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Die Deutsche Welle als Teil der auswärtigen Kulturpolitik - Kontinuität und Wandel im Lichte der deutschen Frage

Title: Die Deutsche Welle als Teil der auswärtigen Kulturpolitik - Kontinuität und Wandel im Lichte der deutschen Frage

Term Paper , 2005 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Janine Wergin (Author)

Politics - Topic: German Foreign Policy
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Summary Excerpt Details

Als Teilbereich der auswärtigen Kulturpolitik ist der deutsche Auslandsrundfunk letztlich auch ein Instrument der Außenpolitik. So verdankt die Deutsche Welle ihren Ausnahmestatus als Rundfunkanstalt des Bundes in einem föderalen Rundfunksystem unmittelbar der politischen Zielstellung.
Diese Arbeit untersucht den medienpolitischen Wandel beim Auslandsrundfunk der Bundesrepublik im Lichte der deutschen Frage. Die politische Zäsur der Jahre 1989/1990 musste sich nachhaltig auf Selbstverständnis und Auftrag der Deutschen Welle auswirken. Denn seit der Gründung im Jahre 1953 gehörte es zu den ersten Aufgaben des Senders, die Idee und den Auftrag der deutschen Einheit nach innen und außen zu vertreten und im Ausland wach zu halten.
In der politischen Debatte wird gefordert, dass Deutschland eine neue Außenpolitik betreiben sollte, oder es wird befürchtet, es betreibe eine solche bereits. Gab es oder gibt es in absehbarer Zeit einen Wandel in der deutschen Außenpolitik, der als Abkehr vom Zivilmacht-Konzept hin zu einem Selbstverständnis als „Nationalstaat wie andere auch, mit dem Potenzial einer europäischen Großmacht“ zu verstehen ist? Dann dürften sich beim Auslandsrundfunk als einem „unentbehrlichen Mittel der Außenpolitik“ Veränderungen bemerkbar machen, welche beispielsweise die Befürchtungen von einer Rückkehr zur Machtpolitik stützen. Diese Arbeit geht der Frage nach und untersucht die Veränderungen bei der politischen Einflussnahme auf die Deutsche Welle.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Fragestellung und Untersuchungsgegenstand

2. Der staatliche Programmauftrag

3. Profil und Selbstverständnis der Deutschen Welle

4. Die Struktur der Deutschen Welle

5. Die Finanzierung der Deutschen Welle

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel bzw. die Kontinuität in der auswärtigen Kulturpolitik der Bundesrepublik Deutschland seit den 1970er Jahren bis zur Gegenwart, wobei der Schwerpunkt auf der Deutschen Welle als Instrument der Außenpolitik im Kontext der deutschen Frage liegt. Die zentrale Forschungsfrage geht der Vermutung nach, ob ein tatsächlicher programmatischer Kurswechsel hin zu machtpolitischen Ambitionen stattgefunden hat oder ob eine stabile Ausrichtung am Zivilmacht-Konzept vorliegt.

  • Analyse der auswärtigen Kulturpolitik und ihrer Wandlungsprozesse
  • Die Rolle der Deutschen Welle als Instrument der Außenpolitik
  • Untersuchung des gesetzlichen Programmauftrags und dessen Modernisierung
  • Strukturelle und finanzielle Rahmenbedingungen des Auslandsrundfunks
  • Einordnung in die deutsche Frage und das Zivilmacht-Selbstverständnis

Auszug aus dem Buch

1. Fragestellung und Untersuchungsgegenstand

Die Bundesregierung hat im Jahr 2000 eine neue Konzeption für ihre auswärtige Kulturpolitik vorgestellt. Darin äußert sich Bundesaußenminister Joschka Fischer (Bündnis90/Die Grünen) grundsätzlich zur Rolle der Kultur in der deutschen Außenpolitik und zu den gegenwärtigen und künftigen Inhalten und Instrumenten. In der auswärtigen Kulturpolitik – die sich als „die Einbeziehung der internationalen Kulturbeziehungen in die Außenpolitik bzw. eine internationale ausgerichtete Kulturpolitik im Interesse der Außenbeziehungen eines Staates“ definieren lässt – sei aufgrund der Globalisierung und ihrer Folgen zwingend ein neuer Politikansatz erforderlich, heißt es in der „Konzeption 2000“. Sie ist der erste Versuch, die wegweisenden Leitlinien der Enquête-Kommission des Bundestags zur Auswärtigen Kulturpolitik von 1970 grundlegend zu überarbeiten. Die zunehmende Globalisierung, der europäische Integrationsprozess, die deutsche Einheit, das Ende des Kalten Krieges und andere Entwicklungen haben einen Wandel der Rahmenbedingungen mit sich gebracht.

