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Hannah Arendt - Politik und Macht

Title: Hannah Arendt - Politik und Macht

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 25 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Steve Nowak (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Hannah Arendt, die große politische Theoretikerin des 20. Jahrhunderts, ist vor allem berühmt durch ihre Analyse des Totalitarismus, welche sich auf den Nationalsozialismus und den Stalinismus bezieht. Außerdem verfasste sie bedeutende Schriften unter anderem von Macht und Gewalt, vom tätigen Leben, über Revolutionen sowie über den Prozess von Adolf Eichmann und verschiedene Schriften zum Antisemitismus und Zionismus. Sie selbst wollte nicht für die Menschen aller Zeiten sprechen, wie es den Philosophen vorbehalten war. Sie beschäftigte sich mit der politischer Theorie auf der Grundlage der Entwicklungen ihrer Zeit. So wandte sie sich immer wieder aktuellen Themen zu und ließ ihre persönliche Theorie insofern einfließen, wie Politik funktionieren müsse und vor allem, was das überhaupt sei. Mit Rückgriffen auf die Geschichte und auf der Basis verschiedener philosophischer Theorien, wie von Platon, Aristoteles, Immanuel Kant, Karl Jaspers, Martin Heidegger sowie Thomas Hobbes, John Locke und Montesquieu, entwickelt sie eine eigene Begriffswelt über die Politik. Angefangen beim Denken, Handeln und Sprechen über Revolution und die Unterscheidung von Macht und Gewalt stellt sie ein neue gute Ordnung vor und warnt vor gefährlichen Entwicklungen in die Gegenrichtung. Mit dem Verweis auf politische Konzepte der Antike entwickelt Hannah Arendt ein progressives Verständnis vom Handeln des Menschen und einen positiven Macht-Begriff, den sie streng von der Gewalt distanziert – ja ihr sogar gegenüber stellt.
Jeden einzelnen Einfluss auf ihr Weltbild nachzuvollziehen würde den Rahmen dieser Arbeit weit überschreiten. Es soll im Kurzen gezeigt werden, welche Vorstellungen Hannah Arendt vertritt, wie Politik ihrer Ansicht nach funktioniert, wenn sie funktioniert und auf welchem Weg sie zu ihrer Überzeugung gelangen konnte. Dazu soll erst ein Überblick über ihr Leben gegeben werden, um dann die Besonderheiten ihres Denkens aufzuzeigen und dieses schließlich in ihren historischen Kontext einzuordnen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hannah Arendt

3. Was ist Politik

3.1 Arbeit, Herstellen und Handeln

3.2 Die Revolution und die gute Ordnung

4. Hannah Arendts Machtbegriff im Vergleich

5. Die Begriffswelt Hannah Arendts vor dem Hintergrund ihrer Umwelt

6. Das Vermächtnis einer Theorie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Politik und Macht im Denken von Hannah Arendt. Dabei wird insbesondere analysiert, wie Arendt Macht von Gewalt abgrenzt, die Bedeutung des politischen Handelns definiert und inwieweit ihr Machtverständnis als Alternative zu traditionellen, hierarchischen Machtkonzepten dienen kann.

  • Unterscheidung der Tätigkeitsformen Arbeit, Herstellen und Handeln
  • Entwicklung eines gewaltfreien Machtbegriffs durch Kommunikation und Konsens
  • Kritik an der Reduktion von Politik auf Zweckmäßigkeit und Gewalt
  • Einordnung von Arendts Theorien in ihren historischen und philosophischen Kontext

Auszug aus dem Buch

3.1 Arbeit, Herstellen und Handeln

Hannah Arendt unterscheidet die produzierenden Tätigkeiten des Arbeitens und des Herstellens von dem Handeln. Sie definiert die Arbeit über ihr Produkt, welches zum Verbrauch geschaffen wird und somit praktisch dem Lebensunterhalt zugrunde liegt. Die Produkte des Herstellens hingegen werden gebraucht.8 Als kurzes Beispiel erklärt sich diese Unterscheidung am Herstellen eines Tisches und an der Arbeit zum Backen eines Brotes.

