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Der universelle Gedanke in Kunst und Literatur in der Romantik am Beispiel von Goyas Capricho No. 43 und der progressiven Universalpoesie

Title: Der universelle Gedanke in Kunst und Literatur in der Romantik am Beispiel von Goyas Capricho No. 43 und der progressiven Universalpoesie

Essay , 2006 , 12 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Vera Pohlmann (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Inwieweit lassen sich die “Launen” des Francisco de Goya im El sueño de la razón produce monstruos als Vorreiter der Idee einer progressiven Universalpoesie der Gebrüder Wilhelm und Friedrich Schlegel bezeichnen? Diese zentrale Fragestellung soll anhand einer näheren Betrachtung des Bildes Capricho No. 43 des Malers sowie den programmatischen Ideen einer Universalpoesie interdisziplinär beantwortet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Erkenntnisinteresse

2. Francisco de Goyas Capricho No. 43

a) Goyas Reihe Los Caprichos

b) Goya – Wer war er?

3. Das Konzept einer progressiven Universalpoesie

4. Der universelle Gedanke in der Romantik: No. 43 und Universalpoesie

5. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die interdisziplinäre Verbindung zwischen Francisco de Goyas Werk „Capricho No. 43“ und der von den Schlegel-Brüdern geprägten Theorie der progressiven Universalpoesie, um herauszuarbeiten, inwiefern Goyas künstlerische Praxis als Vorläufer romantischer Ästhetikkonzepte verstanden werden kann.

  • Analyse der visuellen und inhaltlichen Ebenen von Goyas Capricho No. 43
  • Einführung in die programmatischen Ideen der progressiven Universalpoesie
  • Vergleich der Konzepte von Phantasie, Traum und Rationalität
  • Untersuchung der Selbstreflexion in Kunst und Literatur
  • Darstellung von Goya als Vorreiter romantischer Kunstauffassungen

Auszug aus dem Buch

2. Francisco de Goyas Capricho No. 43

Auf Francisco des Goyas Radierung Capricho No. 43 eröffnen sich dem Betrachter zunächst zwei Ebenen, eine helle und eine dunkle – eine vordergründige und eine daruntergelegene. Ins Auge springt sofort der hell erleuchtete Schlafende, der sich mit beiden Armen auf dem Schreibtisch abstützt und seinen Kopf darauf gelegt hat. Er trägt Kleidung, die der damaligen Mode entsprach. Der Mann sitzt nicht direkt vor dem Schreibtisch, sondern eher daneben. Der Unterkörper und die Beine sind direkt dem Betrachter zugewandt.

Der Träumer ist in einer unbequemen Position eingeschlafen. Er befindet sich in einem Zustand zwischen sitzen und liegen. Er wirkt regelrecht „weggesackt“. Sein Körper scheint ruhig und bewegungslos zu sein.

Hinter der hellen Front mit dem Schlafenden und dem Schreibtisch wird das Bild nuancenweise dunkler. Je tiefer der Betrachter in die Dunkelheit des Bildes eintaucht, desto unruhiger wird es. Hinter dem Mann fliegen mit großer Unruhe Eulen und Fledermäuse, die sich jeden Augenblick auf den Schlafenden zu stürzen scheinen. Chaotisch und doch geordnet peilen sie die Position des Mannes an. Auch der lauernde Luchs und die sprungbereite Katze strahlen eine enorme Bedrohung aus. Der Mann scheint sich in großer Gefahr zu befinden. Die Tiere der Nacht starten einen Angriff auf das Individuum des Tages.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Erkenntnisinteresse: Hier wird die zentrale Forschungsfrage formuliert, ob Goyas „Capricho No. 43“ als Vorläufer der romantischen Universalpoesie der Schlegel-Brüder betrachtet werden kann.

