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Sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Aspekte der Erfindung des Telefons

Título: Sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Aspekte der Erfindung des Telefons

Trabajo Escrito , 2002 , 23 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Rene Michel (Autor)

Ingeniería - Ingeniería industrial
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In dieser Arbeit geht es um die Geschichte des Telefons aus wirtschaftlicher und sozialer Sicht. Der Begriff ,,Telefon" stammt aus dem griechischen tele = weit, entfernt und phone = Ton, Klang, Stimme. Im 19. Jahrhundert haben sich zahlreiche Wissenschaftler mit der Umsetzung eines elektrischen Sprachübertragungsgerätes beschäftigt, als Vorbild diente ihnen unter anderem der Telegraf.
Zielsetzung der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung des Telefons in wirtschafts- und technikgeschichtlichen Zusammenhängen darzustellen und die begleitenden Umstände und Auswirkungen des Telefons aufzuzeigen.

Das zweite Kapitel befasst sich mit den bedeutendsten Personen der Entwicklungsgeschichte des Telefons und deren Arbeit. Der Deutsche Johann Philipp Reis (1834-1874) präsentierte sein Telefon 1861, hatte aber noch keinen durchschlagenden Erfolg. Der Schotte Alexander Graham Bell (1848-1922) stellte 1876 seine Konstruktion vor. Die damit beginnende Erfolgsgeschichte des Telefons wird im zweiten Abschnitt näher betrachtet. Da nicht nur die technische Funktionsfähigkeit für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolg dieser Innovation verantwortlich war, sondern im besonderen auch die Einführung, beschäftigt sich der dritte Abschnitt mit dem Generalpostmeister Heinrich von Stephan (1831-1897). Die Verbreitung des Telefons in Deutschland ist maßgeblich ihm zu verdanken. Welche Rolle die zu überbrückenden Entfernungen, die Übertragungsqualität und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spielten wird im anschließenden Teil betrachtet.
Das dritte Kapitel beschreibt einige soziale Auswirkungen der Telefonentwicklung. Einer der wichtigen Punkte ist das ,,Fräulein vom Amt" in seiner Funktion als Vermittlungsbeamte. Die Akzeptanz des Telefons und das Telefonverhalten sind ebenso Betrachtungspunkte, wie die Hemmnisse der Ausbreitung des Telefons aus dem geschäftlichen in den privaten Bereich.

Die Arbeit endet mit einer kurzen Schlussbetrachtung
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Entwicklungsgeschichte des Telefons

2.1 Johann Philipp Reis: Das erste Telefon

2.2 Alexander Graham Bell: Der Siegeszug des Telefons

2.3 Heinrich von Stephan: Der Fernsprecher in Deutschland

2.4 Die Vermittlung und Übertragung

2.4.1 Klappenschränke: Die Technik zur Verbindungsherstellung

2.4.2 Die Selbstwahl

2.4.3 Die technisch unbegrenzte Reichweite

2.5 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

3 Auswirkungen des Telefons auf Wirtschaft und Gesellschaft

3.1 Das Fräulein vom Amt

3.2 Die ökonomische Ausbreitung des Telefons

3.3 Das Telefon im privaten Haushalt

3.4 Der Anspruch und die Bedeutung des Telefons

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Geschichte des Telefons unter Berücksichtigung sowohl technikgeschichtlicher als auch wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Aspekte. Dabei wird analysiert, wie sich das Telefon von einem experimentellen Demonstrationsobjekt zu einem unverzichtbaren Kommunikationsmedium entwickelte und welche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie Akteure diesen Prozess maßgeblich beeinflussten.

  • Technologische Meilensteine und Pioniere der Telefonie (Reis, Bell).
  • Die Entwicklung von Vermittlungstechnik und Übertragungsstandards.
  • Staatliche Einflussnahme und die Rolle der Reichspost in Deutschland.
  • Soziale Auswirkungen, insbesondere der Wandel der Frauenrolle im Arbeitsmarkt.
  • Ökonomische Rahmenbedingungen und die Diffusion des Telefons vom geschäftlichen zum privaten Bereich.

