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Grenzüberschreitungen und Vernetzungen im Parzival Wolframs von Eschenbach: Artusrunde und Artusgesellschaft

Titre: Grenzüberschreitungen und Vernetzungen im Parzival Wolframs von Eschenbach: Artusrunde und Artusgesellschaft

Dossier / Travail de Séminaire , 2005 , 24 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Marcus Deuchler (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale
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Résumé Extrait Résumé des informations

Der thematische Teil der folgenden Ausarbeitung gliedert sich in drei Kapitel. Zunächst werde ich mich mit den Ergebnissen der traditionsreichen Wolfram-Forschung auseinandersetzen, hinsichtlich der Forschungslage zur Artuswelt, den wichtigsten Figuren, Lebensformen und Problemen im „Parzival“ die vor und nach Erscheinen von Bumkes Literaturbericht veröffentlicht wurden. Das zentrale und zugleich umfangreichste Kapitel behandelt die Lebensform der Artuswelt im „Parzival“. Die Schwerpunkte bilden die Fragen nach der Struktur und Ausprägung des Königtums, dem Aufbau und der Bedeutung des Artushofs und der Struktur und Funktion der Tafelrunde. Abschließend werde ich den Aspekt von Ritterschaft und Aventiure als besonderen Lebensstil der Artuswelt aufgreifen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Beiträge der Forschung zur Artuswelt und ihren Repräsentanten

3. Die Lebensformen der Artuswelt

3.1 Artuskönigtum

3.2 Die Rolle der Königin Ginover in der Artuswelt

3.4 Die Tafelrunde

4. Die Ritterschaft als Beispiel arturischen Lebensstils

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die soziologische und strukturelle Beschaffenheit der Artuswelt in Wolframs von Eschenbach "Parzival", um die gesellschaftliche Funktion des Artushofs und der Tafelrunde innerhalb des epischen Weltensystems zu analysieren.

  • Forschungskontext der Artuswelt im "Parzival"
  • Strukturen und Machtbefugnisse des Artuskönigtums
  • Die diplomatische und soziale Rolle der Königin Ginover
  • Der Artushof als zentraler Bezugs- und Orientierungspunkt
  • Funktionsweise und Aufnahmekriterien der Tafelrunde
  • Ritterschaft als ritueller und ethischer Lebensstil

Auszug aus dem Buch

3.3 Artushof – das Zentrum des höfischen Lebens in der Ritterwelt

Der Artushof ist das Zentrum eines aristokratisch geprägten Lebensraums, deren Repräsentanten, die bereits in den vorangegangenen Kapiteln genannten, Artus und Ginover sind. Der Artushof ist der Ausgangspunkt für würdige Heldentaten, die Zufluchtsstätte für Menschen in Not, der Ort des Friedens und der „Joie“ und eine entscheidende juristische Instanz.

Im „Parzival“ wird der Artushof von Beginn an als geselliger Ort an dem reges Treiben herrscht, dargestellt. Als Parzival am Artushof in Nantes ankommt, ist er postwendend von unzähligen Menschen umgeben: dâ volgeten im diu kindelîn ûf den hof für den palas, dâ maneger slahte fuore was. schiere wart umb in gedranc. (147,12-15)

Die Herrschaftsform Artus´ ist das im Mittelalter übliche Reisekönigtum oder auch Reiseherrschaft genannt. Das Zentrum des Reichs ist der reisende Artushof. Zu ihm gehört sein persönliches Gefolge, wie die Inhaber der Hofämter, die alle mit der Unterbringung, Versorgung und Verwaltung des Hofes zu tun haben. Die Hofkapelle war ein fester Bestandteil des Königshofes. Die Hofkapläne waren für den Gottesdienst bei Hofe und für die Herstellung der Königsurkunden verantwortlich. Auf der Königsreise kommt ein ständiges wechselndes weiteres Gefolge dazu.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Forschungsgeschichte zur Artuswelt und umreißt die methodische Vorgehensweise sowie die zentralen Themen der Arbeit.

