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Unterrichtsplanung: Das Hamburger Modell

Title: Unterrichtsplanung: Das Hamburger Modell

Presentation (Elaboration) , 2006 , 35 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Diplom-Pflegepädagogin (FH) Andrea-Eva Schwarz (Author), U. Natour (Author), A. Ludwig (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Das Berliner Modell wurde von Paul Heimann zusammen mit seinen Mitarbeitern Gunter Otto und Wolfgang Schulz in Berlin entwickelt. Diese Berliner Didaktik stellte in den 60er und 70er Jahren die wesentlichste Konkurrenz zur Bildungstheoretischen Didaktik dar. Sie wurde im Gegensatz dazu, statt auf dem Bildungsbegriff, auf dem Lernbegriff aufgebaut und nannte sich deshalb „lerntheoretische Didaktik“.
Schulz arbeitete in den späten 60er Jahren, nach Paul Heimanns Tod, zunehmend intensiv an einer Neufassung der Berliner Didaktik.

Anfang der 70er Jahre entwickelte Schulz in Zusammenarbeit mit Gunter Otto in Hamburg ein komplexeres Modell zur Unterrichtsplanung. Dieses war im Gegensatz zur lerntheoretisch fundierten Berliner Didaktik fortan lehrtheoretisch fundiert und nannte sich deshalb „Das Hamburger Modell der lehrtheoretischen Didaktik“.

Schulz gibt den Anspruch der Berliner Didaktik, ein wertfreies Analyse- und Planungsmodell für den Unterricht zu liefern, auf. Er stellt Unterricht, ähnlich wie Klafki, unter die Norm von drei allgemeinen Lernzielen: Autonomie, Kompetenz, Solidarität.

1980 wurde das Hamburger Modell in dem Buch „Unterrichtsplanung“ veröffentlicht.

Diese Arbeit stellt die schriftliche Ausarbeitung eines 240-minütigen Vortrags über das Hamburger Modell im Rahmen des Pflegepädagogikstudiums an der Evangelischen Fachhochschule in Ludwigshafen dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. VOM BERLINER MODELL ZUM HAMBURGER MODELL

2. GRUNDPRINZIPIEN DES MODELLS

2.1 PRINZIP DER INTERAKTION

2.2 PRINZIP DER VARIABILITÄT

2.3 PRINZIP DER INTERDEPENDENZ

2.4 PRINZIP DER KONTROLLIERBARKEIT

3. PERSPEKTIVPLANUNG DES UNTERRICHTS

4. DIE UMRISSPLANUNG

4.1 BEDINGUNGEN:

4.2 PRÄMISSEN UND GRUNDAUSSAGEN

4.3 DIE HANDLUNGSMOMENTE DES UNTERRICHTS

5. PROZESSPLANUNG

5.1 PRINZIPIEN DER PLANUNG:

6. DIE LAUFENDE PLANUNGSKORREKTUR

7. DAS HAMBURGER MODELL – EINE FEIERTAGSDIDAKTIK?

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Hamburger Modell der lehrtheoretischen Didaktik von Wolfgang Schulz. Ziel ist die Darstellung dieses allgemein didaktischen Modells zur Unterrichtsplanung sowie eine kritische Auseinandersetzung mit dessen Umsetzbarkeit und Anspruch, wobei insbesondere die Anforderungen an die Emanzipation und Selbstbestimmung der Lernenden im Vordergrund stehen.

  • Historische Entwicklung vom Berliner zum Hamburger Modell
  • Die Grundprinzipien Interaktion, Variabilität, Interdependenz und Kontrollierbarkeit
  • Struktur der Unterrichtsplanung auf verschiedenen Ebenen (Perspektiv-, Umriss-, Prozessplanung)
  • Die Rolle der Emanzipation als zentraler Leitgedanke
  • Kritische Reflexion des Modells im Hinblick auf seine Praxisnähe und den Vorwurf der "Feiertagsdidaktik"

Auszug aus dem Buch

1. Vom Berliner Modell zum Hamburger Modell

Das Berliner Modell wurde von Paul Heimann zusammen mit seinen Mitarbeitern Gunter Otto und Wolfgang Schulz in Berlin entwickelt. Diese Berliner Didaktik stellte in den 60er und 70er Jahren die wesentlichste Konkurrenz zur Bildungstheoretischen Didaktik dar.

Sie wurde im Gegensatz dazu statt auf dem Bildungsbegriff auf dem Lernbegriff aufgebaut und nannte sich deshalb „lerntheoretische Didaktik“. Die Stukturanalyse mit ihren Bedingungs-, und Entscheidungsfeldern ist dabei die oberste Voraussetzung der Unterrichtsplanung. Als erste Reflexionsebene sollte sie der Ermittlung aller den Unterricht bedingenden Faktoren dienen.

Schulz arbeitete in den späten 60er Jahren, nach Paul Heimanns Tod, zunehmend intensiv an einer Neufassung der Berliner Didaktik.

Anlass für die Weiterentwicklung:

Kritische Einwände von Erziehungswissenschaftlern, die das Postulat der Wertfreiheit des Berliner Modells anzweifelten.

