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Kommunales Beteiligungsmanagement: Überblick über Aufgaben und Instrumente der Funktionsbereiche

Title: Kommunales Beteiligungsmanagement: Überblick über Aufgaben und Instrumente der Funktionsbereiche

Term Paper , 2005 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Diplom-Betriebswirtin Sandy Krapohl (Author)

Business economics - Controlling
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Die Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Betätigung der Städte und Kommunen haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Insbesondere die schlechte Finanzsituation und die stetig wachsenden Aufgaben der öffentlichen Hand haben die Kommunen und Städte dazu veranlasst, vermehrt Teile ihrer Aufgabenerfüllung aus der Kommunalverwaltung in öffentlich-rechtliche oder privat-rechtliche Organisationsformen auszugliedern oder an Dritte zu übertragen. Ursprünglich betraf dies vor allem die Aufgabenbereiche der Daseinsvorsorge und Randbereiche der Verwaltung wie das Gebäudemanagement. Heute werden in wachsendem Maße auch typische Kernbereiche wie Wirtschaftsförderung und Kultur ausgegliedert. In der Praxis werden zunehmend kommunale Eigenbetriebe in privatrechtliche Organisationsformen, vorzugsweise in die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) umgewandelt. Diese sind von kommunalen Gesetzen unabhängig und verfügen über eine eigene Personalhoheit.

Die kommunalen Beteiligungen sind von hoher finanzwirtschaftlicher Bedeutung für die Kommune. In ihnen sind öffentliche Gelder gebunden, die oft die im Kernhaushalt gebundenen Finanzmittel übersteigen. Nach Möglichkeit sollen diese Unternehmen einen positiven Beitrag zum kommunalen Haushalt erwirtschaften. Aus dieser Zielsetzung und der öffentlichen Aufgabenverantwortung heraus ergibt sich die Notwendigkeit, die kommunalen Beteiligungen aktiv zu steuern und mögliche Synergieeffekte zu nutzen. Im Rahmen eines professionellen Beteiligungsmanagements kann die Kommune sicherstellen, dass die Beteiligungsunternehmen die ihnen übertragenen öffentlichen Aufgaben den quantitativen, qualitativen und finanziellen Vorgaben entsprechend erbringen. Dabei sollte aber auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Selbständigkeit der Unternehmen einerseits und der Einflussnahme der Kommune durch steuernde und kontrollierende Maßnahmen andererseits geachtet werden.

Nach der Klärung des Begriffs kommunale Beteiligungen wird das Beteiligungsmanagement in Kommunen kurz erläutert. Im Anschluss werden die jeweiligen Aufgaben und Instrumente der drei Funktionsbereiche des kommunalen Beteiligungsmanagements - Beteiligungsverwaltung, Beteiligungscontrolling und Mandatsträgerbetreuung - beschrieben. Abschließend erfolgt die Betrachtung der organisatorischen Einbindung des Beteiligungsmanagements. Abhängig von der Zielsetzung der Beteiligungspolitik sollte es entweder innerhalb oder außerhalb der Verwaltung angesiedelt sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

3 Einleitung - „Der Trend zur Ausgliederung kommunaler Aufgaben und die Notwendigkeit eines professionellen Beteiligungsmanagements“

4 Grundlagen und Begriffe

4.1 Kommunale Beteiligungen

4.2 Beteiligungsmanagement in Kommunen

5 Funktionsbereiche des Beteiligungsmanagements

5.1 Beteiligungsverwaltung

5.1.1 Vielfältige Aufgaben

5.1.2 Instrumente

5.2 Beteiligungscontrolling - Steuerung der Beteiligungen

5.2.1 Begriffsklärung

5.2.2 Aufgaben des strategischen und operativen Controlling

5.2.3 Steuerungsinstrumente

5.3 Mandatsträgerbetreuung

5.3.1 Notwendige Voraussetzungen

5.3.2 Fachliche Unterstützung der Mandatsträger

5.3.3 Organisation von Schulungen

6 Organisatorische Einbindung des Beteiligungsmanagements in der Praxis

6.1 Verwaltungsinterne Organisation

6.2 Verwaltungsexterne Organisation

7 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert die Notwendigkeit und praktische Ausgestaltung eines professionellen kommunalen Beteiligungsmanagements angesichts der zunehmenden Ausgliederung öffentlicher Aufgaben. Ziel ist es, Aufgaben und Instrumente der zentralen Funktionsbereiche aufzuzeigen und organisatorische Möglichkeiten für die Implementierung in der Verwaltung zu bewerten.

  • Grundlagen und Definitionen kommunaler Beteiligungsformen
  • Aufgabenbereiche: Beteiligungsverwaltung, Beteiligungscontrolling und Mandatsträgerbetreuung
  • Methoden des strategischen und operativen Beteiligungscontrollings
  • Organisatorische Einbindungsmodelle (verwaltungsintern vs. verwaltungsextern)

Auszug aus dem Buch

(1) Aufgabenkritik

Im Rahmen der Aufgabenkritik werden sämtliche kommunale Aufgaben auf ihre aktuelle Notwendigkeit hin überprüft. Ziel ist es, Aufgaben die nicht mehr der Zweckerfüllung dienen („überholte Aufgaben“), aufzudecken und die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen.52 Die Aufgabenkritik als Instrument des strategischen Beteiligungscontrollings bedient sich verschiedener Analysen. Bei der in Abbildung 3 dargestellten Portfolioanalyse werden beispielsweise die mit der Aufgabenerfüllung betrauten kommunalen Beteiligungen unter strategischen Gesichtspunkten hinsichtlich ihrer relativen Wettbewerbsstärke und Marktattraktivität in einer Matrix mit den Ausprägungen „hoch“, „mittel“ und „niedrig“ kategorisiert.

