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Ballungsraumfernsehen in Deutschland: Partizipationsmöglichkeiten, Wirtschaftlichkeitschancen und ordnungsrechtliche Regelungsprobleme

Title: Ballungsraumfernsehen in Deutschland: Partizipationsmöglichkeiten, Wirtschaftlichkeitschancen und ordnungsrechtliche Regelungsprobleme

Thesis (M.A.) , 2002 , 99 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Daniel Friedheim (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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Summary Excerpt Details

1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
Die Entwicklung des privaten, d.h. in diesem Zusammenhang werbefinanzierten, lokalen und regionalen Fernsehens in Deutschland ist seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts1 vor allem durch einen geringen wirtschaftlichen Erfolg geprägt. Da sich die privaten Fernsehveranstalter über den Werbemarkt finanzieren, läßt2 sich das ökonomische Hauptproblem der Veranstalter eindeutig benennen. Aufgrund geringerer technischer Reichweite, anders als bei bundesweiten Fernsehprogrammen, ist das Erlöspotenzial der Werbefinanzierung eingeschränkt. Da aber nur mit aufwendigen Programminhalten Zuschauer gewonnen werden können, sind die Veranstalter beim Erwerb von Programmrechten mit - in Relation zur Größe des regionalen oder subregionalen Marktvolumens - hohen Kosten konfrontiert.3 Zusätzlich stehen Fernsehveranstalter mit lokalen Tageszeitungen und Anzeigenblättern sowie lokalen Radioprogrammen in einem intensiven Wettbewerb um das insgesamt lokal gebundene Werbeaufkommen. Um unter diesen Bedingungen eine wirtschaftliche Tragfähigkeit von Ballungsraumfernsehen zu erreichen, müssen bestimmte Maßnahmen seitens der Programmanbieter getroffen werden. Eine solche Maßnahme kann z.B. der Einsatz verschiedener Formen von Kooperationen sein. Daher ging der Trend beim Ballungsraumfernsehen zweifellos dahin, durch mehr Kooperationen und durch Herausbildung von Netzwerken zwischen den Sendern für die Werbeindustrie attraktiver zu werden. Kooperiert wurde in den Bereichen der Programmstrukturen und –inhalte (Homogenisierung, Zukauf von Fremdprogrammen), um dadurch eine Vereinfachung der gemeinsamen nationalen Werbezeitenvermarktung zu erreichen.
Diese Kooperationen und Netzwerkbildungen wurden realisiert. Es gilt in dieser Arbeit zu prüfen, ob die mit den Maßnahmen angestrebten Ziele, zumindest teilweise, erreicht werden konnten.
Es wird außerdem analysiert, ob die Programmangebote unter qualitativen Aspekten einen Beitrag zur publizistischen Vielfalt zu leisten im Stande sind und den Rezipienten in dem jeweiligen lokalen Umfeld Partizipationschancen beim Meinungs- und Willensbildungsprozeß ermöglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

