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Liebe als gesellschaftliches Phänomen im Funktionswandel der Zeit

Title: Liebe als gesellschaftliches Phänomen im Funktionswandel der Zeit

Bachelor Thesis , 2005 , 43 Pages , Grade: 2,8

Autor:in: Saskia Pohl (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Jeder kennt wohl das Gefühl – Schmetterlinge im Bauch, Herzrasen, feuchte Hände, hochroter Kopf, zitternde Knie, zaghafte Stimme und andere Einschränkungen, die auf DAS hinweisen. Ein Gefühl, was im Volksmund Berge versetzen kann.
Es ist die Liebe, von der ich spreche. Liebe, ein Phänomen, was schwer zu beschreiben ist. Für manche ist es die stärkste Zuneigung, die man für einen anderen empfinden kann, ein Gefühl, was tiefe Verbundenheit ausdrückt. Für andere Menschen, vor allem für Wissenschaftler, ist es ein chemischer Prozess, der in jedem Menschen abläuft.
Aber was ist Liebe nun soziologisch definiert? Liebe ist in der Soziologie weniger ein Gefühl, sondern ein gesellschaftlich wirkendes Symbol, es dient der zwischenmenschlichen Beziehung.
In der folgenden Arbeit möchte ich das gesellschaftliche Phänomen Liebe näher beschreiben und durch einen chronologischen Abriss durch die Zeit laufen lassen. Mein Hauptaugenmerk habe ich auf den Zusammenhang zwischen Liebe, Sexualität und Ehe gesetzt – Dinge, die in unterschiedlichen Gesellschaften zusammengehörten oder auch nicht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Gesellschaft, die mit den Göttern lebt – Das antike Ideal der Liebe, Sexualität und Ehe

1.1. Die Theorie von Platons Konzept von der Liebe

Der Kugelmensch von Aristophanes

1.2. Die Bedeutung der Liebe nach Aristoteles

1.3. Liebe, Sexualität und Ehe in der Antike

1. 3. 1. Griechenland

1. 3. 2. Rom

2. Die Mittelalterliche Gesellschaft und ihr neues Verständnis von Liebe, Sexualität und Ehe

2.1. Die Ehe im Mittelalter

2.2. Liebe und Sexualität im Mittelalter

Thomas von Aquin

2.3. Exkurs: Die protestantische Kirche und ihr Verständnis von Liebe, Sexualität und Liebe vom Beginn bis in die Gegenwart

3. Der Konsum der Liebe auf dem kapitalistischen Markt

3.1. Die Entwicklung des Massenmarktes

3.2. Liebe und der Werberummel

3.3. Das Rendezvous – Folge der neuen Sexualmoral?

4. Der Umgang mit Liebe, Sexualität und Ehe im 21. Jahrhundert

4.1. Individualität – Was hat dieser Prozess mit der Liebe gemacht?

4.2. Massenmedien – Unterstützen sie das neue Bild der ‚Freien Liebe’?

4.3. Cyberspace – Platz der unbegrenzten Möglichkeiten

Fazit

Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Funktionswandel des Phänomens Liebe in westlichen Gesellschaften. Ziel ist es, den soziologischen Wandel der engen Verbindung von Liebe, Sexualität und Ehe von der Antike bis zur Gegenwart nachzuzeichnen und zu analysieren, wie gesellschaftliche Rahmenbedingungen dieses Verständnis beeinflusst haben.

  • Wandel der Liebeskonzeptionen von der Antike bis zur Moderne
  • Einfluss religiöser Institutionen auf Ehe und Sexualmoral
  • Ökonomisierung der Liebe durch den kapitalistischen Markt
  • Individualisierungsprozesse und deren Auswirkungen auf die Partnerwahl
  • Rolle von Massenmedien und Cyberspace bei der Inszenierung von Intimität

Auszug aus dem Buch

3. 2. Liebe und der Werberummel

„Die entstehenden nationalen Werbebranchen assoziierten romantische Liebe nicht nur mit Konsum, Freizeit und körperlicher Attraktivität, sondern auch mit einer ganzen Reihe damit zusammenhängender Werte.“ (Illouz 2003, S. 38)

Im Laufe der Entwicklung und mit dem Beginn der Goldenen Zwanziger Jahre arbeitete eine Werbeagentur auf die Interessen der Großunternehmer bezogen. Eva Illouz analysierte im Laufe der Zeit Anzeigen, die Paare darstellten und die verdeutlichten, dass sich ein Wandel zum Verständnis der Liebe und der damit verbundenen Werte vollzogen hat.

