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Eine Gegenüberstellung von kognitivem Lernen und Brain-Based Learning

Title: Eine Gegenüberstellung von kognitivem Lernen und Brain-Based Learning

Seminar Paper , 2005 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Melanie Brück (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Eigentlich wissen wir es alle: wir lernen nicht nur in Schulen und Universitäten, sondern wir lernen unser ganzes Leben lang. In Schulen und Universitäten fällt uns das Lernen jedoch meistens besonders schwer. Wir müssen uns mit Sachinhalten auseinandersetzen, die uns vielleicht gar nicht interessieren, die wir aber trotzdem irgendwie behalten müssen - zumindest bis zur nächsten Klausur, wo wir unser auswendiggelerntes Wissen „runterschreiben“ können, um es spätestens eine Woche danach wieder zu vergessen... Das kann doch nicht der wahre Sinn von Lernen sein! In seiner Freizeit, im Berufsleben, ja eigentlich jeden Tag, zu jeder Zeit, lernt der Mensch auch, allerdings dann eher unbewußt. Wenn man sich in seiner Freizeit mit etwas beschäftigt, steht eine ganz andere Motivation dahinter, als z. B. in der Schule Lateinvokabeln „büffeln“ zu müssen. Man verbindet positive Emotionen mit seinen Freizeittätigkeiten, so daß das Lernen da ganz leicht fällt und plötzlich sogar selbstverständlich wird. Mit diesem Phänomen beschäftigt sich die vorliegende Hausarbeit. Zu Beginn wird eine kurze Definition von „Lernen“ gegeben, schließlich ist dies der Kernbegriff der ganzen Arbeit. Dabei darf aber auch eine kurze Einführung in die physiologischen Grundlagen des Lernens nicht fehlen. Anschließend wird die kognitive Lernmethode und die noch recht neue Lernmethode des „Brain-Based Learning“ vorgestellt, wobei die wichtigsten Punkte gegenübergestellt werden. Am Ende der Arbeit wird versucht zu erläutern, welche Konsequenzen und Umstellungen Brain-Based Learning für den Schulalltag bedeuten würde. Vielleicht könnte man dadurch eines Tages wirklich erreichen, daß einem das Lernen in der Schule genauso leicht fällt, wie das Lernen in der Freizeit. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Lernen

2.1 Definition von Lernen

2.2 Physiologische Grundlagen für das Lernen

3. Kognitive Lerntheorie

3.1 Definition der kognitiven Lerntheorie

3.2 Lernen als Informationsverarbeitungsprozeß

4. Gehirn-fundiertes Lernen (Brain-Based Learning)

4.1 Definition von Brain-Based Learning

4.2 Aufbau von Brain-Based Learning

4.3 Motivation und Emotionen

5. Kognitives Lernen vs. Brain-Based Learning

6. Konsequenzen für den Schulalltag

7. Schlußbemerkung

8. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den physiologischen und psychologischen Grundlagen des Lernens auseinander und vergleicht die klassische kognitive Lerntheorie mit dem neueren Ansatz des "Brain-Based Learning", um Möglichkeiten für eine effektivere und motivierendere Gestaltung des Schulalltags aufzuzeigen.

  • Physiologische Grundlagen der neuronalen Informationsverarbeitung
  • Gegenüberstellung von kognitiven Informationsverarbeitungsprozessen und ganzheitlichem Lernen
  • Die zentrale Bedeutung von Emotionen und Motivation für den Lernerfolg
  • Praktische Implementierung von Brain-Based Learning im schulischen Kontext

Auszug aus dem Buch

4.2 Aufbau von Brain-Based Learning

Brain-Based Learning setzt sich nach R. N. und G. Caine aus zwölf Prinzipien zusammen (M. Arnold, 2002, S. 109), die auf die in Abschnitt 4.1 beschriebenen Ziele hinführen und im Folgenden kurz erläutert werden:

1. Das Gehirn ist ein lebendes System. Das menschliche Gehirn ist in der Lage auf verschiedenen Ebenen und auf vielerlei Weise gleichzeitig zu arbeiten. Der Mensch strebt danach, die Leistungsfähigkeit seines Gehirns zu steigern und auch gleichzeitig sich selbst zu schützen (Vermeidung von Schmerz und anderen möglichen Gefahren).

Eine Veränderung in solch einem lebenden System kann nur dann eintreten, wenn das System selbst die Gründe für eine Veränderung erkennt und akzeptiert. Die Menschen entscheiden also selbständig, was sie aufnehmen und wie sie damit umgehen werden.

