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Partizipation der Frau im frühen Christentum

Título: Partizipation der Frau im frühen Christentum

Trabajo , 2004 , 25 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: M.A. Robert Fuchs (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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Die Rolle der Frau in der katholischen Kirche erfährt seit dem Aufkommen des Feminismus seit den 60er Jahren eine starke Hinterfragung. Warum soll es Frauen unmöglich sein, Priesterämter zu übernehmen? Warum vertritt die katholische Kirche einen so stark patriarchalisierten Lebensweg? Diese und andere Themenbereiche werden durch die feministische Theologie kritisiert. Das Forschungsgebiet des theologischen Feminismus und der Bereich der feministischen Bibelexegese ist überwältigend groß.
In den besonderen Blickpunkt der feministischen Theologie gerät dabei die frühchristliche Geschichte sowie die Jesusbewegung selbst. Liegen hier nicht die Ursprünge des Christentums als Religion, welche die Gleichheit von Mann und Frau zum Programm erhoben hat? Wenn auf solche Fragen eine Antwort gefunden werden kann, dann tatsächlich nur in der frühchristlichen Gemeinde. Nur dort, wo noch nicht die alles ordnende Macht einer institutionalisierten ‚Männerkirche’ eingegriffen hat, kann man eine ursprüngliche und unpatriarchalisierte Form des Christentums entdecken.
Die folgende Arbeit befasst sich mit der Rolle der Frau in der Jesusbewegung und den frühchristlichen Gemeinden. Unter den Begriff frühchristliche Gemeinde werden in dieser Arbeit die Jerusalemer Urgemeinde und die Paulinischen Gemeinden im griechisch-römischen Raum subsumiert. Allerdings wird sich der Blickwinkel von dem der feministischen Theologie unterscheiden. Anliegen ist es nicht, eine bedeutende Rolle der Frau in den frühen christlichen Gemeinschaften nachzuweisen. Ziel ist es vielmehr, getreu dem Motte ‚sine ira et studio’, die frühchristliche Wirklichkeit im Sinne einer historischen Rekonstruktion wiederzugeben. Dabei wird sich diese Arbeit mit der feministischen Thesen auseinandersetzen müssen. Die Forschungsfrage der Arbeit lautet demnach: „In welchem Umfang partizipierten Frauen in der Jesusbewegung, in der Jerusalemer Urgemeinde und in den Paulinischen Gemeinden der Apostolischen Zeit?“ Um die Forschungsfrage zu beantworten, werden die drei angesprochenen Zeiträume chronologisch untersucht und in einer Schlussbetrachtung dann zusammenfassend einer Antwort zugeführt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Quellenlage

2. Frauen in der Jesusbewegung

3. Frauen in der Jerusalemer Urgemeinde

4. Frauen in den Paulinischen Gemeinden im griechisch-römischen Raum

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Rolle und Partizipation von Frauen in drei spezifischen Phasen des frühen Christentums: der Jesusbewegung, der Jerusalemer Urgemeinde und den Paulinischen Gemeinden. Ziel ist es, ausgehend von einer kritischen Auseinandersetzung mit feministischen Thesen, eine historische Rekonstruktion der tatsächlichen Handlungsspielräume und Tätigkeiten von Frauen in diesen Gemeinschaften vorzunehmen.

  • Analyse der Quellenlage anhand neutestamentlicher Schriften
  • Historische Einordnung der Frauenrolle in der Jesusbewegung
  • Untersuchung der Partizipationsmöglichkeiten in der Jerusalemer Urgemeinde
  • Evaluierung von Führungsfunktionen und Missionstätigkeiten in den Paulinischen Gemeinden
  • Vergleichende Analyse soziokultureller Einflussfaktoren auf die Geschlechterrollen

Auszug aus dem Buch

4. Frauen in den Paulinischen Gemeinden im griechisch-römischen Raum

Die Feststellungen über die Frauenrolle in der Jerusalemer Urgemeinde treffen für die Missionsgebiete im griechisch-römischen Raum nicht zu. Hier scheinen die Frauen eine weitaus größere Bedeutung bei der Ausbreitung des Christentums zu besitzen. Dies ist auf die unterschiedliche Stellung der Frau in den römisch-griechischen Gesellschaften zurückzuführen. Zwar gab es sowohl in Rom als auch in Griechenland die soziale Trennung der Geschlechter, ebenso die grundsätzliche Zuweisung der Bereiche ‚Öffentlichkeit’ und ‚Haus’. Allerdings ergaben sich für die Frauen, vor allem in den Städten, viel mehr Freiheiten als in der jüdischen Gesellschaft in Israel. So konnten die römischen Frauen mit Begleitung ihrer Männer im öffentlichen Raum in Erscheinung treten (z. B. Theater), auch selbst geführte Gewerbe sind bezeugt.

Als Quellen für die Frauenfrage im Frühchristentum der römisch-griechischen Gebiete dienen sowohl die Apostelgeschichte des Lukas, als auch die Briefe des Paulus. In diesen Quellen finden sich vielfältige Belege über Frauen und deren Rolle in den Gemeinden.

