Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Finanzierungsangebot der Business Angels. Ihr besonderes Augenmerk gilt den Existenzgründern und hier besonders Unternehmen aus dem Bereich der neuen Technologien. Business Angels - aus dem Englischen frei übersetzt „Geschäftsengel“unterstützen Unternehmen mit Kapital und Know-how, die sich am Anfang ihres Gründungsgeschehens befinden. Zielsetzung dieser Arbeit ist es, zu klären, ob Business Angels eine geeignete Finanzierungsalternative für Existenzgründer anbieten. Dabei werden die Perspektiven der teilnehmenden Marktakteure, Business Angels und Kapitalnehmer, eingehend beleuchtet. Finanzierungsbedarf und Finanzierungsmodelle müssen zueinander passen - und sie müssen zueinander finden. In dem Zusammenhang spielen die Netzwerke der Business Angels als Plattform für alle Beteiligten eine besondere Rolle. Welchen Einfluss externe Faktoren, wie z.B. Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Situation, auf das Finanzierungskonzept haben und welche internen Probleme bei diesem Finanzierungskonzept auftreten, wird in einem eigenen Kapitel ausführlich betrachtet. Am Ende wird ein Business Angel Projekt als Beispiel die Praxis dieses Finanzierungsmodells veranschaulichen und belegen. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Akteure des Finanzierungskonzepts Business Angel
1.1 Business Angels
1.1.1 Charkateristika
1.1.2 Einordnung in den informellen Beteiligungskapitalmarkt
1.1.3 Leistungen eines Business Angel
1.1.4 Struktur der Beteiligung
1.1.5 Motivation für eine Beteiligung
1.1.6 Anforderungsprofil eines Kapitalnehmers
1.1.7 Marktvolumen in Deutschland
1.1.8 Business Angels im internationalen Vergleich
1.2. Kapitalnehmer
1.2.1 Charakteristika der Zielunternehmen eines Business Angel
1.2.2 Motive für die Wahl des Finanzierungskonzepts Business Angel
1.2.3 Anforderungsprofil eines Business Angel
1.3 Netzwerke
2. Probleme und Chancen des Finanzierungskonzepts Business Angels
2.1 Probleme
2.1.1 Geringer Bekanntheitsgrad
2.1.2 Marktintransparenz
2.1.3 Informationsasymmetrien
2.2 Chancen
2.2.1 Mobilisierung weiterer Investoren
2.2.2 Business Angels als Qualitätssiegel
2.2.3 Hoher Beitrag zum Standort Deutschland
3. Praxisbeispiel
3.1 Der Business Angel Norbert Baier
3.2 Die Va-Q-tec AG
3.3 Das Netzwerk Nordbayern
3.4 Ablauf der Beteiligung:
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Finanzierungsmodell der Business Angels, um zu klären, ob es sich für Existenzgründer in technologieorientierten Branchen als geeignete Finanzierungsalternative erweist. Dabei stehen die Perspektiven der beteiligten Marktakteure sowie die funktionalen Aspekte der Netzwerkbildung im Zentrum der Analyse.
- Rolle und Anforderungsprofile von Business Angels und Kapitalnehmern
- Strukturierung der Beteiligungsverhältnisse und Investitionsmotivationen
- Problematik der Marktintransparenz und Informationsasymmetrien
- Die Bedeutung von Business Angel Netzwerken als Vermittlungsplattformen
- Analyse eines konkreten Praxisbeispiels zur Veranschaulichung des Beteiligungsprozesses
Auszug aus dem Buch
1.1.1 Charkateristika
Business Angels sind Privatpersonen, die Eigenkapital und unternehmerische Erfahrungen in wachstumsstarke Unternehmen einbringen. Bei von Business Angels getätigten Investitionen handelt es sich um Finanzierungen, die gezielt während der Early-Stage-Phase einer Unternehmensentwicklung stattfinden. Business Angels sind überwiegend männlich und mittleren Alters. Die Mehrheit von ihnen ist bzw. war selbst Unternehmer und hat weitreichende Erfahrung im Management gesammelt.
Zwei wesentliche Veränderungen politischer und gesellschaftlicher Natur machen Business Angels heute zur wichtigen Finanzierungsmöglichkeit: Zum Einen erfordert die veränderte politische Situation auf Grund von Basel II die verstärkte Konzentration auf Eigenkapital. Zum Anderen spielt die Beraterfunktion, die Business Angels zukommt, in der heutigen Dienstleistungsgesellschaft eine wichtige Rolle.
Business Angels steht die Möglichkeit offen, untereinander zu syndizieren: Um die Gesamtfinanzierung zu sichern, schließen sie sich mit anderen Business Angels zusammen. Auch gilt eine Finanzierung mit einer Venture-Capital-Gesellschaft als Koinvestor als Syndizierung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Akteure des Finanzierungskonzepts Business Angel: Vorstellung der Rollen von Business Angels, Kapitalnehmern und Netzwerken, inklusive ihrer Charakteristika, Beteiligungsstrukturen und Motivationen.
2. Probleme und Chancen des Finanzierungskonzepts Business Angels: Analyse der Herausforderungen wie Marktintransparenz und Informationsasymmetrien sowie der ökonomischen Chancen und des Beitrags zum Wirtschaftsstandort Deutschland.
3. Praxisbeispiel: Veranschaulichung des Beteiligungsprozesses anhand der Zusammenarbeit des Business Angels Norbert Baier mit der Va-Q-tec AG und der Rolle des Netzwerks Nordbayern.
Schlüsselwörter
Business Angels, Finanzierung, Beteiligungskapital, Existenzgründer, Netzwerk, Venture Capital, Seed-Phase, Marktintransparenz, Due Diligence, Innovationsmanagement, Eigenkapital, Frühphasenfinanzierung, Unternehmertum, Informeller Markt, Kapitalnehmer
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Finanzierungskonzept der Business Angels als Alternative zur klassischen Bankfinanzierung für Existenzgründer, besonders in der Frühphase.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf den Profilen der Akteure, der Funktionsweise der Beteiligung, der Bedeutung von Netzwerken sowie den Chancen und Problemen dieses Modells.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Es soll geklärt werden, ob Business Angels eine geeignete und effektive Finanzierungsquelle für junge, technologieorientierte Unternehmen darstellen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Untersuchung basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Studien und wird durch ein detailliertes Praxisbeispiel ergänzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Akteure, eine Untersuchung der Markthindernisse und -vorteile sowie die Darstellung eines konkreten Beteiligungsablaufs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Kernbegriffe umfassen Business Angels, Existenzgründer, Beteiligungskapital, Markttransparenz, Seed-Phase und Netzwerkbildung.
Was unterscheidet einen „Business Angel“ von einem reinen „Financier“?
Der Business Angel bringt neben Kapital auch unternehmerische Erfahrung, Know-how und ein Kontaktnetzwerk ein, während ein reiner Financier sich primär auf die Kapitalbereitstellung beschränkt.
Welche Rolle spielt die „Due Diligence“ im Prozess der Beteiligung?
Die Due Diligence dient der detaillierten und gründlichen Prüfung des Unternehmens vor dem Vertragsabschluss, um Risiken für den Investor zu minimieren.
Wie bewerten die Autoren das Potenzial von Business Angel Netzwerken?
Netzwerke werden als essenzielle Infrastruktur betrachtet, um Marktintransparenz zu überbrücken, allerdings wird der Ausbau dieser Netzwerke in Deutschland als notwendig erachtet.
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- Jenny Sperling (Author), Luci Levit (Author), 2006, Business Angels und ihre Netzwerke, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64558