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Untersuchung der Biographischen Erfahrung von Mitarbeitern und Ehegatten im Auswaertigen Dienst am Beispiel eines Ehepaars

Titel: Untersuchung der Biographischen Erfahrung von Mitarbeitern und Ehegatten im Auswaertigen Dienst am Beispiel eines Ehepaars

Hausarbeit , 2006 , 61 Seiten , Note: bestanden / sehr gut

Autor:in: Claudia Hüppmeier (Autor:in)

Soziologie - Methodologie und Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Schon seit den Anfängen der Soziologie, seit Georg Simmels „Exkurs über den Fremden“1, ist eine Auseinandersetzung mit dem Thema des „Fremden“, des anderen, des Migranten zu beobachten.
Vor dem Hintergrund dieser soziologischen Tradition beschäftigt sich diese Arbeit mit einer Gruppe von Personen, die als Fremde in anderen Ländern lebt: den „Diplomaten“. Als „Diplomat“ soll hier nicht nur der Botschafter eines Landes, der die Interessen seiner Heimatregierung im Gastland vertritt, betrachtet werden, sondern vielmehr alle Mitarbeiter der auswärtigen Dienste eines Nationalstaates, die sich mit diplomatischer und konsularischer Tätigkeit im weiteren Sinne beschäftigen und sich in diesem Zusammenhang wiederholt außerhalb des Heimatlandes aufhalten.
Ziel dieser Untersuchung soll zunächst sein, einen Einblick in die Lebenswelt der „Diplomaten“ und in ihre Lebensläufe zu finden. Sie soll weiter zum besseren Verständnis der „diplomatischen“ Perspektive auf das Migrantenleben beitragen. Anschließend soll untersucht werden, ob und ggf. in wie weit „Diplomaten“ verschiedenen Typen des „Fremden“, mit denen die Soziologie sich bislang beschäftig hat, entsprechen oder ob sie ggf. einen eigenen Typus bilden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

„Diplomaten“ als transnational mobile Menschen

1.1 Methoden

1.1.1 Datenerhebung

1.1.2 Datenanalyse

1.2. Färbung aus dem Heute

2. Hauptteil

2.1. Beruf „Diplomat“

2.1.1. Wie wird man „Diplomat“

2.1.2. Arbeit eines „Diplomaten“

2.1.2.1. Konsularische Tätigkeit

2.1.2.2. Protokoll und Konferenzmanagement

2.1.2.3. Verwaltung

2.2 Mobilität

2.2.1 Rotation

2.2.2 Der „verplante“ Diplomat

2.3 Der mitausreisendenEhegatte

2.3.1. Berufstätigkeit

2.3.2. Mit-machen statt selber-machen

2.4 Diplomatenleben jenseits der Arbeit

2.4.1. Soziale Kontakte

2.4.1.1. Kontaktpartner – Elite und Expatriates

2.4.1.2. Kontakte halten

2.4.2. Leben im Empfangsstaat

2.4.2.1. Sich einleben

2.4.2.2. Zeitliche Begrenzung

2.4.2.3. Rolle der Sprache

2.4.2.4. Politisches und gesellschaftliches Umfeld

2.5. Heimat – Anker oder Verlust?

3. Zusammenfassung –

3.1. Diplomaten als Sub-Typus des Fremden

3.1.1. Diplomat = Fremder im Sinne von G. Simmel?

3.1.2. Diplomat = Kosmopolit?

3.1.3. Diplomat = Sojourner?

3.2. Ausblick

3.2.1. Ausweitung des Samples

3.2.2. Bedeutung des geographischen Raums

3.2.3. Institution Auswärtiges Amt und Organisationssoziologie

3.2.4. „transnationale Kultur“ der Diplomaten

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht anhand narrativer Interviews mit einem Ehepaar aus dem Auswärtigen Dienst die Lebenswelt und die biographischen Erfahrungen von Diplomaten, um ein tieferes Verständnis für deren Perspektive auf das transnationale Migrantenleben zu gewinnen und sie soziologisch als Typus des „Fremden“ einzuordnen.

  • Biographische Erfahrung von Diplomaten und deren Ehepartnern
  • Soziologische Einordnung des „Diplomaten“ als „Fremder“
  • Auswirkungen beruflicher Rotation und Mobilität
  • Die Rolle der mitausreisenden Ehegattin (Mit-machen statt selber-machen)
  • Leben in politisch und gesellschaftlich isolierten Kontexten

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Rotation

Erk und Clarissa rotieren innerhalb ihres Berufslebens im Auswärtigen Amt zwischen verschiedenen Auslandsposten und der Zentrale in Deutschland. Die inhaltlich diversen Aufgaben, die Erk wahrnimmt, wurden schon unter Punkt 2.1.2 näher vorgestellt.

