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Die Entscheidungstheorie. Problemerläuterung und Grundprinzipien

Title: Die Entscheidungstheorie. Problemerläuterung und Grundprinzipien

Term Paper , 2006 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Uhlig (Author)

Business economics - Operations Research
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„Ich überlege. Mein Bauch entscheidet.“ Max Grundig (1908-89), dt. Industrieller.

Der Patriarch Max Grundig hat dank seines Gespürs in der Zeit des Wirtschaftswunders aus einem kleinen Radiogeschäft einen international tätigen Unterhaltungselektronikkonzern geschaffen. Mitte der siebziger Jahre verließ ihn aber das Glück und der Konzern rutschte unter seiner Führung in die Verlustzone. Vielleicht wäre die moderne Entscheidungstheorie ihm zur damaligen Zeit ein besserer Ratgeber gewesen und die Entwicklung wäre anders verlaufen. Im privaten und beruflichen Leben müssen jeden Tag Entscheidungen getroffen werden, allein oder gemeinsam in Gruppen. Das Problem der Entscheidung ist für alle Individuen von existentieller Bedeutung. Ob ein Manager über die Schließung eines Werkes entscheiden muss oder ein Schüler über die Fortsetzung seiner Schullaufbahn. Beide Entscheidungen beeinflussen die Lebensbedingungen des Entscheidungsträgers und in Konsequenz auch die anderer. Tatsache ist, dass der Mensch Schwierigkeiten mit neuartigen, nicht routinisierten Entscheidungssituationen hat. Psychologen haben festgestellt, dass er bei der Entscheidungsfindung zu systematischen Fehlern neigt. Diese intuitiven Fehler zu minimieren, ist Ziel der Entscheidungstheorie. Das Formulieren und Lösen von Entscheidungen ist zu einem wissenschaftlichen Thema ge-worden. Die präskriptive Entscheidungstheorie soll dabei den Menschen bei komplizierten Entscheidungen unterstützen. Entscheidungsregeln für rationales Handeln - d. h. die theoretisch richtige Entscheidung - werden gesucht. Dagegen untersucht die deskriptive Entscheidungstheorie das tatsächliche menschliche Verhalten und versucht, dieses zu erklären. Sie ist damit eine wichtige entscheidungsunterstützende Theorie, insbesondere bei irrationalem Verhalten. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemerläuterung

1.2 Zielsetzung

1.3 Praxisbezug

2. Grundprinzipien präskriptiven Entscheidungstheorie

3. Strukturierung und Modellierung der Entscheidung

3.1 Alternativen

3.2 Umwelt

3.3 Ziel und Präferenzen

4. Entscheidung bei Unsicherheit

4.1 Maximin-Regel

4.2 Maximax-Regel

4.3 Savage-Niehans-Regel

5. Entscheidung bei Risiko

6. Gruppenentscheidungen

7. Deskriptive Entscheidungstheorie

8. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, einen fundierten Überblick über die Entscheidungstheorie zu geben, Ansätze zur Verbesserung von Entscheidungssituationen aufzuzeigen und die Gründe für irrationales menschliches Verhalten zu erläutern. Die Forschungsfrage widmet sich dabei der Herausforderung, wie Entscheidungsträger durch wissenschaftlich fundierte Modelle besser unterstützt werden können, um systematische Fehler bei der Entscheidungsfindung zu minimieren.

  • Grundprinzipien der präskriptiven Entscheidungstheorie
  • Strukturierung und Modellierung komplexer Entscheidungsprobleme
  • Methoden der Entscheidung bei Unsicherheit und Risiko
  • Psychologische Aspekte und deskriptive Ansätze des menschlichen Entscheidungsverhaltens
  • Herausforderungen und Erfolgsfaktoren bei Gruppenentscheidungen

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemerläuterung

Der Patriarch Max Grundig hat dank seines Gespürs in der Zeit des Wirtschaftswunders aus einem kleinen Radiogeschäft einen international tätigen Unterhaltungselektronikkonzern geschaffen. Mitte der siebziger Jahre verließ ihn aber das Glück und der Konzern rutschte unter seiner Führung in die Verlustzone. Vielleicht wäre die moderne Entscheidungstheorie ihm zur damaligen Zeit ein besserer Ratgeber gewesen und die Entwicklung wäre anders verlaufen.

Im privaten und beruflichen Leben müssen jeden Tag Entscheidungen getroffen werden, allein oder gemeinsam in Gruppen. Das Problem der Entscheidung ist für alle Individuen von existentieller Bedeutung.

Ob ein Manager über die Schließung eines Werkes entscheiden muss oder ein Schüler über die Fortsetzung seiner Schullaufbahn. Beide Entscheidungen beeinflussen die Lebensbedingungen des Entscheidungsträgers und in Konsequenz auch die anderer. Tatsache ist, dass der Mensch Schwierigkeiten mit neuartigen, nicht routinisierten Entscheidungssituationen hat. Psychologen haben festgestellt, dass er bei der Entscheidungsfindung zu systematischen Fehlern neigt. Diese intuitiven Fehler zu minimieren, ist Ziel der Entscheidungstheorie.