Einfluss durch die Kritische Theorie der Frankfurter Schule

Die Vorstellung eines allgemeingültigen, objektiven Verständnisses von Unterrichtstheorie musste aufgegeben werden zugunsten der Ideologiekritik

Wissenschaft kann nicht länger wertneutral sein, da sie die gesellschaftlichen Strukturen verändern soll

pädagogische Forderungen im Zuge der 68’er Studentenbewegungen

Kritik an den systembedingten Herrschaftsstrukturen

Forderung nach Emanzipation des einzelnen Menschen vor Fremdbestimmung

Anfang der 70er Jahre entwickelte Schulz in Zusammenarbeit mit Gunter Otto in Hamburg ein komplexeres Modell zur Unterrichtsplanung. Dieses war im Gegensatz zur lerntheoretisch fundierten Berliner Didaktik fortan lehrtheoretisch fundiert und nannte sich deshalb „Das Hamburger Modell der lehrtheoretischen Didaktik“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. VOM BERLINER MODELL ZUM HAMBURGER MODELL: Dieses Kapitel skizziert die historische Genese des Hamburger Modells aus der Berliner Didaktik heraus, beeinflusst durch gesellschaftspolitische Bewegungen der späten 60er Jahre.

2. GRUNDPRINZIPIEN DES MODELLS: Hier werden die wesentlichen Stützpfeiler des Modells – Interaktion, Variabilität, Interdependenz und Kontrollierbarkeit – als Handlungsmodell eines respektvollen Dialogs zwischen Lehrenden und Lernenden erläutert.

3. PERSPEKTIVPLANUNG DES UNTERRICHTS: Das Kapitel behandelt die langfristige Planungsebene und führt den zentralen Leitbegriff der Emanzipation sowie den Richtzielkatalog ein.

4. DIE UMRISSPLANUNG: Diese Ebene befasst sich mit der Vorbereitung von Unterrichtseinheiten durch die Festlegung von Rahmenbedingungen, Zielsetzungen und Vermittlungsvariablen.

5. PROZESSPLANUNG: Hier wird die konkrete, kurzfristige Ausgestaltung des Unterrichtsablaufs durch den gemeinsamen Plan von Lehrenden und Lernenden thematisiert.

6. DIE LAUFENDE PLANUNGSKORREKTUR: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit und den Umgang mit Planungsänderungen während des laufenden Unterrichtsgeschehens.

7. DAS HAMBURGER MODELL – EINE FEIERTAGSDIDAKTIK?: Die abschließende kritische Reflexion diskutiert die praktische Anwendbarkeit des Modells und seine Rolle als Idealbild didaktischen Handelns.

Schlüsselwörter

Hamburger Modell, lehrtheoretische Didaktik, Unterrichtsplanung, Emanzipation, Interaktion, Planungsebenen, Perspektivplanung, Umrissplanung, Prozessplanung, Schülermitbestimmung, Selbstbestimmung, Didaktik, Wolfgang Schulz, Bildungsziel, Partizipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Hamburger Modell der Unterrichtsplanung nach Wolfgang Schulz, seine theoretische Fundierung sowie die daraus abgeleiteten Prinzipien für die praktische pädagogische Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder des Modells?

Zentrale Themen sind der Übergang von der lerntheoretischen zur lehrtheoretischen Didaktik, die Emanzipation der Schüler, der Dialog zwischen Lehrenden und Lernenden sowie die dynamische Unterrichtsplanung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Darstellung des Hamburger Modells als Handlungsmodell und die Diskussion seiner Rolle als emanzipatorischer Ansatz, der eine Balance zwischen institutionellen Anforderungen und der Selbstbestimmung der Lernenden sucht.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine theoretische Analyse und Aufarbeitung von Fachliteratur durch, um die von Wolfgang Schulz entwickelten Konzepte systematisch darzustellen und kritisch zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundprinzipien des Modells und die detaillierte Beschreibung der vier Planungsebenen: Perspektiv-, Umriss- und Prozessplanung sowie die laufende Planungskorrektur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch die Begriffe Hamburger Modell, Emanzipation, Unterrichtsplanung, Interaktion und Schülerorientierung geprägt.

Warum wird das Modell auch als "Feiertagsdidaktik" bezeichnet?

Der Begriff hinterfragt, ob die hohen Ansprüche des Modells bezüglich der Partizipation und Emanzipation unter den realen, oft eingeschränkten institutionellen Rahmenbedingungen von Schulen tatsächlich im Alltag umsetzbar sind.

Welche Rolle spielt die "themenzentrierte Interaktion" (TZI) für Schulz?

Schulz nutzt das TZI-Konzept von Ruth Cohn als methodische Grundlage, um die Balance zwischen den Interessen des Individuums (Ich), der Gruppe (Wir) und des Sachbezugs (Es) im Unterricht sicherzustellen.

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Details

Title
Unterrichtsplanung: Das Hamburger Modell
College
University of Applied Sciences Ludwigshafen
Course
Theorien und Modelle der Allgemeinen Didaktik und Fachdidaktik Pflege
Grade
1,0
Authors
Diplom-Pflegepädagogin (FH) Andrea-Eva Schwarz (Author), U. Natour (Author), A. Ludwig (Author)
Publication Year
2006
Pages
35
Catalog Number
V63850
ISBN (eBook)
9783638567978
ISBN (Book)
9783638669566
Language
German
Tags
Unterrichtsplanung Hamburger Modell Theorien Modelle Allgemeinen Didaktik Fachdidaktik Pflege
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Pflegepädagogin (FH) Andrea-Eva Schwarz (Author), U. Natour (Author), A. Ludwig (Author), 2006, Unterrichtsplanung: Das Hamburger Modell, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63850
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