„Zeitschriften der Mittelschicht wie etwa die Saturday Evening Post […] verbanden üblicherweise das Bild vom Paar mit Haushaltsprodukten und Geräten für die Mittelschicht wie etwa Cornflakes, Brot, Silberwaren, Kühlschränken, Waschmaschinen und Möbeln […]“. (Illouz 2003, S. 39)

Hier lagen Bilder vor, die das Paar mit Haushaltsprodukten, die man mit Nutzen und häuslichem Komfort verband, zeigten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Gesellschaft, die mit den Göttern lebt – Das antike Ideal der Liebe, Sexualität und Ehe: Analysiert antike Liebeskonzeptionen wie Platons Eros-Begriff und Aristoteles’ Philia sowie die patriarchalischen Ehestrukturen in Griechenland und Rom.

2. Die Mittelalterliche Gesellschaft und ihr neues Verständnis von Liebe, Sexualität und Ehe: Untersucht die Rolle der Kirche bei der Eheschließung und den Kontrast zwischen ritterlicher Minne-Idealisierung und strenger christlicher Sexualmoral.

3. Der Konsum der Liebe auf dem kapitalistischen Markt: Beschreibt, wie sich im 20. Jahrhundert romantische Beziehungen durch Massenmedien und Freizeitkonsum in ein marktökonomisches System integrierten.

4. Der Umgang mit Liebe, Sexualität und Ehe im 21. Jahrhundert: Behandelt die Auswirkungen der modernen Individualisierung, den Einfluss medialer Liebesmuster und die Möglichkeiten zur Partnersuche im digitalen Raum.

Schlüsselwörter

Liebe, Soziologie, Sexualität, Ehe, Funktionswandel, Individualisierung, Kapitalismus, Massenmedien, Romantik, Cyberspace, Intimität, Partnerwahl, Geschichte, Antike, Mittelalter

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den historischen Wandel des Phänomens Liebe und dessen enge Verknüpfung mit Sexualität und Ehe über verschiedene Epochen hinweg.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen der Einfluss von Religion, Wirtschaft, Individualisierungsprozessen und modernen Medien auf das Verständnis und die Praktiken von Liebesbeziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist die soziologische Analyse des Funktionswandels der Liebe und der Frage, inwieweit gesellschaftliche Strukturen das Beziehungsverhalten und die Partnerwahl prägen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einem chronologischen Abriss und einer theoretisch-analytischen Untersuchung soziologischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung antiker Ideale, die mittelalterliche kirchliche Eheauffassung, den kapitalistischen Konsum der Romantik und die heutige individualisierte Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Liebe, Individualisierung, Sexualität, Ehe, Kapitalismus, Intimität und gesellschaftlicher Funktionswandel charakterisiert.

Inwiefern beeinflusst der kapitalistische Markt das Liebesverständnis laut der Autorin?

Die Autorin zeigt anhand der Thesen von Eva Illouz auf, wie die romantische Liebe in den 1920er Jahren durch Werbung und Freizeitkonsum in das marktwirtschaftliche System integriert wurde.

Warum spielt das Internet im letzten Kapitel eine zentrale Rolle?

Das Internet wird als Ausdruck der modernen Individualisierung betrachtet, da es neue, anonyme und hocheffiziente Wege der Partnersuche und Selbstinszenierung ermöglicht.

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Details

Title
Liebe als gesellschaftliches Phänomen im Funktionswandel der Zeit
College
University of Rostock
Grade
2,8
Author
Saskia Pohl (Author)
Publication Year
2005
Pages
43
Catalog Number
V64690
ISBN (eBook)
9783638574402
ISBN (Book)
9783638956833
Language
German
Tags
Liebe Phänomen Funktionswandel Zeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Saskia Pohl (Author), 2005, Liebe als gesellschaftliches Phänomen im Funktionswandel der Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64690
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