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Der Fundamentalismus in der Religionsgeschichte

Title: Der Fundamentalismus in der Religionsgeschichte

Literature Review , 2006 , 5 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Hannah Melder (Author)

Cultural Studies - Basics and Definitions
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Das Phänomen des Fundamentalismus: Omnipräsent und doch scheinbar schwer erklärbar. Was bewegt Menschen dazu, sich fundamentalistischen Gruppierungen anzuschließen und sogar soweit zu gehen, ihr Leben für deren Ideale und Vorstellungen zu opfern? Manche Experten suchen die Gründe hierfür in der Politik, andere in der Gesellschaft und einige in der Religion.
Gernot Wießner vertritt in seiner Abhandlung „Der Fundamentalismus in der Religionsgeschichte“ die These, dass der Fundamentalismus dem Wesen der Religion entspricht und einen bestimmten Typ von Religion darstellt. Er ist der Ansicht, dass die Gründe für das Aufkeimen des Fundamentalismus lediglich in der Religion zu suchen seien. Wießner folgt in seiner Argumentation der Methode des Essentialismus, das heißt, er erforscht das Phänomen des Fundamentalismus durch den Blick auf dessen Entwicklungsgeschichte.
Der Autor gliedert seinen Text hierbei in vier Teile, welche im Folgenden zusammengefasst werden sollen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

2. Der religiöse Wahrheitsbegriff im Fundamentalismus

3. Radikalität des Gottesglaubens und Enttabuisierung menschlichen Lebens

4. Religionsgeschichtliche Verortung und Definition

5. Kritische Würdigung und Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert die Thesen von Gernot Wießner in dessen Abhandlung „Der Fundamentalismus in der Religionsgeschichte“. Ziel ist es, die Argumentation des Autors – insbesondere die Rückführung des Fundamentalismus auf das Wesen der Religion und die damit verbundene Enttabuisierung menschlichen Lebens – kritisch zu hinterfragen und im Hinblick auf ihre monokausale Erklärungsweise zu diskutieren.

  • Die Bedeutung des religiösen Wahrheitsbegriffs für fundamentalistische Weltbilder.
  • Die ideologische Rechtfertigung der Tötung Andersdenkender im Namen Gottes.
  • Die Frage nach der politischen versus religiösen Dimension des Fundamentalismus.
  • Die Problematik essentialistischer Definitionen des Fundamentalismus.
  • Die Wirksamkeit von Dialogen zwischen Religionen zur Eindämmung fundamentalistischer Tendenzen.

Auszug aus dem Buch

Der Fundamentalismus in der Religionsgeschichte

Das Phänomen des Fundamentalismus: Omnipräsent und doch scheinbar schwer erklärbar. Was bewegt Menschen dazu, sich fundamentalistischen Gruppierungen anzuschließen und sogar soweit zu gehen, ihr Leben für deren Ideale und Vorstellungen zu opfern? Manche Experten suchen die Gründe hierfür in der Politik, andere in der Gesellschaft und einige in der Religion.

Gernot Wießner vertritt in seiner Abhandlung „Der Fundamentalismus in der Religionsgeschichte“ die These, dass der Fundamentalismus dem Wesen der Religion entspricht und einen bestimmten Typ von Religion darstellt. Er ist der Ansicht, dass die Gründe für das Aufkeimen des Fundamentalismus lediglich in der Religion zu suchen seien. Wießner folgt in seiner Argumentation der Methode des Essentialismus, das heißt, er erforscht das Phänomen des Fundamentalismus durch den Blick auf dessen Entwicklungsgeschichte.

