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Die Datierung der 2. Lautverschiebung anhand des proprialen Wortschatzes - Erörterung der Methoden und kritische Betrachtung der ersten Belege

Title: Die Datierung der 2. Lautverschiebung anhand des proprialen Wortschatzes - Erörterung der Methoden und kritische Betrachtung der ersten Belege

Term Paper , 2005 , 25 Pages , Grade: 1

Autor:in: M A. Florian Fix (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

In diesem Werk möchte ich mich eingehender mit den aktuellen Ergebnissen zur Datierung der 2. Lautverschiebung beschäftigen sowie die ersten Belege des proprialen Wortschatzes für den Lautwandel bei den oberdeutschen Stämmen detailliert darstellen.
Um dies zu leisten, soll zunächst ein Überblick über den derzeitigen Stand der Forschung gegeben und verschiedene Methoden zur Erforschung der 2. Lautverschiebung aufgezeigt und diskutiert werden. An dieser Stelle sollen auch die ersten bekannten Belege für die durchgeführte 2. Lautverschiebung genannt und bezüglich ihrer Aussagefähigkeit kategorisiert werden.
Anschließend möchte ich anhand einer Referierung und Diskussion der Arbeiten Theodor Steches darstellen, auf welche Weise Personennamen zur Datierung der Lautverschiebung herangezogen werden können. Eine gesonderte Betrachtung soll dem kontrovers diskutierten, auch bei Steche erwähnten Namen Butilin anhängen.
Nachfolgend sollen die Methoden und hypothetischen Ergebnisse sowohl von Stefan Sonderegger, der Ortsnamen der deutschsprachigen Schweiz bezüglich der 2. Lautverschiebung untersucht, als auch von Wolfgang Haubrichs, welcher anhand von Ortsnamen die Lautverschiebung im Langobardischen zeitlich zu bestimmen versucht, dargestellt und einer kritischen Betrachtung unterzogen werden.
Das Hauptaugenmerk dieser Hausarbeit soll – wie schon aus dem Titel ersichtlich ist – auf einer Diskussion der Methoden einerseits, ferner jedoch auf einer kritischen Betrachtung der für die Namensforschung relevanten frühen Quellen liegen. Zu diesem Zwecke soll zuerst über die St. Gallener Urkunden und das Salzburger Verbrüderungsbuch referiert, anschließend die dort verzeichneten Namen nach lautverschobenen Konsonanten durchsucht werden, um schließlich eine Deutung in Bezug auf die 2. Lautverschiebung geben zu können.
In allen Teilen der Hausarbeit soll immer wieder thematisiert werden, welche Problematik einer eindeutigen Datierung der 2. Lautverschiebung entgegensteht.

Um dies zu leisten, soll einschlägige Forschungsliteratur verwendet werden, im Besonderen werde ich mich auf die Arbeiten zur 2. Lautverschiebung von Judith Schwerdt beziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A) Einleitung

B) Hauptteil

1. Stand und Methoden der Forschung

2. Die Datierung mithilfe von Personennamen

2.1 Die Datierung nach Theodor Steche

2.2 Der Name des Alemannenherzogs Butilin

3. Die Datierung mithilfe der Ortsnamen

3.1. Stefan Sonderegger

3.2. Wolfgang Haubrichs

4. Erörterung der ersten Belege aus dem Bereich des proprialen Wortschatzes

4.1 Die St. Gallener Urkunden

4.2 Das Salzburger Verbrüderungsbuch

4.2.1. Belege für verschobene Medien

4.2.2. Belege für die Tenuesverschiebung

4.2.3 Zusammenfassung

C) Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Forschungslage zur Datierung der 2. Lautverschiebung. Dabei liegt der Fokus auf der kritischen Analyse des proprialen Wortschatzes (Personen- und Ortsnamen) als Indizienquelle, um den Beginn dieses Lautwandels bei den oberdeutschen Stämmen einzugrenzen und die Validität verschiedener philologischer Datierungsmethoden zu bewerten.

  • Kritische Diskussion methodischer Ansätze in der Lautdatierung
  • Analyse von Personennamen (z.B. Butilin) zur zeitlichen Bestimmung
  • Untersuchung von Ortsnamen als Schichtungsinstrumente
  • Auswertung der St. Gallener Urkunden und des Salzburger Verbrüderungsbuches
  • Bewertung der Problematik von Überlieferungsformen und Quellenauthentizität

Auszug aus dem Buch

1. Stand und Methoden der Forschung

Während eine relative Chronologie der einzelnen Lautverschiebungsvorgänge rekonstruierbar ist, bleibt die Suche nach dem Beginn der 2. Lautverschiebung problematisch. Die Forschung ist sich uneins, auf welche Weise der Lautwandel datiert werden sollte. Einige Philologen wie beispielsweise Mitzka oder Theodor Steche versuchen, den ungefähren Zeitraum des Lautwandels mithilfe früher schriftlicher Zeugnisse einzugrenzen, datieren den Eintritt der Lautverschiebung danach allerdings oft noch vor diese Zeit. Andere Argumentationen orientieren sich gar nicht erst an den Belegen, sondern basieren lediglich auf Vermutungen.