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Fräulein vom Amt

Das Telefon leistete einen wichtigen Beitrag zur Etablierung der Frau in der Arbeitswelt. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts ging die Jobmaschine der Industrialisierung spurlos an der weiblichen Bevölkerung vorbei. Die Reichspost beschäftigte nur in Ausnahmefällen Frauen. Das änderte sich aber 1864 als die Großherzogin Louise von Baden, Tochter des späteren Kaisers Wilhelm I., für Frauen neue Arbeitsgebiete außerhalb des Haushaltes schaffen wollte. Auf ihren Wunsch hin stellte man in Baden 13 Beamtinnen für den Telegrafendienst und die Fahrkartenausgabe ein. Die Zahl der Telegrafengehilfinnen wuchs nun ständig an. Diese Beamtinnen hatten aber noch nichts mit dem Fernsprechdienst zu tun. Denn während der Anfangszeit der Beschäftigung von Frauen im Postdienst gab es noch erhebliche Hindernisse und Vorurteile zu überwinden. Der Generalpostmeister Heinrich von Stephan hielt die Frauen für nicht ausreichend qualifiziert. Er argumentierte auch, dass den Frauen der Nachtdienst nicht zuzumuten wäre und man zur Aufrechterhaltung eines ordnungsmäßigen Postdienstes getrennte Räumlichkeiten für männliches und weibliches Personal einrichten müßte. Dadurch entstünden wiederum zu hohe Kosten.

Da der Fernsprechdienst aber schnell expandierte beschäftigte die Reichspost ab 1890 vermehrt auch weibliches Personal. Das Urteil lautete nun immerhin schon „Befriedigend“ über die Verwendbarkeit von Frauen im Fernsprechdienst. Schnell erkannte man ihre Vorzüge: Die Frauen verfügten über eine höhere Stimmlage und waren somit leichter zu verstehen. Außerdem übten sie größere Geduld und Höflichkeit und die Teilnehmer behandelten sie rücksichtsvoller. Trotz dieser Vorzüge gab es recht harte Annahmebedingungen für Frauen. Die Frauen durften nicht vorbestraft oder verschuldet sein. Es wurden nur ledige oder kinderlos verwitwete eingestellt. Darüber hinaus war eine Mindestgröße von 156 cm vorgeschrieben und es wurden umfangreiche ärztliche Untersuchungen durchgeführt, mit besonderem Augenmerk auf Hör- und Sehvermögen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung des Telefons aus wirtschaftlicher und sozialer Perspektive ein und umreißt die Zielsetzung der Untersuchung.

2 Die Entwicklungsgeschichte des Telefons: Das Kapitel behandelt die technischen Erfindungen von Pioniere wie Johann Philipp Reis und Alexander Graham Bell sowie die Entwicklung der Vermittlungstechnik.

3 Auswirkungen des Telefons auf Wirtschaft und Gesellschaft: Hier wird der soziale Wandel durch das Telefon, insbesondere der Einfluss auf die Arbeitswelt und die private Nutzung, detailliert analysiert.

4 Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und resümiert die Bedeutung des Telefons als unverzichtbares Element der modernen Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Telefon, Telefonie, Fernsprecher, Kommunikationsgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Sozialgeschichte, Johann Philipp Reis, Alexander Graham Bell, Heinrich von Stephan, Reichspost, Fräulein vom Amt, Vermittlungstechnik, Diffusion, Innovation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Geschichte des Telefons unter wirtschaftlichen und sozialen Gesichtspunkten von den Anfängen bis zur Etablierung als Alltagsmedium.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Felder sind die technische Entwicklung, der wirtschaftliche Kontext des Erfolgs, die staatliche Rolle beim Netzausbau und die sozialen Folgen, wie etwa die Beschäftigung von Frauen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Entwicklung des Telefons in wirtschafts- und technikgeschichtlichen Zusammenhängen darzustellen und die begleitenden gesellschaftlichen Umstände aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung historischer Dokumente und Quellen zur Entwicklung des Fernsprechwesens.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erfindungsgeschichte durch Pioniere, die technische Weiterentwicklung der Vermittlung sowie die sozioökonomischen Auswirkungen, wie die Entstehung des Berufsbildes "Fräulein vom Amt".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Telefonie, Kommunikationsgeschichte, Innovation, Diffusion und die Protagonisten der Anfangszeit charakterisiert.

Welche Rolle spielte Heinrich von Stephan in Deutschland?

Er war als Generalpostmeister maßgeblich für die frühe Einführung und den Aufbau des Fernsprechnetzes in Deutschland verantwortlich.

Warum war das Telefonieren anfangs auf den geschäftlichen Bereich beschränkt?

Aufgrund der notwendigen Vernetzung und hoher Kosten für die Infrastruktur stand das Telefon anfangs vor allem Banken, Börsen und industriellen Akteuren zur Verfügung.

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Detalles

Título
Sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Aspekte der Erfindung des Telefons
Universidad
University of Applied Sciences Berlin  (Wirtschaftsingenieurwesen)
Curso
AWE:Sozialwissenschaften
Calificación
1,3
Autor
Rene Michel (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
23
No. de catálogo
V6488
ISBN (Ebook)
9783638140492
Idioma
Alemán
Etiqueta
Reis Bell Telefon Fernsprecher Telegraph Fräulein vom Amt Reichspost
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Rene Michel (Autor), 2002, Sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Aspekte der Erfindung des Telefons, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6488
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