In dieser Arbeit wird der Schwerpunkt auf dem Beitrittskandidaten Türkei liegen. Zunächst wird die Historie der Beziehungen zwischen der Europäischen Union und der Türkei dargestellt werden. Außerdem werden Fragestellungen behandelt, inwieweit die Türkei schon die Beitrittskriterien erfüllt oder nicht erfüllt sowie wie die Perspektiven für die Zukunft aussehen bezüglich der Aufnahme von Beitrittsgesprächen.
Im zweiten Teil der Arbeit soll die europäische Integrationspolitik kurz dargestellt werden, um danach zu den Integrationstheorien und Leitbildern für die Integration und Vertiefung überzugehen. Zusätzlich sollen die in Nizza aufgestellten vier Hauptthemen aus Sicht der Türkei beantwortet werden.
Bei der Bearbeitung der Arbeit wurde z.T. türkische Literatur benutzt, jedoch muss erwähnt werden, dass bezüglich der theoretischen Fragestellungen keinerlei türkischsprachige Literatur gefunden werden konnte. Da die Türkei z.Zt. fieberhaft versucht, die Kopenhagener Kriterien zu erfüllen, besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass zumindest in der Gesellschaft aber auch in der Politik nicht viel über die Finalitätsdebatten der EU diskutiert wird. Außer einer Erklärung des türkischen Außenministers zu den vier auf Nizza aufgeworfenen Fragestellungen konnten keinerlei Stellungnahmen aus der Türkei zu diesem Thema gefunden werden.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG.
- ENTWICKLUNG DER BEZIEHUNGEN
- ASSOZIIERUNGSABKOMMEN.
- MITGLIEDSCHAFTSANTRAG
- ZOLLUNION
- BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DER EU UND DER TÜRKEI SEIT BEGINN DES
ERWEITERUNGSPROZESSES
- LUXEMBURGER GIPFEL
- HELSINKI-GIPFEL
- HERANFÜHRUNG AN DIE EU.
- KOPENHAGENER KRITERIEN
- AKTUELLER STAND IN DER TÜRKEI BEZÜGLICH DER KOPENHAGENER KRITERIEN.
- BESONDERE PROBLEMFELDER...
- EUROPÄISCHER INTEGRATIONSPROZESS.
- INTEGRATIONSTHEORIEN.
- LEITBILDERDEBATTE AUS TÜRKISCHER SICHT.
- TÜRKISCHE POSITIONEN ZU DEN 4 TOPICS DER POST-NIZZA-AGENDA
- AUSBLICK
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf die Türkei als Beitrittskandidaten zur Europäischen Union. Sie beleuchtet zunächst die historische Entwicklung der Beziehungen zwischen der EU und der Türkei und analysiert, inwieweit die Türkei bereits die Beitrittskriterien erfüllt und wie die Zukunftsperspektiven bezüglich der Aufnahme von Beitrittsgesprächen aussehen.
- Historische Entwicklung der Beziehungen zwischen der EU und der Türkei
- Bewertung der Erfüllung der Beitrittskriterien durch die Türkei
- Zukunftsperspektiven der Aufnahme von Beitrittsgesprächen
- Europäische Integrationspolitik und ihre Theorie
- Integrationstheorien und Leitbilder aus türkischer Sicht
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Schwerpunkt der Arbeit auf den Beitrittskandidaten Türkei dar und gibt einen Überblick über die behandelten Themen. Das Kapitel "Entwicklung der Beziehungen" beleuchtet die historischen Beziehungen zwischen der EU und der Türkei, beginnend mit dem Assoziierungsabkommen von 1963. Es werden die Ziele des Abkommens, die schrittweise Errichtung einer Zollunion und die Heranführung an eine Vollmitgliedschaft, sowie die Umsetzungsschwierigkeiten und die Bedeutung des Zusatzprotokolls von 1973 erläutert.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt zentrale Themen wie die Europäische Integration, die Türkei als Beitrittskandidaten, die Beziehungen zwischen der EU und der Türkei, das Assoziierungsabkommen, die Kopenhagener Kriterien, Integrationstheorien und Leitbilder, die türkische Sicht auf die Post-Nizza-Agenda sowie die Folgen des Modernisierungsprozesses der Türkei für die Europäische Union.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die "Kopenhagener Kriterien"?
Dies sind die Voraussetzungen, die ein Land erfüllen muss, um der EU beizutreten. Sie umfassen stabile demokratische Institutionen, Rechtsstaatlichkeit, eine funktionsfähige Marktwirtschaft und die Übernahme des EU-Rechtsbesitzes.
Seit wann bestehen offizielle Beziehungen zwischen der EU und der Türkei?
Die Beziehungen reichen weit zurück, insbesondere zum Assoziierungsabkommen von 1963, das bereits das Ziel einer Zollunion und einer späteren Vollmitgliedschaft formulierte.
Welche Bedeutung hatten die Gipfel von Luxemburg und Helsinki?
Diese Gipfel waren entscheidende Meilensteine im Erweiterungsprozess, bei denen die Türkei offiziell als Beitrittskandidat eingestuft und der Weg für eine Heranführung an die EU geebnet wurde.
Welche Problemfelder erschweren den EU-Beitritt der Türkei?
Zu den kritischen Punkten zählen die vollständige Erfüllung der politischen Kriterien, Menschenrechte sowie die Anpassung an die wirtschaftlichen Standards der Union.
Was ist die "Post-Nizza-Agenda" aus türkischer Sicht?
Es handelt sich um die Debatte über die Zukunft und Finalität der EU nach dem Vertrag von Nizza, zu der sich die Türkei im Hinblick auf ihre eigene Integrationsperspektive positioniert hat.
- Quote paper
- MA Kamuran Kayhan (Author), 2002, EU-Beitrittskandidat Türkei, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63973