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Unterrichtsreihe zum Thema: Wie wichtig ist Sportkleidung?

Beeinflussung jugendlicher Identitätsbildung durch Werbung für Sportmode

Title: Unterrichtsreihe zum Thema: Wie wichtig ist Sportkleidung?

Lesson Plan , 2004 , 25 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Andrea Schneider (Author)

Textile, Print, Crafting
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Summary Excerpt Details

Diese Unterrichtsreihe soll unter dem Thema „Wie wichtig ist Sportkleidung?“ stehen, von der Tatsache ausgehend, dass immer mehr Jugendliche sich bei ihrer Identitätsfindung und Imagebildung meist unbewusst von Werbung, insbesondere Werbung für Sportmode, beeinflussen lassen. Die Reihe soll insgesamt 4 Unterrichtsstunden umfassen und in einer neunten Klasse einer Realschule, idealerweise im Fach Textilgestaltung, durchgeführt werden, in der sich keine auffälligen Problemschüler befinden. Die Klassenstärke sollte bei etwa 30 Schülern liegen und das Klima in der Klasse sollte gut sein, um Gruppenarbeit zu ermöglichen.
Lernziele dieser Reihe sind:
- Die SuS erkennen, dass besonders Jugendliche durch Werbung und Medien stark beeinflussbar sind
- Bei der Identitätsfindung haben Jugendliche Vorbilder, dies sind fast immer Stars, z.B. Sportler und Musiker. Diese Stars dienen als Werbeträger und vermitteln den Eindruck: „Wenn du das trägst was ich trage bist du genauso beliebt und erfolgreich.“ Den SuS soll klar werden, dass dies nicht der Wahrheit entspricht.
- Den SuS soll bewusst werden, inwieweit sie bereits durch Werbung beeinflusst sind
- Die SuS sollen erkennen, dass nicht die Marke der Kleidung einer Person deren Image bestimmt, sondern ihr Charakter.
- Die SuS sollen für die Arbeitsbedingungsproblematik in der Textilindustrie in Billiglohnländern sensibilisiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Zusammenhang mit dem Seminar

Beschreibung der Unterrichtsreihe

Lernziele

Vorüberlegung

Zur Imageproduktion durch Sportmodewerbung

Zu den Arbeitsbedingungen, unter denen Sportmode hergestellt wird

Stundenverlauf

1. Stunde: Hinführung an das Thema

Ziele

1. Einstieg

2. Analyse in der Klasse: Wer trägt welche Schuhe?

3. Warum tragen die Schüler diese Schuhe?

Hausaufgabe

2. Stunde: Vertiefung und Diskussion des Themas

Ziele

1. Einstieg: Vortrag der Hausaufgaben

2. Vorarbeit in Gruppen zur späteren Diskussion

3. Vertiefung: Einzelarbeit: Textbearbeitung zum Thema Stars/Vorbilder, Arbeitsweise der Werbeindustrie

4. Diskussion

Hausaufgabe

3. Stunde: kritische Betrachtung

Ziele

1. Einstieg: Analyse der Hausaufgabe

2. Vertiefung: Welche Images produziert Sportwerbung, die sich auf die Identitätsbildung der Schüler auswirken?

3. Diskussion

(4. Vergleich: Billig-/ No- Name- Sportmode Markensportmode)

Hausaufgabe

4. und 5. Stunde: Vorstellung der Produktionsbedingungen von Sportkleidung und Abschließendes Fazit

Ziel

1. Diskussion der Hausaufgabe/ Einführung

2. Beispiel Adidas: der Protestbrief der „Kampagne für Saubere Kleidung“

3. Abschlussgespräch und Zusammenfassung der Unterrichtsreihe

Zielsetzung & Themen der Unterrichtsreihe

Das primäre Ziel dieser Unterrichtsreihe besteht darin, das Bewusstsein von Jugendlichen für die oft unbewusste Beeinflussung ihrer Identitätsbildung durch Werbung für Sportmode zu schärfen und die dahinterstehenden Produktionsbedingungen kritisch zu hinterfragen.

  • Analyse der Werbestrategien von Sportartikelkonzernen
  • Untersuchung des Einflusses von Vorbildern und Marken auf die Identitätsbildung
  • Reflexion über Gruppenzugehörigkeit und Konsumverhalten
  • Kritische Betrachtung der Produktionsbedingungen in der Textilindustrie
  • Förderung einer reflektierten Haltung gegenüber Markenfixierung

Auszug aus dem Buch

Zur Imageproduktion durch Sportmodewerbung

Den großen Konzernen geht es darum, möglichst viele ihrer Produkte zu verkaufen, und dies mit allen Mitteln, vor allem aber mit der Hilfe von Werbung. Den größten Erfolg hat die Werbung dann, wenn Stars als Werbeträger eingesetzt werden. Dies führt dazu, dass man, sobald man etwas über den jeweiligen Star sieht oder liest diesen in Gedanken unmittelbar mit einer bestimmten Marke in Verbindung bringt. Umgekehrt genauso: ist die Rede von einer bestimmten Marke denkt man auch automatisch an deren berühmten Werbeträger. Besonders gut funktioniert diese Strategie mit Idolen Jungendlicher, die aus dem Bereich Sport und Musik stammen und für Dinge werben, die Jungendliche ansprechen.

