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Schlagwörter in Reden von Willy Brandt und Walter Ulbricht im Bezug auf den Bau der Berliner Mauer

Title: Schlagwörter in Reden von Willy Brandt und Walter Ulbricht im Bezug auf den Bau der Berliner Mauer

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 40 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Petra Nemcova (Author)

German Studies - Linguistics
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Nach dem zweiten Weltkrieg gab es kein ähnliches Ereignis in der Geschichte des deutschen Volks, und vor allem der Berliner Bevölkerung, das so tragisch die Zukunft beeinflusst hätte, wie der Bau der Berliner Mauer am 13.8.1961. Die Mauer hatte die Spaltung Deutschlands zur Folge und wurde für viele zum Zeichen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert, zum Zeichen des Kalten Krieges. Sie bewirkte nicht nur auf Seiten der deutschen Bevölkerung Schicksale, sondern beeinflusste auch tausende Menschen aus anderen ost- und mitteleuropäischen Ländern für die folgenden 30 Jahre. Erst ihr Aufmachen am 9. November 1989 beendete diese Tragödie und öffnete somit das Tor zur Wiedervereinigung Deutschlands und zur Überwindung der bipolaren Nachkriegsaufteilung Europas.

Aus diesem Grund entschied ich mich die Maßnahmen vom 13.8.1961 zu untersuchen und anhand politischer Reden dies zu analysieren. Die Sprache in der Politik hat nämlich eine nicht übersehbare Funktion: Sie dient zur Manipulation der Zuhörer, der Bevölkerung. Das beste Beispiel dafür ist die Geschichte der DDR, in der man Jahre lang gezielt versuchte Meinungen von Menschen zum eigenen Gebrauch zu formen, zu manipulieren. Weil zwei Namen im Bezug auf den 13.8.1961 nicht wegzudenken sind, war die Auswahl der Texte nicht zufällig. Beide Personen spielten in der damaligen Situation eine wesentliche Rolle, die sie auch in unterschiedlicher Weise darstellten. Im Osten ist Walter Ulbricht, der damalige Staatsratsvorsitzende der DDR, zu nennen. Die Errichtung der Mauer folgte auf seinen Befehl. Er war „der Vater“ der Teilung Deutschlands. An der westlichen Seite stand als sein Gegner der Bürgermeister West-Berlins, Willy Brand, dessen Bemühungen die Mauer abzureißen, nicht zu vergessen sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungshintergrund

2.1 Was ist eigentlich ein Schlagwort?

2.1 Historischer Blick auf die Berliner Mauer

3. Schlagwörter in Reden von Walter Ulbricht (1893-1973) im Bezug auf den Bau der Berliner Mauer im Zeitraum Juni - August 1961

3.1 Pressekonferenz vom 15.6.1961

3.2 Rundfunk- und Fernsehansprache vom 18.8.1961

3.3 Ulbrichts Stellungnahme zum Mauerbau im ´Neuen Deutschland´ vom 29.8.1961

4. Schlagwörter in Reden von Willy Brand (1913-1992) im Bezug auf den Bau der Berliner Mauer im Zeitraum Juni - August 1961

4.1 Rede auf dem Kongress der SPD vom 12.8.1961

4.2 Erklärung auf der Sondersitzung des Abgeordnetenhauses vom 13.8.1961

4.3 Brief an John F. Kennedy vom 16.8.1961

4.4 Rede vor dem Deutschen Bundestag vom 18.8.1961

5. Vergleich vom ausgewählten Schlagwort bei Ulbricht und Brandt

Zum Schlagwort „Mauer“ bei Ulbricht

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die politische Rhetorik von Walter Ulbricht und Willy Brandt anlässlich des Mauerbaus im August 1961, um durch eine komparative Analyse ihrer Schlagwortverwendung die unterschiedliche sprachliche Konstruktion politischer Wirklichkeiten in Ost und West während der deutschen Teilung aufzuzeigen.

  • Analyse politischer Reden als Instrument der Manipulation und Überzeugung
  • Vergleich der Schlagwort-Strategien von Walter Ulbricht und Willy Brandt
  • Die rhetorische Konstruktion des Feindbildes im Kontext der Berliner Mauer
  • Der Einfluss von Staatssystemen auf die semantische Aufladung politischer Begriffe

Auszug aus dem Buch

3.2 Rundfunk- und Fernsehansprache vom 18.8.1961

Die zweite bedeutsame Äußerung von Walter Ulbricht stammt vom 18.8.1961. Zum Ereignis des Baus der Berliner Mauer gab Ulbricht im Deutschen Fernsehpunkt eine Erklärung ab, in der er den Bau der Mauer rechtfertigte.

Allgemein kann man sagen, dass die komplette Ansprache gegen den westlichen Feind, dem Ulbricht die Schuld für die Teilung Deutschlands zuschiebt, gerichtet ist. Er unterstellt der Westregierung einen Bürgerkrieg mit dem Ziel „die Deutsche Demokratische Republik zu unterminieren und sturmreif zu machen“ (6) geplant zu haben. Seine Rede widerspiegelt ganz genau die damalige DDR-Politik. Ulbricht versucht mit Hilfe von bestimmten Schlagwörtern, das Denken des eigenen Volks zu beeinflussen, und ihm einzureden, dass eine derartige Lösung vollkommen notwendig war. Er stellt den Westen als den Bösen, den Schuldigen und den Osten als Opfer und Lebensretter, der keine andere Möglichkeit hatte, als einzugreifen, dar.