In Abhängigkeit von ihrer Einordnung sind die weiteren Handlungsalternativen für die Beteiligungen abzuleiten. Bei hoher Marktattraktivität und Wettbewerbsstärke sollten beispielsweise Maßnahmen zur Absicherung der erreichten Position, sowie zur Wachstumssteigerung durchgeführt werden. Sind beide Ausprägungen aber niedrig, sollten Maßnahmen zur Rationalisierung durchgeführt werden, um die vorhandenen Defizite zu minimieren. Weitere für die Aufgabenkritik geeignete Analysen sind die SWOT-Analyse, die Wettbewerbsanalyse und die Potenzialanalyse.53

Zusammenfassung der Kapitel

3 Einleitung - „Der Trend zur Ausgliederung kommunaler Aufgaben und die Notwendigkeit eines professionellen Beteiligungsmanagements“: Die Einleitung beleuchtet den Wandel durch Ausgliederungen aufgrund der schlechten Finanzlage und leitet die Notwendigkeit einer aktiven, professionellen Steuerung der Beteiligungen ab.

4 Grundlagen und Begriffe: Dieses Kapitel definiert den Begriff der kommunalen Beteiligungen im engen und weiten Sinne und erläutert die Grundsätze des Beteiligungsmanagements.

5 Funktionsbereiche des Beteiligungsmanagements: Hier werden die Kernbereiche Beteiligungsverwaltung, Beteiligungscontrolling und Mandatsträgerbetreuung mit ihren spezifischen Aufgaben und Instrumenten detailliert vorgestellt.

6 Organisatorische Einbindung des Beteiligungsmanagements in der Praxis: Das Kapitel vergleicht verwaltungsinterne Organisationsmöglichkeiten mit externen Modellen, wie Holding-Strukturen oder Beratungsgesellschaften.

7 Fazit: Das Fazit stellt fest, dass professionelles Beteiligungsmanagement oft noch unterentwickelt ist, aber angesichts des Wettbewerbsdrucks eine unverzichtbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Aufgabenerfüllung bleibt.

Schlüsselwörter

Kommunale Beteiligungen, Beteiligungsmanagement, Beteiligungsverwaltung, Beteiligungscontrolling, Mandatsträgerbetreuung, Ausgliederung, Aufgabenerfüllung, Kennzahlensystem, Aufgabenkritik, Holding-Modell, Strategische Steuerung, Operatives Controlling, Wirtschaftsplanung, Haushaltsentlastung, Kommunalverwaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der professionellen Steuerung und Kontrolle kommunaler Unternehmen, die aus der Kernverwaltung ausgegliedert wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Verwaltung der Beteiligungsakten, das wirtschaftliche Controlling der Unternehmen sowie die Unterstützung der politischen Mandatsträger.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, einen Überblick über die Funktionsbereiche des Beteiligungsmanagements zu geben und aufzuzeigen, wie Kommunen ihre Unternehmen effektiv steuern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung auf Basis einer Literaturanalyse zum aktuellen Stand des kommunalen Beteiligungsmanagements.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die drei Funktionsbereiche (Verwaltung, Controlling, Mandatsträgerbetreuung) und diskutiert verschiedene organisatorische Einbindungsmodelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Kommunale Beteiligungen, Beteiligungscontrolling, Holding-Modelle und strategische Steuerung.

Warum ist die Aufgabenkritik als Instrument so wichtig?

Sie dient dazu, "überholte Aufgaben" zu identifizieren und mittels Portfolioanalyse zu entscheiden, ob Beteiligungen gestärkt, rationalisiert oder privatisiert werden sollten.

Welche Rolle spielen die Mandatsträger?

Sie vertreten die Interessen der Kommune in den Aufsichtsgremien der Unternehmen und benötigen daher fachliche Unterstützung und Schulungen durch die Verwaltung.

Welchen Vorteil bietet das Holding-Modell?

Es ermöglicht eine einheitliche strategische Gesamtsteuerung der Tochtergesellschaften und bietet Potenziale für Ergebnisausgleich und Synergien.

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Details

Title
Kommunales Beteiligungsmanagement: Überblick über Aufgaben und Instrumente der Funktionsbereiche
College
University of Applied Sciences Frankfurt am Main  (Fachbereich 3: Wirtschaft und Recht)
Course
Wirtschaftliche Aktivitäten in Kommunen
Grade
1,7
Author
Diplom-Betriebswirtin Sandy Krapohl (Author)
Publication Year
2005
Pages
25
Catalog Number
V64107
ISBN (eBook)
9783638569996
ISBN (Book)
9783638731973
Language
German
Tags
Kommunales Beteiligungsmanagement Aufgaben Instrumente Funktionsbereiche Wirtschaftliche Aktivitäten Kommunen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Betriebswirtin Sandy Krapohl (Author), 2005, Kommunales Beteiligungsmanagement: Überblick über Aufgaben und Instrumente der Funktionsbereiche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64107
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