2. Francisco de Goyas Capricho No. 43: Dieses Kapitel analysiert das Bildmotiv von Capricho No. 43 hinsichtlich seiner visuellen Ebenen und beleuchtet zudem den historischen Kontext der Radierreihe „Los Caprichos“ sowie die Biografie Goyas.

3. Das Konzept einer progressiven Universalpoesie: Es werden die theoretischen Grundlagen der romantischen Poetik nach Friedrich und Wilhelm Schlegel dargestellt, insbesondere deren Forderung nach der Verschmelzung von Kunst und Leben.

4. Der universelle Gedanke in der Romantik: No. 43 und Universalpoesie: Dieses Kapitel führt die beiden Hauptaspekte zusammen und zeigt auf, wie Goya durch die Verbindung von Traum, Vernunft und Phantasie konzeptionelle Brücken zur Universalpoesie schlägt.

5. Literatur: Verzeichnis der für die Arbeit herangezogenen Quellen und Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Goya, Capricho No. 43, Romantik, Universalpoesie, Friedrich Schlegel, Wilhelm Schlegel, Traum, Vernunft, Phantasie, Interdisziplinarität, Kunstgeschichte, Literaturtheorie, Radierung, Genie-Konzept, Selbstreflexion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen und inhaltlichen Verbindungen zwischen der bildenden Kunst von Francisco de Goya und den ästhetischen Idealen der deutschen Frühromantik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Analyse des „Capricho No. 43“ von Goya sowie die Definition und Umsetzung der progressiven Universalpoesie durch die Gebrüder Schlegel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, dass Goyas künstlerisches Schaffen in „Capricho No. 43“ als eine frühe Form oder Vorstufe der geforderten romantischen Universalpoesie verstanden werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein interdisziplinärer Ansatz gewählt, der kunsthistorische Werkanalysen mit literaturwissenschaftlicher Theoriebildung verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Bildbetrachtung von Goyas Werk, eine theoretische Einführung in die Universalpoesie sowie eine vergleichende Synthese beider Aspekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Goya, Universalpoesie, Romantik, Phantasie und Interdisziplinarität charakterisiert.

Welche Bedeutung hat der Titel "El sueño de la razón produce monstruos"?

Er thematisiert die Doppeldeutigkeit von „sueño“ (Schlaf oder Traum), was den Kernpunkt der Interpretation von Vernunft und Wahnsinn im Bild darstellt.

Inwiefern spielt die "Willkür des Dichters" eine Rolle?

Sie ist ein Kernaspekt der Universalpoesie nach Friedrich Schlegel, die besagt, dass die Kunst frei von tradierten Gesetzen und Regeln sein sollte.

Wird Goya hier als Romantiker eingeordnet?

Nein, der Autor betrachtet Goya als einen Vorreiter seiner Zeit, dessen Kunstauffassung wesentliche Merkmale vorwegnahm, die später für die Romantiker zentral wurden.

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Details

Title
Der universelle Gedanke in Kunst und Literatur in der Romantik am Beispiel von Goyas Capricho No. 43 und der progressiven Universalpoesie
College
University of Paderborn  (Fakultät für Kulturwissenschaften)
Course
Seminar: Francisco des Goyas Capricho El sueño de la razón produce monstruos und der Traum romantischer Universalpoesie: August Wilhelm Schlegel und Friedrich Schlegel
Grade
1,7
Author
Vera Pohlmann (Author)
Publication Year
2006
Pages
12
Catalog Number
V63547
ISBN (eBook)
9783638565738
ISBN (Book)
9783638799508
Language
German
Tags
Gedanke Kunst Literatur Romantik Beispiel Goyas Capricho Universalpoesie Seminar Francisco Goyas Capricho Traum Universalpoesie August Wilhelm Schlegel Friedrich Schlegel Goya progressiv
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vera Pohlmann (Author), 2006, Der universelle Gedanke in Kunst und Literatur in der Romantik am Beispiel von Goyas Capricho No. 43 und der progressiven Universalpoesie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63547
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