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Die Religionspolitik des Augustus

Title: Die Religionspolitik des Augustus

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Henriette Kunz (Author)

World History - Early and Ancient History
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Geprägt durch Bürgerkriege und Orientierungslosigkeit war die Zeit, die diesem Ereignis vorausging, für viele Zeitgenossen eine einschneidende Negativerfahrung. Als ein bedeutendes Element wurde dabei der Verfall, der sich in der späten Republik bezüglich der römischen Staatreligion beobachten lässt, angesehen, denn die politische Katastrophe führte man größtenteils auf den Zorn der Götter zurück, dem man sich hilflos ausgeliefert fühlte. Jener wiederum fand in der damaligen Meinung seine Ursache in der inkorrekten Befolgung des religiösen Rituals und dem Missbrauch der sakralen Ämter zu rein machtpolitischen Zwecken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Das persönliche Verhältnis Augustus’ zur Religion

III. Die Religionspolitik des Augustus

III. 1. Die Anknüpfung an Caesar und die mythologisch-genealogischen Grundlagen

III. 2. Apollo und die Verdrängung des kapitolinischen Kultes

III. 3. Die Restauration und Neuinterpretation der alten Tradition

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die religiöse Politik des Augustus, wobei der Fokus auf der zentralen Frage liegt, inwieweit Augustus Religion als strategisches Machtinstrument zur Stabilisierung seines Principats und zur ideologischen Legitimation seiner Herrschaft nutzte.

  • Persönliches Verhältnis des Augustus zur Religion
  • Instrumentalisierung der Anknüpfung an Caesar und mythologische Abstammung
  • Bedeutung von Apollo und Mars in der augusteischen Ikonographie
  • Zentralisierung sakraler Befugnisse und religiöse Reformpolitik
  • Restauration traditioneller Kulte im Dienste der neuen Staatsordnung

Auszug aus dem Buch

Die Religionspolitik des Augustus

Die Berufung auf Caesar bildete einen Grundpfeiler der Augusteischen Religionspolitik. Die Gründe dafür sind im politischen Kontext zu suchen, denn nach dem überraschenden Tod seines Adoptivvaters 44 v. Chr. besaß der junge Octavian außer seiner Bevorzugung in dessen Testament keinerlei auctoritas, die eine dauerhafte politische Existenz rechtfertigen konnte. Schon allein um sich in dieser Situation die Unterstützung der radikalen Anhänger seines Vaters sichern zu können, war es für ihn unbedingt notwendig, einerseits an Caesar selbst und darüber hinaus an dessen Vorgaben anzuknüpfen.

Dazu gehörte zuforderst die in der Republik unübliche Kumulation von Priesterämtern. Während schon Caesar gleichzeitig Pontifex und Augur war, vereinte Octavian nach und nach alle wichtigen sakralen Posten in seiner Person, was sich später wiederum als sehr hilfreich für seine Reformen im öffentlich-kultischen Bereich erweisen sollte. Auffallend dabei ist die Bedeutung, die scheinbar beide dem Amt des augur beimaßen.

Vor allem der Namen „Augustus“, der ab 27 v. Chr. das Cognomen des Princeps ersetzte, leitet sich von dieser Bezeichnung ab. Weiterhin soll er ein Ereignis hervorheben, das für Octavian im Hinblick auf seinen politischen Einfluss bedeutend war: ebenso wie Romulus sollen ihm beim Antritt seines ersten Konsulats im Jahre 43 v. Chr. zwölf Geier erschienen sein.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die religiöse Krisenstimmung der späten Römischen Republik und führt in die augusteische Zeit als Phase der religiösen Neuordnung ein.

II. Das persönliche Verhältnis Augustus’ zur Religion: Das Kapitel analysiert die kontrovers diskutierte Frage, ob Augustus’ religiöses Handeln Ausdruck tiefer Frömmigkeit oder rein machtpolitisches Kalkül war.

III. Die Religionspolitik des Augustus: Dieses zentrale Kapitel untersucht die Strategien zur Legitimierung der Macht, insbesondere durch den Kult um Caesar, die Erhöhung von Apollo und Mars sowie die Reformen der traditionellen Kulte.

Schlüsselwörter

Augustus, Principat, Römische Religion, Religionspolitik, Caesar, Mars Ultor, Apollo, Kaiserkult, Restauration, Staatsreligion, Mythologie, Pietas, Machtlegitimation, Priesterkollegien, Opferrelief

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die religiöse Politik unter Kaiser Augustus und beleuchtet, wie religiöse Traditionen in den Dienst der neuen politischen Machtstrukturen des Principats gestellt wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem persönlichen Glauben des Augustus, der ideologischen Verbindung zu Caesar, der Etablierung des Apollo- und Mars-Kultes sowie der umfassenden Reform des römischen sakralen Systems.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Untersuchung zielt darauf ab zu klären, inwieweit die augusteische Religionspolitik als strategisches Mittel zur Festigung politischer Macht zu verstehen ist und welche Rolle die Neuinterpretation alter Traditionen dabei spielte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die antike Quellen wie Sueton, die Res Gestae und Cassius Dio kritisch unter Einbeziehung aktueller forschungsgeschichtlicher Literatur auswertet.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die religiöse Ausgangslage in der späten Republik, die persönliche Einstellung des Augustus zur Religion sowie spezifische Maßnahmen wie die Tempelbaupolitik und die Kumulation von Priesterämtern.

Welche Keywords prägen die Analyse?

Wichtige Begriffe sind Augustus, Machtlegitimation, Apollo, Mars Ultor, Pontifex Maximus, Restauration und Kaiserkult.

Welche Rolle spielt Caesar für die augusteische Religionspolitik?

Caesar fungiert als mythologisch-genealogisches Fundament; die göttliche Abstammung der gens Iulia ist ein zentrales Werkzeug, um die Sonderrolle des Augustus im römischen Staat zu festigen.

Warum ist der Apollo-Tempel für die Zeit des Augustus so bedeutsam?

Der Tempel dient als symbolisches Zentrum der neuen Epoche und als Ausdruck einer „apollinischen“ Politik, die den Princeps direkt mit dem göttlichen Schutzgott verknüpft.

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Details

Title
Die Religionspolitik des Augustus
College
Dresden Technical University  (Institut für Geschichte)
Course
Der Principat des Augustus: Machtausbau und Machteinbau in traditionelle Formen.
Grade
1,3
Author
Henriette Kunz (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V63216
ISBN (eBook)
9783638563161
ISBN (Book)
9783638669184
Language
German
Tags
Religionspolitik Augustus Principat Augustus Machtausbau Machteinbau Formen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Henriette Kunz (Author), 2006, Die Religionspolitik des Augustus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63216
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