Das Formulieren und Lösen von Entscheidungen ist zu einem wissenschaftlichen Thema geworden. Die präskriptive Entscheidungstheorie soll dabei den Menschen bei komplizierten Entscheidungen unterstützen. Entscheidungsregeln für rationales Handeln – d. h. die theoretisch richtige Entscheidung - werden gesucht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, erläutert die Problemstellung und definiert Zielsetzung sowie den Praxisbezug der Arbeit.

2. Grundprinzipien präskriptiven Entscheidungstheorie: Hier werden die normativen Grundlagen und die Forderungen an eine rationale Entscheidungsfindung beschrieben.

3. Strukturierung und Modellierung der Entscheidung: Dieses Kapitel behandelt die methodische Zerlegung eines Entscheidungsproblems in Alternativen, Umweltzustände sowie Ziele und Präferenzen.

4. Entscheidung bei Unsicherheit: Es werden spezifische Entscheidungsregeln wie die Maximin-, Maximax- und Savage-Niehans-Regel für Situationen ohne bekannte Eintrittswahrscheinlichkeiten vorgestellt.

5. Entscheidung bei Risiko: Hier wird das Bernoulli-Prinzip als Methode für Entscheidungen unter bekannten Eintrittswahrscheinlichkeiten diskutiert.

6. Gruppenentscheidungen: Die Problematik des Zusammenwirkens mehrerer Beteiligter und die Diffusion der Verantwortung werden kritisch hinterfragt.

7. Deskriptive Entscheidungstheorie: Dieses Kapitel beleuchtet psychologische Phänomene und Heuristiken, die zu systematischen Abweichungen vom rationalen Verhalten führen.

8. Schlussbemerkung: Zusammenfassendes Fazit zur Bedeutung der Entscheidungstheorie und Ausblick auf deren Anwendung in der Praxis.

Schlüsselwörter

Entscheidungstheorie, präskriptive Entscheidungstheorie, deskriptive Entscheidungstheorie, Rationalität, Homo Oeconomicus, Unsicherheit, Risiko, Bernoulli-Prinzip, Gruppenentscheidung, Heuristik, Mental Accounting, Verlustaversion, Overconfidence-Bias, Entscheidungsfindung, Zielpräferenzen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen Überblick über die Entscheidungstheorie und untersucht, wie man Entscheidungen wissenschaftlich fundiert strukturieren und lösen kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit beleuchtet sowohl die präskriptive (rationale) Entscheidungstheorie als auch die deskriptive (psychologische) Perspektive und geht auf Gruppenentscheidungen ein.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Ansätze der Entscheidungstheorie helfen können, die Qualität von Entscheidungen zu verbessern und menschliche Denkfehler zu verstehen.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Verwendet werden mathematische Entscheidungsregeln für Unsicherheit und Risiko sowie psychologische Modelle zur Analyse intuitiven Verhaltens.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Modellierung von Entscheidungen, spezifische Regeln für Risiko- und Unsicherheitssituationen sowie die Untersuchung von Gruppenprozessen und Wahrnehmungsverzerrungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Rationalität, Risiko, Unsicherheit, Nutzenfunktionen, Heuristiken und kognitive Verzerrungen wie der Overconfidence-Bias.

Was unterscheidet die präskriptive von der deskriptiven Entscheidungstheorie?

Die präskriptive Theorie gibt vor, wie man rational entscheiden sollte, während die deskriptive Theorie erklärt, wie Menschen tatsächlich entscheiden und warum sie dabei oft Fehler machen.

Welche Bedeutung hat das Bernoulli-Prinzip in diesem Kontext?

Es dient dazu, Entscheidungen bei Risiko auf Basis von Nutzenwerten statt reinen Ergebniswerten zu optimieren, unter Berücksichtigung der Risikoneigung.

Warum sind Gruppenentscheidungen oft problematisch?

Gruppen leiden häufig unter mangelnder individueller Verantwortlichkeit und der Tendenz, die eigene Meinung der Gruppe anzupassen, was die Prozessrationalität gefährden kann.

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Details

Title
Die Entscheidungstheorie. Problemerläuterung und Grundprinzipien
College
Berlin School of Economics
Grade
1,3
Author
Christian Uhlig (Author)
Publication Year
2006
Pages
14
Catalog Number
V64709
ISBN (eBook)
9783638574556
ISBN (Book)
9783656804406
Language
German
Tags
Entscheidungstheorie Entscheidungen Unsicherheit Entscheidung Heuristiken
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Uhlig (Author), 2006, Die Entscheidungstheorie. Problemerläuterung und Grundprinzipien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64709
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