In geographischer Hinsicht changieren die Aufenthaltsorte zwischen Lateinamerika und Mittelost-Europa, dazu kommt ein 8-jähriger Aufenthalt in Deutschland.

Es handelt sich nicht um eine tatsächlich weltweite Mobilität. Erk erwähnt selbst, dass er nie bis nach Asien gekommen ist: „Aber wir haben das nie … geschafft so .. in den asiatischen Raum. Waren auch gar nicht so dran interessiert in den asiatischen Raum zu gehen.“

Es fragt sich nun, in welchen Abständen der Wechsel der Aufenthaltsorte und Tätigkeitsfelder stattfindet. Das Auswärtige Amt beschreibt in den Bewerberinformationen für den gehobenen Dienst den Mobilitätsrhythmus wie folgt: „Sie werden in der Regel alle vier Jahre Ihren Dienstort und damit auch Ihre Tätigkeit wechseln. Insgesamt werden Sie ca. zwei Drittel Ihres Berufslebens im Ausland verbringen, die restliche Zeit entfällt auf Verwendungen in der Zentrale des Auswärtigen Amts in Berlin.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung etabliert die Fragestellung nach der soziologischen Einordnung von Diplomaten als „Fremde“ und beschreibt die methodische Vorgehensweise durch narrative Interviews.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert detailliert den Beruf des Diplomaten, die mit der Rotation verbundene Mobilität, die Rolle der mitausreisenden Ehegattin sowie das Leben jenseits der beruflichen Pflichten.

3. Zusammenfassung –: Das Resümee setzt die Diplomaten in Relation zu soziologischen Typen des Fremden wie Simmels „Fremdem“, Hannerz’ „Kosmopoliten“ und Sius „Sojourner“ und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Diplomaten, Auswärtiges Amt, Biographische Forschung, Mobilität, Rotation, Sojourner, Fremder, Transnationalität, Akkulturation, Lebenswelt, Identität, Soziale Kontakte, Konsularische Tätigkeit, Identitätsschablone, Arbeitswelt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die biographische Lebenswelt von Diplomaten und deren Ehepartnern im Kontext ihres transnational mobilen Berufslebens.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen berufliche Rotation, die Rolle mitreisender Ehepartner, die soziale Integration in Gastländern sowie die soziologische Typisierung von Diplomaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen Einblick in die Lebenswelt von Diplomaten zu geben und zu prüfen, inwieweit sie soziologische Konzepte des „Fremden“ erfüllen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine biographische Forschungsmethode angewandt, konkret die Durchführung narrativer Interviews nach Fritz Schütze mit einem Ehepaar.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in berufliche Aspekte wie Aufgaben und Rotation sowie private Bereiche wie das Leben im Empfangsstaat, Kontaktpflege und die Auswirkungen der Versetzungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Diplomaten, Rotation, biographische Forschung, Mobilität, Sojourner und Akkulturation.

Warum unterscheidet der Autor zwischen LA1 (1) und LA1 (2)?

Die Anonymisierung macht dies notwendig, da die Interviewten zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten an diesem Ort waren, was für die chronologische Analyse wichtig ist.

Welche Rolle spielt der „Planer“ für den Diplomaten?

Der „Planer“ in der Personalabteilung des Auswärtigen Amtes verkörpert die institutionelle Abhängigkeit und die eingeschränkte Entscheidungsfreiheit des Diplomaten bei der Versetzung.

Ende der Leseprobe aus 61 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Untersuchung der Biographischen Erfahrung von Mitarbeitern und Ehegatten im Auswaertigen Dienst am Beispiel eines Ehepaars
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Soziologie)
Veranstaltung
Forschungspraktikum
Note
bestanden / sehr gut
Autor
Claudia Hüppmeier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
61
Katalognummer
V64393
ISBN (eBook)
9783638572248
ISBN (Buch)
9783656773443
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Untersuchung Biographischen Erfahrung Mitarbeitern Ehegatten Auswaertigen Dienst Beispiel Ehepaars Forschungspraktikum
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Claudia Hüppmeier (Autor:in), 2006, Untersuchung der Biographischen Erfahrung von Mitarbeitern und Ehegatten im Auswaertigen Dienst am Beispiel eines Ehepaars, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64393
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  61  Seiten
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