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Das European Competition Network - eine Analyse im Lichte der Wettbewerbspolitik und der Neuen Institutionenökonomik

Title: Das European Competition Network - eine Analyse im Lichte der Wettbewerbspolitik und der Neuen Institutionenökonomik

Diploma Thesis , 2004 , 73 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Niklas Hahn (Author)

Business economics - Economic Policy
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Seit dem 01. Mai. 2004 arbeiten die nationalen Wettbewerbsbehörden und die Europäische Kommission (EK) in Fragen des Kartellrechts zusammen. Die Zusammenarbeit im Rahmen des European Competition Network (ECN) soll den geänderten Rahmenbedingungen des europäischen Binnenmarkts zukünftig Rechnung tragen. Diese Kooperation der Behörden soll dabei effizienter und gebündelter gegen transnationale Kartelle vorgehen.
Zu demselben Zeitpunkt ist die neue Verordnung (EG) Nr. 1/2003 des Europäischen Rates in Kraft getreten. Die Verordnung, die im Dezember 2002 durch den Europäischen Rat verabschiedet wurde, bestimmt die Durchsetzung der in den Artikeln 81 und 82 des EG-Vertrages niedergelegten Wettbewerbsregeln. Die vorherigen kartellrechtlichen Regeln führten im zunehmend integrierten und wachsenden Europa vermehrt zu Koordinationsproblemen zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten und der Europäischen Union (EU). Die fortschreitende Globalisierung und die ökonomischen sowie sozialen Verflechtungen der verschiedenen Märkte innerhalb der EU, aber auch weltweit, haben eine solche Anpassung erforderlich gemacht. Die Erweiterung der EU um zehn Mitgliedsstaaten, ebenfalls zum 1. Mai 2004, macht diese Notwendigkeit unmittelbar deutlich. Dies stellt die EU auf der einen Seite vor eine Vielzahl an Herausforderungen, die sie bewältigen muss. Auf der anderen Seite bedeutet die EU-Erweiterung vor allem aber eine Chance für die Wirtschaftskraft der EU, sofern es gelingt, ein stabiles Wirtschaftswachstum als Grundlage für Wohlfahrtssteigerungen der gesamten Bevölkerung dieser Gemeinschaft zu schaffen. Der Erfolg eines stabilen Wachstums liegt in erster Linie in einer effizienten Koordination aller Wettbewerbsfragen, die den europäischen Binnenmarkt betreffen, begründet. Besonders die Möglichkeit einzelner Wirtschaftsobjekte, den transnationalen Handel durch Absprachen zu verfälschen oder zu hindern, gilt es dabei zu unterbinden. Dies impliziert, dass der ökonomische Wandel in der EU unmittelbar auch einen erfolgreichen institutionellen Wechsel notwendig macht.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die europäische Wettbewerbspolitik

