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Biotoptypenkartierung

Título: Biotoptypenkartierung

Trabajo , 1998 , 17 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Diplom Geograph Stefan Gärtner (Autor)

Geología / Geografía - Cartografía, Geodesia, ciencia de la información geográfica.
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Die fortschreitende technisch-industrielle Entwicklung und die damit verbundenen Eingriffe in den Naturhaushalt sowie eine Vielzahl anderer Belastungen haben zu erheblichen Veränderungen der natürlichen Lebensgrundlagen geführt. Nur wenige Prozent der Gesamtfläche der Bundesrepublik Deutschland bestehen heute noch aus natürlichen oder naturnahen Biotopen.
Die Bedrohung von Pflanzen- und Tierarten und ihrer Lebensräume sowie eine wachsende Belastung der natürlichen Ressourcen wie Boden, Wasser und Luft werden zunehmend deutlicher. Biotopverluste und der immer stärkere Verinselungseffekt der verbleibenden Biotopreste erschweren einen genetischen Austausch von Tier- und Pflanzenarten. Die Sicherung und Wiederherstellung von natürlichen und/oder naturnahen Lebensgrundlagen und eines funktionsfähigen Naturhaushaltes sind daher besonders wichtig.

Voraussetzung für die Erhaltung und Pflege eines intakten Landschaftshaushaltes ist unter anderem die genaue Kenntnis des Vorkommens und des Zustandes natürlicher Biotope.
Die Biotoptypenkartierung kann einen Beitrag zur Erlangung dieser Kenntnisse leisten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Definitionen, Zielsetzungen und Problematiken

1.1. Definitionen

1.2. Zielsetzungen

1.3. Problematiken

2. Arbeitsgrundlagen der selektiven und flächendeckenden Waldbiotoptypenkartierung

3. Grundzüge des Verfahrens der selektiven Waldbiotoptypenkartierung

3.1. Einleitung

3.2. Aufnahmeeinheiten der selektiven Waldbiotoptypenkartierung

3.3. Kriterien der selektiven Waldbiotoptypenkartierung

3.4. Abgrenzung und Erfassung seltener und gefährdeter Biotope

3.5. Leit-Biotoptypen, Biotopkomplexe

3.6. Biotopbeschreibung

4. Grundzüge des Verfahrens der flächendeckenden Waldbiotoptypenkartierung

4.1. Einleitung

4.2. Aufnahmeeinheiten der flächendeckenden Waldbiotoptypenkartierung

4.3. Kriterien der flächendeckenden Waldbiotoptypenkartierung

4.3.1. Naturnähe

4.3.2. Vielfalt

4.3.3. Seltenheit

4.3.4. Gefährdung

4.4. Bewertung

5. Integration der selektiven und flächendeckenden Waldbiotoptypenkartierung in andere Planungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die verschiedenen Verfahren der Biotoptypenkartierung in Waldgebieten – insbesondere die selektive und die flächendeckende Kartierung – detailliert darzustellen und ihre Bedeutung für den Naturschutz sowie die forstliche Planung aufzuzeigen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie diese Instrumente zur Erhaltung von Lebensgrundlagen und zur ökologischen Bewertung von Waldökosystemen beitragen können.

  • Methodische Grundlagen der Waldbiotoptypenkartierung
  • Unterscheidung zwischen selektiven und flächendeckenden Ansätzen
  • Kriterien für die ökologische Bewertung von Waldflächen
  • Integration der Kartierungsergebnisse in forstliche Planungsprozesse
  • Rolle der Kartierung für den Biotop- und Artenschutz

Auszug aus dem Buch

3.2. Aufnahmeeinheiten der selektiven Waldbiotoptypenkartierung

Die selektive Waldbiotoptypenkartierung erfaßt unter anderem die in Anhang 2 dargestellten als schutzwürdig geltenden Biotoptypen (nach Bundes- und Landesnaturschutzgesetzen). Diese Biotoptypen sind in den jeweiligen Kartieranleitungen, Bundes- und Landesnaturschutzgesetzen der in den Bundesländern verwendeten Verfahren vorgegeben und werden dort exakt beschrieben. Es werden darüber hinaus auch Biotope aufgenommen die aufgrund besonderer Eigenschaften als selten oder gefährdet gelten, auch wenn sie nicht gesetzlich für schutzwürdig befunden werden.

Vornehmlich kartiert werden die folgenden Waldbiotoptypen: - in der Ausprägung der seltenen naturnahen Waldgesellschaften, - in der Bestockungsform historischer Waldbewirtschaftung, - als Waldbestände mit vielfältigem Bestandsaufbau, Kleinstrukturen, Habitatkomplexen, bzw. - mit gehäuften Vorkommen seltener und gefährdeter Arten, - gut ausgebildete Waldränder und Sukzessionsstadien. (AFL 1996)

Die aufzusuchenden seltenen Biotoptypen müssen durch spezielle Biotoptypenschlüssel und Kartieranweisungen klar und detailliert beschrieben sein. Bei der Definition der seltenen Biotoptypen spielen Tierökologische Faktoren nur eine untergeordnete Rolle. Es werden nur seltene Tierartengruppen berücksichtigt die gehäuft vorkommen (z.B. Brutbereich des Mittelspechts).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definitionen, Zielsetzungen und Problematiken: Dieses Kapitel führt in die grundlegenden Begriffe ein, leitet die Ziele der Kartierung aus gesetzlichen Vorgaben ab und diskutiert Herausforderungen wie die mangelnde Vereinheitlichung der Begriffe.

