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Die Systemtheorie Niklas Luhmanns

Titre: Die Systemtheorie Niklas Luhmanns

Exposé (fiche) , 2004 , 8 Pages

Autor:in: Magister Dominic Lüthi (Auteur)

Sociologie - Religion
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Was jede der Wissenschaften mit einem umgrenzten Objektbereich je spezifisch vorfindet, abstrahiert die allgemeine Systemtheorie zu einem eigenen Gegenstand: Mengen bestimmter Elemente, zwischen denen bestimmte Relationen vorliegen. Sie untersucht so das Zusammenwirken der durch ihre Einzelfunktionen beschriebenen Elemente eines Systems (griech. Gebilde, Zusammenstellung) miteinander und mit der Aussenwelt sowie der Beziehungen zwischen gekoppelten Systemen.

Die Luhmannsche Systemtheorie präsentiert sich als eine eigenständige, umfassend (auf über 10 000 Druckseiten) gearbeitete, auf hohem Abstraktionsniveau angesiedelte „Supertheorie“ (so Luhmann) mit universalem Anspruch. Ihre Methode ist die einer konsequent funktionalen Analyse; immer geht es um Funktionen, nicht um Strukturen.

In der Ausarbeitung der Theorie haben sich zwei wichtige Paradigmenwechsel vollzogen: im ersten Schritt (um 1960) wurde die traditionelle Vorstellung, ein System bestünde aus einem Ganzen und seinen Teilen, durch die Grenze zwischen System und Umwelt ersetzt. Der zweite Schritt (seit den siebziger Jahren) vollzieht die Wende zur selbstreferentiellen, autopoietischen Geschlossenheit.

Da die Systemtheorie Luhmanns – ganz der Theorie entsprechend – sich nicht von dem einen Element zum andern hin hierarchisch baut, sondern einem Mosaik gleicht, bei dem jedes Steinchen – für sich schier unverständlich – alle andern ein wenig erhellt, nähert man sich ihr auch am besten über deren wichtigste Grundbegriffe an, die der vorliegende Text kurz und einfach zu erklären sucht (z.B. die Begriffe System, Umwelt, Komplexität, Soziale Systeme, Autopoiesis und Evolution, Sinnhorizont, Symbolisch generalisierte Kommunikationsmedien, Leitdifferenz, Programme, Code etc.).

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Die Systemtheorie Niklas Luhmanns

2. Allgemeine Theorie und Theorie der Gesellschaft

2.1 System

2.2 Komplexität

2.3 Soziale Systeme

2.4 Autopoiesis & Evolution

2.5 Der Sinnhorizont sozialer Systeme

2.6 Symbolisch generalisierte Kommunikationsmedien & weitere Begriffe

3. Theorie der Religion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit bietet einen systematischen Überblick über die systemtheoretischen Grundlagen von Niklas Luhmann, um das Verständnis für dessen komplexe Theoriearchitektur zu erleichtern und zentrale Konzepte sowie deren Anwendung auf das Funktionssystem Religion aufzuzeigen.

  • Grundbegriffe der allgemeinen Systemtheorie
  • Dynamik von Komplexität und Systemdifferenzierung
  • Die autopoietische Wende und ihre Bedeutung
  • Soziale Systeme und der Sinnhorizont
  • Systemtheoretische Analyse des Funktionssystems Religion

Auszug aus dem Buch

System

Systeme sind Mengen von Elementen, zwischen denen Wechselbeziehungen bestehen. Alles, was nicht Element des Systems ist, bildet dessen Umwelt. Allerdings bildet das System durch Selbstbeschreibung seine Grenzen: „Die Theorie selbstreferentieller Systeme behauptet, dass eine Ausdifferenzierung von Systemen nur durch Selbstreferenz zustandekommen kann, das heißt dadurch, daß die Systeme Konstitution ihrer Elemente und ihrer elementaren Operationen auf sich selbst ... Bezug nehmen. Systeme müssen, um dies zu ermöglichen, eine Beschreibung ihres Selbst erzeugen und benutzen; sie müssen mindestens die Differenz von System und Umwelt systemintern als Orientierung und als Prinzip der Erzeugung von Information verwenden können.“ Damit aber gehört die das System im engeren Sinne umgebende Umwelt konstitutiv mit zum System.

Zusammenfassung der Kapitel

Die Systemtheorie Niklas Luhmanns: Dieser Abschnitt bietet einen biografischen Abriss sowie eine Einführung in die methodischen Grundlagen und Paradigmenwechsel der Luhmannschen Theorie.

Allgemeine Theorie und Theorie der Gesellschaft: In diesem Kapitel werden die zentralen systemtheoretischen Begriffe wie System, Komplexität, Autopoiesis und Sinnhorizont definiert und erläutert.

Theorie der Religion: Hier wird die Anwendung der Systemtheorie auf das soziale Funktionssystem Religion diskutiert, insbesondere unter Berücksichtigung von Kontingenz, Symbolen und dem Paradoxieproblem.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Niklas Luhmann, Autopoiesis, Soziale Systeme, Komplexität, Sinnhorizont, Kommunikation, Symbolisch generalisierte Kommunikationsmedien, Leitdifferenz, Religion, Kontingenz, Paradoxie, Funktionale Analyse, Selbstreferenz, System-Umwelt-Differenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Einführung in die komplexe Systemtheorie von Niklas Luhmann und deren Anwendung auf soziale Funktionssysteme.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die allgemeine Systemtheorie, den Begriff der Autopoiesis, die Reduktion von Komplexität und die Analyse gesellschaftlicher Teilsysteme wie der Religion.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die hochabstrakt formulierte Theorie Luhmanns durch die Erläuterung der wichtigsten Grundbegriffe für Studierende und Interessierte verständlich und zugänglich zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt der Luhmannschen Methodik einer konsequent funktionalen Analyse, bei der nicht Strukturen, sondern Funktionen im Vordergrund stehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der allgemeinen Systemtheorie mit ihren Begrifflichkeiten und einer exemplarischen Anwendung auf die Theorie der Religion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind System, Umwelt, Autopoiesis, Kommunikation, Sinnhorizont und Komplexität.

Was unterscheidet psychische von sozialen Systemen bei Luhmann?

Bei Luhmann bestehen soziale Systeme aus Kommunikation, während psychische Systeme aus Gedanken bestehen; Menschen werden dabei streng systemtheoretisch als Konvolut von Systemen betrachtet.

Wie definiert Luhmann den Begriff der Religion?

Religion ist für Luhmann ein soziales System, dessen spezifische Funktion darin besteht, die Unbestimmbarkeit der Welt in Bestimmbarkeit zu überführen und Komplexität durch einen Sinnhorizont zu reduzieren.

Was bedeutet der Begriff der "Leitdifferenz"?

Die Leitdifferenz ist die fundamentale Unterscheidung (Code), mit der ein Funktionssystem seine Kommunikation strukturiert, wie etwa "Zahlen/Nicht-Zahlen" in der Wirtschaft.

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Résumé des informations

Titre
Die Systemtheorie Niklas Luhmanns
Université
LMU Munich
Auteur
Magister Dominic Lüthi (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
8
N° de catalogue
V63538
ISBN (ebook)
9783638565684
ISBN (Livre)
9783656809685
Langue
allemand
mots-clé
Systemtheorie Niklas Luhmanns
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Magister Dominic Lüthi (Auteur), 2004, Die Systemtheorie Niklas Luhmanns, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63538
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