nach einer möglichen "Weltökodiktatur".

Schlüsselwörter

Biodiversität, Umweltregime, Regimetheorie, Effektivität, Global Public Goods, Nachhaltige Entwicklung, Vereinte Nationen, Artensterben, Nord-Süd-Konflikt, Souveränität, Klimaschutz, Umweltpolitik, Umweltzerstörung, Schutzprinzip, Internationale Kooperation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Effektivität internationaler Umweltregime, um zu verstehen, warum globale Problemlösungsansätze oft scheitern und welche strukturellen Barrieren dabei bestehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Regimetheorie, der Schutz der Biodiversität, die Problematik globaler Gemeinschaftsgüter sowie die politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen in der Nord-Süd-Beziehung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob internationale Regime effektiv sind oder ob globale Umweltprobleme aufgrund nationalstaatlicher Partikularinteressen möglicherweise nur durch eine "Weltökodiktatur" lösbar wären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein regimetheoretischer Ansatz verfolgt, der durch die Anwendung auf das Fallbeispiel der Biodiversitätskonvention die Effektivitätskriterien Output, Outcome und Impact kritisch prüft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich detailliert der Analyse des Biodiversitätsregimes, seiner Entstehung, den Inhalten der Konvention und einer Bewertung seiner bisherigen politischen und ökologischen Wirkung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die zentralen Begriffe umfassen Biodiversität, Regimetheorie, Effektivitätsbewertung, globale öffentliche Güter, staatliche Souveränität und Nord-Süd-Konflikte.

Warum wird die Biodiversitätskonvention als Fallbeispiel gewählt?

Sie dient als Analysegegenstand, da sie ein hochrelevantes globales Umweltproblem repräsentiert, bei dem die Schwierigkeiten der internationalen Kooperation und die Probleme der Effektivitätsmessung besonders deutlich werden.

Welche Rolle spielen die "Wissensdefizite" laut der Analyse?

Wissensdefizite sind ein zentrales Hindernis, da fehlende wissenschaftliche Beweise oder unklare Ursache-Wirkungs-Beziehungen die politische Legitimation für verbindliche Maßnahmen schwächen und eine effektive Kontrolle verhindern.

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Details

Title
Brauchen wir eine Weltökodiktatur? Regimetheoretische Untersuchung zur Effektivität globaler Umweltpolitik am Beispiel des Biodiversitätsschutzes
College
University of Hamburg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Course
Hauptseminar "Die politische Rolle der UNO"
Grade
1,0
Authors
Katja Schmitz-Dräger (Author), Heike Edam (Author)
Publication Year
2004
Pages
49
Catalog Number
V63191
ISBN (eBook)
9783638562980
ISBN (Book)
9783640184460
Language
German
Tags
Brauchen Weltökodiktatur Regimetheoretische Untersuchung Effektivität Umweltpolitik Beispiel Biodiversitätsschutzes Hauptseminar Rolle
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katja Schmitz-Dräger (Author), Heike Edam (Author), 2004, Brauchen wir eine Weltökodiktatur? Regimetheoretische Untersuchung zur Effektivität globaler Umweltpolitik am Beispiel des Biodiversitätsschutzes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63191
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