Am Anfang sind zwei Sachen auffallend. Durch die ganze Erklärung zieht sich der Name „die Deutsche Demokratische Republik“ (z. B.: 1, 2, 3, 5 etc.); Nur in den zitierten Abschnitten erscheint er 25mal, weitere Male in der Form „die DDR“ (22). Daraus kann man schließen, dass sich dieser Begriff als Schlagwort in die Köpfe der Bürger einprägen sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den historischen Kontext des Mauerbaus 1961 dar und erläutert die Forschungsabsicht, die Reden von Walter Ulbricht und Willy Brandt sprachanalytisch zu untersuchen.

2. Forschungshintergrund: Dieses Kapitel definiert den wissenschaftlichen Begriff des Schlagworts und beleuchtet die historische Situation der Berliner Mauer als Ausgangspunkt der Untersuchung.

3. Schlagwörter in Reden von Walter Ulbricht (1893-1973) im Bezug auf den Bau der Berliner Mauer im Zeitraum Juni - August 1961: Hier werden Ulbrichts Reden und Stellungnahmen analysiert, um aufzuzeigen, wie er den Mauerbau legitimierte und den Westen rhetorisch diskreditierte.

4. Schlagwörter in Reden von Willy Brand (1913-1992) im Bezug auf den Bau der Berliner Mauer im Zeitraum Juni - August 1961: Das Kapitel untersucht Brandts rhetorische Reaktionen auf den Mauerbau und seine Appelle an die Bevölkerung sowie an die Westmächte.

5. Vergleich vom ausgewählten Schlagwort bei Ulbricht und Brandt: Ein komparativer Abschnitt, der die Gemeinsamkeiten und fundamentalen Unterschiede in der Schlagwortwahl beider Politiker gegenüberstellt.

6. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die Rolle der Sprache als politisches Machtinstrument im Kontext der deutschen Teilung.

Schlüsselwörter

Schlagwort, Berliner Mauer, Walter Ulbricht, Willy Brandt, Politische Rhetorik, DDR, West-Berlin, Kalter Krieg, Propaganda, Semantik, Teilung Deutschlands, Menschenrechte, Mauerbau, Sprache in der Politik, Ost-West-Konflikt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Walter Ulbricht und Willy Brandt in ihren Reden während des Mauerbaus im Sommer 1961 Sprache nutzten, um die Ereignisse zu deuten und ihre jeweilige politische Ideologie zu stützen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die politische Sprachverwendung, das Phänomen des "Schlagworts", die Rhetorik des Kalten Krieges und die unterschiedliche Deutung des Mauerbaus aus Ost- und Westperspektive.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die spezifischen Schlagwörter zu identifizieren, mit denen Ulbricht und Brandt die Mauer rechtfertigten bzw. kritisierten, um die gegensätzlichen Wirklichkeitskonstruktionen in beiden deutschen Staaten sichtbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine sprachanalytische Untersuchung von Primärtexten (Reden und Dokumente), ergänzt durch einen theoretischen Rahmen zur Schlagwortforschung und den historischen Kontext der Berliner Mauer.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert ausgewählte Reden und Stellungnahmen von Walter Ulbricht und Willy Brandt aus dem Zeitraum Juni bis August 1961 und stellt deren jeweilige Schlagwortnutzung gegenüber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie politischer Rhetorik, Mauerbau, Propaganda, ideologischer Sprache und dem Vergleich gegensätzlicher politischer Strategien während der deutschen Teilung.

Wie unterscheidet sich die Rhetorik von Ulbricht von der von Brandt?

Ulbricht nutzt eine Sprache der moralischen Selbstlegitimierung und der Diffamierung des Westens, während Brandt eher die Verletzung von Menschenrechten anprangert und die Situation als existenzielle Krise des geteilten Volkes darstellt.

Welche Rolle spielt der Begriff "das Brandenburger Tor" in Ulbrichts Reden?

Ulbricht nutzt das Brandenburger Tor als machtvolles Symbol der kommunistischen Herrschaft, das für ihn gleichzeitig das Synonym für die Notwendigkeit des Mauerbaus und den Sieg über den "militaristischen" Westen darstellt.

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Details

Title
Schlagwörter in Reden von Willy Brandt und Walter Ulbricht im Bezug auf den Bau der Berliner Mauer
College
RWTH Aachen University  (Germanistisches Institut)
Course
Schlagwörter
Grade
2,0
Author
Petra Nemcova (Author)
Publication Year
2006
Pages
40
Catalog Number
V63366
ISBN (eBook)
9783638564304
ISBN (Book)
9783640607785
Language
German
Tags
Schlagwörter Reden Willy Brandt Walter Ulbricht Bezug Berliner Mauer Thema Berliner Mauer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Petra Nemcova (Author), 2006, Schlagwörter in Reden von Willy Brandt und Walter Ulbricht im Bezug auf den Bau der Berliner Mauer , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63366
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