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Das US-Hegemonialsystem und seine Grenzen

Titre: Das US-Hegemonialsystem und seine Grenzen

Dossier / Travail de Séminaire , 2006 , 20 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Edgar Deibert (Auteur)

Politique - Région: Etats-Unis
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Résumé Extrait Résumé des informations

Spätestens seit der brutalen Aufdeckung der Verwundbarkeit Amerikas mit den Anschlägen vom 11.09. 2001 auf das World Trade Center und das Pentagon und dem daraufhin von den USA ausgerufenem „Krieg gegen den Terror“, lernt die Welt die aggressive militärische Hegemonialpolitik der Vereinigten Staaten kennen. Der mächtigste Staat der Welt mit dem mit Abstand größten Militäretat der Erde hat sich entschlossen erbarmungslos zurückzuschlagen. Dies tut er auf seine eigene egozentrische Art und Weise. Amerika legt selbst fest wer zur so genannten „Achse des Bösen“ oder den „Schurkenstaaten“ gehört. Dies geschieht zumeist ohne Absprache mir seinen Verbündeten, wie der Einmarsch im Irak ohne UN-Mandat belegt. Diese im Alleingang alles lösen wollende US-Außenpolitik erscheint immer weniger zeitgemäß. Mit ihrer unilateralen, Gewalt zentrierten Machtpolitik zerstören die Vereinigten Staaten von Amerika bestehende Vertrauensstrukturen in der Welt. Sie wandeln sich immer mehr vom „internationalem Ordnungsfaktor“ zum „Unruhestifter“.

Amerikas globale Führungsrolle wird seit einiger Zeit immer häufiger hinterfragt und es gibt nicht wenige wissenschaftliche Meinungen, die die Macht der USA in der Welt als im Verfall befindlich betrachten. Diese Kritiker verurteilen den US-Unilateralismus und werfen der amerikanischen Außenpolitik strukturelle Schwächen vor. Die Welt des Kalten Krieges als starres Gebilde zweier Machtblöcke scheint Vergangenheit zu sein, heute erscheint das System internationaler Beziehungen viel komplexer. Will der Wandel in den internationalen Beziehungen den USA nicht ins Bewusstsein treten? Das Stichwort von der „imperialen Überdehnung“ weißt darauf hin, dass die Interessen und Verpflichtungen der Vereinigten Staaten größer sein könnten, als deren vorhandene Kraft, sowohl in militärischer, als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Mögliche Bedrohungen, die für die Supermacht USA bestehen, beziehungsweise entstehen könnten, gilt es aufzuzeigen. Will und wird Amerika die Herausforderungen des Zeitalters der Globalisierung alleine meistern oder stößt es an die Grenzen seines Hegemonialsystems?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Säulen des US-Hegemonialsystems

2.1. Die militärische Vormachtstellung

2.2 Der USD als Weltwährung

2.3. Der USD als Ölwährung

2.4. Im Sog des schwarzen Lochs

3. Streben nach globaler Vormachtstellung

3.1. Die Bedeutung des Öls

3.2. Durchsetzung der eigenen Interessen mit allen Mitteln

4. Grenzen des US-Hegemonialsystems

4.1. Umkehrung der Abhängigkeitsverhältnisse

4.2. Geopolitische Gefahrenpotenziale

5. Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das US-Hegemonialsystem, dessen ökonomische und militärische Stützpfeiler sowie die zunehmenden Grenzen dieses Machtanspruchs im Zeitalter der Globalisierung. Dabei wird insbesondere untersucht, inwiefern die unilaterale Außenpolitik der USA die globale Stabilität gefährdet und welche Alternativen in Form eines geopolitischen Pluralismus bestehen.

  • Die ökonomische Sonderrolle des US-Dollars als Welt- und Ölwährung.
  • Die militärische Vormachtstellung und ihre Instrumentalisierung in der „Bush-Doktrin“.
  • Die strategische Bedeutung der Kontrolle über globale Ölressourcen.
  • Die systemischen Risiken durch Leistungsbilanzdefizite und imperiale Überdehnung.
  • Die Notwendigkeit einer Rückkehr zum Multilateralismus und zur UN-konformen Weltordnung.

Auszug aus dem Buch

3.2. Durchsetzung der eigenen Interessen mit allen Mitteln

Bei einem großen Teil der Weltöffentlichkeit hat sich heutzutage die Meinung durchgesetzt, die USA hätten aufgehört, sich als wohl meinender Hegemon zu verstehen, und betrieben stattdessen nun nackte Machtpolitik. Die Meinungen gehen dahin, dass die derzeitige Bush-Administration die Welt nach ihren eigenen Vorstellungen mit Gewalt zu ordnen versuche. In der Tat reklamiert die National Security Strategy (so genannte „Bush-Doktrin“) vom 17. September 2002 für die USA das Recht auf Präventivkriege: „Die Vereinigten Staaten werden...nicht zögern, zu handeln, wenn es notwendig werden sollte, unser Recht auf Selbstverteidigung wahrzunehmen, in dem wir präemtiv…vorgehen.“ Damit legt diese Doktrin die Anwendung militärischer Gewalt als Mittel der Politik fest, und legitimiert den vorbeugenden Krieg („Angriffskrieg“). Sie verstößt dabei gegen die UN-Charta, die in den Artikeln 51 und 2.4 die bloße Androhung von Gewalt in internationalen Beziehungen verbietet. Als Entschuldigung für die „Renaissance der Gewalt“ müssen die furchtbaren Terroranschläge vom 11. September 2001 auf das World Trade Center herhalten. Damit instrumentalisiert die Bush-Regierung die Terroranschläge und stellt sich selbst den Freifahrtsschein der Terrorismusbekämpfung aus. Nun sind die USA in der Lage mit dem Verweis auf die Al Kaida und den Kampf gegen den Terror jede Strafaktion „an jedem beliebigen Ort der Erde und zu jedem beliebigen Zeitpunkt zu rechtfertigen“.

