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Giacomo Leopardis Pessimismus

Titre: Giacomo Leopardis Pessimismus

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2001 , 20 Pages , Note: 2

Autor:in: MA Antonio Sisto (Auteur)

Romanistique - Philologie italienne et sarde
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Résumé Extrait Résumé des informations

Gegenstand dieser Arbeit wird die Entwicklung der Philosophie des Pessimismus von Giacomo Leopardi sein. Es werden aus der Lektüre einiger seiner Werke die Grundzüge der Evolution seines Denkens von einem persönlichen über einen historischen bis hin zu einem sogenannten kosmischen oder universalen Pessimismus aufgezeigt, ausgehend von der kulturhistorischen Situation der Zeit, in der Leopardi gelebt hat. Zur jeweiligen Phase seiner Philosophie werden Auszüge aus Beispieltexten hinzugenommen und kommentiert, die sein Denken und dessen Entwicklung in der jeweiligen Phase widerspiegeln können. Die von mir zu diesem Zwecke ausgesuchten Texte sind vor allem Gedichte aus der Sammlung Canti wie Il passero solitario (Leopardi 1996:36-37), Alla luna (Leopardi 1996:41) und L’Infinito (Leopardi 1996:38), Ultimo canto di Saffo (Leopardi 1996: 31-32), A Silvia (Leopardi 1996:63-64), La sera del dì di festa (Leopardi 1996:39-40) und Canto notturno di un pastore errante dell’Asia (Leopardi 1996:70-73). Ausserdem wird durch einen Auszug aus dem patriotischen Gedicht All’Italia (Leopardi 1996:3-6) Leopardis anfänglicher nationalpatriotischer Einsatz unterstrichen werden.
Besonders hervorgehoben wird Leopardis Verhältnis zur Natur im Verlauf seines Lebens und im Kontext seiner Philosophie werden. Dazu werden Passagen aus dem in den Operette morali enthaltenen Prosastück Dialogo della Natura e di un Islandese (Leopardi 1996:176-181) angesprochen, das die tragische und bis dahin degenerierte Beziehung Leopardis zur Natur auf radikale Weise vorführt.
Zum Schluss wird sich das Interesse auf die letzten Verse des Canto notturno di un pastore errante dell’Asia richten und es werden Reflexionsversuche angestellt. Besonders werde ich nach der Möglichkeit fragen, ob sich in diesem Gedicht, neben dem radikalsten Ausdruck des leopardianischen Pessimismus und der Ablehnung der Natur nicht auch einen intimer Wunsch nach Wiedervereinigung mit diesem ständig bekämpften Feind aussprechen könnte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Giacomo Leopardi: Pessimismus und Bild der Epoche

2 Der persönliche Pessimismus

3 Der historische Pessimismus

4 Der kosmische oder universale Pessimismus

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entwicklung der pessimistischen Philosophie von Giacomo Leopardi, wobei der Fokus auf dem Übergang von einem persönlichen über einen historischen hin zu einem kosmischen Pessimismus liegt. Die Forschungsfrage beleuchtet dabei insbesondere das sich wandelnde Verhältnis des Dichters zur Natur und zur menschlichen Existenz im Spiegel seiner Werke.

  • Evolution des leopardianischen Pessimismus
  • Leopardis philosophische Auseinandersetzung mit der Natur
  • Die Rolle der Vernunft (Ratio) im Gegensatz zum menschlichen Gefühl
  • Der Einfluss der historischen und kulturgeschichtlichen Situation auf das Werk
  • Analyse zentraler Texte wie Canti und Operette morali

Auszug aus dem Buch

3 Der historische Pessimismus

Diese Phase läßt sich in die Jahre 1821-1823 datieren. Leopardi wird sich bewußt, nicht nur der einzige Unglückliche zu sein, sondern dass dieser Zustand auch den Rest der Gesellschaft seiner Zeit betrifft (Biral 1978: 203). Mit dem Übergang zum historischen Pessimismus erweitert sich somit der Unglückszustand vom Dichter auf seine äußere Welt aus. Dieser Zustand scheint für Leopardi seine Zeit voller Veränderungen und Enttäuschungen zu charakterisieren, während er dem Zeitalter der Antike nachtrauert. Das gewandelte Verhältnis Leopardis zur Natur führt nun allmählich in die erste Krise hinein. Leopardi glaubt noch an eine gewisse Gutmütigkeit der Natur oder im schlimmsten Fall, dass sie dem Leben der Menschheit gleichgültig gegenüber stehe.