2. Beiträge der Forschung zur Artuswelt und ihren Repräsentanten: Hier wird die Entwicklung der "Parzival"-Forschung beleuchtet, von der frühen religiösen Deutung hin zu moderneren, strukturellen Betrachtungen der arturischen Lebensform.

3. Die Lebensformen der Artuswelt: Dieses Hauptkapitel analysiert das Artuskönigtum, die Vermittlerrolle der Königin Ginover sowie die zentrale Bedeutung des Artushofs und der Tafelrunde für die höfische Welt.

4. Die Ritterschaft als Beispiel arturischen Lebensstils: Das Kapitel erläutert die ethischen Grundlagen der ritterlichen Bewährung, das Motiv der Minne und die soziale Schutzfunktion, die ritterliches Handeln im Roman prägt.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Befund, dass Wolfram kein utopisches Ideal entwirft, sondern die Ambivalenz und Unvollkommenheit eines gesellschaftlichen Systems darstellt, das dennoch eine stabilisierende Wirkung ausübt.

Schlüsselwörter

Parzival, Wolfram von Eschenbach, Artuswelt, Artushof, Tafelrunde, Ritterschaft, Artuskönigtum, Aventiure, Höfische Kultur, Mittelalter, Literaturwissenschaft, Ginover, Gawan, Minnerittertum, Gesellschaftsmodell

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Ausarbeitung untersucht die soziologische Struktur und die gesellschaftliche Bedeutung der Artuswelt innerhalb von Wolframs "Parzival".

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen das Artuskönigtum, die Rolle der Königin Ginover, die institutionelle Funktion des Artushofs sowie der Ethos der Ritterschaft.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird analysiert, wie Wolfram von Eschenbach das arturische Gesellschaftsmodell konstruiert und welche soziokulturellen Funktionen der Hof und die Tafelrunde im Roman erfüllen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche Analyse unter Einbeziehung maßgeblicher Forschungsliteratur zur Artusepik und Wolfram-Forschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Königtum und Hofstruktur sowie der spezifischen Lebensform der Tafelrunde und der ritterlichen Aventiure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die zentralen Begriffe sind Artuswelt, Tafelrunde, Ritterschaft, Aventiure, Hofgesellschaft und höfische Kultur.

Wie beschreibt der Autor die Macht von König Artus?

Die Arbeit stellt heraus, dass Artus über keine absolute Macht verfügt, sondern in Entscheidungsfragen oft auf den Rat seiner "messenîe" angewiesen ist und eine persönliche Durchsetzungsschwäche zeigt.

Welche Rolle spielt die Königin Ginover im Roman?

Ginover ist keine passive Figur, sondern agiert als diplomatische Mittlerin und einflussreiche Akteurin, die den Hofbetrieb maßgeblich mitsteuert.

Warum wird die Tafelrunde als "institutionell" bezeichnet?

Die Tafelrunde fungiert als symbolisches Zentrum der ritterlichen Welt, das über die bloße Hofgesellschaft hinausgeht und durch spezifische Aufnahmekriterien sowie ideelle Gleichheit geprägt ist.

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Résumé des informations

Titre
Grenzüberschreitungen und Vernetzungen im Parzival Wolframs von Eschenbach: Artusrunde und Artusgesellschaft
Université
University of Mannheim  (Deutsche Philologie)
Cours
Grenzüberschreitungen und Vernetzungen 800-1600
Note
2,0
Auteur
Marcus Deuchler (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
24
N° de catalogue
V64257
ISBN (ebook)
9783638571265
ISBN (Livre)
9783656794820
Langue
allemand
mots-clé
Grenzüberschreitungen Vernetzungen Parzival Wolframs Eschenbach Artusrunde Artusgesellschaft Grenzüberschreitungen Vernetzungen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marcus Deuchler (Auteur), 2005, Grenzüberschreitungen und Vernetzungen im Parzival Wolframs von Eschenbach: Artusrunde und Artusgesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64257
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Extrait de  24  pages
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