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Agglomeration und Innovation am Beispiel zweier amerikanischer Industriecluster

Title: Agglomeration und Innovation am Beispiel zweier amerikanischer Industriecluster

Term Paper , 2002 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Thorsten Wilke (Author)

Economics - Innovation economics
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Die folgenden Ausführungen beschäftigen sich mit der Entstehung und Entwicklung von innovativen Agglomerationsräumen. Dazu werden die beiden US-amerikanischen Industriecluster Silicon Valley und Route 128 miteinander verglichen und die räumlichen Entwicklungsunterschiede dargestellt. Es wird dabei hauptsächlich auf die empirischen Arbeiten von AnnaLee Saxenian eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Cluster – oder warum Konkurrenten gerne Nachbarn sind

3. Die historische Entwicklung zweier US-amerikanischer Industriecluster

3.1 Amerikas Technologie-Autobahn: Die Route 128

3.2 Das Tal der : Das Silicon Valley

4. Die Ursachen der räumlichen Entwicklungsunterschiede im Silicon Valley und entlang der Route 128

4.1. Die Organisationsstruktur: Netzwerk versus Abgeschlossenheit

4.2. Das Humankapital: Gründerkultur versus Traditionen

4.3. Weitere raumdifferenzierende Faktoren

5. Die negativen Folgen der Agglomeration

6. Fazit: Die Lehren für die Zukunft

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung der Industriecluster Silicon Valley und Route 128. Ziel ist es, auf Basis der empirischen Forschung von AnnaLee Saxenian aufzuzeigen, wie sich regionale Organisationsstrukturen, Netzwerke und sozioökonomische Faktoren auf die Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit von Technologieclustern auswirken.

  • Vergleich der historischen Entwicklung zweier US-amerikanischer Hochtechnologiestandorte
  • Analyse der Rolle von Netzwerken gegenüber vertikal integrierten Unternehmensstrukturen
  • Untersuchung von Humankapital, Gründerkultur und sozialen Faktoren als regionale Standortvorteile
  • Bewertung negativer Agglomerationseffekte wie Umweltbelastung und Verkehrsaufkommen
  • Ableitung politischer Implikationen für die regionale Wirtschaftsförderung

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Organisationsstruktur: Netzwerk versus Abgeschlossenheit

Der gravierendste Unterschied zwischen den beiden betrachteten Regionen ist ihre vollkommen unterschiedliche Struktur. Das Silicon Valley ist ein Netzwerk-basiertes Industriesystem und somit weit mehr als eine Agglomeration von individuellen Unternehmen, hochausgebildeten Arbeitern, Kapital und Technologie. Das komplexe Netzwerk zwischen den einzelnen Unternehmen und Industriezweigen ist so organisiert, dass sich Wettbewerb und Kooperation gegenseitig bedingen. Dieses Netzwerk fördert die technologische Überlegenheit durch das intensive Zusammenarbeiten zwischen den Herstellern und deren Zulieferern, sowie durch die Beziehungen zwischen großen und kleinen Unternehmen.

Das Netzwerk des Silicon Valley ermöglicht eine intensive face-to-face-Kommunikation, die für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Hochtechnologiesektor unausweichlich ist. Es entwickelten sich kooperative Beziehungen zwischen den Herstellern und den Zulieferern. Sie wurden Partner im Entwickeln und Herstellen von Produkten und die Hersteller integrierten die Zulieferer nach japanischem Vorbild mit Hilfe von cross-functional-teams in den Produktionsprozess. Die Umstrukturierung von reinen Zulieferbeziehungen zu Kooperationen zog eine Reduzierung der Anzahl der Zulieferer nach sich. Gleichzeitig wurden langjährige Partnerschaften aufgebaut und stark auf eine Just-in-time-Anlieferung gesetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung des Forschungsinteresses an innovativen Agglomerationsräumen und der methodischen Herangehensweise basierend auf den Untersuchungen von Saxenian.