1.2 Aufbau der Arbeit

1.3 Methodische Vorgehensweise

2 Normative Funktionen der Medien

2.1 Allgemeine Medienfunktionen

2.1.1 Forum für den politischen Meinungs- und Willensbildungsprozeß

2.1.2 Soziale Orientierung und Integration

2.2 Lokale/regionale Medienfunktionen

2.2.1 Forum für den politischen Meinungs- und Willensbildungsprozeß auf lokaler/ regionaler Ebene

2.2.2 Soziale Orientierung und Integration auf lokaler/regionaler Ebene

2.3 Zusammenfassung

3 Rechtliche Entwicklung und Legitimation von privatwirtschaftlichem Rundfunk

3.1 Die Rundfunkurteile des Bundesverfassungsgerichts

3.2 Zusammenfassung

3.3 Die Kabelpilotprojekte

3.4 Der Rundfunkstaatsvertrag

3.5 Der Aufbau und die Aufgaben der Landesmedienanstalten

4 Grundlegende Determinanten für Ballungsraumfernsehen

4.1 Definition „Ballungsraum“

4.2 Definition „Verbreitungsgebiet“

4.2.1 Kommunikationsraum

4.2.2 Wirtschaftsräume und Pendlerströme

4.2.3 Kabelanschlüsse und Verkabelungsdichte

4.3 Zusammenfassung

5 Landesmediengesetze und Ballungsraum-Fernsehangebote in den einzelnen Bundesländern

5.1 Bayern

5.2 Sachsen

5.3 Saarland

5.4 Hamburg

5.5 Berlin-Brandenburg

5.6 Baden-Württemberg

5.7 Rheinland-Pfalz

5.8 Hessen

5.9 Nordrhein-Westfalen

5.10 Niedersachsen

5.11 Schleswig-Holstein

5.12 Weitere Bundesländer

6 Programmstrukturen und -konzepte der Ballungsraum-Programmanbieter

6.1 Eigenproduziertes Programm

6.2 Ballungsraumfernsehen als regionales Vollprogramm

6.3 Ballungsraumfernsehen mit Syndication-Programm

6.3.1 Kostenpflichtiges Syndication-Programm

6.3.2 Syndication-Programm gegen Sendezeit

6.3.3 Bewertung Syndication-Programm

6.4 Ballungsraumfernsehen mit Kabelzeitung (Bildschirmzeitung)

6.5 Zusammenfassung

7 Finanzierungsmöglichkeiten und Wirtschaftlichkeitschancen beim Ballungsraumfernsehen

7.1 Kosten

7.2 Erlöse

7.3 Finanzsituation der Ballungsraumsender

7.4 Die Vermarktung der Ballungsraumsender

7.4.1 Regionale Vermarktung

7.4.2 Nationale Vermarktung

7.4.3 Zusammenfassung

8 Partizipationspotentiale beim Ballungsraumfernsehen

8.1 Definitionen und Problemstellung

8.2 Unternehmensbeteiligungen und Gesellschafterverhältnisse

8.3 Publizistische Vielfalt beim Programminhalt

8.4 Konkrete Partizipationsmöglichkeiten

8.5 Zusammenfassung

9 Ordnungsrechtliche Regelungsprobleme

9.1 Regelungsverfahren

9.2 Regelungsbedarf beim Lizenzierungsverfahren

9.3 Regelungsbedarf bei Werbezeitenverstößen

9.4 Regelungsbedarf bei den Programminhalten

9.5 Umgang und Reaktion der Landesmedienanstalten auf Verstöße

10 Ergebniszusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die wirtschaftliche Tragfähigkeit und das publizistische Potenzial von privatwirtschaftlichem Ballungsraumfernsehen in Deutschland. Ziel ist es zu prüfen, inwieweit Maßnahmen wie Kooperationen und Programmnetzwerke zur wirtschaftlichen Stabilisierung beitragen konnten und ob diese Angebote den Zuschauern tatsächlich Partizipationschancen im lokalen Meinungsbildungsprozess bieten.

  • Wirtschaftliche Analyse der Finanzierung und Vermarktung von Ballungsraumsendern
  • Untersuchung der rechtlichen Rahmenbedingungen und der Rolle der Landesmedienanstalten
  • Evaluierung von Programmstrukturen, Eigenproduktionen und Syndication-Konzepten
  • Analyse der publizistischen Vielfalt und möglicher Konzentrationstendenzen
  • Beurteilung des Beitrags zu lokalen Partizipationschancen für Bürger

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

Die Entwicklung des privaten, d.h. in diesem Zusammenhang werbefinanzierten, lokalen und regionalen Fernsehens in Deutschland ist seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts vor allem durch einen geringen wirtschaftlichen Erfolg geprägt. Da sich die privaten Fernsehveranstalter über den Werbemarkt finanzieren, läßt sich das ökonomische Hauptproblem der Veranstalter eindeutig benennen. Aufgrund geringerer technischer Reichweite, anders als bei bundesweiten Fernsehprogrammen, ist das Erlöspotenzial der Werbefinanzierung eingeschränkt. Da aber nur mit aufwendigen Programminhalten Zuschauer gewonnen werden können, sind die Veranstalter beim Erwerb von Programmrechten mit - in Relation zur Größe des regionalen oder subregionalen Marktvolumens - hohen Kosten konfrontiert. Zusätzlich stehen Fernsehveranstalter mit lokalen Tageszeitungen und Anzeigenblättern sowie lokalen Radioprogrammen in einem intensiven Wettbewerb um das insgesamt lokal gebundene Werbeaufkommen.

Um unter diesen Bedingungen eine wirtschaftliche Tragfähigkeit von Ballungsraumfernsehen zu erreichen, müssen bestimmte Maßnahmen seitens der Programmanbieter getroffen werden. Eine solche Maßnahme kann z.B. der Einsatz verschiedener Formen von Kooperationen sein. Daher ging der Trend beim Ballungsraumfernsehen zweifellos dahin, durch mehr Kooperationen und durch Herausbildung von Netzwerken zwischen den Sendern für die Werbeindustrie attraktiver zu werden. Kooperiert wurde in den Bereichen der Programmstrukturen und –inhalte (Homogenisierung, Zukauf von Fremdprogrammen), um dadurch eine Vereinfachung der gemeinsamen nationalen Werbezeitenvermarktung zu erreichen.

Diese Kooperationen und Netzwerkbildungen wurden realisiert. Es gilt in dieser Arbeit zu prüfen, ob die mit den Maßnahmen angestrebten Ziele, zumindest teilweise, erreicht werden konnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung des wirtschaftlich herausfordernden Ballungsraumfernsehens in Deutschland ein und definiert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2 Normative Funktionen der Medien: Hier werden die theoretischen Ansprüche an Medien, insbesondere hinsichtlich ihrer sozialen Orientierung und ihrer Rolle als Forum für politische Willensbildungsprozesse, dargelegt.