Quelle des menschlichen Unglücks sei nicht die Natur, sondern die Gesellschaft, eine von politischen reaktionären Machtverhältnissen dominierte Welt, in der das Individuum sich nicht mehr wiedererkennen könne, und wo die restaurierten und unantastbaren Dogmen, den Status quo der Kirche und Monarchie legitimieren und garantieren würden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung definiert den Gegenstand der Arbeit als die Entwicklung von Leopardis Pessimismus und skizziert die methodische Vorgehensweise anhand ausgewählter Gedichte.

1 Giacomo Leopardi: Pessimismus und Bild der Epoche: Dieses Kapitel erläutert den Dualismus zwischen Vernunft und Gefühl in Leopardis Denken sowie den Einfluss seiner persönlichen Lebensumstände und der historischen Epoche auf seine Weltanschauung.

2 Der persönliche Pessimismus: Es wird die frühe Phase analysiert, in der Leopardi sein Unglück primär individuell betrachtet und in Werken wie Il passero solitario thematisiert.

3 Der historische Pessimismus: Das Kapitel beschreibt den Übergang zu einer Sichtweise, in der das Leiden nicht mehr nur das Individuum, sondern die gesamte Gesellschaft und den Zustand der Zeit betrifft.

4 Der kosmische oder universale Pessimismus: Abschließend wird die tragische Reife der Philosophie Leopardis behandelt, in der das Leiden als universeller, mechanischer Zustand allen Lebens im Universum erkannt wird.

Schlüsselwörter

Giacomo Leopardi, Pessimismus, Weltschmerz, Naturphilosophie, Vernunft, Gefühl, historische Entwicklung, romantische Literatur, Canti, Operette morali, Entfremdung, Vergänglichkeit, italienische Literaturgeschichte, menschliches Leid, Illusionsverlust.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Evolution des Dichters Giacomo Leopardi und analysiert, wie sich sein Pessimismus im Laufe seines Lebens in drei spezifischen Phasen verändert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Mittelpunkt stehen die Dialektik zwischen Vernunft und Gefühl, das sich wandelnde Verhältnis zur Natur sowie der Einfluss gesellschaftspolitischer Umbrüche des 19. Jahrhunderts auf das Werk des Dichters.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Weg von einem persönlichen zu einem kosmischen Pessimismus nachzuzeichnen und zu untersuchen, wie Leopardi den Sinn des menschlichen Leidens im Kontext einer als mechanisch und gleichgültig empfundenen Welt interpretiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor wählt einen literaturwissenschaftlichen Ansatz, bei dem er ausgewählte Gedichte aus der Sammlung Canti und Prosatexte aus den Operette morali philologisch analysiert und mit biographischen sowie kulturhistorischen Kontexten verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Kapitel, die den persönlichen, den historischen und schließlich den kosmischen Pessimismus detailliert anhand von Primärtexten und theoretischen Reflexionen untersuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Pessimismus, Natur, Vernunft, Weltschmerz, Illusionen, Entfremdung und der spezifische Dualismus in Leopardis Denken.

Wie unterscheidet sich Leopardis Naturverständnis in seinen drei Phasen?

In der frühen Phase gilt die Natur noch als liebevolle Mutter, wandelt sich dann zu einer unbekümmerten Akteurin und wird schließlich im kosmischen Pessimismus als grausame, mechanische "Stiefmutter" betrachtet, die dem Menschen Leiden zufügt.

Welche Bedeutung kommt dem "Canto notturno di un pastore errante dell'Asia" zu?

Dieses Gedicht dient als zentrales Beispiel für den kosmischen Pessimismus, da es die existenzielle Sinnlosigkeit des Daseins und die Isolation des Menschen gegenüber der Gleichgültigkeit der Natur und der Sterne eindrücklich darstellt.

Fin de l'extrait de 20 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Giacomo Leopardis Pessimismus
Université
University of Bonn
Cours
Giacomo Leopardi
Note
2
Auteur
MA Antonio Sisto (Auteur)
Année de publication
2001
Pages
20
N° de catalogue
V64817
ISBN (ebook)
9783638575379
ISBN (Livre)
9783656809838
Langue
allemand
mots-clé
Giacomo Leopardis Pessimismus Giacomo Leopardi
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
MA Antonio Sisto (Auteur), 2001, Giacomo Leopardis Pessimismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64817
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Extrait de  20  pages
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