2. Cluster – oder warum Konkurrenten gerne Nachbarn sind: Definition von Industrieclustern und Erläuterung der Bedeutung von Netzwerken, Wissensaustausch und räumlicher Nähe für technologische Innovationen.

3. Die historische Entwicklung zweier US-amerikanischer Industriecluster: Gegenüberstellung der Entwicklung der Route 128 als militärabhängigem Cluster und des Silicon Valley als dynamischem Zentrum für Mikroelektronik.

4. Die Ursachen der räumlichen Entwicklungsunterschiede im Silicon Valley und entlang der Route 128: Tiefgreifender Vergleich der Organisationsformen, der Bedeutung des Humankapitals sowie weiterer raumdifferenzierender Faktoren zwischen den beiden Regionen.

5. Die negativen Folgen der Agglomeration: Beleuchtung der Schattenseiten des rasanten Wachstums, insbesondere bezüglich sozialer Disparitäten, Umweltbelastungen und Verkehrsproblemen.

6. Fazit: Die Lehren für die Zukunft: Zusammenfassung der Erfolgsfaktoren für Industriecluster und Ableitung von Empfehlungen für die regionale Regionalpolitik zur Förderung industrieller Selbstorganisation.

Schlüsselwörter

Silicon Valley, Route 128, Industriecluster, Innovation, Netzwerkökonomie, Unternehmertum, Humankapital, Technologietransfer, Agglomeration, Wissensdiffusion, regionale Entwicklung, Mikroelektronik, Hochtechnologie, Wirtschaftspolitik, Standortfaktoren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung und Entwicklung von zwei der weltweit bedeutendsten Hochtechnologie-Standorte: das Silicon Valley und die Route 128 in den USA.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Organisationsstrukturen der Cluster, die Bedeutung von regionalen Netzwerken, das vorhandene Humankapital sowie der Einfluss von staatlichen Rahmenbedingungen und der Unternehmenskultur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gründe für die unterschiedliche wirtschaftliche Performance der beiden Regionen, insbesondere nach der Krise in den 1980er Jahren, wissenschaftlich zu ergründen.

Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich empirischer Daten, die insbesondere auf den Untersuchungen von AnnaLee Saxenian beruhen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Cluster, die detaillierte Gegenüberstellung ihrer Organisationsstrukturen (Netzwerk vs. Hierarchie) sowie eine Analyse der Standortfaktoren und der negativen Begleiterscheinungen von Agglomerationsprozessen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Industriecluster, Netzwerkökonomie, regionale Innovationskraft, Technologietransfer und der Strukturvergleich zwischen horizontaler Vernetzung und vertikaler Integration.

Warum war das Silicon Valley erfolgreicher als die Route 128?

Das Silicon Valley profitierte von einer flexiblen, netzwerkbasierten Organisationsstruktur, hoher Risikobereitschaft und intensivem Wissensaustausch, während die Route 128 an starren, hierarchischen Strukturen und einer internen Isolation der Unternehmen festhielt.

Welche negativen Folgen bringt eine solche Cluster-Entwicklung mit sich?

Zu den negativen Begleiterscheinungen gehören ein massiver Anstieg der Lebenshaltungskosten, soziale Segregation, hohe Umweltbelastungen sowie ein durch fehlende Infrastruktur provoziertes Verkehrschaos.

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Details

Title
Agglomeration und Innovation am Beispiel zweier amerikanischer Industriecluster
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Regionalforschung)
Grade
1,7
Author
Thorsten Wilke (Author)
Publication Year
2002
Pages
22
Catalog Number
V6427
ISBN (eBook)
9783638139953
ISBN (Book)
9783638639392
Language
German
Tags
Agglomeration Innovation Beispiel Industriecluster
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thorsten Wilke (Author), 2002, Agglomeration und Innovation am Beispiel zweier amerikanischer Industriecluster, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6427
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