Diese Arbeit stellt verschiedene Entstehungstheorien zum Genus der Sprache vor. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den beiden theoretischen Standpunkten der Anhänger der Theorie der Analogischen Ausbreitung auf der einen Seite, sowie den Vertretern der Animismustheorie auf der anderen Seite. Die Sexustheorie wird hierbei ausgespart und erst bei der abschließenden Vorstellung der Animismustheorie wieder aufgreifen, da eine strikte Trennung zwischen Animismus und Sexus nicht möglich ist.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Hauptstandpunkte der Genusfunktion und -entstehung.
- 2.1. Theorien zur Genusfunktion
- 2.2. Theorien zur Genusentstehung
- 3. Analogische Ausbreitung..
- 3.1. Analogie: Allgemein
- 3.2. Analogie: Genus
- 4. Animismustheorie
- 4.1. Animismus: Allgemein.
- 4.2. Animismus: Genus.
- 4.3. Animismus und Sexus
- 5. Analogie vs. Animismus.
- 6. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Entstehung des grammatischen Genus in der Sprache. Der Fokus liegt dabei auf zwei dominierenden Theorien: der Analogischen Ausbreitung und der Animismustheorie. Die Arbeit untersucht die zentralen Argumente beider Theorien, beleuchtet ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede, und setzt sich kritisch mit ihren jeweiligen Stärken und Schwächen auseinander.
- Die Funktion des grammatischen Genus
- Die Entstehung des grammatischen Genus
- Die Theorie der Analogischen Ausbreitung
- Die Animismustheorie
- Der Vergleich zwischen Analogie und Animismus
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die grundlegende Fragestellung der Arbeit vor und erläutert die Auswahl der beiden Haupttheorien. Sie bietet einen Überblick über die Struktur der Arbeit und benennt die wichtigsten Themenbereiche.
Kapitel 2 beschäftigt sich mit der Funktion und Entstehung des grammatischen Genus. Es werden verschiedene Theorien zur Genusfunktion vorgestellt, darunter die formal-grammatische Genustheorie, die sexualistische Theorie und die pronominale Theorie. Im Anschluss werden die wichtigsten Theorien zur Genusentstehung, wie die Analogie- und die Animismustheorie, sowie die Rolle der Nativisten, Anomalisten und Anhänger der Sexustheorie, diskutiert.
Kapitel 3 befasst sich mit der Theorie der Analogischen Ausbreitung. Es wird zunächst der allgemeine Begriff der Analogie erklärt und im Anschluss auf die Anwendung dieser Theorie auf das grammatische Genus eingegangen. Der Standpunkt dieser Theorie wird mit Beispielen verdeutlicht.
Kapitel 4 präsentiert die Animismustheorie. Es wird der allgemeine Begriff des Animismus definiert und seine Anwendung auf das grammatische Genus untersucht. Die Ähnlichkeiten zwischen Animismus und Sexus werden hervorgehoben.
Kapitel 5 vergleicht die Theorie der Analogischen Ausbreitung mit der Animismustheorie und diskutiert ihre grundsätzlichen Gegensätzlichkeiten.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den folgenden Schlüsselbegriffen: grammatisches Genus, Genusfunktion, Genusentstehung, Analogie, Animismus, Sexus, Nativismus, Anomalismus, Vergleichende Sprachwissenschaft, Sprachentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grammatische Genus?
Es bezeichnet das grammatische Geschlecht von Wörtern (maskulin, feminin, neutrum), dessen Entstehung sprachwissenschaftlich unterschiedlich erklärt wird.
Was besagt die Theorie der Analogischen Ausbreitung?
Diese Theorie geht davon aus, dass sich das Genus durch Ähnlichkeiten und formale Angleichungen innerhalb des Wortschatzes verbreitet hat.
Was ist der Kern der Animismustheorie?
Sie besagt, dass frühen Sprachnutzern unbelebte Dinge als belebt (animiert) erschienen und ihnen daher ein geschlechtliches Genus zugewiesen wurde.
Hängen Animismus und Sexus zusammen?
Ja, die Arbeit zeigt, dass eine strikte Trennung nicht möglich ist, da die Zuweisung von Belebtheit oft mit biologischen Geschlechtsvorstellungen (Sexus) einhergeht.
Welche weiteren Funktionen des Genus gibt es?
Behandelt werden unter anderem die formal-grammatische Funktion, die sexualistische Theorie und die pronominale Theorie.
Wer sind "Anomalisten" in der Sprachwissenschaft?
Es sind Forscher, die sich mit Unregelmäßigkeiten in der Sprachentwicklung befassen, im Gegensatz zu den Vertretern systematischer Regeln.
- Quote paper
- Michael Heina (Author), 2006, Entstehungstheorien zum Genus der Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63555