2. Das Gehirn/ der Geist ist auf Sozialverhalten hin ausgerichtet. Wie schon in Abschnitt 2.2 erläutert, sind die ersten Lebenseindrücke und somit der Grad der geistigen Entwicklung stark vom sozialen Umfeld geprägt. Doch nicht nur im Säuglingsalter, sondern während des gesamten Lebens verändert sich das Gehirn/ der Geist durch die sozialen Beziehungen zu anderen Menschen. Diese sozialen Beziehungen wirken sich also auch stark auf die Lernvorgänge aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Diskrepanz zwischen unbewusstem, leichtem Lernen im Alltag und der oft als schwer empfundenen Lernsituation in Schule und Universität.

2. Lernen: Dieses Kapitel definiert Lernen als Verhaltensänderung durch Erfahrung und erläutert die anatomischen sowie physiologischen Grundlagen der neuronalen Informationsübertragung.

3. Kognitive Lerntheorie: Hier wird der Fokus auf interne Denkprozesse gelegt und das Modell des Lernens als Informationsverarbeitung über verschiedene Gedächtnisspeicher beschrieben.

4. Gehirn-fundiertes Lernen (Brain-Based Learning): Dieser Abschnitt führt den ganzheitlichen Ansatz ein, der Emotionen, Motivation und das Bedürfnis nach Sinnsuche in den Lernprozess integriert.

5. Kognitives Lernen vs. Brain-Based Learning: Es erfolgt eine Gegenüberstellung, bei der die Weiterentwicklung von reiner Informationsverarbeitung hin zur Berücksichtigung der Individualität und Emotionalität des Schülers hervorgehoben wird.

6. Konsequenzen für den Schulalltag: Dieses Kapitel diskutiert notwendige systemische Veränderungen, um ein schülerorientiertes und motivierendes Lernklima zu schaffen.

7. Schlußbemerkung: Die Autorin resümiert die Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung und betont die Wichtigkeit der Lehrermotivation.

8. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Lernen, Kognitive Lerntheorie, Brain-Based Learning, Gehirnforschung, Informationsverarbeitung, Gedächtnis, Motivation, Emotionen, Neurodidaktik, ganzheitliches Lernen, schülerorientierter Unterricht, Lehr-Lern-Prozesse, Intrinsische Motivation, Neuronale Musterbildung, Schulsystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen des Lernens und vergleicht das klassische kognitive Modell mit dem modernen Ansatz des "Brain-Based Learning".

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die physiologischen Voraussetzungen im Gehirn, der Ablauf der Informationsverarbeitung, die Rolle von Motivation und Emotion sowie die Anwendung dieser Erkenntnisse im Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Mehrwert des Brain-Based Learning gegenüber rein kognitiven Modellen aufzuzeigen und Strategien zu finden, wie Lernen in der Schule natürlicher und effektiver gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Gegenüberstellung von fachwissenschaftlicher Literatur und didaktischen Konzepten der Neurodidaktik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Lernen, die Erklärung des kognitiven Lernmodells, die detaillierte Vorstellung der zwölf Prinzipien des Brain-Based Learning sowie deren praktische Relevanz für den Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie ganzheitliches Lernen, intrinsische Motivation, neuronale Musterbildung und die Überwindung des lehrerzentrierten Frontalunterrichts charakterisiert.

Was versteht man unter dem Begriff "Tiefenbedeutung" im Brain-Based Learning?

Tiefenbedeutung bezeichnet die "Leidenschaft für die Sache", die als essenziell für die intrinsische Motivation angesehen wird, um Lerninhalte dauerhaft zu verankern.

Wie unterscheidet sich "Brain-Based Learning" vom klassischen kognitiven Lernen in Bezug auf Emotionen?

Während klassische kognitive Modelle Emotionen lange Zeit als schwer erfassbare Variablen ausklammerten, sieht Brain-Based Learning diese als entscheidende Faktoren für die Musterbildung und den Lernerfolg an.

Warum ist laut der Arbeit eine Umstrukturierung des Schulsystems notwendig?

Das aktuelle System ist zu stark auf extrinsische Motivation (Noten) und Auswendiglernen ausgerichtet, was laut der Autorin der individuellen und kreativen Entwicklung der Schüler entgegensteht.

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Details

Title
Eine Gegenüberstellung von kognitivem Lernen und Brain-Based Learning
College
University of Cologne  (Pädagogisches Seminar)
Course
Oberseminar: Motivierende Seminarformen
Grade
2,0
Author
Melanie Brück (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V63732
ISBN (eBook)
9783638567084
ISBN (Book)
9783656788102
Language
German
Tags
Eine Gegenüberstellung Lernen Brain-Based Learning Oberseminar Motivierende Seminarformen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Brück (Author), 2005, Eine Gegenüberstellung von kognitivem Lernen und Brain-Based Learning, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63732
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