Markiert der Regierungswechsel 1998 einen Wendepunkt in der auswärtigen Kulturpolitik? Hat die rot-grüne Koalition in Worten und Taten einen vollkommen neuen Kurs eingeschlagen oder setzt sie den ihrer Vorgängerregierungen fort? Immerhin wird Willy Brandts Äußerung von 1967, die Kulturpolitik sei neben der Sicherheits- und Wirtschaftspolitik die dritte Säule der Außenpolitik, nach wie vor bekräftigt. In dieser Arbeit wird der Wandel bzw. die Kontinuität in der auswärtigen Kulturpolitik seit Erstellung des Strategiepapiers in den 70er Jahren bis zum heutigen Zeitpunkt, für den die „Konzeption 2000“ gilt, untersucht. Der Schwerpunkt liegt auf der Gegenwart sowie den Jahren nach und unmittelbar vor der Vereinigung. Dabei geht es um die deklamatorische und operative Politik gleichermaßen. Die Relevanz des gewählten Politikfeldes ergibt sich aus der Tatsache, dass in der internationalen Politik die zwischenstaatlichen Kulturbeziehungen und darüber hinaus die Wechselbeziehungen zwischen den Kulturen und zwischen Politik und Kultur nicht ignoriert werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fragestellung und Untersuchungsgegenstand: Einleitung in die Thematik der auswärtigen Kulturpolitik und Definition der Forschungsfrage hinsichtlich Kontinuität oder Wandel der deutschen Außenpolitik.

2. Der staatliche Programmauftrag: Untersuchung der normativen Grundlagen und gesetzlichen Vorgaben, welche die inhaltliche Ausrichtung und Ziele der Deutschen Welle definieren.

3. Profil und Selbstverständnis der Deutschen Welle: Analyse der Funktionen des Senders als Medium der Repräsentation, Kompensation und Bildung im internationalen Kontext.

4. Die Struktur der Deutschen Welle: Betrachtung der organisatorischen Hülle und der Unabhängigkeit des Senders sowie der staatlichen Einflussmöglichkeiten innerhalb der Gremien.

5. Die Finanzierung der Deutschen Welle: Erörterung der haushaltspolitischen Steuerung und der finanziellen Rahmenbedingungen vor dem Hintergrund von Sparzwängen und politischen Prioritäten.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, die eine weitgehende Kontinuität des Zivilmacht-Konzepts im untersuchten Zeitraum feststellt.

Schlüsselwörter

Deutsche Welle, auswärtige Kulturpolitik, Außenpolitik, deutsche Frage, Zivilmacht, Auslandsrundfunk, Programmauftrag, Medienpolitik, Globalisierung, Kulturdialog, Krisenradio, Staatsferne, Medienkompetenz, Politikfelder, Kulturbeziehungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der auswärtigen Kulturpolitik der Bundesrepublik Deutschland seit den 1970er Jahren, wobei der Auslandsrundfunk (Deutsche Welle) als zentrales Untersuchungsobjekt dient.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die zentralen Themen sind das Selbstverständnis der Deutschen Welle, ihr gesetzlicher Programmauftrag, ihre organisatorische Struktur sowie die Auswirkungen der deutschen Einheit auf die Auslandsmedienarbeit.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob die auswärtige Kulturpolitik und insbesondere die Deutsche Welle einen Wandel hin zur Machtpolitik vollzogen haben oder ob sie weiterhin dem Konzept der deutschen Zivilmacht treu bleiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die den aktuellen Stand der Kulturpolitik, Gesetzesänderungen sowie Strategiepapiere der Bundesregierung auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert den gesetzlichen Auftrag, die Funktionen als Informations- und Krisenmedium, die Gremienstruktur der Anstalt und die finanzielle Steuerung durch den Staat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Deutsche Welle, auswärtige Kulturpolitik, Zivilmacht, deutsche Frage und Auslandsrundfunk.

Wie hat sich der Programmauftrag der Deutschen Welle nach 2005 verändert?

Der Auftrag wurde modernisiert und um Telemedien als dritte Säule ergänzt, um der technologischen Entwicklung und dem gestiegenen Bedürfnis nach einem interkulturellen Dialog Rechnung zu tragen.

Gibt es Anzeichen für eine Instrumentalisierung des Senders durch die Politik?

Die Analyse zeigt, dass der Staat zwar durch Finanzierung und Zielvorgaben Einfluss nimmt, die Ausgestaltung der Programme jedoch im Rahmen der Autonomie des Senders verbleibt und keine Rückkehr zur reinen Propaganda erkennbar ist.

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Details

Title
Die Deutsche Welle als Teil der auswärtigen Kulturpolitik - Kontinuität und Wandel im Lichte der deutschen Frage
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Insitut für Politikwissenschaft)
Course
PS Einführung in die deutsche Außenpolitik
Grade
1,7
Author
Janine Wergin (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V64282
ISBN (eBook)
9783638571500
ISBN (Book)
9783638669894
Language
German
Tags
Deutsche Welle Teil Kulturpolitik Kontinuität Wandel Lichte Frage Einführung Außenpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janine Wergin (Author), 2005, Die Deutsche Welle als Teil der auswärtigen Kulturpolitik - Kontinuität und Wandel im Lichte der deutschen Frage, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64282
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