2.1. Notwendigkeit einer grenzüberschreitenden Wettbewerbspolitik

2.1.1. Die Funktionen des unbeschränkten Wettbewerbs

2.1.2. Die Aufrechterhaltung des Wettbewerbsfunktionen durch eine europaweite Wettbewerbspolitik

2.2. Die europäische Wettbewerbspolitik vor der VO 1/2003

2.2.1. Wettbewerbspolitische Regelungen vor dem 01. Mai 2004

2.2.2. Das Problem der Zuständigkeit zwischen den Institutionen

2.3. Die neue europäische Wettbewerbspolitik nach der VO 1/2003

2.3.1. Neuerungen der Verordnung (EG) Nr. 1/2003

2.3.2. Die Rechtsunsicherheit der beteiligten Unternehmen

3. Das European Competition Network – eine wettbewerbspolitische Analyse

3.1 Das European Competition Network – eine Chance für ein starkes Europa?

3.1.1 Ein Netzwerk der Wettbewerbsbehörden

3.1.2 Wettbewerbspolitische Funktionen und Zielsetzungen des ECN

3.1.3 Notwendigkeiten und Implikationen für ein effizientes Netzwerk der Wettbewerbsbehörden

3.2 Ergebnisse aus wettbewerbspolitischer Sicht

4. Das European Competition Network – eine Analyse im Rahmen der neuen Institutionenökonomik

4.1 Die Ansätze der Neuen Institutionenökonomik

4.1.1. Die Ökonomische Analyse des Rechts

4.1.2. Prinzipal-Agenten-Beziehungen im Behördennetzwerk

4.1.3. Der Ansatz der Transaktionskosten

4.1.4. Der Ansatz der Neuen Politischen Ökonomie

4.1.5. Die Evolution von Institutionen

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht das European Competition Network (ECN) als institutionellen Lösungsansatz für die Probleme der europäischen Wettbewerbspolitik vor dem Hintergrund der EU-Osterweiterung und der VO 1/2003. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob das ECN sowohl aus wettbewerbspolitischer Sicht als auch im Rahmen der Neuen Institutionenökonomik als effiziente und zukunftsfähige Wahl im Kampf gegen europaweite Kartelle bewertet werden kann.

  • Analyse der europäischen Wettbewerbspolitik und des institutionellen Wandels durch die VO 1/2003.
  • Untersuchung des ECN-Wirkungsmechanismus und seiner Effizienzvorteile durch Vernetzung.
  • Anwendung der Neuen Institutionenökonomik (NIÖ) auf das Behördennetzwerk (Transaktionskosten, Prinzipal-Agenten-Theorie).
  • Bewertung der Rolle der Europäischen Kommission als zentrale Instanz gegenüber nationalen Wettbewerbsbehörden.
  • Ableitung von Erfolgskriterien für eine effiziente grenzüberschreitende Wettbewerbsaufsicht.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Ein Netzwerk der Wettbewerbsbehörden

Zusätzlich zur VO 1/2003 hat die EK ein so genanntes Modernisierungspaket vorgestellt, das die Umsetzung der VO 1/2003 flankieren soll. Neben den bereits zuvor vorgestellten Neuerungen umfasst das Paket als zentrales Element Regelungen zur Zusammenarbeit der Wettbewerbsbehörden im „Europäischen Wettbewerbsnetzwerk“. Bei diesem Behördennetzwerk muss zwangsläufig die Frage gestellt werden, warum die Mitglieder der EK gerade diese Organisationsform als vorteilhaft und zukunftsfähig erachten. Für die Beantwortung dieser Frage ist es wichtig, die Arbeitsabläufe und Wirkungsmechanismen des Behördennetzwerkes zu beschreiben. Der neue Behördenzusammenschluss muss vorweg als eine Art Forum verstanden werden, bei dem besonders auch auf elektronische Netzwerke zurückgegriffen wird. Die Kommunikation innerhalb des Netzwerkes soll primär auf einer Art Intranet basieren. Dabei sollen sämtliche Mitglieder relevante Daten in ein Laufwerk einpflegen, was es allen anderen Netzwerkmitgliedern erlaubt zeitgleich auf Informationen zuzugreifen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Notwendigkeit einer effizienteren Kooperation zwischen den europäischen Wettbewerbsbehörden im Zuge der EU-Erweiterung und der Einführung der neuen Verordnung (EG) Nr. 1/2003.

2. Die europäische Wettbewerbspolitik: Historischer Rückblick auf die Entwicklung der Wettbewerbspolitik der EU und Aufarbeitung der mit der alten Verordnung verbundenen Koordinationsprobleme und Zuständigkeitsstreitigkeiten.

3. Das European Competition Network – eine wettbewerbspolitische Analyse: Detaillierte Untersuchung des ECN als neues institutionelles Instrument und Bewertung seiner Funktionen und Ziele für ein effizientes Behördennetzwerk.