Um Spekulationen zu vermeiden, plädiert Schwerdt dafür, methodisch so vorzugehen, dass eine Datierung ausschließlich mithilfe der frühesten Belege durchzuführen sei, "die einer kritischen philologischen Prüfung standhalten". Das bedeutet, dass nur jene sprachlichen Zeugnisse Rückschlüsse auf das Eintreten der 2. Lautverschiebung zulassen, deren Entstehung und Überlieferung bekannt ist, folglich möglichst im Original vorliegen. Martina Pitz und Maria Vòllono stimmen einer quellenkritischen Methode zu, hingegen weisen sie darauf hin, dass der zeitliche Abstand zwischen dem Original und der Kopie eines Zeugnisses mit der Möglichkeit einer sprachlichen Veränderung der Vorlage "offenbar nicht allzu viel zu tun" habe, vielmehr seien es andere Faktoren, die das Textverhalten der Schreiber und Kopisten bestimmen. Sie halten prinzipielle Vorbehalte gegenüber überlieferten sprachlichen Zeugnissen für "nicht angebracht". Die kopial bezeugten Namen müssen jedoch kontrovers diskutiert werden, was im Rahmen dieser Hausarbeit nicht möglich sein kann. Aus diesem Grunde sollen hier nur im Original verzeichnete Namen zur Datierung der Lautverschiebung herangezogen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

A) Einleitung: Diese Einleitung führt in die Zielsetzung ein, die Datierung der 2. Lautverschiebung anhand des proprialen Wortschatzes unter kritischer Würdigung der Forschungsmethoden zu diskutieren.

B) Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Standortbestimmung, die Untersuchung von Personen- und Ortsnamen sowie die Erörterung spezifischer Quellen wie der St. Gallener Urkunden und des Salzburger Verbrüderungsbuches.

1. Stand und Methoden der Forschung: Dieses Kapitel erläutert die Problematik der Datierung und stellt die methodische Forderung nach einer quellenkritischen Prüfung der Belege auf.

2. Die Datierung mithilfe von Personennamen: Hier wird Theodor Steches Ansatz der Datierung durch Personennamen referiert und anhand des Beispiels Butilin kritisch hinterfragt.

3. Die Datierung mithilfe der Ortsnamen: Dieses Kapitel vergleicht die Ansätze von Stefan Sonderegger und Wolfgang Haubrichs zur lautchronologischen Auswertung von Ortsnamen und deren historischer Einordnung.

4. Erörterung der ersten Belege aus dem Bereich des proprialen Wortschatzes: Die Untersuchung der St. Gallener Urkunden und des Salzburger Verbrüderungsbuches liefert konkrete Belege für die Medien- und Tenuesverschiebung.

C) Fazit: Das Fazit stellt fest, dass eine exakte Datierung durch die Quellenlage erschwert wird, bestätigt jedoch das Salzburger Verbrüderungsbuch als frühes Zeugnis für den bairischen Raum.

Schlüsselwörter

2. Lautverschiebung, Lautwandel, Datierung, Germanistik, Althochdeutsch, St. Gallener Urkunden, Salzburger Verbrüderungsbuch, propriale Namen, Namensforschung, Medienverschiebung, Tenuesverschiebung, Quellenkritik, Oberdeutsch, Sprachgeschichte, Ortsnamen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik der Datierung der 2. Lautverschiebung und untersucht, inwieweit Personennamen und Ortsnamen als zuverlässige Quellen für diesen Lautwandel bei oberdeutschen Stämmen dienen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die methodische Quellenkritik, die diachrone Sprachanalyse anhand von Namen (Proprialer Wortschatz) und die Einordnung althochdeutscher Sprachdenkmäler in den zeitlichen Kontext der Lautverschiebung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, die Hypothesen verschiedener Forscher (wie Steche, Sonderegger, Haubrichs) kritisch zu diskutieren und anhand von sicher überlieferten Originalquellen (St. Gallener Urkunden, Salzburger Verbrüderungsbuch) eine fundierte Einschätzung zur Datierung der 2. Lautverschiebung zu geben.

Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine quellenkritische philologische Analyse, wobei insbesondere der Fokus auf original überlieferten Dokumenten liegt, um Spekulationen zu vermeiden, die aus späteren Kopien oder fremdsprachigen Texten resultieren könnten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil behandelt den aktuellen Forschungsstand, die Datierung via Personennamen und Ortsnamen, sowie eine detaillierte Auswertung von Belegen für die Verschiebung der Medien und Tenues in den St. Gallener Urkunden und dem Salzburger Verbrüderungsbuch.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die 2. Lautverschiebung, Quellenkritik, Namensforschung (Proprial), Althochdeutsch sowie spezifische historische Quellen wie das Salzburger Verbrüderungsbuch.

Welche Bedeutung kommt dem Namen "Butilin" im Kontext der Datierung zu?

Der Name des Alemannenherzogs Butilin dient als Fallbeispiel für die kontroverse Diskussion in der Forschung; die Arbeit zeigt auf, dass solche Namen aufgrund von Substitutionsmöglichkeiten in fremdsprachigen Quellen oft keine eindeutigen Belege für den Lautwandel liefern.

Warum wird das Salzburger Verbrüderungsbuch als wichtiger Beleg angeführt?

Es wird als erstes schriftsprachliches Zeugnis des bairischen Sprachraums gewertet, das im Original erhalten ist und bereits von der ersten Hand lautverschobene Namen aufweist, was den Beginn der Lautverschiebung vor 784 bestätigt.

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Details

Title
Die Datierung der 2. Lautverschiebung anhand des proprialen Wortschatzes - Erörterung der Methoden und kritische Betrachtung der ersten Belege
College
University of Frankfurt (Main)  (Institut für deutsche Sprache und Literatur II)
Course
Lautwandel und Lautgeschichte
Grade
1
Author
M A. Florian Fix (Author)
Publication Year
2005
Pages
25
Catalog Number
V63302
ISBN (eBook)
9783638563789
ISBN (Book)
9783638668958
Language
German
Tags
Datierung Lautverschiebung Wortschatzes Erörterung Methoden Betrachtung Belege Lautwandel Lautgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M A. Florian Fix (Author), 2005, Die Datierung der 2. Lautverschiebung anhand des proprialen Wortschatzes - Erörterung der Methoden und kritische Betrachtung der ersten Belege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63302
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