Doch um zur Politik zu kommen ist die Definition des Handelns elementar. Während nämlich die beiden genannten Tätigkeiten als Mittel zum Zweck dargestellt werden, zeichnet sich das Handeln dadurch aus, das Ziel in sich selbst zu tragen. Es konstituiert ein Gewebe menschlicher Bezüge und stellt somit die politische der Tätigkeiten dar. Diese Unterscheidung vom Handeln, als Zweck an sich, und dem Herstellen gewann sie nach Aristoteles aus Heideggers Vorlesungen und Deutungen. In ihrem Begriff vom Handeln vereint sie das Denken, die Sprache und die Politik.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung gibt einen Überblick über Arendts Bedeutung als politische Theoretikerin und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Hannah Arendt: Dieses Kapitel zeichnet den biographischen Werdegang von Hannah Arendt nach, wobei insbesondere ihre Prägungen durch philosophische Einflüsse und historische Ereignisse beleuchtet werden.

3. Was ist Politik: Hier werden Arendts Begrifflichkeiten zu den Tätigkeitsformen des Menschen sowie ihre Vorstellungen zur Revolution und einer idealen politischen Ordnung analysiert.

4. Hannah Arendts Machtbegriff im Vergleich: Dieses Kapitel stellt Arendts spezifischen, auf Konsens beruhenden Machtbegriff etablierten Definitionen – etwa von Max Weber oder Niklas Luhmann – gegenüber.

5. Die Begriffswelt Hannah Arendts vor dem Hintergrund ihrer Umwelt: Der Fokus liegt hier auf der Wechselwirkung zwischen Arendts persönlichen Erfahrungen als deutsch-jüdische Denkerin und der Entstehung ihrer Theorien im Kontext des 20. Jahrhunderts.

6. Das Vermächtnis einer Theorie: Abschließend wird die Bedeutung Arendts für die moderne politische Theorie und ihre Rolle in der Diskussion um Macht, Kommunikation und Partizipation reflektiert.

Schlüsselwörter

Hannah Arendt, Politik, Macht, Gewalt, Handeln, Arbeit, Herstellen, Freiheit, Pluralität, Totalitarismus, Kommunikation, Konsens, Vita activa, Revolution, Politische Theorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die politische Philosophie Hannah Arendts mit dem speziellen Fokus auf ihr Verständnis von Politik, Macht und deren Abgrenzung zur Gewalt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Unterscheidung menschlicher Tätigkeiten, die Bedeutung von Freiheit im politischen Raum, die Kritik am Totalitarismus und die Verknüpfung von Macht mit Kommunikation und Konsens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Arendts Machtbegriff aufzuzeigen und zu prüfen, inwieweit er als konstruktiver Gegenentwurf zu machttheoretischen Ansätzen dienen kann, die Macht mit Gewalt oder Hierarchie assoziieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die Arendts Werke mit historischen Kontexten sowie den Ansätzen anderer Philosophen und Theoretiker wie Aristoteles, Heidegger, Weber und Luhmann in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Arendts Begriffsdefinitionen (Handeln vs. Arbeit), den Vergleich ihres Machtbegriffs mit konkurrierenden Theorien sowie die Kontextualisierung ihres Denkens vor dem Hintergrund des 20. Jahrhunderts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Hannah Arendt, Macht, Gewalt, Handeln, Freiheit, Kommunikation und politische Ordnung.

Wie unterscheidet Arendt nach dieser Arbeit Macht von Gewalt?

Macht ist bei Arendt an das gemeinsame Handeln und den Konsens der Vielen gebunden, während Gewalt als destruktives Mittel dient, das Macht zerstört und oft in tyrannischen Systemen auftritt.

Warum spielt die Kommunikation eine so zentrale Rolle bei Arendt?

Weil Macht für Arendt nur im Miteinander und in der Übereinstimmung entsteht, welche wiederum zwingend auf Sprache und Kommunikation angewiesen sind.

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Details

Title
Hannah Arendt - Politik und Macht
College
University of Rostock  (Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften)
Course
Politische Theorie im 20. Jahrhundert 1
Grade
2,7
Author
Steve Nowak (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V63243
ISBN (eBook)
9783638563345
Language
German
Tags
Hannah Arendt Politik Macht Politische Theorie Jahrhundert Philosophie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steve Nowak (Author), 2006, Hannah Arendt - Politik und Macht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63243
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