4. Das European Competition Network – eine Analyse im Rahmen der neuen Institutionenökonomik: Theoretische Fundierung des ECN durch Ansätze der Neuen Institutionenökonomik, insbesondere unter Einbeziehung der Prinzipal-Agenten-Theorie und der Transaktionskostentheorie.

5. Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Funktionsfähigkeit des ECN und Einschätzung der weiteren Notwendigkeit von institutionellen Anpassungen zur Sicherung eines fairen Wettbewerbs in der EU.

Schlüsselwörter

European Competition Network, ECN, Europäische Wettbewerbspolitik, VO 1/2003, Neue Institutionenökonomik, NIÖ, Transaktionskosten, Prinzipal-Agenten-Theorie, Kartellrecht, Wettbewerbsbehörden, Institutionelle Evolution, Europäische Kommission, Binnenmarkt, Wettbewerbssicherung, Institutionelle Organisation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse des European Competition Network (ECN) als neues institutionelles System der europäischen Wettbewerbspolitik nach der Einführung der Verordnung (EG) Nr. 1/2003.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die Arbeit verknüpft wettbewerbspolitische Fragestellungen, wie die Zuständigkeit zwischen nationalen Behörden und der EU-Kommission, mit ökonomischen Theorien der Neuen Institutionenökonomik zur Bewertung der Netzwerkeffizienz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu beurteilen, ob das ECN eine effiziente und zukunftsfähige Organisationsform zur Bekämpfung von Kartellen darstellt, die den Anforderungen eines integrierten europäischen Binnenmarktes gerecht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor wendet einen theoretischen Analyseansatz an, der insbesondere Konzepte der Neuen Institutionenökonomik wie Transaktionskosten, Prinzipal-Agenten-Beziehungen und den Evolutionsansatz auf das Behördennetzwerk anwendet.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine wettbewerbspolitische Bestandsaufnahme der Reform sowie eine tiefergehende ökonomische Analyse des ECN hinsichtlich seiner Arbeitsweise, Informationsvorteile und institutionellen Stabilität.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind das ECN, die VO 1/2003, die Neue Institutionenökonomik, institutionelle Arrangements, Wettbewerbsfunktionen und die Kooperation zwischen nationalen Behörden und der Europäischen Kommission.

Wie bewertet der Autor das ECN hinsichtlich des Prinzipal-Agenten-Konflikts?

Der Autor stellt fest, dass im ECN grundsätzlich Potenzial für Informationsasymmetrien besteht, die als Prinzipal-Agent-Probleme zwischen der Kommission und den nationalen Behörden auftreten können, was durch Kontrollmechanismen stabilisiert werden muss.

Welchen Einfluss hat die Transaktionskostentheorie auf das ECN?

Die Theorie verdeutlicht, dass das ECN als hybride Organisationsform geeignet ist, Transaktionskosten – etwa durch effizientere Informationsbündelung und geringere Parallelbearbeitung – signifikant zu senken.

Wie beurteilt der Autor den Aspekt der Rechtsunsicherheit für Unternehmen?

Es wird aufgezeigt, dass der Übergang von einem Anmeldesystem zu einem System der Legalausnahme die Unternehmen in eine neue Verantwortung nimmt und trotz der Schaffung von Leitlinien ein gewisses Maß an Unsicherheit im "schwebenden Zustand" der Compliance bestehen bleibt.

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Details

Title
Das European Competition Network - eine Analyse im Lichte der Wettbewerbspolitik und der Neuen Institutionenökonomik
College
University of Münster  (Institut für Genossenschaftswesen)
Grade
2,0
Author
Niklas Hahn (Author)
Publication Year
2004
Pages
73
Catalog Number
V63520
ISBN (eBook)
9783638565578
Language
German
Tags
European Competition Network Analyse Lichte Wettbewerbspolitik Neuen Institutionenökonomik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Niklas Hahn (Author), 2004, Das European Competition Network - eine Analyse im Lichte der Wettbewerbspolitik und der Neuen Institutionenökonomik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63520
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