3 Rechtliche Entwicklung und Legitimation von privatwirtschaftlichem Rundfunk: Dieses Kapitel behandelt die historischen Urteile des Bundesverfassungsgerichts, die Entwicklung der Kabelpilotprojekte und den gesetzlichen Rahmen durch den Rundfunkstaatsvertrag.

4 Grundlegende Determinanten für Ballungsraumfernsehen: Der Begriff „Ballungsraum“ wird definitorisch eingegrenzt und die Parameter zur Bestimmung von Verbreitungsgebieten wie Kommunikationsraum und wirtschaftliche Pendlerströme werden analysiert.

5 Landesmediengesetze und Ballungsraum-Fernsehangebote in den einzelnen Bundesländern: Ein Überblick über die landesspezifischen gesetzlichen Regelungen und die konkreten Umsetzungen in den verschiedenen Bundesländern.

6 Programmstrukturen und -konzepte der Ballungsraum-Programmanbieter: Vorstellung verschiedener Programmmodelle, vom Eigenprogramm bis zum Syndication-Konzept, sowie deren Vor- und Nachteile.

7 Finanzierungsmöglichkeiten und Wirtschaftlichkeitschancen beim Ballungsraumfernsehen: Detaillierte Analyse der Kostenstrukturen, Erlösquellen und der schwierigen Finanzsituation der Sender.

8 Partizipationspotentiale beim Ballungsraumfernsehen: Untersuchung, inwieweit Bürger durch diese Medienangebote tatsächlich an demokratischen Prozessen teilhaben können und welche publizistische Vielfalt geboten wird.

9 Ordnungsrechtliche Regelungsprobleme: Analyse der Probleme bei Lizenzierungen, Werbezeitenverstößen und der Reaktion der Medienaufsicht auf inhaltliche Fehlentwicklungen.

10 Ergebniszusammenfassung und Ausblick: Abschließende Zusammenführung der Erkenntnisse zur wirtschaftlichen und publizistischen Lage des Sektors sowie ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Ballungsraumfernsehen, Privater Rundfunk, Medienpolitik, Landesmedienanstalten, Werbefinanzierung, Programmstrukturen, Publizistische Vielfalt, Lokale Medien, Partizipation, Rundfunkstaatsvertrag, Reichweite, Mediensystem, Wirtschaftsräume, Medienkonzentration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Situation des privatwirtschaftlichen Ballungsraumfernsehens in Deutschland, insbesondere die wirtschaftliche Lage und dessen Beitrag zur publizistischen Vielfalt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die wirtschaftliche Tragfähigkeit, die Programmkonzepte, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu prüfen, ob die in der Branche realisierten Kooperationen und Netzwerkbildungen zur wirtschaftlichen Stabilisierung führen und ob die Angebote das normative Ziel der publizistischen Vielfalt erfüllen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert betriebswirtschaftliche Studien, Primäranalysen (basierend auf freigegebenen Daten der Kirch-Gruppe) und eine intensive Sekundäranalyse vorhandener Literatur und Dokumente.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung normativer Funktionen, rechtlicher Grundlagen, eine detaillierte finanzwirtschaftliche Analyse der Ballungsraumsender sowie die Auswertung von Programmstrukturen und ordnungsrechtlichen Problemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Ballungsraumfernsehen, privatwirtschaftlicher Rundfunk, publizistische Vielfalt, Werbefinanzierung und Medienkonzentration.

Welche Rolle spielt die Kirch-Gruppe in dieser Analyse?

Die Kirch-Gruppe ist als einer der Hauptakteure und Programmzulieferer zentral für die Untersuchung von Marktkonzentration und deren Auswirkungen auf die publizistische Unabhängigkeit kleinerer Sender.

Warum haben Ballungsraumsender so große wirtschaftliche Schwierigkeiten?

Die Schwierigkeiten resultieren primär aus der begrenzten technischen Reichweite, hohen Produktionskosten im Verhältnis zum kleinen Markt und der Konkurrenz um Werbegelder, was eine nachhaltige Profitabilität bisher kaum ermöglicht.

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Details

Title
Ballungsraumfernsehen in Deutschland: Partizipationsmöglichkeiten, Wirtschaftlichkeitschancen und ordnungsrechtliche Regelungsprobleme
College
University of Münster  (Politikwissenschaften)
Grade
2,0
Author
Daniel Friedheim (Author)
Publication Year
2002
Pages
99
Catalog Number
V6439
ISBN (eBook)
9783638140065
ISBN (Book)
9783638697071
Language
German
Tags
Fernsehen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Friedheim (Author), 2002, Ballungsraumfernsehen in Deutschland: Partizipationsmöglichkeiten, Wirtschaftlichkeitschancen und ordnungsrechtliche Regelungsprobleme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6439
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