Auch im Bereich Sport funktioniert die Vermarktung von Sportkleidung mit Hilfe berühmter Werbeträger. Das bekannteste Beispiel hierfür ist Michael Jordan, der für Nike wirbt und diese Firma damit erst richtig berühmt machte. Nike arbeitet nach drei Grundsätzen: Zuerst müssen berühmte Sportler geschaffen werden. Beim o.g. Beispiel kann man eine Wechselwirkung erkennen: einerseits wurde Jordan durch Nike erst weltberühmt, andererseits wurde die Firma Nike durch Jordans Fähigkeiten zum Inbegriff des Basketballsports. Vorher war es so, dass Sportler keine Superstars waren. Nike brachte eine Wendung in das Geschäft: die eigentliche „Subkultur“ wird plötzlich zum Mainstream. Die Nike Werbung mit Jordan, die sich zahlreicher Special Effects nach Hollywoodart bediente, vermittelte dem Zuschauer die Illusion: wenn du Nike trägst, kannst du fliegen und ganz toll Basketball spielen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Abschnitt erläutert den theoretischen Zusammenhang der Unterrichtsreihe mit dem vorangegangenen Seminar und beschreibt die pädagogische Struktur der geplanten Unterrichtseinheit.

Lernziele: Hier werden die angestrebten Kompetenzen der Schüler im Bereich der kritischen Medienkompetenz und des Bewusstseins für Konsumzusammenhänge definiert.

Vorüberlegung: Das Kapitel analysiert die Mechanismen der Imageproduktion durch Sportmodewerbung und thematisiert die prekären Arbeitsbedingungen in der globalen Textilproduktion.

Stundenverlauf: Dieser umfassende Teil detailliert die fünf Unterrichtsstunden, von der Hinführung über die Analyse von Markenimages bis hin zur kritischen Auseinandersetzung mit globalen Produktionsbedingungen.

Anhang: Der Anhang enthält Hintergrundinformationen zu den Arbeitsbedingungen bei adidas-Zulieferern in El Salvador sowie einen beispielhaften Protestbrief.

Schlüsselwörter

Sportmode, Identitätsbildung, Werbung, Imageproduktion, Konsumverhalten, Jugendliche, Produktionsbedingungen, Nike, adidas, Markenfixierung, Gruppenzugehörigkeit, Medienkompetenz, Vorbilder, Globalisierung, soziale Verantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit entwirft eine Unterrichtsreihe für die neunte Klasse, um Jugendliche für die Mechanismen der Werbung im Bereich Sportmode zu sensibilisieren und ihre Auswirkungen auf das Selbstbild zu untersuchen.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Reihe ab?

Zentrale Themen sind die psychologische Wirkung von Werbung, die Bedeutung von Marken für die jugendliche Identitätsfindung, Gruppendruck sowie die globalen Produktionsbedingungen in der Sportartikelindustrie.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsreihe?

Ziel ist es, dass Schüler erkennen, wie stark sie durch mediale Einflüsse und Vorbilder in ihrem Kaufverhalten beeinflusst werden und wie die Realität hinter den Werbeversprechen – insbesondere bei Produktionsbedingungen – aussieht.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?

Es kommen schülerzentrierte Methoden wie Mind-Mapping, Gruppenarbeit, Analyse von Werbeträgern und Textbearbeitung zum Einsatz, die durch eine abschließende Reflexion ergänzt werden.

Was wird im Hauptteil der Unterrichtseinheit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Hinführung zum Thema, die Analyse des eigenen Konsumverhaltens, die Dekonstruktion von Markenimages durch Stars und den kritischen Vergleich zwischen Marken- und No-Name-Produkten sowie die Thematisierung von Menschenrechten in der Produktion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Reihe?

Die Reihe wird primär durch Begriffe wie Imageproduktion, Markenfixierung, Identitätsbildung, soziale Verantwortung und kritische Medienkompetenz charakterisiert.

Wie wird das Thema der "Produktionsbedingungen" didaktisch eingebettet?

Das Thema wird über konkrete Fallbeispiele, wie die Berichterstattung über den Zulieferer Chi Fung in El Salvador, und durch das aktive Schreiben von Protestbriefen an Konzerne wie adidas behandelt.

Warum spielt der Aspekt der "Gruppenzugehörigkeit" eine so große Rolle?

Die Autorin argumentiert, dass Kleidung für Jugendliche als "Uniform" fungiert, um Zugehörigkeit zu demonstrieren oder sich abzugrenzen, was die Werbeindustrie gezielt durch Image-Marketing ausnutzt.

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Details

Title
Unterrichtsreihe zum Thema: Wie wichtig ist Sportkleidung?
Subtitle
Beeinflussung jugendlicher Identitätsbildung durch Werbung für Sportmode
College
University of Cologne  (Seminar für Kunst und Kunsttheorie, Abteilung Textilgestaltung und ihre Didaktik)
Course
Theorien zu Mode, Style, Körper und Medialität
Grade
1,5
Author
Andrea Schneider (Author)
Publication Year
2004
Pages
25
Catalog Number
V63553
ISBN (eBook)
9783638565783
ISBN (Book)
9783638669368
Language
German
Tags
Unterrichtsreihe Thema Sportkleidung Theorien Mode Style Körper Medialität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Schneider (Author), 2004, Unterrichtsreihe zum Thema: Wie wichtig ist Sportkleidung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63553
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