2. Arbeitsgrundlagen der selektiven und flächendeckenden Waldbiotoptypenkartierung: Hier werden die notwendigen Voraussetzungen wie Informationsbeschaffung und die Bedeutung räumlicher Einflüsse für die Kartierung erläutert.

3. Grundzüge des Verfahrens der selektiven Waldbiotoptypenkartierung: Dieses Kapitel fokussiert auf die Erfassung schutzwürdiger Biotope, deren Auswahlkriterien sowie deren Abgrenzung und Beschreibung in der Praxis.

4. Grundzüge des Verfahrens der flächendeckenden Waldbiotoptypenkartierung: Hier steht die ganzheitliche Erfassung des Waldzustandes basierend auf Kriterien wie Naturnähe, Vielfalt und Gefährdung im Mittelpunkt.

5. Integration der selektiven und flächendeckenden Waldbiotoptypenkartierung in andere Planungen: Das abschließende Kapitel beschreibt, wie die gewonnenen Daten effektiv in forstliche Praxis, Naturschutzverwaltung und Landschaftsplanung eingebunden werden können.

Schlüsselwörter

Waldbiotoptypenkartierung, Biotopkartierung, Naturschutz, Waldwirtschaft, Forstplanung, Biotopbewertung, Naturnähe, Artenvielfalt, Landschaftshaushalt, selektive Kartierung, flächendeckende Kartierung, Lebensraumschutz, ökologische Zustandsanalyse, Waldgesellschaften.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit dem Verfahren und der wissenschaftlichen Bedeutung der Waldbiotoptypenkartierung in Deutschland, um den ökologischen Zustand und Naturschutzwert von Waldflächen zu erfassen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen sind die methodische Unterscheidung zwischen selektiven und flächendeckenden Ansätzen, die Kriterien der ökologischen Bewertung sowie die praktische Anwendung der Kartierungsergebnisse.

Was ist das primäre Ziel dieser wissenschaftlichen Untersuchung?

Das Hauptziel ist die Darstellung, wie Waldbiotoptypenkartierungen als Grundlage für eine nachhaltige Forstwirtschaft und für einen effektiven Biotop- und Artenschutz fungieren können.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit analysiert und vergleicht bestehende Verfahren zur Waldbiotoptypenkartierung und nutzt hierfür fachwissenschaftliche Literatur, Richtlinien forstlicher Arbeitskreise und gesetzliche Vorgaben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die Vorgehensweisen bei der selektiven und flächendeckenden Kartierung, deren spezifische Aufnahmeeinheiten, Kriterien wie Vielfalt und Seltenheit sowie die anschließende Integration in Planungsprozesse erläutert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Dokument?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Waldbiotoptypenkartierung, Naturschutz, ökologische Bewertung, Forstplanung und Lebensraumschutz definiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "selektiver" und "flächendeckender" Kartierung wichtig?

Die Unterscheidung ist deshalb wichtig, da die selektive Kartierung primär auf den Schutz seltener Bereiche fokussiert, während die flächendeckende Kartierung den Gesamtzustand des Waldes erfasst, um eine breitere Datenbasis für ökologisches Handeln zu schaffen.

Welche Rolle spielen "Leit-Biotoptypen" in der praktischen Anwendung?

Leit-Biotoptypen dienen dazu, unübersichtliche Waldflächen, in denen verschiedene Biotoptypen eng verzahnt sind, für die Kartierung übersichtlicher zusammenzufassen und so eine klare, wenn auch generalisierte Einordnung zu ermöglichen.

Wie wird mit der Subjektivität bei der Biotopbewertung umgegangen?

Obwohl Bewertungen immer subjektiv geprägt sind, betont die Arbeit, dass durch eine festgelegte Systematik, Logik und das Befolgen wissenschaftlicher Methoden die Ergebnisse nachvollziehbar und damit überprüfbar gemacht werden können.

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Detalles

Título
Biotoptypenkartierung
Universidad
University of Cologne  (Geographisches Institut Köln)
Curso
Venezuela: Landschaftserfassung - Landschaftsbewertung - Landschaftspräsentation
Calificación
2,0
Autor
Diplom Geograph Stefan Gärtner (Autor)
Año de publicación
1998
Páginas
17
No. de catálogo
V6464
ISBN (Ebook)
9783638140263
ISBN (Libro)
9783638826617
Idioma
Alemán
Etiqueta
Biotoptypenkartierung Venezuela Landschaftserfassung Landschaftsbewertung Landschaftspräsentation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Diplom Geograph Stefan Gärtner (Autor), 1998, Biotoptypenkartierung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6464
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