Anscheinend noch im Schockzustand stellt sich die stärkste Weltmacht über das Völkerrecht und versucht ihre eigenen weltpolitischen Vorstellungen gegen den Willen der Volksgemeinschaft durchzusetzen. Dabei entscheidet sie sich offen gegen die Einbindung in multilaterale Institutionen und gegen „kooperative Problemlösungen“. Nicht die Vereinten Nationen, sondern die USA selbst wollen darüber entscheiden wann ein Verteidigungsfall eintritt. Mehr noch, sie entscheiden was richtig und was falsch ist, wer böse und wer gut ist. Von ihren Verbündeten fordern sie dabei kritiklose Gefolgschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Vormachtstellung der USA in der postbipolaren Welt und stellt die Frage nach der Nachhaltigkeit der aktuellen neoliberalen US-Außen- und Wirtschaftspolitik.

2. Die Säulen des US-Hegemonialsystems: Es werden die wesentlichen Pfeiler der US-Dominanz – die militärische Überlegenheit sowie der US-Dollar als Welt- und Ölwährung – detailliert dargelegt.

3. Streben nach globaler Vormachtstellung: Dieses Kapitel erläutert die strategische Fixierung der USA auf Ölressourcen und die Bereitschaft, außenpolitische Interessen militärisch zu erzwingen.

4. Grenzen des US-Hegemonialsystems: Hier werden die strukturellen Schwächen, insbesondere die Abhängigkeit von Kapitalimporten und die geopolitischen Risiken durch die unilaterale Politik, analysiert.

5. Zusammenfassung: Das Fazit stellt die Destabilisierungsgefahr des US-Unilateralismus heraus und fordert eine verstärkte internationale Zusammenarbeit im Rahmen einer UN-orientierten Weltordnung.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen, Fachartikel und Monographien, die den theoretischen Rahmen der Arbeit bilden.

Schlüsselwörter

US-Hegemonialsystem, Weltmacht, Dollar-Dominanz, Ölwährung, Unilateralismus, Bush-Doktrin, militärische Vormachtstellung, imperiale Überdehnung, Globalisierung, Völkerrecht, Leistungsbilanzdefizit, Multilateralismus, Geopolitik, Energiepolitik, internationale Ordnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das US-Hegemonialsystem und analysiert, warum die Vereinigten Staaten ihre globale Vormachtstellung durch einseitige militärische und ökonomische Maßnahmen ausbauen, während sie gleichzeitig an strukturelle Grenzen stoßen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die militärische Überlegenheit der USA, die Funktionen des US-Dollars, die geostrategische Bedeutung von Erdöl sowie die Auswirkungen der US-Außenpolitik auf das Völkerrecht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem hegemonialen Anspruch der USA und der zunehmenden Instabilität durch unilaterales Handeln aufzuzeigen und die Notwendigkeit einer multilateralen Weltordnung zu begründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse von Fachliteratur, geopolitischen Strategiepapieren und ökonomischen Kennzahlen, um die aktuelle weltpolitische Rolle der Vereinigten Staaten einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Machtgrundlagen (Militär, Währung), das Streben nach Rohstoffkontrolle im Nahen Osten und die Analyse der Grenzen dieser Hegemonie, inklusive der innen- und außenpolitischen Risiken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hegemonialsystem, Unilateralismus, Dollar-Dominanz, Geopolitik, imperiale Überdehnung und die Rückkehr zum Multilateralismus.

Was bedeutet der „Sog des schwarzen Lochs“ im Kontext der Arbeit?

Dieser Begriff beschreibt die enorme Anziehungskraft der US-Kapitalmärkte, die ausländisches Kapital und Ersparnisse der Welt absaugen, um das eigene Leistungsbilanzdefizit und den Konsum in den USA zu finanzieren.

Warum spielt die Kontrolle über Öl eine solch große Rolle für die USA?

Die Kontrolle über Ölquellen und Transportrouten sichert den USA nicht nur den eigenen Energiebedarf, sondern auch den globalen Status des Dollars als Ölwährung, was für die Finanzierung der US-Wirtschaft existenziell ist.

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Résumé des informations

Titre
Das US-Hegemonialsystem und seine Grenzen
Université
University of Osnabrück
Cours
Kapitalismus und Machtungleichheit
Note
1,0
Auteur
Edgar Deibert (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
20
N° de catalogue
V64750
ISBN (ebook)
9783638574860
ISBN (Livre)
9783640412082
Langue
allemand
mots-clé
US-Hegemonialsystem Grenzen Kapitalismus Machtungleichheit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Edgar Deibert (Auteur), 2006, Das US-Hegemonialsystem und seine Grenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64750
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Extrait de  20  pages
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