Der Autor gliedert seinen Text hierbei in vier Teile, welche im Folgenden zusammengefasst werden sollen. Anfangs legt Wießner kurz die Bedeutung des religiösen Wahrheitsbegriffs für den Fundamentalismus dar. Alle Religionen gründen sich auf dem Wissen um eine Offenbarung, welche in ihrer Geltung absolut und zeitlos ist und außerhalb derer es kein Heil gibt. Aus Sicht der Gläubigen ist die alleinige Aufgabe menschlicher Vernunft das Verständnis der Inhalte der Offenbarung, nicht jedoch deren kritische Überprüfung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemstellung: Die Einleitung führt in das komplexe Phänomen des Fundamentalismus ein und stellt die zentrale These Wießners vor, dass dieser direkt aus dem Wesen der Religion entspringe.

2. Der religiöse Wahrheitsbegriff im Fundamentalismus: Dieses Kapitel erläutert, wie der Glaube an eine absolute und unhinterfragbare Offenbarung zur Teilung der Welt in Gut und Böse führt.

3. Radikalität des Gottesglaubens und Enttabuisierung menschlichen Lebens: Hier wird die ideologische Legitimation von Gewalt gegen „Ungläubige“ untersucht, die sich aus dem Gottesbild fundamentalistischer Strömungen ableitet.

4. Religionsgeschichtliche Verortung und Definition: Dieses Kapitel definiert Fundamentalismus als Bewegung, die eine göttlich legitimierte Grundordnung durch die Aufhebung von Tötungstabus durchsetzt.

5. Kritische Würdigung und Fazit: Die abschließende Reflexion kritisiert die monokausale Sichtweise des Autors und betont die Notwendigkeit, auch gesellschaftliche und politische Faktoren einzubeziehen.

Schlüsselwörter

Fundamentalismus, Religionsgeschichte, Essentialismus, Offenbarung, religiöse Wahrheit, Gewaltlegitimation, Gottesglaube, Enttabuisierung, Extremismus, Religion, Politik, Ideologie, Dialog, gesellschaftlicher Wandel, Dogmatik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine kritische Auseinandersetzung mit der Abhandlung von Gernot Wießner über den Fundamentalismus in der Religionsgeschichte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen das Verständnis von religiöser Wahrheit, die ideologische Begründung von Gewalt gegen Andersgläubige und die Definition des Fundamentalismus als religiöses Phänomen.

Welches ist das primäre Ziel der Analyse?

Ziel ist es zu prüfen, ob der Fundamentalismus tatsächlich monokausal durch das „Wesen der Religion“ erklärt werden kann oder ob dies eine zu vereinfachte Sichtweise darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dem analysierten Text verwendet?

Der Autor Wießner nutzt die Methode des Essentialismus, bei der das Phänomen durch eine Betrachtung seiner Entwicklungsgeschichte in der Religion erforscht wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Wahrheitsbegriffs, der Radikalität des Gottesglaubens, der religionsgeschichtlichen Definition und eine abschließende kritische Reflexion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Fundamentalismus, Gewaltlegitimation, Religionsgeschichte, religiöse Wahrheit und ideologische Ideologie beschreiben.

Wie bewertet der Autor den Vorschlag eines Dialogs der Religionen?

Der Dialog wird als sehr idealistisch betrachtet, da er die komplexen politischen und psychologischen Motive, die hinter fundamentalistischen Bewegungen stehen, nur schwer adressieren kann.

Warum wird die Definition von Fundamentalismus im Text als unscharf kritisiert?

Die Definition wird als unscharf bezeichnet, da sie nicht klar zwischen einem „extrem offenbarungsgläubigen“ Menschen und einem Fundamentalisten unterscheidet und zudem den Begriff der Religion einseitig belastet.

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Details

Title
Der Fundamentalismus in der Religionsgeschichte
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)  (Kulturwissenschaftliche Fakultät)
Course
Fundamentalismus
Grade
1,3
Author
Hannah Melder (Author)
Publication Year
2006
Pages
5
Catalog Number
V63408
ISBN (eBook)
9783638564694
ISBN (Book)
9783656777717
Language
German
Tags
Fundamentalismus Religionsgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hannah Melder (Author), 2006, Der Fundamentalismus in der Religionsgeschichte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63408
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