An dieser Stelle soll es nur um einen kurzen Überblick über die verschiedenen Belege von Frauen in der römisch-griechischen Christenmission gehen. Im Anschluss soll vor allem die Frage nach deren Aufgaben und Ämtern innerhalb der Gemeinden beantwortet werden. .

Nachweise von Frauen, in der Mission tätig waren, finden sich mehrfach in der Apostelgeschichte. So berichtet Lukas von der Mutter des Timotheus, von gottesfürchtigen Frauen in Thessalonich und Beröa, von Lydia in Philippi und vom Treffen des Paulus mit Priska und Aquila. Interessanter und aussagekräftiger sind die Nachweise von Frauen bei Paulus selbst. Über die genaue Anzahl der namentlich bei Paulus genannten Frauen besteht in der Forschung keine Einigkeit. Sie hängt davon ab, welche Briefe zugrunde gelegt werden und ob bestimmte Namen Männern oder Frauen zugeschrieben werden. So führte zum Beispiel die androhzentrische Überlieferungskultur dazu, die Apostelin Junia zu einem Mann zu erklären. Die neuere Forschung weist dies zurück.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einleitung in die Themenstellung, Erläuterung des Forschungsinteresses im Kontext der feministischen Theologie und Definition der zentralen Forschungsfrage.

1. Quellenlage: Darstellung und kritische Analyse der zur Verfügung stehenden Quellen, primär der Schriften des Neuen Testaments, sowie deren Eignung zur historischen Rekonstruktion.

2. Frauen in der Jesusbewegung: Untersuchung der Frauenrolle zu Lebzeiten Jesu unter Berücksichtigung der Einschränkungen durch die androhzentrische Überlieferung der Evangelien.

3. Frauen in der Jerusalemer Urgemeinde: Analyse der gesellschaftlichen Stellung von Frauen in der sesshaften Urgemeinde, die stärker durch jüdische Traditionen geprägt war.

4. Frauen in den Paulinischen Gemeinden im griechisch-römischen Raum: Aufzeigen der deutlich stärkeren Partizipation von Frauen, die Funktionen wie Diakonin, Apostelin oder Gemeindeleiterin wahrnahmen.

5. Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfrage, mit dem Fazit, dass die Partizipation stark vom jeweiligen kulturellen und sozialen Kontext der christlichen Gemeinschaften abhing.

Schlüsselwörter

Frühchristentum, Jesusbewegung, Jerusalemer Urgemeinde, Paulinische Gemeinden, Frauenrolle, Partizipation, Diakonin, Apostelin, feministische Theologie, historische Rekonstruktion, Apostelgeschichte, Paulusbriefe, Mission, Hausgemeinde, Geschlechterrollen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Rolle und die Möglichkeiten der aktiven Beteiligung von Frauen in den frühesten christlichen Gemeinschaften.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Jesusbewegung, die Jerusalemer Urgemeinde sowie die Paulinischen Gemeinden im griechisch-römischen Raum und deren jeweilige Umgangsweisen mit der Rolle der Frau.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist eine historische Rekonstruktion, die prüft, in welchem Umfang Frauen in diesen drei Phasen tatsächlich partizipierten, kritisch abgegrenzt von modernen feministischen Interpretationen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die historische Analyse biblischer Schriften, insbesondere der Evangelien, der Apostelgeschichte und der paulinischen Briefe, unter Einbeziehung relevanter sozialgeschichtlicher Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch und räumlich in die Analyse der drei genannten Gemeinschaften und stellt die dort belegbaren Funktionen von Frauen gegenüber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Frühchristentum, Frauenrolle, Partizipation, Apostelamt, Diakonat sowie der soziokulturelle Einfluss des griechisch-römischen Umfelds.

Welche besondere Rolle nimmt Phöbe ein?

Phöbe wird als Diakonin der Gemeinde von Kenchreä identifiziert, die durch ihre leitende Funktion und die Überbringung des Römerbriefes eine herausgehobene Stellung innehatte.

Warum unterschied sich die Rolle der Frau in den Paulinischen Gemeinden so deutlich von der Jerusalemer Urgemeinde?

Der Autor führt dies auf die soziokulturellen Freiheiten in den griechisch-römischen Städten und die offene Struktur der dortigen Hausgemeinden zurück, die sich von den konservativeren, jüdisch geprägten Strukturen Jerusalems unterschieden.

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Detalles

Título
Partizipation der Frau im frühen Christentum
Universidad
Dresden Technical University  (Institut für Geschichte )
Curso
Konstantin der Große und die Kirche
Calificación
1,3
Autor
M.A. Robert Fuchs (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
25
No. de catálogo
V63252
ISBN (Ebook)
9783638563413
ISBN (Libro)
9783656777472
Idioma
Alemán
Etiqueta
Partizipation Frau Christentum Konstantin Große Kirche
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M.A. Robert Fuchs (Autor), 2004, Partizipation der Frau im frühen Christentum, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63252
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